{"id":90,"date":"2023-12-20T10:46:21","date_gmt":"2023-12-20T09:46:21","guid":{"rendered":"43f99e95-1c8a-4396-b28b-91fd971c43be"},"modified":"2026-01-16T13:00:06","modified_gmt":"2026-01-16T12:00:06","slug":"fos-35-open-science-pr","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2023\/12\/20\/fos-35-open-science-pr\/","title":{"rendered":"FOS 35 Open-Science-PR"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_26ddea16d7512eb8da3c679c158baf99dcec080a\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2023\/12\/20\/fos-35-open-science-pr\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/103\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_35.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: white;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tborder-radius: 0.375rem;\n\t\t\tbox-shadow: 0 1px 3px 0 rgba(0, 0, 0, 0.1), 0 1px 2px 0 rgba(0, 0, 0, 0.06);\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tpadding: 1rem 1.5rem\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-inner {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-avatar {\n\t\t\twidth: 50px;\n\t\t\theight: 50px;\n\t\t\tborder-radius: 0.25rem;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person {\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t\tpadding: 0 1rem;\n\t\t\tdisplay: grid;\n\t\t\tgrid-template-columns: repeat(2, minmax(0, 1fr));\n\t\t\tgap: 1rem;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person-details {\n\t\t\tcolor: #999\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services {\n\t\t\tflex-wrap: wrap;\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\talign-content: center;\n\t\t\tjustify-content: flex-end;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services-service {\n\t\t\tdisplay: inline-block;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t\tpadding-left: 0.5rem;\n\t\t\ttext-decoration: none;\n\t\t\tbox-shadow: none;\n\t\t}\n\t<\/style>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"zbw_shownotes\">\n\n\n\n<p>LINKS UND HINTERGR\u00dcNDE:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zbmed.de\/vernetzen\/veranstaltungen\/open-science-festival\">Open Science Festival 2023<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/LohBupcsCt4?si=pG4YBhTCvTfQb05P\">Aftermovie Open Science Festival 2023<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLJYlS0FDTMq25aUU4Ib4Zh9SMk_UFKMWs\">ZB MED Playlist Open Science Festival 2023<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLJYlS0FDTMq17UjVPV9zAz-Pu0AQBywcj\">ZB MED Nachgefragt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bibliotheksverband.de\/kampagne-weiter-wissen\">Kampagne &#8222;Weiter Wissen&#8220;<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 35 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 35: Open Science-PR<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Elke Roesner<br>Leitung Marketing und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, ZB MED Informationszentrum Lebenswissenschaften<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:02] Elke Roesner:<br>Und wie gesagt, wir haben den Festivalcharakter durchgezogen mit Jingle, mit Festivalb\u00e4ndchen, mit Wassereis \u2013 also typisch Festival. Es sollte eine Feier f\u00fcr die offene Wissenschaft sein und trotzdem ein Line Up auf h\u00f6chstem Niveau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:19] Elke Roesner:<br>Also ich finde, Bibliotheken schaffen M\u00f6glichkeit, um die Wissenschaft zu \u00f6ffnen. Also dazu braucht es valide Informationen. Und genau das, das ist ja eine Kernkompetenz von uns als Informationsinfrastruktureinrichtung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:37] Elke Roesner:<br>Also wie so ein Festival einem gef\u00e4llt, liegt nat\u00fcrlich auch zum ganz gro\u00dfen Teil daran, wie man sich selber \u00f6ffnet daf\u00fcr, mit welcher inneren Haltung man dahingeht. Und ich habe hier durchweg Openness wahrgenommen bei den Leuten, die da waren. Also es war wirklich toll!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:01] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Heute reden wir \u00fcber Wissenschaftskommunikation, \u00fcber Festivals, \u00fcber Open Science-PR, \u00fcber Marketing f\u00fcr Informationsinfrastrukturen, \u00fcber die Lust am Kooperieren und dar\u00fcber, wie man sich als Kommunikationsmanager in einer Informationsinfrastruktureinrichtung immer wieder neu erfinden muss. Und zu Gast habe ich eine Frau, die genau das, n\u00e4mlich, dass sich immer wieder neu erfinden, sich immer wieder h\u00e4uten, faktisch erfunden hat. Sie ist Marketingleiterin und verantwortlich f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit bei ZB MED Informationszentrum Lebenswissenschaften, dem nationalen Infrastruktur- und Forschungszentrum f\u00fcr lebenswissenschaftliche Daten und Informationen mit Sitz in K\u00f6ln und Bonn. Herzlich willkommen Elke Roesner!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:07] Elke Roesner:<br>Ja. Hallo Doreen. Sch\u00f6n, dass ich da sein darf!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:10] Doreen Siegfried:<br>Wir steigen gleich mal ein in das Thema Festival. Alle haben noch ein bisschen Festivalblut hoffentlich in den Adern. Warum wurde das zweite deutsche Open Science Festival organisiert? Also, es fand ja letztes Jahr das erste Mal in Hannover statt, dieses Jahr Anfang Juli bei euch in K\u00f6ln. Was war die Motivation dahinter?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:34] Elke Roesner:<br>Also wir haben eine Leitlinie in unserer Strategie zu Open Science und daher treten wir gerne auch als Veranstalter f\u00fcr Open Science auf. Aber ich bin letztes Jahr schon zu dem Festival in Hannover hingefahren mit dem Hintergedanken, das m\u00f6chte ich n\u00e4chstes Jahr hier organisieren, weil wir hatten den f\u00fcnfzigsten Geburtstag vor Augen. Den f\u00fcnfzigsten Geburtstag von ZB MED. Und da habe ich gedacht, wir wollen nicht nach hinten gucken, wir wollen nach vorne gucken und \u201ethe Future is Open Science\u201c. Und dann passt das super, dass wir dann die n\u00e4chsten Organisatoren sein k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:06] Doreen Siegfried:<br>Super. Ihr habt euch f\u00fcnf K\u00f6lner Institutionen zusammengeholt. Wie kam es dazu? Warum genau diese f\u00fcnf?