{"id":97,"date":"2024-05-13T08:13:26","date_gmt":"2024-05-13T06:13:26","guid":{"rendered":"3f23f6bf-2ded-410f-a6c2-8c4ccd571d01"},"modified":"2026-01-16T13:05:52","modified_gmt":"2026-01-16T12:05:52","slug":"fos-38-open-science-im-dialog-etablieren","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2024\/05\/13\/fos-38-open-science-im-dialog-etablieren\/","title":{"rendered":"FOS 38 Open Science im Dialog etablieren"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_5e2e1c99b7d57f6cedb0ee3db06c4a390699aac4\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2024\/05\/13\/fos-38-open-science-im-dialog-etablieren\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/112\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_38.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: white;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tborder-radius: 0.375rem;\n\t\t\tbox-shadow: 0 1px 3px 0 rgba(0, 0, 0, 0.1), 0 1px 2px 0 rgba(0, 0, 0, 0.06);\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tpadding: 1rem 1.5rem\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-inner {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-avatar {\n\t\t\twidth: 50px;\n\t\t\theight: 50px;\n\t\t\tborder-radius: 0.25rem;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person {\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t\tpadding: 0 1rem;\n\t\t\tdisplay: grid;\n\t\t\tgrid-template-columns: repeat(2, minmax(0, 1fr));\n\t\t\tgap: 1rem;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person-details {\n\t\t\tcolor: #999\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services {\n\t\t\tflex-wrap: wrap;\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\talign-content: center;\n\t\t\tjustify-content: flex-end;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services-service {\n\t\t\tdisplay: inline-block;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t\tpadding-left: 0.5rem;\n\t\t\ttext-decoration: none;\n\t\t\tbox-shadow: none;\n\t\t}\n\t<\/style>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"zbw_shownotes\">\n\n\n\n<p>LINKS UND HINTERGR\u00dcNDE:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.rug.nl\/library\/open-access\/blog\/\">Open Science Blog<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.rug.nl\/opensciencebites\">Podcast &#8218;Open Science Bites&#8216;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.rug.nl\/library\/support\/user-groups\/staff\/pop-up-library?lang=en\">Pop-up Library<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/social.edu.nl\/@Bibliothecaris\">UB Groningen auf Mastodon<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.rug.nl\/library\/\">Website UB Groningen<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 38 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 38: Open Science im Dialog etablieren<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Babette Knauer<br>Senior Communciations Advisor, Universit\u00e4tsbibliothek Groningen<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:02] Babette Knauer:<br>Ja, wissenschaftliche Bibliotheken spielen, nach meiner Meinung, eine ganz zentrale Rolle im Wissenschaftssystem. Sie sind die Knotenpunkte f\u00fcr die Wissensverbreitung. Ich denke, dass wissenschaftliche Bibliotheken mehr denn je wirklich eine unersetzbare Rolle f\u00fcr die Demokratie spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:21] Babette Knauer:<br>Wir haben die Open Science-Botschafter:innen an den Fakult\u00e4ten hier an der Uni, die uns wertvolles Feedback liefern zu den entwickelten Strategien und Diensten. Die sind eine Art Thermometer innerhalb unserer eigenen akademischen Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:39] Babette Knauer:<br>Also, das Narrativ der Zielgruppe zu \u00fcberlassen, denke ich, das ist, das ist ganz wichtig. Und in der Kommunikation weniger aus der Organisation heraus zu denken. Wirklich mehr mit der Zielgruppe im Kopf und die auch fr\u00fchzeitig im gesamten Prozess, also nicht nur in der Kommunikation, sondern bei allem, was entwickelt wird, mit einzubeziehen. Gr\u00fcndlich zu recherchieren, sich beraten zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:07] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Wir reden heute \u00fcber dialogorientierte Kommunikationsarbeit und konstruktive Austauschformate, die entwickelt wurden, um Open Science an der Universit\u00e4t voranzubringen. Und zu Gast habe ich dazu die Kommunikationschefin der Universit\u00e4tsbibliothek Groningen, die uns tiefe Einblicke in die Entwicklungsprozesse dieser Strategien und Erfahrungen aus erster Hand bietet. Unsere G\u00e4stin ist ausgesprochene Expertin f\u00fcr Kommunikationsmanagement. Sie war viele Jahre Kommunikationsleiterin des Leibniz-Instituts f\u00fcr Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main. Zuvor war sie Pressesprecherin am Max-Planck-Institut f\u00fcr Polymerforschung in Mainz. Und seit 2015, also jetzt auch schon seit fast zehn Jahren, ist sie Senior Communciations Advisor an der UB Groningen. Sie kennt den Wissenschaftsbetrieb also seit mehr als 20 Jahren. Herzlich willkommen, Babette Knauer.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:24] Babette Knauer:<br>Hallo, Dankesch\u00f6n f\u00fcr die Einladung!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:26] Doreen Siegfried:<br>Wir starten gleich mal mit einer ganz wesentlichen Frage f\u00fcr unsere Zuh\u00f6rer:innen, die jetzt vielleicht nicht in wissenschaftlichen Bibliotheken arbeiten. Welche Rolle spielen wissenschaftliche Bibliotheken heute im Wissenschaftssystem mit seinen zahlreichen Playern, teils auch kommerziellen Playern?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:44] Babette Knauer:<br>Ja, wissenschaftliche Bibliotheken spielen nach meiner Meinung eine ganz zentrale Rolle im Wissenschaftssystem. Sie sind die Knotenpunkte f\u00fcr die Wissensverbreitung. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, zuverl\u00e4ssig und vertrauensw\u00fcrdig neutrale Informationen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Sie machen au\u00dferdem wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich, f\u00f6rdern die Informationskompetenz von Studierenden, bieten R\u00e4umlichkeiten zum Lernen und forschen und bewahren wissenschaftliche Erkenntnisse und kulturelles Erbe f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen. Ich denke, dass wissenschaftliche Bibliotheken mehr denn je wirklich eine unersetzbare Rolle f\u00fcr die Demokratie spielen. Vor allem auch, wenn wir \u00fcber Desinformation zum Beispiel reden. Neben diesen eher klassischen Bibliotheksaufgaben haben sich akademische Bibliotheken in den letzten Jahren vor allem auf dem Gebiet der forschungsunterst\u00fctzenden Themen stark etabliert. Also beispielsweise Publikationsstrategien von Forschenden begleiten, sie dazu beraten. Analysen zu erstellen, beispielsweise auch zum Publikationsverhalten, Copyright-Beratung. Beides vor allem auch in Hinblick auf den Umgang mit beispielsweise kommerziellen Verlagen. Bibliotheken richten sogenannte Repositorien, also Speicherorte f\u00fcr digitale Publikationen von Forschenden ein und verwalten diese. Ich denke, dass beispielsweise Forschungsinformation, Datenmanagement immer wichtiger werden, ebenso wie offene Lehrmaterialien. Also ich denke, dass wissenschaftliche Bibliotheken eine gro\u00dfe innovative und transformatorische Rolle und auch eine Schnittstellenfunktion im Wissenschaftsbetrieb haben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:35] Babette Knauer:<br>Die Rolle von diesen Commercial Players macht die Bibliothekswelt, denke ich, zunehmend komplexer, weil beispielsweise die kommerziellen Verlage den Publikationsmarkt stark dominieren. Und sich dann die Frage stellt, hat diese Dominanz der kommerziellen Verlage Auswirkungen beispielsweise auf Konzepte wie digitale und akademische Souver\u00e4nit\u00e4t? Das ist eine Debatte, die hier in den Niederlanden im Moment sehr hitzig gef\u00fchrt wird. Gerade letzte Woche fand dazu in Utrecht zum Beispiel eine Veranstaltung statt, die von den Niederl\u00e4ndischen Universit\u00e4tsbibliotheken organisiert wurde, um die Erwartung des akademischen Sektors an die kommerzielle Verlagsbranche im Hinblick auf die Wahrung, na ja, akademischer Werte zu diskutieren, innerhalb einer ausgewogenen und offenen wissenschaftlichen Kommunikations- und Publikationslandschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:34] Doreen Siegfried:<br>Ja, spannend. Also, das Thema Rolle von Bibliotheken und welche Rolle haben diese Infrastrukturen eigentlich auch in unserer demokratischen Gesellschaft, das wird hier auch in Deutschland gerade sehr intensiv diskutiert. Welche Rolle spielen denn wissenschaftliche Bibliotheken im Kontext von Open Science Education und wo siehst du da vielleicht auch einen Unterschied zwischen den Niederlanden und Deutschland?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:58] Babette Knauer:<br>Vielleicht muss ich dazu kurz ein bisschen den Kontext erl\u00e4utern.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:02] Babette Knauer:<br>Also die Niederlande sind ja wesentlich kleiner als Deutschland und arbeiten wesentlich zentralisierter im Vergleich zum deutschen f\u00f6derativen System. Die Wege sind kurz. Es gibt in den Niederlanden 14 Forschungsbibliotheken.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:17] Doreen Siegfried:<br>Ah ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:17] Babette Knauer:<br>Und diese Forschungsbibliotheken bilden gemeinsam einen informellen Kooperationsbund, der hei\u00dft UKB. Das sind also Universiteitsbibliotheken en Koninklijke Bibliotheek, also alle Unibibliotheken und dann die K\u00f6nigliche Bibliothek als Zentrale. Und neben diesen traditionellen Bibliotheksaufgaben, die ich eher schon, schon fr\u00fcher benannte, widmen sich die Universit\u00e4tsbibliotheken also auch Themen wie E-Learning und Innovation in der digitalen Bibliothek. Und diese Themen werden in diesem Kooperationsverbund in verschiedenen Arbeitsgruppen diskutiert. Also bei beispielsweise auch Themen wie Lizenzierung oder die Publisher Deals, die in den letzten Jahren zentrale Themen innerhalb dieser Kooperation geworden sind. Zum Beispiel werden auch mit den kommerziellen Verlagen in diesem Netzwerk gemeinsame Verhandlungen vorbereitet und gef\u00fchrt. Und das gilt auch f\u00fcr das Thema Open Science. Dem wird sich also auch eher aus zentraler Sicht gewidmet. So wurde zum Beispiel auf zentraler Ebene der sogenannte Journal Browser entwickelt, der es Forschenden beispielsweise einfacher macht zu identifizieren, mit welchen Verlagen wurden Vertr\u00e4ge landesweit abgeschlossen und wo gibt es beispielsweise\u2026 wo k\u00f6nnen Autorinnen, Autoren kosteng\u00fcnstig oder kosteng\u00fcnstiger Open Access publizieren. Es wurden landesweite Richtlinien zum FAIR Data Management entwickelt. Und im Moment wird, also auch wieder im UKB-Verband, an einem Projekt gearbeitet, um Diamond Open Access in den Niederlanden zu verst\u00e4rken. Also im Prinzip, das Thema Open Access nachhaltig und kosteneffizient voranzubringen. Manche dieser Projekte werden auf zentraler Ebene entworfen und die Implementation geschieht dann lokal, also auch die Kommunikation. Es gibt aber auch verschiedene Initiativen, die lokal entwickelt werden und dann landesweit Schule machen. Also, man ist eigentlich konstant im Austausch untereinander und die Arbeitsgruppen ziehen an einem Strang. Und die Rolle von Universit\u00e4tsbibliotheken im Bereich Open Science Education hier in Niederlanden ist dann vor allem, Zugang bieten zu offenen wissenschaftlichen Ressourcen, bei der Vermittlung