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:14] Elke Roesner:<br>Also, wir haben einfach die bestehenden lokalen Kontakte genutzt. Wir h\u00e4tten auch noch mehr Institutionen ins Boot holen k\u00f6nnen. Wegen der r\u00e4umlichen N\u00e4he haben wir aber jetzt die genommen, die einfach hier wirklich in der N\u00e4he sind. Weil wir wollten einfach, dass die Menschen, die hier zum Festival kommen, dass die, dass sie keine weiten Wege haben, dass es sich m\u00f6glichst fokussiert. Und so sind wir dann eben bei der Uni K\u00f6ln und bei der Universit\u00e4ts- und Stadtbibliothek K\u00f6ln gelandet und mit der medizinischen Bioinformatischen Fakult\u00e4t von der Uni K\u00f6ln.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:50] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und wie habt ihr die Rollen definiert, um so ein Event zu kreieren, also in Zusammenarbeit mit den anderen vier Institutionen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:59] Elke Roesner:<br>Also das hat sich letztendlich ziemlich organisch ergeben. Also wir haben es anders gemacht, als die Kolleg:innen aus Hannover. Wir haben das so gemacht, wie es f\u00fcr uns gut passt. Also ich glaube, f\u00fcr jeden passt das verschieden. Also wir hatten ein Programmkomitee, da waren alle Institutionen gleicherma\u00dfen vertreten und die Leitung hatte unser Direktor, Professor Rebholz-Schuhmann. Und wir haben ein Organisationskomitee gehabt. Also es war haupts\u00e4chlich unser Team, unser Team von Marketing, Kommunikation. Das haben wir, wir haben erst mal dieses ganze, das ganze Festival geplant und organisiert. Und die Gesamtleitung habe ich gemacht. Also in enger Abstimmung mit Rebholz-Schuhmann. Und ich kann einfach nur sagen, es war von Anfang an eine totale Unterst\u00fctzung von ihm, also toll, wenn die Leitung so hinter einer Idee steht. Also von Anfang an war das so, wir sagten, das ist eine gro\u00dfe Sache, da stehen wir hinter, und das, das machen wir. Und schlussendlich hat sich das ganze Haus beteiligt. Also am Ende, als es darum ging, noch vor Ort Leute zu bekommen, die vor Ort mithelfen, also an den Festivaltagen selber. Also wirklich eine total tolle Zusammenarbeit \u00fcber alle Bereiche von ZB MED hinweg. Tolle Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:10] Doreen Siegfried:<br>Ja, super. Nun gibt es ja Wissenschaftsveranstaltungen zum Thema Open Science momentan, ich sage mal, wie sind am Meer: also Open Science Konferenzen, Meet-Ups, Retreats, Summer Schools, Winter Schools und so weiter. Wie unterscheidet sich denn jetzt euer Festival von anderen Wissenschaftsveranstaltungen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:29] Elke Roesner:<br>Also, na klar. Also, es ist so: man muss jetzt was Festival nennen und das ist jetzt der Hype, klar. Also, aber das war nicht der Grund, sondern wir wollten tats\u00e4chlich diesen Festivalcharakter durchziehen. Also wir fanden das auch wirklich cool zu sagen, wir machen das als Festival und versuchen, die Idee des Festivals durchzuziehen. Da kommen wir wahrscheinlich sp\u00e4ter noch drauf. Es positioniert sich aus meiner Sicht, aus unserer Sicht, ganz wunderbar in der Mitte zwischen einer Konferenz und einem Barcamp. Also dass man sagen kann, es ist geplant, aber es ist trotzdem ganz offen. Also man kann sehr interaktiv umgehen, es hat ganz viel Hands on Charakter und der pers\u00f6nliche Kontakt steht im Vordergrund. Und wie gesagt, wir haben den Festivalcharakter durchgezogen mit Jingle, mit Festivalb\u00e4ndchen, mit Wassereis, also typisch Festival. Es sollte eine Feier f\u00fcr die offene Wissenschaft sein und trotzdem ein Line Up auf h\u00f6chstem Niveau. Also, wir hatten wirklich ein Programm auf h\u00f6chstem Niveau, was auch sich in der tollen Resonanz gefunden hat. Was nicht typisch f\u00fcr ein Festival war: Es war, das Wetter war gut, es gab keinen Matsch, keine Gummistiefel\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:35] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:36] Elke Roesner:<br>Das gab es nicht. Aber wir hatten immerhin ein Zelt, aus Spa\u00df. Wir hatten so ein Zelt an der an der Stelle aufgebaut, dass Leute sich da mal reinlegen konnten, und da sind auch ein paar lustige Fotos drin entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:46] Doreen Siegfried:<br>Ach, witzig, okay. Also, wer eine kleine Pause brauchte, konnte sich da sozusagen ins Gras legen. Das ist ja super. Welches Themenspektrum \u2013 du hast gesagt, ihr hattet ein hochkar\u00e4tiges Programm. Welches Themenspektrum war euch denn wichtig? Weil Open Science ist ja letztlich eine ganz gro\u00dfe Klammer \u00fcber viele Sachen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:03] Elke Roesner:<br>Es ist eine gro\u00dfe Klammer, und wir hatten jetzt auch was, was sehr breit ist. Also der internationale Aspekt war sehr wichtig. Also wir hatten zwei Bereiche, also zwei Panels, die ganz, ganz starken internationalen Charakter hatten. Also wir wollten wirklich auch mal zeigen, in welcher luxuri\u00f6sen Situation wir mit Open Science auch sind. Also, das machen wir uns h\u00e4ufig gar nicht klar, wie die Situation f\u00fcr offene Wissenschaft in anderen L\u00e4ndern ist. Und dass da einfach noch sehr viel, sehr viel, sehr viel getan werden muss. Und, also, das war ebenso ein Teil. Dann eben einfach auch mal, wie kann man, auf welche Themen kann man Open Science auch anwenden? Das fand ich in diesen, diesen Panels sehr sch\u00f6n. Und in den ganzen Workshops hatten wir breite Vielfalt, von System Change \u00fcber Forschungsdatenmanagement bis nat\u00fcrlich so was wie Datentracking. Und da kamen auch Verlage.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:03] Doreen Siegfried:<br>Ah ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:03] Elke Roesner:<br>Wir hatten auch Verlage eingeladen. Das war vorher auch noch \u201eMachen wir das oder machen wir das nicht?\u201c Aber das wurde auch im Feedbackbogen sehr sch\u00f6n benannt. Also, es war sch\u00f6n, die vielen Perspektiven reinzuholen. Also jetzt nicht nur in der eigenen Bubble zu sein. Das war uns auch wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:18] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das kann ich mir vorstellen. Nun ist ja das Open Science Festival schon hinter dir. Aber wenn du sozusagen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer denkst, was k\u00f6nnen die denn oder was konnten die denn vom Festival mitnehmen? W\u00fcrdest du sagen, eher so Inhalte oder Skills aus den Workshops oder haupts\u00e4chlich neue Kontakte?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:37] Elke Roesner:<br>Ich glaube also, wer wirklich aktiv teilgenommen hat und das hatten haben, glaub ich, alle: alles. Also die hatten Chance f\u00fcr alles.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:46] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Nun hattest du ja gesagt, es sollte, die Interaktivit\u00e4t stand im Vordergrund. Es ging auch um das Thema Austausch, dass es also nicht wie in der Schule ist, jemand steht vorne, alle anderen sitzen und h\u00f6ren sich alles an und schreiben alles mit. Wie habt ihr denn letztlich diese Interaktivit\u00e4t beim Open Science Festival erm\u00f6glicht? Also wie habt ihr die Leute stimuliert?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:06] Elke Roesner:<br>Also, wir hatten, wir hatten es bewusst so geplant, dass bei jedem Punkt ausreichend Zeit f\u00fcr Austausch ist, also sowohl bei den Keynotes, also das hinterher auch noch Fragen und Antworten kamen. Als auch bei den Ignite Talks. Also wir hatten immer einen Talk, der dauert f\u00fcnf Minuten und danach war eben f\u00fcnf Minuten Zeit f\u00fcr Austausch. Die Ignite Talks waren \u00fcbrigens ein ganz gro\u00dfartiges Format. Also wir fanden das schon selber w\u00e4hrenddessen toll, und die Resonanz hat es auch noch mal gezeigt. Das waren wirklich so kurze, knackige Vortr\u00e4ge in diesem speziellen Format, was einfach, was wirklich, wo die Leute wirklich f\u00fcr die Themen gebrannt haben. Das war nochmal sehr sch\u00f6n, und eben die Workshops waren eben sehr, sehr bewusst mit Hands on-Charakter konzipiert. Nat\u00fcrlich waren die jetzt unterschiedlich in dem Grad der Interaktion. Aber das h\u00e4ngt ja immer davon ab, wie sind die einzelnen Workshopgebenden und wie sind die Teilnehmenden in dem Workshop. Aber das, was ich mitbekommen habe, war teilweise enorm aktiv, und wir haben es eben auch bewusst gef\u00f6rdert, indem wir das entsprechende Material vorbereitet hatten. Also, es war jede Menge Bereich, um sich auszutauschen, interaktiv, also mit Whiteboards, mit Klebefl\u00e4chen, mit Markern, also es war alles m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:25] Doreen Siegfried:<br>Ja. Es gibt ja die Videos von, beispielsweise von der Keynote oder von anderen Vortr\u00e4gen gibt\u2019s ja online. Also vielleicht kleiner Watch-Tipp an unsere Zuh\u00f6rer:innen, einfach auf YouTube eingeben \u201eOpen Science Festival K\u00f6ln\u201c. Und da hatte ich gesehen, dass die Leute sich nat\u00fcrlich auch vorstellen, beziehungsweise vorgestellt wurden, mit ihrem Vornamen. Also, das war sozusagen auch so angedacht, um m\u00f6glichst eine niedrige Hemmschwelle zu haben, Leute hinterher nochmal anzusprechen. Oder war das Zufall?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:54] Elke Roesner:<br>Nee, die meisten, es war wirklich so eine per Du-Geschichte bei den aller\u2026 Also, es war jetzt nicht vorgeschrieben, aber wir hatten das so gemacht, dass jeder seinen Namen auf ein kleines Feld schreibt, also auf einen Aufkleber schreiben konnte. Und die meisten haben dann ihren Vornamen auch nur aufgeschrieben. Und die paar, die es eben nicht wollten, die haben eben ihren vollst\u00e4ndigen Namen aufgeschrieben. Aber es war\u2026 Also, ich meine die die Community ist einfach auch sehr offen und da herrscht auch eine gro\u00dfe Duz-Kultur und wirklich eine gro\u00dfe Offenheit, muss ich echt sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:29] Doreen Siegfried:<br>Also vielleicht noch mal zur\u00fcck zum Thema Networking. Also welche Networking-Elemente gab es denn beim Open Science Festival? Und was w\u00fcrdest du sagen, welche Rolle spielt Networking generell in diesem Kontext?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:42] Elke Roesner:<br>Riesengro\u00dfe Rolle. Also, keine \u00fcberraschende Antwort: riesengro\u00dfe Rolle. Das wollen die Leute ja auch. Und die waren nat\u00fcrlich auch froh, dass\u2026 sich wieder zu treffen. Jetzt sind wir schon ein bisschen raus aus Corona, aber dennoch ist es nat\u00fcrlich so, dass immer noch eine gro\u00dfe Freude besteht, neue Kontakte zu haben. Also, wir haben bewusst lange Pausen gemacht. Wir haben auch festgestellt, manche finden, h\u00e4tten noch l\u00e4ngere Pausen, manche h\u00e4tten gerne k\u00fcrzere Pause gehabt. Aber wir haben so eine Menge gehabt, eine Pausenl\u00e4nge, die, denke ich, ganz okay war. Wir hatten zwischendurch immer wieder Kaffeepausen. Und wir haben auch, wir hatten ein sehr, sehr gutes Catering, extrem gutes Catering da, damit die Pausen auch wirklich Spa\u00df machen und man dar\u00fcber schon alleine in Kontakt kommt. Dann hatten wir eben den Marketplace, also diese Posterausstellung, sehr interaktiv w\u00e4hrend der Pausen. Nat\u00fcrlich neben dem Catering, wie immer, ganz klar. Und wir hatten das Festival-Dinner bewusst so konzipiert, dass es auch so einfach war, sich zu unterhalten. Wir hatten eine Veedelskneipe ausgesucht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:43] Doreen Siegfried:<br>Elke, was ist das, f\u00fcr alle, die nicht aus K\u00f6ln kommen, also so wie ich, was ist das f\u00fcr eine Art von Kneipe?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:50] Elke Roesner:<br>Eine Veedelskneipe. Also Veedel ist das Viertel, also sowas wie ein Kiez in Berlin. Also eine eine Kiez-, eine Veedelskneipe. Also ein kleiner Biergarten an einem richtigen Lokal dran, wo eben auch Stehtische sind, wo man relativ niedrigschwellig die Pl\u00e4tze tauschen kann, sodass gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliches Networking passieren kann. Und damit die Leute auch alle fr\u00fch da waren, hatten wir uns ausgedacht, okay, die ersten Runden K\u00f6lsch, also die ersten F\u00e4sschen K\u00f6lsch, hat dann netterweise unser Kooperationspartner von der USB gesponsert. Und dann waren tats\u00e4chlich auch die Leute sehr fr\u00fch da und konnten sich dann sehr sch\u00f6n vernetzen und auch mal den Platz wechseln. Das war sehr sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:32] Doreen Siegfried:<br>Ja, super. Ja, das h\u00f6rt sich gut an. Ich glaube, ich habe was verpasst.