von Open Science-Praktiken zu unterst\u00fctzen, die Informationskompetenz in diesem Bereich auch zu f\u00f6rdern, die Infrastruktur f\u00fcr Open Science Projekte zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ich bef\u00fcrchte, ich wei\u00df nicht genug dar\u00fcber, wie das in Deutschland organisiert ist, also es w\u00fcrde mich sehr, sehr interessieren. Also jetzt, aus der niederl\u00e4ndischen Perspektive w\u00fcrde ich vor allem sagen, dass die Bibliotheken wirklich eine Schl\u00fcsselfunktion haben und auch eine Schnittstellenfunktion und\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:09] Doreen Siegfried:<br>Das hei\u00dft, ihr macht an der Bibliothek auch Seminare tats\u00e4chlich oder irgendwie Konsultationen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:16] Babette Knauer:<br>Genau. Kann ich sp\u00e4ter noch auch noch was \u2026 Kann ich noch vertiefen. Also, es ist\u2026 Also, ich denke wirklich, dass die Bibliotheken eine Schl\u00fcsselfigur sind, auch bei der Frage beispielsweise, was wollen wir von den gro\u00dfen kommerziellen Verlagen? Wie k\u00f6nnen wir als akademische Gemeinschaft auch beispielsweise den Publikationsprozess wieder in die eigenen H\u00e4nde nehmen? Und f\u00fcr diesen Ansatz ist nat\u00fcrlich auch die Kommunikation sehr relevant. Also, wir kommunizieren \u00fcber offene Wissenschaft. Wo tun wir das gr\u00f6\u00dftenteils? Auf kommerziellen, geschlossenen Kan\u00e4len und hier muss sich was \u00e4ndern. Und das sehe ich dann wiederum in Deutschland mit sehr viel Begeisterung, dass sich da die Bibliotheksgemeinschaft und auch die wissenschaftliche Community sehr aktiv auf freien Netzwerken, wie Mastodon zum Beispiel, engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:04] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Vielleicht noch mal ganz kurz, bevor wir dann zum Thema Kommunikation kommen. Zu diesem Wissenschaftssystem. Also, es gibt ja auf der einen Seite die Forschenden und die Lehrenden an den Universit\u00e4ten, die ja letztlich auch unterrichten, wie gute wissenschaftliche Praxis funktioniert, wie Methoden funktionieren und so weiter und so weiter. Inwieweit w\u00fcrdest du sagen\u2026 Und dann gibt es nat\u00fcrlich auch die Wissenschaftspolitik auf der anderen Seite. Inwieweit w\u00fcrdest du sagen, m\u00fcssen Bibliotheken, also so, wie es jetzt in den Niederlanden schon viele machen, und in Deutschland gibt es auch einige, die das schon tun\u2026 Aber inwieweit m\u00fcssten Bibliotheken noch mehr tats\u00e4chlich in diese L\u00fccke dazwischen als Mediator zwischen dem, was sozusagen die Wissenschaftspolitik m\u00f6chte und dem, was man denn tats\u00e4chlich k\u00f6nnen muss? Also in diese aktive Vermittlerfunktion?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:57] Babette Knauer:<br>Genau. Ja, das ist genau der Dialogbasierte Ansatz. Also in erster Linie, da kommen wir sicher sp\u00e4ter noch drauf zu sprechen\u2026 Also in erster Linie ist es tats\u00e4chlich so, dass unsere \u2013 also die hei\u00dfen dann bei uns Informationsspezialisten -, dass die auch wirklich in ganz engem Kontakt sind mit den Lehrenden und mit den Forschenden. Auch in Bezug was das Curriculum beispielsweise betrifft, um da zu schauen, ab welchem Moment sollten denn Studierende beispielsweise auch wirklich \u00fcber Open Science-Praktiken aufgekl\u00e4rt werden? Sollte das nicht eigentlich auch der Standard sein? Wir haben ein sehr aktives Open Education-Team, ein Open Pedagogy-Team, die auch wirklich Dozierende ermutigen, dann auch in, sag ich mal, Co-Kreation mit Studierenden offene Lehrmaterialien zu entwickeln. Also, ich denke, dass die Bibliotheken da eine sehr, sehr gro\u00dfe Rolle haben, einfach auch im Hinblick darauf, dass es so wichtig ist, den Wissenschaftsbetrieb hier drin zu unterst\u00fctzen, weil wir wissen alle, wie \u00fcberarbeitet und \u00fcberlastet der Forschungsbetrieb ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:07] Doreen Siegfried:<br>Absolut.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:08] Babette Knauer:<br>Und ich denke, da ist wirklich die Rolle der Bibliotheken, die Leute da in dem Bereich mitzunehmen und ihnen auch ein bisschen Arbeit aus den H\u00e4nden zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:18] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. So, jetzt w\u00fcrde mich nat\u00fcrlich interessieren, wie geht ihr vor an der Universit\u00e4t Groningen? Vielleicht kannst du mal einen \u00dcberblick geben \u00fcber diese Dialogbasierte Kommunikationsstrategie, die von euch entwickelt wurde?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:30] Babette Knauer:<br>Also zun\u00e4chst glaube ich, dass das Dialogbasierte wirklich der Niederl\u00e4ndischen Kultur inh\u00e4rent ist. Also diese Konsenskultur, der Austausch, alle verschiedenen Meinungen und Optionen offen auszusprechen und zu diskutieren. Und die Tatsache, dass jede Meinung geh\u00f6rt wird, geh\u00f6rt hier einfach zum guten Ton.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:53] Doreen Siegfried:<br>Ah ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:54] Babette Knauer:<br>Und das kostet mitunter Zeit. Bedeutet aber am Ende auch, dass Entscheidungen in der Regel breiter getragen werden und akzeptiert werden, als beispielsweise in einer eher hierarchisch gepr\u00e4gten Entscheidungskultur. Aus Kommunikationssicht ist es immer interessant, und da erz\u00e4hle ich dir nichts Neues, sich anzuschauen, was man \u00fcberhaupt genau \u00fcber die Zielgruppe wei\u00df, mit der man kommunizieren will. Also ihre Bed\u00fcrfnisse, ihr Kommunikationsverhalten der Zielgruppe. In dem Fall reden wir jetzt \u00fcber die Forschungsgemeinschaft an unserer Uni. Ich beobachte oft, dass Bibliotheken Projekte oder Tools oder Dienste entwickeln, von denen wir dann denken, dass sie unglaublich n\u00fctzlich f\u00fcr Forschende sind. Dass wir genau wissen, wie sie rezipieren, wie sie diese Dienste nutzen. Aber ist das tats\u00e4chlich so? Idealerweise werden wir also als Kommunikation nicht erst am Ende, im Prinzip, wenn das Produkt oder der Dienst lanciert wird, mit ins Boot geholt, sondern eigentlich viel fr\u00fcher im Prozess. Also eigentlich auch schon w\u00e4hrend der Entwicklung. Sodass wir im Prinzip bereits im Prozess beraten k\u00f6nnen, den Kommunikationsansatz entwickeln k\u00f6nnen und f\u00fcr einen Dialog mit der Zielgruppe sorgen k\u00f6nnen. Mein Eindruck ist, dass institutionelle Kommunikationsstrategien auch zum Thema offene Wissenschaft f\u00fcr die akademische Gemeinschaft, ich sag jetzt mal in Anf\u00fchrungszeichen, eher politisch gepr\u00e4gt sind. Das hei\u00dft, eher von der Policy Ebene her gedacht werden. Was muss getan werden? Welche Anforderungen m\u00fcssen Forschende erf\u00fcllen, beispielsweise f\u00fcr Antr\u00e4ge zur Forschungsf\u00f6rderung? Und so weiter. Und das, obwohl das Prinzip Open Science eigentlich selbst aus der wissenschaftlichen Community kommt. Das hei\u00dft, diese Strategien sind eigentlich weniger von Beitr\u00e4gen der Zielgruppe gepr\u00e4gt oder der Peer-to-Peer-Kommunikation, sich auszutauschen \u00fcber Praktiken, sondern mehr Top-down. Und aus diesem Grund haben wir diesen Dialogbasierten Kommunikationsansatz entwickelt. Wir haben die Open Science-Botschafter:innen an den Fakult\u00e4ten hier an der Uni, die uns wertvolles Feedback liefern zu den entwickelten Strategien und Diensten. Die sind eine Art Thermometer innerhalb unserer eigenen akademischen Gemeinschaft. Wir schlie\u00dfen uns mit sogenannten Bottom-up-Initiativen wie der lokalen Open Science-Community zusammen, das sind alles Forschende. Wir haben ein Open Science Blog und auch unsere Open Science Podcast, fokussieren auf Forschende oder Dozierende, die ihre Erfahrungen oder praktische Tipps teilen. Und auf unserer Pr\u00e4senz beispielsweise auf Mastodon, die wir jetzt seit einiger Zeit haben, suchen wir dann auch mehr die Interaktion mit der akademischen Gemeinschaft au\u00dferhalb Groningens oder au\u00dferhalb der Niederlande. Also aus Kommunikationssicht ist unsere Arbeit vor allem darauf angelegt, viel mit Interviews, Erfahrungsberichten, Testimonials zu arbeiten. Also die Zielgruppe sprechen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:07] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, auf jeden Fall. Also, da kann ich nur sagen, habe ich auch gute Erfahrung mit unserem Open Science-Magazin. Dass man sozusagen eher so als Gastgebereinrichtung aktiv ist und die Leute sprechen l\u00e4sst und sie miteinander auch vernetzt und verbindet. Ja, okay. Ja, ich meine beim Thema Kommunikation, ich finde es auch immer schwierig, wenn die Kommunikationsstelle so als Verkaufsmaschine gesehen wird. Dann ist irgendwas fertig und dann bringt es mal bitte unter die Leute, ohne dass da vorher ein Dialog stattgefunden hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:37] Babette Knauer:<br>Ganz genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:37] Doreen Siegfried:<br>Was sind denn bei euch die Hauptziele, die ihr mit diesem Dialogbasierten Ansatz erreichen wollt? Geht es tats\u00e4chlich darum, haupts\u00e4chlich Feedback zu bekommen oder was sind so die Kernziele?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:48] Babette Knauer:<br>Na ja, deine Frage benennt es im Prinzip schon. Das Hauptziel ist der Dialog, also Top-Down-Kommunikation gerade im wissenschaftlichen Bereich ist, nach unserer Ansicht nach, eigentlich nicht hilfreich oder zielf\u00fchrend. Ich sagte schon, die Open Science-Bewegung ist in erster Linie wirklich community-driven und die Forschenden wissen eigentlich selbst am besten, wie sie arbeiten. Und wir k\u00f6nnen sie dabei unterst\u00fctzen, aber eigentlich ihnen nicht vorschreiben, wie sie was zu tun haben. Oder sagen, \u201eIhr m\u00fcsst das auf die und die Art und Weise das Problem angehen\u201c. Nat\u00fcrlich finde ich es trotzdem wichtig, bei der Dialogbasierten Kommunikation den Mehrwert einer wissenschaftlichen Bibliothek zu betonen, also auch die unglaublich breit gef\u00e4cherte Expertise vorzuheben, die die Kolleginnen und Kollegen hier haben. Aber es ist vor allem ein Zweirichtungsverkehr. Das hei\u00dft, Forschende \u00fcber unsere Dienste und die Hilfsangebote zu informieren und gleichzeitig auf die Art und Weise wieder anderen Forschenden durch Testimonials zu zeigen, wie ihre Kolleginnen und Kollegen sich unsere Dienste zu eigen gemacht haben und ihnen helfen konnten. Speziell f\u00fcr Open Science haben wir uns dabei am Beginn vor allem auf Aufkl\u00e4rungsarbeit konzentriert. Also was ist Open Science? Was sind die Vorteile? Was bringt es ihnen als Forschende, tats\u00e4chlich auf dem Gebiet Open Science aktiv zu werden? Das hei\u00dft, Informationen zur Unterst\u00fctzung, Kommunikation \u00fcber die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung zu stellen. Und auf die Art und Weise hoffentlich zu einem langfristigen Kulturwechsel im Wissenschaftsbetrieb beizutragen, in dem Open dann the New Normal ist. Also nochmals, ich denke, der Dialog sorgt f\u00fcr mehr Akzeptanz. Und dadurch, ja, wir hoffen, auf die Art und Weise dann beitragen zu k\u00f6nnen, dass Wissenschaft ja noch offener wird und im Prinzip als Universit\u00e4tsbibliothek da eine zentrale Rolle spielen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:54] Doreen Siegfried:<br>Also kann man ja auch vielleicht sagen, es geht letztlich auch darum, Interessensgemeinschaften zu bilden zwischen den Leuten, die in der Bibliothek arbeiten, und den Forschenden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:03] Babette Knauer:<br>Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:03] Doreen Siegfried:<br>Du hast jetzt gesagt, ihr habt Open Science-Paten. Wie hast du denn\u2026 \u2013 oder Botschafter \u2013 wie hast du denn den Prozess zur Implementierung letztlich initiiert? Also wie hast du diese Leute gewonnen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:16] Babette Knauer:<br>Direkt die Botschafter:innen jetzt meinst du?