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:35] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:35] Elke Roesner:<br>Nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:37] Doreen Siegfried:<br>Wen habt ihr denn zuvorderst mit dem Open Science Festival adressiert? Also wer war Hauptzielgruppe?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:43] Elke Roesner:<br>Also, wir haben ganz klassisch an den wissenschaftlichen Nachwuchs gedacht und an alle Open Science-Enthusiast:innen und welche, die es werden wollen, und nat\u00fcrlich auch die Infrastruktureinrichtungen. Die haben wir bewusst eingeladen, auch als Role Models. Es waren noch sehr viele da, die mit Open Science zu tun haben, also zum Beispiel aus dem Forschungsdatenmanagement. Also das war\u2026 Gerade die, die waren ziemlich h\u00e4ufig vertreten. Also es waren Menschen aus Bibliothek, Wissenschaft und verwandten Gebieten da.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:19] Doreen Siegfried:<br>Elke, was habt ihr denn gemacht, damit vor Ort wirklich eine gute, kreative Atmosph\u00e4re herrscht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:25] Elke Roesner:<br>Also, wir haben diesen Festival-Charakter, das hatte ich eben schon erw\u00e4hnt, und aber auch das Corporate Design des Open Science Festivals, das hatten wir aus Hannover \u00fcbernommen. Also die Kolleg:innen von da haben wirklich tolle Grafiken entwickelt und die haben wir konsequent und im Detail umgesetzt. Also von Flaggen \u00fcber ein Wegeleitsystem, \u00fcber Klebepunkte auf dem Boden, Benennung und farbliche Kennzeichnung der R\u00e4ume, Sitzhocker, T-Shirts, die wir extra hergestellt haben. Also wir hatten nachhaltige Re-Shirts, also gebrauchte Shirts, wo \u00fcberall Open Science drauf stand, mit diesen Logofarben, sodass man gut erkennen konnte, wer dem helfenden Team angeh\u00f6rt. Und wir haben \u00fcberall klebbare Flipchartfolien, Stifte und Post-its bereitgestellt. Also dadurch hatten wir eben so eine kreative Atmosph\u00e4re. Und genau diese liebevollen Details, die viel Arbeit gemacht haben, aber das wurde\u2026 das macht es auch gerade so nett. Das war einfach anders, als wenn du irgendwo in ein Hotel gehst, in so ein Kongresshotel und dir da alles bereitstellen l\u00e4sst. Dann f\u00e4llt n\u00e4mlich genau dieses Nette f\u00e4llt dann einfach weg. H\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:32] Doreen Siegfried:<br>Na ja, das kennt man ja auch von anderen Festivals, wo tats\u00e4chlich mit viel Liebe\u2026 Also in Kiel gibt es beispielsweise dieses Waterkant Festival. Das hat jetzt gar nicht in erster Linie was mit Wissenschaft zu tun. Wo tats\u00e4chlich die einzelnen Ecken mit Holzst\u00e4mmen und mit viel, viel Detail, Liebe zum Detail ausgestattet sind, und das ja, das hat Effekte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:55] Elke Roesner:<br>Das geht n\u00e4mlich an die Seele, das merkt man so ein bisschen. Das ist, das ist einfach, was genau, wie du es sagst. Das ist n\u00e4mlich genau das, was es unterscheidet von was etwas k\u00fchlem, sachlichen, professionell organisiertem, was sachlich auch gut ist. Aber so ein Festival lebt ja wirklich auch von diesem, von dem Enthusiasmus f\u00fcr das Thema, und wenn der Enthusiasmus optisch auch sichtbar ist, dann ist das, zahlt das einfach noch mal noch mal drauf ein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:19] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also ich finde dieses Festivalbranding auch super. Was nat\u00fcrlich sozusagen mit Marketingbrille auff\u00e4llt, dass die Logoleiste der f\u00fcnf Partnereinrichtungen irgendwo nirgends zu sehen war. Zumindest nicht auf den Videos, die ich gesehen habe. Wie seid ihr denn da verblieben, oder welche, wie w\u00fcrdest du sagen, welche Chancen bietet so ein Branding? Und wie hast du es geschafft, als ja, ich sag mal, Leiterin dieses ganzen Orga-Komitees, das jetzt nicht doch irgendjemand darauf besteht, dass \u00fcberall auf den T-Shirts auch noch die ganzen Logos drauf sind?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:51] Elke Roesner:<br>Also wir wollten einfach bewusst bei dem Thema bleiben, also, dass es um Open Science geht. Also, dass \u2026 also die Niederl\u00e4nder haben alles in orange und haben ihr eigenes Branding. Wir haben aber auch bewusst, dass ja von den Slogan von den Niederl\u00e4ndern \u00fcbernommen, weil das einfach international ist. Also wir kooperieren ja auch mit denen. Wir haben auch, also wir haben Gru\u00dfbotschaften hin und her geschickt. Aber wir wollten eben, dass man das Festival in Deutschland, dass man das einfach so farblich wiedererkennen kann und dass diese Veranstaltung weitergetragen wird. Also in K\u00f6ln sagt man ja, bei zweimal ist es Tradition, beim dritten Mal ist es Brauchtum. Also wenn es jetzt demn\u00e4chst in Mainz und Umgebung stattfindet, dann ist es schon Brauchtum. Und da geht es dann weniger um die einzelnen Organisator:innen. Und weil die aber ihre Botschaften sowieso kommunizieren, also die kommunizieren ja unter dem Hashtag, dem aktuellen, jeweils aktuellen Hashtag, ihre ganzen Botschaften, kommen die automatisch als Adressaten vor. Also es wird einfach in dem Jahr sehr viel dann mit denen in Verbindung gesetzt werden. Also da mache ich mir keine Sorgen, dass das untergeht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:01] Doreen Siegfried:<br>Na ja, okay. Also ich meine, das ZB MED hier an vorderster Front aktuell war, ich glaube, das hat niemand \u00fcbersehen k\u00f6nnen. Ihr ward, habt das gut gemacht. Welche Erfolgsindikatoren habt ihr denn f\u00fcr das zweite Open Science Festival festgelegt? Also wird beispielsweise Teilnehmerzufriedenheit gemessen? Oder woran messt ihr, dass es toll war oder dass es erfolgreich war?