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:21] Doreen Siegfried:<br>Ja, genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:23] Babette Knauer:<br>Wir haben im Prinzip auch da wieder den Weg des Dialogs gew\u00e4hlt. Also, die Botschafterinnen und Botschafter spielen eine sehr wichtige Rolle und die wurden auch wieder eher Bottom-up angesprochen als Top-down. Wir haben uniweit einen Aufruf ver\u00f6ffentlicht in unserem Open Science-Newsletter. Welche Forschenden gern, das war damals noch, wir sind damit begonnen, als wir ein Open Access-Projekt hatten und als Teil dieses Open Access-Projekts haben wir, haben wir diese Ambassadors gesucht. Und haben das dann sp\u00e4ter umgem\u00fcnzt auf Open Science. Also, wir haben diesen Aufruf publiziert und haben dazu auch eine Art Stellenprofil entwickelt. Also, wir haben gesagt, das ist das Profil von Leuten, die wir suchen, die wir gerne als Botschafter:innen zu diesem Thema h\u00e4tten. Beispielsweise proaktiv die eigene Umgebung, das akademische Umfeld zu sensibilisieren, zu Fragen auf dem Gebiet von Open Science. Beispielsweise auch Fehlinformationen entgegenzutreten, potenzielle Hindernisse bei der Umsetzung von Open Science zu identifizieren, die zu uns dann zu signalisieren. Eine Multiplikatorenrolle in Zusammenarbeit mit unserem Open Science-Team zu haben. Und uns auch gelegentlich dann zu bestimmten Strategien oder Projekten, die wir dann entwickeln, nat\u00fcrlich auch zu beraten. Also wichtig ist vor allem f\u00fcr uns gewesen, dass wir die Botschafterinnen und Botschafter nicht mit unn\u00f6tiger Arbeit belasten. Ihr Einsatz beruht v\u00f6llig auf Freiwilligkeit, aber wir haben nat\u00fcrlich schon eine gewisse intrinsische Motivation und eine starke Identifikation mit diesem Open Science-Thema erwartet. Also, wir hatten\u2026 auf diesen Aufruf haben wir dann ungef\u00e4hr, ich glaube ein bisschen mehr als die H\u00e4lfte der jetzigen Botschafterinnen und Botschafter, die wir haben, haben da drauf reagiert. Wir haben jetzt also per Fakult\u00e4t mindestens eine Person und es ist unabh\u00e4ngig von der Fakult\u00e4tsgr\u00f6\u00dfe, manchmal auch zwei oder drei. Und das sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden. Manchmal sind es Early Career Forschende, wir haben Menschen aus dem Mittelbau oder auch Full Professors, die Ambassadors sind. Und was wir auch machen, ist, dass wir alle Ambassadors mit einem Testimonial auf unserer Webseite vorstellen, wo sie ihre Motivation erkl\u00e4ren und wir diese Motivation und auch ihre Rolle in die Fakult\u00e4ten rein kommunizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:15] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das w\u00e4re jetzt n\u00e4mlich genau meine Frage gewesen, ob ihr aus allen Disziplinen oder Leute zusammengefunden habt. Und macht ihr denn auch sowas wie ein Ambasssadortreffen, dass die sich untereinander kennenlernen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:28] Babette Knauer:<br>Ja. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:28] Doreen Siegfried:<br>Und sich auch austauschen wahrscheinlich. Kann ich mir ganz spannend vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:31] Babette Knauer:<br>Genau. Also die meiste Kommunikation findet tats\u00e4chlich schriftlich statt, also vor allem, weil wir auch wieder um den Zeitdruck wissen. Also wenn wir jetzt ganz konkrete Fragen haben, ist es tats\u00e4chlich so, dass wir dann im Prinzip ein offenes Dokument an das Ambassador-Netzwerk schicken und sie dann bitten, ganz typisches Feedback darauf oder \u00fcberhaupt Feedback uns zu geben. Also in erster Linie dann zu laufenden Projekten. Das sind also nicht per se Kommunikationsprojekte, sondern wirklich mehr inhaltlicher Natur. Und kann ich auch gleich noch ein bisschen was zu erz\u00e4hlen. Und diese Treffen allerdings sind, na ja, die sind auf eine sehr\u2026, also, die organisieren wir auf eine sehr zielf\u00fchrende Art und Weise. Also wir laden nie mit offener Agenda ein. Es gibt nat\u00fcrlich schon den Netzwerkteil, aber, wenn wir die Ambassadors zu uns einladen, ist die Idee schon, keine einfach mal so eine Wohlf\u00fchlveranstaltung zu machen, sondern\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:41] Doreen Siegfried:<br>Gibt schon eine harte Agenda mit f\u00fcnf, mindestens f\u00fcnf Tagesordnungspunkten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:45] Babette Knauer:<br>Ja, genau. Genau, dass wir, dass wir im Prinzip auch hinterher genau wissen, was sind die n\u00e4chsten Follow-up-Schritte, also schon sehr ergebnisorientiert uns dann treffen. Nat\u00fcrlich auch mit einem gemeinsamen Lunch dann zum Beispiel. Aber die Idee ist schon, sie so wenig wie m\u00f6glich zu belasten und zielf\u00fchrend zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:07] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Was mich noch interessieren w\u00fcrde, welche spezifischen Methoden oder Techniken verwendest du, um sozusagen einen effektiven Dialog mit der akademischen Gemeinschaft zu f\u00f6rdern? Also, du hast jetzt deine Ambassadors und dann die ganzen Wissenschaftler:innen der Universit\u00e4t Groningen. Also wie genau wird da der Dialog kommuniziert? Also wie werden die alle miteinander verkn\u00fcpft?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:29] Babette Knauer:<br>Ja. Wir haben beispielsweise unseren Open Science-Blog, was sich vor allem speist aus verschiedenen Interviewserien, die wir haben. Also beispielsweise das Teilen von Best Practices zu FAIR Data Management, Erfahrungsberichte von Autorinnen und Autoren, die bei unserem Diamond Open Access eigenen Univerlag publizieren, Dozierende, die erfolgreiche Lehrkonzepte mit Hilfe von Open Educational Resources teilen wollen. Das Ganze wird immer in Dialogform gef\u00fchrt, oder sie schreiben selbst einen Blogartikel. Wir haben beispielsweise auch eine Serie, die nennt sich \u201eOpen Access Publication in the Spotlight\u201c, worin wir monatlich eine Open Access-Publikation, immer unterschiedliche Disziplinen, hervorheben. Wobei da auch der Teil der Wissenschaftskommunikation sehr stark ist. Also Forschende auch \u00fcber ihr Projekt erz\u00e4hlen k\u00f6nnen und dann in diesem Zuge aber auch die deutlichen Aspekte von Open Science bei Forward von Data Sharing, vom Open Access Publizieren auch zur Sprache kommen. Und das ist ganz interessant zu sehen, weil wir inzwischen dann auch wirklich von anderen Forschenden kontaktiert werden, die dann sagen, \u201eHey, ich habe gesehen, mein Kollege oder die Kolleginnen A, B, C, D haben mit euch dieses Interview gemacht, ich habe auch eine spannende Publikation Open Access publiziert. W\u00e4re das vielleicht auch was f\u00fcr Euch? Ebenso machen wir das mit unserem Open Science-Podcast. \u201eOpen Science Bites\u201c hei\u00dft der. Das sind nur sehr kurze Beitr\u00e4ge, zehn Minuten. Und wir probieren die dann auch akustisch, also probieren wir, die ansprechend aufzubereiten. In denen Forschende ihre Best Practices teilen. Also, wirklich die zehn Minuten wieder, vor allem aus der Perspektive, Forschende haben wenig Zeit. Und diese zehn Minuten k\u00f6nnen sie dann mal zwischendurch beim Kaffeetrinken oder zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit, im Auto oder auf dem Fahrrad in aller K\u00fcrze rezipieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:44] Doreen Siegfried:<br>Absolut. Ja, okay. Ganz kurze Frage: Der Podcast ist auf Niederl\u00e4ndisch?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:49] Babette Knauer:<br>Der ist auf Englisch.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:50] Doreen Siegfried:<br>Ah, der ist auf Englisch. Super, dann packen wir den n\u00e4mlich in die Shownotes, weil hier auch unsere Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:55] Babette Knauer:<br>Sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:11] Doreen Siegfried:<br>\u2026haben sicherlich auch noch mal zehn Minuten Zeit, fremde Podcasts zu h\u00f6ren, neben diesem hier.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:00] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:02] Doreen Siegfried:<br>Okay. Das aktive Einsammeln der Beitr\u00e4ge, also, da habt ihr eine Redaktion, die sagt okay, jetzt hatten wir schon relativ viel zu dem Thema, jetzt m\u00f6chten wir gerne mal ein anderes Thema haben. Also, da lenkt ihr schon so ein bisschen, was letztlich in eurem Open Science-Blog erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:16] Babette Knauer:<br>Genau, genau. Wir haben ein Redaktionsteam und da sitzen Leute mit Open Access-Expertise, da sitzen Leute mit Kommunikationsexpertise, mit Data, FAIR Data Expertise, mit Open Education. Also im Prinzip das ganze Dienstangebot, was die Bibliothek vertritt, ist in diesem Blog vertreten, um eben genau diese Balance wahren zu k\u00f6nnen. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:41] Doreen Siegfried:<br>Okay. Wenn du jetzt sagst, die Botschafter, die Ambasssadors, die sind auch dazu da, um st\u00e4ndig mal Feedback zu geben f\u00fcr das, was Ihr so tut. Was ist denn so ein typisches Feedback, was vielleicht \u00f6fter mal kommt? Hast Du da vielleicht so ein Beispiel?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:57] Babette Knauer:<br>Beispielsweise haben wir einen Open Access-B\u00fccherfonds eingerichtet, in dem verschiedene Leitlinien, die Spielregeln, festgelegt wurden. Wann k\u00f6nnen Leute sich auf diesen Fonds bewerben? Wie hoch ist die F\u00f6rderh\u00f6he? Und im Prinzip werden dann solche Konzepte, bevor sie tats\u00e4chlich lanciert werden, mit den Ambassadors besprochen, zum Beispiel. Dasselbe gilt f\u00fcr die uniweite Open Access-Policy, die entwickelt wurde, oder auch f\u00fcr einen Diamond Open Access Fonds. Also alles, was im Prinzip auf dem Gebiet Open Access, Open Science, Open Education Data spielt, woraus eine Policy entsteht oder was unmittelbar relevant ist f\u00fcr Forschende oder Einfluss hat auf die Arbeit von Forschenden. Da probieren wir eigentlich, so viel wie m\u00f6glich dann das Feedback von den Ambassadors uns da abzuholen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:53] Doreen Siegfried:<br>Und gibt es da so Muster, wo Ihr sagt, okay, wir machen den Text, eine Policy, wie auch immer, eine Leitlinie, und wo Ihr sozusagen schon ahnt, dass, wenn Ihr das den Multiplikatoren gebt, dann kommt das und das bestimmt wieder zur\u00fcck? Oder ist es jedes Mal eine \u00dcberraschung, was da so als Feedback kommt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:09] Babette Knauer:<br>Ich meine, mittlerweile ist das ein bisschen wie so eine Art, ich nenne es dann mal ge\u00f6lte Maschine. Dass wir schon wissen, dass wir nat\u00fcrlich auch derartige Policies schon im Hinterkopf entwickeln mit, das ist nicht aus der Bibliothek gedacht oder eben von dieser Top-Down-Kommunikation heraus gedacht, sondern wirklich im Hinterkopf haben, welche Bed\u00fcrfnisse welche Anforderungen haben Forschende hier dran. Und trotzdem gibt es immer noch mal \u00dcberraschungsmomente, wo wir dann ja doch wieder \u201eAch, okay. Ja, da haben wir nicht dran gedacht. Gut, dass Ihr das jetzt sagt.