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:23] Elke Roesner:<br>Also, wir haben erstmal fantastisches Feedback von den ganz unterschiedlichen Seiten bekommen. Aber nat\u00fcrlich sind wir diese Evaluierung auch systematisch angegangen. Also wir haben direkt danach, den hatten wir schon vorher vorbereitet, einen Evaluationsbogen, also eine Onlinebefragung zugeschickt. Und haben jede Details, also die ganzen einzelnen Programmpunkte, haben wir systematisch abgefragt, weil das ja auch eine Hilfe ist, an die nachfolgenden Organisator:innen, was sie weiter nutzen k\u00f6nnen, wo sie vielleicht ein bisschen modifizieren sollen. Also, ich gehe davon aus, dass jedes, jeder Ort wird, sein eigenes, seinen eigenen Ton finden. Aber nat\u00fcrlich gibt\u2019s auch so Details, die man\u2026 Also zum Beispiel, ich w\u00fcrde das zweite Panel, w\u00fcrde ich jetzt an den Anfang packen. Das war, wir haben das erst mal so vom Programm her \u00fcbernommen, wie die Kolleg:innen das aus Hannover gemacht haben. Jetzt w\u00fcrde ich sagen, okay, am Ende sind dann doch manche Leute schon weg. Ich w\u00fcrde so ein super interessantes Panel am zweiten Tag an den Anfang bringen. Aber das sind so, das sind so Details.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:23] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:24] Elke Roesner:<br>Also immer Lessons learned, ne.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:26] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das hei\u00dft, es gibt jetzt schon Pl\u00e4ne, wie das ganze fortgesetzt wird, jetzt in Mainz. Und das hei\u00dft, ihr seid jetzt erst mal bei dem Thema raus, oder gibt es noch eine Staffelstab\u00fcbergabe?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:39] Elke Roesner:<br>Also, wir haben den Staffelstab tats\u00e4chlich ganz formell am Ende des Festivals \u00fcbergeben, weil ja schon klar war, wer das machen wird. Das Format geht weiter. Also: Mainz hat sich zusammen mit Frankfurt und Darmstadt um die Ausrichtung von 2024 beworben. Es wird demn\u00e4chst ein Call als Festival Host f\u00fcr 2025 rausgehen. Also, wir haben selber haben uns ja auch, wir haben eine umfangreiche Bewerbung geschickt letztes Jahr, es gab da ja auch einen Call. Also es ist schon so, dass es, dass es immer einen Call geben soll, grunds\u00e4tzlich. Damit man wirklich vorher gezwungen ist, sich sehr konkrete Gedanken dar\u00fcber zu machen, was da zu organisieren ist. Weil, das war schon extrem hilfreich. Also, ich hatte denen so ein Expos\u00e9 ja geschrieben. Ich wei\u00df nicht, zwanzig Seiten, ich wei\u00df nicht mehr genau. Da habe ich mir schon sehr, sehr detailliert Gedanken gemacht und das war tats\u00e4chlich f\u00fcr die Planung eine sehr gute Vorbereitung. Also auf dieser Basis, obwohl am Ende vieles dann doch anders war. Aber die Grundz\u00fcge standen letztendlich schon letztes Jahr im Oktober fest.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:43] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wie nutzt ihr denn als Organisatoren das Festival jetzt f\u00fcr euer Reputationsmanagement?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:52] Elke Roesner:<br>Also.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:53] Doreen Siegfried:<br>Also als ZB MED.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:53] Elke Roesner:<br>Ja, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen altruistisch, aber tats\u00e4chlich, und das ist wirklich die Wahrheit, Reputationsmanagement stand erst mal gar nicht im Vordergrund. Es ging uns wirklich um die Sache, um Open Science. Wir wollten eben den zum f\u00fcnfzigsten Geburtstag von ZB MED was machen, was zu uns passt und wovon wir \u00fcberzeugt sind. Und haben dann eben an dem Icebreaker-Event haben wir den f\u00fcnfzigsten Geburtstag von ZB MED gefeiert. Das war also an dem Tag, bevor das Festival losging. Aber wir wollten einfach Open Science eine B\u00fchne bieten und zeigen, okay, wir stehen einfach daf\u00fcr. Und wir haben nat\u00fcrlich beim Festival, vor und danach \u00fcber ZB MED \u00fcber das Festival kommuniziert und da kam nat\u00fcrlich ZB MED als Absender vor. Und in den K\u00f6pfen ist es ja so: Also, das Bild in den K\u00f6pfen \u00fcber eine Einrichtung formt sich \u00fcber die Informationen, die man hat, und wenn man also jetzt st\u00e4ndig \u00fcber Open Science berichtet, dann ist es indirekt auch eine Reputationsbildung f\u00fcr ZB MED. Und es ist nat\u00fcrlich so. Also dar\u00fcber haben wir uns auch schon mal an anderer Stelle unterhalten, die alten Klischees von Bibliotheken, die werden wir einfach ganz schwer los. Aber\u2026 Und ein Festival reicht nat\u00fcrlich nicht, also ein Festival zu organisieren, reicht nicht, um das alte Bild von diesen Bibliothekar:innen mit Dutt loszuwerden. Aber wir arbeiten daran. Das ist mal wieder so ein kleiner Meilenstein auf die alten Klischees in die Tonne zu kloppen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:30] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Jetzt kann man das\u2026 Wenn man das Video sieht oder eins der Videos, hat man den Eindruck, Bibliothekar:innen oder Bibliotheksleute haben Spa\u00df auf B\u00fchnen und springen auf die B\u00fchne. Das fand ich total gut.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:44] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:45] Elke Roesner:<br>Ja, es war tats\u00e4chlich so. Wir hatten zwei ganz gro\u00dfartige Moderatorinnen. Sch\u00f6n, dass du das erw\u00e4hnst, weil es war tats\u00e4chlich so, dass wir vorher \u00fcberlegt haben, nehmen wir eine professionelle Moderator:in, also k\u00f6nnten wir ja machen. Oder zeigen wir, nehmen wir jemand von uns, und ich habe einfach zwei Kolleginnen angesprochen, die ich f\u00fcr total geeignet gehalten habe. Und dann sieht man ja, welche tollen Kolleginnen wir haben, die keine B\u00fchnenscheu haben. Also, das spricht ja schon mal gegen das klassische Klischee. Und das war, kam auch total gut an. Also die eine Kollegin hatte auch die Idee mit dem Jingle, den hat sie am Wochenende davor noch ganz schnell kopiert, also gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:27] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:28] Elke Roesner:<br>Und dann ist sie wirklich mit dieser, mit dieser Musik, wo dann schon das Publikum wirklich gute Laune hatte, mit dieser Musik auf die B\u00fchne gesprungen. Das war nat\u00fcrlich ein gro\u00dfartiger Start und der war nat\u00fcrlich auch sehr bildtauglich. Also, ich war, ich war hellauf begeistert. Das war noch besser, als ich es mir vorgestellt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:45] Doreen Siegfried:<br>Ja, ich fand das auch super. Wie habt ihr denn das Open Science Festival genutzt f\u00fcr eure Medienarbeit?