\u201c Dass dann einer oder zwei Kolleginnen oder Kollegen, die uns das dann als Feedback geben. Aber das ist immer noch mal ganz interessant zu h\u00f6ren, also eben, weil man ja mitunter doch so ein bisschen in seiner eigenen Suppe h\u00e4ngt, wenn ich es mal so sagen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:03] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:03] Doreen Siegfried:<br>Ja. Alles klar. Welche Auswirkungen hat denn dieser Dialogbasierte Ansatz bisher so gehabt f\u00fcr die F\u00f6rderung von Open Science an der Universit\u00e4t Groningen? Also, was konntet ihr schon an kleinen Schritten erreichen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:17] Babette Knauer:<br>Ich denke, dass wir vor allem sehen, dass die Dienste, also der inhaltlichen Expertinnen und Experten, die hier in der Bibliothek arbeiten, viel st\u00e4rker nachgefragt werden. Also, wir sehen das beispielsweise darin, dass die Teilnehmendenzahlen an den Workshops hochgehen. Dass, die, ich sage jetzt mal, die E-Mail-Inboxen unsere Expertinnen und Experten volllaufen mit Fragen. Also, die Sichtbarheit unserer Dienste ist dadurch wesentlich gestiegen. Das Thema spielt nat\u00fcrlich auch viel st\u00e4rker, seitdem wir im Prinzip auch die Kommunikation uniweit ge\u00f6ffnet haben. Also das ist sowieso auch ganz interessant zu beobachten, dass das Thema an sich auch viel interessanter in der wissenschaftlichen Community geworden ist und auch st\u00e4rker nachgefragt wird. Wir sehen das beispielsweise auch darin, dass der Open Access-B\u00fccherfonds, von dem ich gerade sprach, also auch in k\u00fcrzester Zeit ausgebucht war. Also, der Ansatz scheint tats\u00e4chlich zu funktionieren. Ich denke trotzdem, dass es nicht immer nur eine Frage der Kommunikation ist, des Sendens, sondern vor allem auch der Inhalte. Und, also, wie relevant ist der Inhalt, den wir kommunizieren, tats\u00e4chlich f\u00fcr die Zielgruppe. Und diese Inhalte, denke ich, sind tats\u00e4chlich am interessantesten, wenn man die Zielgruppe vorher mitreden l\u00e4sst. Das ist unsere Erfahrung. Also sowohl der Dialog bei der Produkt- oder der Dienstenentwicklung und der Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:00] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Welche Herausforderungen sind dir bei der Durchf\u00fchrung dieses Dialogbasierten Ansatzes bislang so begegnet? Gab es irgendwie so H\u00fcrden, die du \u00fcberwinden musstest? Und dann w\u00fcrde mich nat\u00fcrlich interessieren, wie hast du sie \u00fcberwunden?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:15]<\/p>\n\n\n<p>[beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:16] Babette Knauer:<br>Die Unibibliothek hier in Groningen wurde vor ein paar Jahren zentralisiert, das hei\u00dft, alle Fachbibliotheken sind aus den Fakult\u00e4ten ausgezogen und hier in das Hauptgeb\u00e4ude gezogen. Und dadurch hatten die Expertinnen und Experten, die im Prinzip damals noch vor Ort und sehr engen Kontakt mit den Forschenden und Dozierenden hatten, gef\u00fchlt weniger Kontakt mit der Zielgruppe. Und im Hauptgeb\u00e4ude halten sich vor allem Studieren auf. Das hei\u00dft, der physische Abstand zur Gruppe der Forschenden muss irgendwie \u00fcberbr\u00fcckt werden. Und da schien uns die elektronische Kommunikation eigentlich zu wenig. Zumal wir auch wissen, dass Forschende eine relativ schwierige Zielgruppe sind, um sie jetzt nur mit dem Senden von Informationen, die uns relevant erscheinen, erreichen zu k\u00f6nnen. Also, wir arbeiten sehr stark Fragen geleitet. Und hierf\u00fcr hat meine Kollegin Josca Westerhof, die bei uns im Team arbeitet, die sogenannte Pop-up Library entwickelt. Das ist also wirklich im wahrsten Sinne des Wortes ein Pop-up Stand, der auch in unserem Design gebranded ist, mit dem wir durch alle Fakult\u00e4ten touren und zum Beispiel dann am Kaffeeautomaten mit den Forschenden ins Gespr\u00e4ch kommen. Und auch hier ist wieder der Ansatz sehr ma\u00dfgeschneidert. Also, welche Tage sind hierf\u00fcr geeignet? Welche Location bietet sich an? Also, wir erarbeiten das wirklich per Fakult\u00e4t in Zusammenarbeit mit der Fakult\u00e4t. Welche Themen sind f\u00fcr euch interessant? Daraufhin entscheiden wir dann, welche inhaltlichen Expertinnen oder Experten nehmen wir dann mit. Die Ambassadors spielen hier auch wieder eine gro\u00dfe Rolle. Und \u00fcber diese Gespr\u00e4che f\u00fchren wir dann auch eine Art Logbuch, dass wir dann auch hinterher schnell in Aktion kommen k\u00f6nnen und die Fragen der Forschenden, die wir vielleicht dann vor Ort nicht direkt beantworten konnten, dann als Follow-up direkt mitnehmen k\u00f6nnen. Das st\u00f6\u00dft auf sehr viel Interesse, sehr viel Goodwill, ja und sehr viel mehr Sichtbarheit auch f\u00fcr uns.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:28] Doreen Siegfried:<br>Ja, ich finde das einen total spannenden Ansatz mit einer Pop-up Library. Wenn Du jetzt sozusagen sagst, die Leute, die in den einzelnen Instituten sa\u00dfen, sind vor einiger Zeit alle zu Euch ins Hauptgeb\u00e4ude gezogen, ist das, entsendet ihr dann sozusagen eher so fachspezifisch die Leute in diese Pop-up Libraries oder sind das\u2026 Also was wei\u00df ich\u2026 Wenn wir jetzt, sagen wir mal, die das Institut f\u00fcr Physik haben, schickst du denn da jemanden hin, der sich mit Physik auskennt? Oder ist das themenspezifisch, dass Du sagst, \u201eOkay, heute reden wir \u00fcber Pr\u00e4registrierung und ich habe hier den absoluten Super Nerd, der sich auskennt, und der kommt aber meinetwegen aus der Kunstgeschichte, ich schicke den trotzdem dahin.