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:53] Elke Roesner:<br>Also, wir haben nat\u00fcrlich vorher, also wir haben vorher viel dar\u00fcber kommuniziert, um das Festival anzuk\u00fcndigen. Wir mussten nat\u00fcrlich ja auch die Teilnehmenden zusammenkriegen. Da ist ja auch sehr viel Kommunikationsarbeit gerade \u00fcber Social Media wichtig. Dann w\u00e4hrend und nach dem Festival\u2026Dann haben wir, das, fanden wir auch eine gute Idee: Wir haben ein After Movie \u00fcber das Festival gemacht. Ich glaube, das ist auch genau in dem Bildausschnitt, den du so gut findest. Wir haben Reels, werden jetzt kommen. Wir haben die Beitr\u00e4ge online gestellt, das hattest du schon erw\u00e4hnt, die ganzen Folien aus dem Workshop, die Poster, die kommen alle in unser Fachrepositorium und B.I.T.online hat einen gro\u00dfen Beitrag jetzt gerade ver\u00f6ffentlicht. Im Blog werden wir noch ausf\u00fchrlich berichten. Wir hatten Graphic Recording gemacht, das kann man dann auch. Das fand ich auch sehr, sehr sch\u00f6ne, tolle Bilder, also ein riesengro\u00dfes Wimmelbild. Aber wenn man die ganzen einzelnen Bilder sieht, es ist einfach gro\u00dfartig, wie das, wie das quasi dokumentiert wurde. Und dann werden noch die einzelnen Videos, die wir im Kontext mit dem, mit der Erstellung des After Movies gemacht haben, die werden auch noch einzeln geschnitten und zusammen mit den Zitatgebern gepostet. Also, LinkedIn spielt nat\u00fcrlich dann auch nochmal eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:07] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Nun geht es ja bei Open Science ja auch viel um Kollaboration, Zusammenarbeit. Wie nutzt ihr denn jetzt das Open Science Festival sozusagen als Booster f\u00fcr neue Kooperationen und Partnerschaften?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:20] Elke Roesner:<br>Also, die Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern war wirklich hervorragend. Also, die Kontakte bestanden vorher, aber so intensiv war das tats\u00e4chlich nicht, und ich habe mich gestern noch mit jemandem getroffen aus dem Programmkomitee, der total begeistert war und sofort sagte, ich w\u00fcrde sofort sowas wieder organisieren, also jemand von der Uni K\u00f6ln. Das ist nat\u00fcrlich einfach toll. Also wir k\u00f6nnen uns da auch weitere Events in der Zukunft vorstellen. Also es hat, das war eine super Netzwerkarbeit und es gibt jetzt auch schon Ideen f\u00fcr weitere Formate. Also das war schon ein absoluter Booster f\u00fcr weitere kreative Events und Kontakte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:04] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und hat das Open Science Festival auch eine Rolle gespielt, ich sag mal so, zur Ansprache neuer Fachkr\u00e4fte, oder wollt ihr das daf\u00fcr auch nutzen, jetzt in der Zukunft?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:15] Elke Roesner:<br>Also, wer jetzt auf die Seiten von ZB MED geht, der wird, glaube ich, oder also auf die Kan\u00e4le von ZB MED geht, der wird ja gar nicht umhinkommen, das zu sehen, was wir da gemacht haben. Also, nat\u00fcrlich ist ZB MED da ein attraktiver Arbeitgeber, also, wenn man sieht\u2026 also wem so was gef\u00e4llt. Aber ich gehe davon aus, dass wer sich f\u00fcr Open Science interessiert, der findet sowas auch interessant. Also, wir wollten, wir haben uns als offene und zukunftsorientiertes Institut gezeigt und sicherlich die Attraktivit\u00e4t als Arbeitgeber damit unterstrichen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:47] Doreen Siegfried:<br>Okay, also, wer in einer Einrichtung arbeiten m\u00f6chte, die Festivals macht, organisiert, ist dann bei euch auf jeden Fall an der richtigen Adresse.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:57] Elke Roesner:<br>Und Brauchtumspflege mag nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:00] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:02] Doreen Siegfried:<br>Ja, genau. Vielleicht mal kurz eine andere, eine andere Flugh\u00f6he. Wenn wir jetzt sozusagen mal gucken auf die Rolle wissenschaftlicher Bibliotheken und das Thema Wissenschaftskommunikation und Open Science. Was w\u00fcrdest du sagen, welche zuk\u00fcnftige Rolle spielen dann wissenschaftliche Bibliotheken bei der Ausgestaltung solcher Events? Sind Bibliotheken die neuen Gastgeber f\u00fcr moderne Entwicklung im Wissenschaftsbetrieb?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:30] Elke Roesner:<br>Also, Bibliotheken haben schon ganz fr\u00fch die Chance der Digitalisierung genutzt. Also, die waren schon immer am Puls der Zeit, auch wenn das eben nicht so immer angekommen ist bei allen Menschen. Also, sie haben sich \u2026 die Dokumentlieferung wurde schon fr\u00fch digital, die Datenbankrecherchen sind alte Themen. Open Access-Bewegung, darin haben sich die Forschenden schon seit Jahrzehnten kompetent eingerichtet. Und Bibliotheken hatten, haben da eine gro\u00dfe Rolle gespielt. Und Bibliotheken sind echt coole Locations. Also ich meine, ihr in Kiel habt den super tollen Blick auf die F\u00f6rde, also darum beneide ich euch immer. Aber man darf nat\u00fcrlich auch sehen, was hat man selber. Und wenn man in jede Einrichtung guckt, \u00fcberall gibt es irgendwelche Sch\u00e4tzchen zu entdecken und das Foyer von ZB MED ist einfach ein sch\u00f6ner Ort. Also, wir haben nicht umsonst hier schon tolle Science Slams veranstaltet und deswegen wussten wir, dass unser Foyer gut als Location f\u00fcr das Open Science Festival passen wollte. Und wir wollten diese Stimmung bei uns haben. Und das hat sogar im laufenden Betrieb geklappt. Also, wir haben die Bibliothek nicht geschlossen, das finde ich einfach wirklich toll. Wir haben das alles bei laufendem Betrieb organisiert. Und wir haben nat\u00fcrlich in den Tagen vorher, als wir hier vor Ort rumger\u00e4umt haben und irgendwelche gro\u00dfen Sachen durch die Gegend getragen haben, haben uns teilweise sogar Nutzende geholfen. Das war einfach sehr nett, und die fanden das dann auch, also, die meisten jedenfalls fanden das wirklich schon gro\u00dfartig, dass hier so was passiert. Und die waren neugierig auf das, was da passiert. Wir hatten nat\u00fcrlich auch Flyer \u00fcberall aufgeh\u00e4ngt, also es waren auch Locals nat\u00fcrlich hier. Es waren die meisten, waren allerdings tats\u00e4chlich von ganz Deutschland verteilt und teilweise auch aus der Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:18] Doreen Siegfried:<br>Ja, das ist ja cool. Und wie hat sich denn jetzt deine Rolle als Kommunikatorin einer wissenschaftlichen Bibliothek in den letzten Jahren entwickelt und hat Open Science einen Einfluss darauf?