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:09] Babette Knauer:<br>Sowohl als auch. Die Erwartung ist, dass die inhaltlichen, also ich sag jetzt mal inhaltlich dann auf Pr\u00e4registrierung beispielsweise, dass diese Kolleginnen und Kollegen nat\u00fcrlich viel breiter aufgestellt sind als nur ihre\u2026, du nanntest jetzt Kunstgeschichte als Beispiel. Das System funktioniert in den Niederlanden tats\u00e4chlich anders. Also, wir haben die Leute, die sich jetzt mit dem Thema Open Science besch\u00e4ftigen, da ist tats\u00e4chlich der Ansatz, dass sie das eigentlich \u00fcber Disziplinen hinweg anpassen k\u00f6nnen. Und wir haben dann sogenannte, ja, die hei\u00dfen dann Collections Specialists, also das sind dann diejenigen, die tats\u00e4chlich auch genau wissen, was jetzt die Best\u00e4nde, beispielsweise die Literaturbest\u00e4nde, was sind die aktuellen Themen, auf die unsere B\u00fccherkollektion digital oder gedruckt angepasst werden muss. Und nochmals, die Fakult\u00e4ten und auch die Ambasssadors geben vorher an, an welchen Themen sie interessiert sind. Und daraufhin werden im Prinzip wird die Expert:innengruppe zusammengestellt, mit der wir dann auf Tour gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:15] Doreen Siegfried:<br>Okay. Und vielleicht letzte Frage, weil ich dieses mit diesem Pop-up, mit dieser Pop-up Library wirklich spannend finde. Das hei\u00dft, ihr identifiziert vorher die Themen und ihr identifiziert vorher auch die Zeitslots, dass ihr sagt \u201eOkay, von 10-12 ist nicht so gut, erst nach 13 Uhr\u201c und dann sozusagen stellt ihr euch dann neben den Kaffeeautomaten. Weil die Leute sowieso per Zufall hinkommen. Aber die werden sicherlich auch noch mal eingeladen, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:39] Babette Knauer:<br>Genau, genau. Also, auch da ist es wieder so, dass wir die\u2026 Wir bereiten die Kommunikation vor, \u00fcberlassen es dann aber vor allem auch der Fakult\u00e4t, \u00fcber ihre eigenen Kan\u00e4le dar\u00fcber zu informieren, dass wir an diesem Tag kommen. Also, es ist tats\u00e4chlich so. Wir haben, vielleicht muss ich das noch kurz erw\u00e4hnen. Wir haben vor ein paar Jahren wirklich uniweit bei allen Fakult\u00e4ten eine Art Bestandsaufnahme gemacht, welche internen Kan\u00e4le habt ihr als Fakult\u00e4t zur Verf\u00fcgung? Was wird gut rezipiert, was wird weniger gut rezipiert? Und was sind M\u00f6glichkeiten, um f\u00fcr uns als Bibliothek bei diesen Kan\u00e4len anzuhaken?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:18] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:18] Babette Knauer:<br>Also nicht mehr selbst aus der Bibliothek zu senden, sondern tats\u00e4chlich eure eigene Newsletter beispielsweise oder die Intranette zu benutzen. Und daraus haben wir dann eine Matrix entwickelt, sodass wir eigentlich per Fakult\u00e4t genau wissen, was ist verf\u00fcgbar, wo k\u00f6nnen wir anhaken, an welchen Tagen finden fakult\u00e4tsbreite Meetings statt, zum Beispiel. Es ist ein sehr stark ma\u00dfgeschneiderter Ansatz, der viel Zeit kostet, aber auch sehr effektiv ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:46] Doreen Siegfried:<br>Ja, h\u00f6rt sich total gut an. Wir kommen so langsam zum Ende. Welche Empfehlungen w\u00fcrdest du denn anderen Organisationen geben, die vielleicht eine \u00e4hnliche Strategie einf\u00fchren wollen? Also, ich nehme das jetzt so wahr tats\u00e4chlich mit diesem Dialogbasierten, auch gerade, was du eben nochmal erz\u00e4hlt hast. Man sitzt sozusagen nicht am Klavier und dr\u00fcckt so seine Tasten, Newsletter, Webseite, Blog, Social Media und geht gar nicht raus. Sondern ihr schickt die Leute dahin und das ist ja auch ein anderes Verhalten f\u00fcr das Kommunikationsteam, was sich sicherlich auch \u00fcbertragen l\u00e4sst auf andere Themen. Also Leute, die uns jetzt zuh\u00f6ren, was k\u00f6nnen die\u2026 Was hast du f\u00fcr Tipps f\u00fcr die?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:23] Babette Knauer:<br>Also, wie Du gerade sagtest, also es ist gar nicht, denke ich, so sehr, dass sich unsere Kommunikationsinstrumente wesentlich von denen anderer Einrichtungen entscheiden, sondern tats\u00e4chlich mehr der Ansatz. Also, das Narrativ der Zielgruppe zu \u00fcberlassen, denke ich, das ist, das ist ganz wichtig. Und in der Kommunikation weniger aus der Organisation heraus zudenken, wirklich mehr mit der Zielgruppe im Kopf und die auch fr\u00fchzeitig im gesamten Prozess, also nicht nur in der Kommunikation, sondern bei allem, was entwickelt wird, mit einzubeziehen, gr\u00fcndlich zu recherchieren, sich beraten zu lassen. Man st\u00f6\u00dft bei diesen Zielgruppen, also das sehen wir, egal ob das jetzt Forschende, Dozierende oder auch Studierende sind, immer auf offene Ohren und Bereitschaft. Und das sehen wir vor allem gerade bei dem bei dem Thema Open Science, was so stark community-driven ist. Also das kann nur auf die Dialogweise funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:21] Doreen Siegfried:<br>Okay. Und vielleicht die allerletzte Frage. Welchen Tipp hast du f\u00fcr Forschende, die uns jetzt zuh\u00f6ren, die sich vielleicht gegebenenfalls \u00fcberlegen, als Botschafter, Botschafterin oder Multiplikator jetzt in ihrer, also jetzt hier in Deutschland oder wo auch immer in ihre Fachgemeinschaft aufzutreten?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:39] Babette Knauer:<br>Suchen Sie die Zusammenarbeit mit Ihrer Bibliothek.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:43] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:45] Babette Knauer:<br>Sie werden gebraucht. Sie werden mit Ihrem Interesse offene T\u00fcren einrennen. Ja. Also auf gar keinen Fall Zur\u00fcckhaltung \u00fcben. Ganz, ganz wichtig. Ihre Rolle ist wirklich essenziell. F\u00fcr Sie machen wir das alles!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:40:02] Doreen Siegfried:<br>Ja, wunderbar, das ist doch ein grandioses Schlusswort. Vielen Dank Babette. Vielen Dank auch an Sie an den Kopfh\u00f6rern. Ich hoffe, Ihnen hat es genauso gut gefallen wie mir. Lassen Sie uns gerne Feedback da via E-Mail, Mastodon, YouTube oder LinkedIn. 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