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:29] Elke Roesner:<br>Also, ich finde, der Ton und die Formate haben sich schon echt sehr ge\u00e4ndert. Die Inhalte haben sich auch ge\u00e4ndert. Also, es geht uns sehr darum, n\u00fctzlichen Content zu erstellen, den wir produzieren, also nicht um reine \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Also, \u00d6ffentlichkeitsarbeit ist ja das, was \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Papierflyer machen oder mal eine Pressemitteilung an den idw schicken. Das ist ja so, dass womit \u00d6ffentlichkeitsarbeit vor 15 Jahren zu tun hatte, aber das ist jetzt irrsinnig, viel, viel mehr. Also gut, eine Webseite wurde auch schon immer gemacht. Aber, so eine Gesamtprojektleitung f\u00fcr ein Open Science Festival zu machen, ist schon absolutes Highlight f\u00fcr mich gewesen. Also ich kann ehrlich sagen, noch nie habe ich so gerne und so hart gearbeitet. Was nat\u00fcrlich jetzt ohne mein fantastisches Team so nicht geklappt h\u00e4tte. Aber ich bin total dankbar daf\u00fcr, dass wir hier diese M\u00f6glichkeit hatten, das zu organisieren und es hat riesengro\u00dfen Spa\u00df gemacht. Wenn ich auch jetzt ein Haufen \u00dcberstunden habe, aber es war einfach, es war, ich bereue nichts. Ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Ich bin froh, dass ich es nicht gewusst habe, ich w\u00fcrde sofort wieder tun.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:36] Doreen Siegfried:<br>Sehr sch\u00f6n. Und wenn du jetzt sozusagen mit Blick auf diese Kommunikatorenrolle vielleicht Tipps hast f\u00fcr andere Leute, die Kommunikationsmanagement machen oder Kommunikationsarbeit. Was w\u00e4re denn dein Tipp? Verlasst mal eure Spurrinne, probiert euch aus? Oder ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:56] Elke Roesner:<br>Ja, probiert. Probiert, probiert euch aus! Also dieses \u201ejust do it\u201c ist schon echt so ein Motto dabei. Probiert es einfach mal. Und wir jetzt hier intern nat\u00fcrlich vermitteln wir auch bei Skills. Also, wir geben Tipps f\u00fcr Social Media oder f\u00fcr Verfassen von Texten. Wir gucken da einfach gerne dr\u00fcber. Wir drehen ja auch Filme in verschiedenen Formaten und geben so M\u00f6glichkeit an Wissenschaftler:innen, die eigenen Inhalte, die Projekte zu pr\u00e4sentieren. Also wir haben ja zum Beispiel dieses Format \u201eNachgefragt\u201c, wo es einfach auch mal darum geht, die Projekte nach drau\u00dfen zu zeigen. Also was passiert eigentlich hinter den Kulissen, ein bisschen zu erkl\u00e4ren, worum es geht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:34] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Kleiner Tipp f\u00fcr unsere Zuh\u00f6rer:innen, \u201eNachgefragt\u201c, packen wir nat\u00fcrlich in die Shownotes. K\u00f6nnen Sie sich gerne mal anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:42] Doreen Siegfried:<br>Was sind denn aus deiner Sicht die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen in der Wissenschaftskommunikation im Zeitalter von Open Science und wie k\u00f6nnen die gut gemeistert werden?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:51] Elke Roesner:<br>Also, die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen sind f\u00fcr mich echt diese schnelllebigen Themen. Also, wenn man jetzt mal an Chat GPT denkt, da \u00e4ndert sich st\u00e4ndig was. Und die Erreichbarkeit der Zielgruppe ist total schwierig. Also, es gibt einfach zu viele Kan\u00e4le und eine Flut an Inhalten. Das ist einfach dieses Thema, dieses alte Thema mit dem Information-Overload. Du musst einfach w\u00e4hlen, was dich interessiert. Und das ist schon f\u00fcr uns als Kommunikator:Innen echt eine gro\u00dfe Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:21] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und welche Rolle spielt Kommunikationsarbeit von Informationsinfrastruktureinrichtungen bei der F\u00f6rderung von, ich sage mal, Akzeptanz und Implementierung von Open Science in der wissenschaftlichen Gemeinschaft? Eine ganz gro\u00dfe Frage mal zur Abwechslung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:37] Elke Roesner:<br>Eine ganz gro\u00dfe Frage. Aber welche Rolle spielt die Kommunikationsarbeit? Ja, ich w\u00fcrde sagen, man kann ja so ein Open Science Festival mit veranstalten. Das ist eine Option. Oder man kann einfach auch einen Workshop anbieten. Man muss es ja nicht gleich ganz veranstalten, aber man kann ja kooperieren. Da ist ja einfach viel m\u00f6glich. Und ich denke auch, dass es immer mehr in Richtung Openness geht. Dass es einen Call geben wird und daran kann man sich beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:03] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und wenn wir schon bei den Rollen von wissenschaftlichen Bibliotheken sind, was w\u00fcrdest du sagen? Welche Rolle spielen Bibliotheken bei der F\u00f6rderung von Open Science, und wie kommunizierst du das letztlich an dein Team?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:18] Elke Roesner:<br>Also ich finde, Bibliotheken schaffen M\u00f6glichkeit, um die Wissenschaft zu \u00f6ffnen. Also dazu braucht es valide Informationen. Und genau das, das ist ja eine Kernkompetenz von uns als Informationsinfrastruktureinrichtung: die validen Informationen. Mehr denn je enorm wichtig. Und die Kolleg:innen kommunizieren ja mit den Wissenschaftler:innen im Haus und nach au\u00dfen, wie wichtig diese Rolle von Informationsinfrastruktureinrichtungen ist. Aber wie gesagt, ich wiederhole mich, ich wiederhole mich hier auch gerne, das kann man gar nicht genug betonen, wie wichtig diese Rolle von Informationsinfrastruktureinrichtungen sind, wirklich Sachen korrekt, valide und gepr\u00fcft zu bringen. Da haben wir einen wahnsinnigen Vertrauensvorschuss \u2013 oder sollten ihn zumindestens haben, bei allen Leuten, die sich auskennen \u2013 und diese Rolle immer wieder zu zeigen und zu betonen. Und das machen \u00fcbrigens alle wissenschaftlichen Bibliotheken. Also wir haben in Deutschland so viele wissenschaftliche Bibliotheken, die, also die ganzen Unibibliotheken und sonstigen Bibliotheken, Staats-, Landesbibliotheken, die machen eine wahnsinnig tolle Arbeit. Und die sind wirklich sehr viel mehr als nur Einrichtungen, die B\u00fccher und Zeitschriften in irgendwelchen Formaten zur Verf\u00fcgung stellen. Also, der Servicelevel ist enorm hoch zu Forschungsdaten, digitale Langzeitarchivierung, Open Access, Open Science, da ist jede Einrichtung total toll drin, und das ist irre, was da passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:54] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. F\u00fcr alle, hier noch mal ein kleiner Werbeblock f\u00fcr alle, die sich interessieren, was wissenschaftliche Bibliotheken so machen. Ich packe da auch nochmal einen Link in die Shownotes zum Thema \u201eWeiter Wissen\u201c. Okay, wir n\u00e4hern uns dem Ende, aber zwei Fragen habe ich noch an dich, Elke. Wie unterscheidet sich denn jetzt deine Arbeit in Bezug auf PR f\u00fcr Open Science von der traditionellen PR-Arbeit einer wissenschaftlichen Bibliothek? Gibt es da irgendwie Unterschiede?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:22] Elke Roesner:<br>Also, inzwischen gibt es f\u00fcr mich kaum noch Unterscheidung, da fast alles, was wir kommunizieren, mehr oder weniger mit Open Science zu tun hat. Wir achten halt auch sehr stark auf Nachnutzbarkeit. Das ist einfach wichtig, dass die Themen nicht nur tagesaktuell sind, sondern einfach auch langfristig, m\u00f6glichst langfristig aktuell ist, und das ist bei Open Science ja absolut gegeben, idealerweise.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:44] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und welche besonderen F\u00e4higkeiten und Kenntnisse ben\u00f6tigt ein, ich sag mal, modernes PR-Team in einer wissenschaftlichen Bibliothek?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:53] Elke Roesner:<br>Das ist eine sehr interessante Frage Doreen. Und ich w\u00fcrde sagen, ein bunter Blumenstrau\u00df an Kenntnissen ist hier gefragt. Also, du brauchst Kenntnisse in Social Media, in Filmen, in Grafik, in Eventmanagement, Projektmanagement, Onlineredaktion und vor allen Dingen intrinsische Motivation, Humor, \u00fcberhaupt nicht zu vergessen, ganz viel Kreativit\u00e4t, Improvisationsgeist, gute Detailorganisation und, ehrlich gesagt, nat\u00fcrlich auch ganz viel Enthusiasmus. Und ich muss auch wirklich sagen, ohne Meilensteinpl\u00e4ne und einen total detaillierten Ablaufplan. Also, wir hatten eine riesen Exceltabelle. Am Ende h\u00e4tten wir das alles, h\u00e4tte das alles nicht so gut geklappt. Wir haben tats\u00e4chlich bei der Orga des Open Science Festivals keinen einzigen Meilenstein gerissen und das finde ich schon toll. Das zeigt einfach gute Teamarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:49] Doreen Siegfried:<br>Und auch gute Vorbereitung!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:51] Elke Roesner:<br>Gute Vorbereitung, die war ja wirklich sehr, sehr detailliert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:54] Doreen Siegfried:<br>Aber was ich nat\u00fcrlich auch noch erg\u00e4nzen kann, wenn man ein paar Jahre in dem Feld t\u00e4tig ist, muss man auch bereit sein, regelm\u00e4\u00dfig seine geistigen Liegest\u00fctze zu machen und sich immer wieder in neue Themen rein zu grooven, reinzuarbeiten und auch den Mut haben, auf eine B\u00fchne zu springen oder was auch immer auf B\u00fchnen zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:15] Elke Roesner:<br>Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:16] Doreen Siegfried:<br>Letzte Frage, letzte Frage an dich: Welche Tipps hast du f\u00fcr Nachwuchsforschende, die uns jetzt vielleicht h\u00f6ren, wenn sie auf ein Open Science Festival gehen oder gehen wollen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:30] Elke Roesner:<br>Openness.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:31] Doreen Siegfried:<br>Openness.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:32] Elke Roesner:<br>Ganz klar Openness. Also ganz viel Neugier, ganz viel Offenheit da, sich darauf einzulassen. Und ich w\u00fcrde auch sagen, \u00fcberlegt mal, was Ihr selber zum Programm beitragen k\u00f6nnt. Also wir hatten in K\u00f6ln zum Beispiel ein Workshop, der von drei Studierenden organisiert war. Der hatte eine tolle Resonanz. F\u00fcr welche Themen brennt Ihr? Was findet Ihr toll, was findet Ihr spannend? Wo kennt Ihr euch schon aus? Was k\u00f6nnt Ihr selber dazu beitragen? Und wo sagt Ihr, wo wollt Ihr noch mit anderen Leuten in Kontakt treten? Da ist einfach, da sind so viele M\u00f6glichkeiten. Also wie so ein Festival einem gef\u00e4llt, liegt nat\u00fcrlich auch zum ganz gro\u00dfen Teil daran, wie man sich selber \u00f6ffnet daf\u00fcr, mit welcher, mit welcher inneren Haltung man dahingeht. Und ich habe hier durchweg Openness wahrgenommen bei den Leuten, die da waren. Also es war wirklich toll! Also danke an das tolle Publikum und an das ganz tolle Team, die das insgesamt organisiert haben!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:26] Doreen Siegfried:<br>Ja, das ist doch ein wunderbares Schlusswort. Vielen Dank Elke! Vielen Dank auch an Sie da drau\u00dfen an den Kopfh\u00f6rern. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Lassen Sie uns gerne Feedback da, positiv als auch kritisches Feedback. Sei es via E-Mail, Twitter oder X, YouTube oder LinkedIn. Abonnieren Sie uns flei\u00dfig auf iTunes oder Spotify oder wo auch immer sie gerne am liebsten Podcasts h\u00f6ren und ich freue mich auf die n\u00e4chste Folge.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[189,8,190,166,191,12],"class_list":["post-90","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-festivals","tag-open-science","tag-open-science-pr","tag-wissenschaftskommunikation","tag-zb-med","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 35 Open-Science-PR<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Open-Science-PR: Die Austragung des zweiten deutschen Open Science Festivals im Sommer 2023 in K\u00f6ln \u2013 ein Fest f\u00fcr die offene Wissenschaft.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, 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