{"id":86,"date":"2023-09-20T09:41:17","date_gmt":"2023-09-20T07:41:17","guid":{"rendered":"58b8333c-38d4-4b50-a44c-1e8f7c9fe625"},"modified":"2026-01-16T12:55:50","modified_gmt":"2026-01-16T11:55:50","slug":"fos-33-erfolgreiches-scholar-led-publizieren","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2023\/09\/20\/fos-33-erfolgreiches-scholar-led-publizieren\/","title":{"rendered":"FOS 33 Erfolgreiches Scholar-led Publizieren"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_9b0d9f7c4c0eb8f1050f726b6118d527dd28df12\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2023\/09\/20\/fos-33-erfolgreiches-scholar-led-publizieren\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/97\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_33.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: white;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tborder-radius: 0.375rem;\n\t\t\tbox-shadow: 0 1px 3px 0 rgba(0, 0, 0, 0.1), 0 1px 2px 0 rgba(0, 0, 0, 0.06);\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tpadding: 1rem 1.5rem\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-inner {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-avatar {\n\t\t\twidth: 50px;\n\t\t\theight: 50px;\n\t\t\tborder-radius: 0.25rem;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person {\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t\tpadding: 0 1rem;\n\t\t\tdisplay: grid;\n\t\t\tgrid-template-columns: repeat(2, minmax(0, 1fr));\n\t\t\tgap: 1rem;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person-details {\n\t\t\tcolor: #999\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services {\n\t\t\tflex-wrap: wrap;\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\talign-content: center;\n\t\t\tjustify-content: flex-end;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services-service {\n\t\t\tdisplay: inline-block;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t\tpadding-left: 0.5rem;\n\t\t\ttext-decoration: none;\n\t\t\tbox-shadow: none;\n\t\t}\n\t<\/style>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"zbw_shownotes\">\n\n\n\n<p>LINKS UND HINTERGR\u00dcNDE:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8169418\">Wissenschaftsgeleitetes Publizieren. Sechs Handreichungen mit Praxistipps und Perspektiven<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8208578\">Technik und Infrastrukturen (pp. 7-18)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8208582\">Urheberrecht und Datenschutz (pp. 19-34)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8208678\">Arbeitsabl\u00e4ufe und Workflows (pp. 35-54)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8208711\">Kommunikation und Distribution (pp. 55-68)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8210924\">Kostenstrukturen und Gesch\u00e4ftsmodelle (pp. 69-82)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.8210966\">Governance und Rechtsform (pp. 83-96)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/open-access.network\/vernetzen\/digitale-fokusgruppen\/fokusgruppe-scholar-led\">scholarled-network<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/projekt-auroa.de\/\">Projekt AuROA<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt: marcel.wrzesinski(at)hiig.de<\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 33 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 33: Erfolgreiches Scholar-led Publizieren<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Marcel Wrzesinski<br>Open-Access-Officer und Leitung BMBF-Projekt \u201eScholar-led Plus\u201c, Alexander von Humboldt Institut f\u00fcr Internet und Gesellschaft<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:02] Marcel Wrzesinski:<br>Die Wissenschaft ist ja auch im Wandel begriffen. Aber ich glaube, diese Idee, dass nicht die Frage von Gewinnmaximierung oder von Erfolg das leitende Prinzip ist, sondern hier eben der Inhalt oder andere wissenschaftliche Werte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:19] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, ich glaube, ich glaube, das Thema wissenschaftsgeleitetes Publizieren ist ein guter Weg, um diese digitale Souver\u00e4nit\u00e4t, digital souveranity, die ja in vielerlei Menschenmunde ist aktuell in unterschiedlichen, sozusagen thematischen, Zusammenh\u00e4ngen. Ich glaube, das ist ein guter\u2026 Wissenschaftsgeleitetes Publizieren ist ein guter Weg, die wieder zu erlangen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:43] Marcel Wrzesinski:<\/p>\n\n\n\n<p>Also hier geht es schon darum, dass man das wissenschaftliche Wissen wieder zur\u00fcckholt zu jenen, die es produziert haben. Und es den Menschen zur Verf\u00fcgung stellt, die damit wirklich was anfangen sollen, n\u00e4mlich der Gesellschaft, denn daf\u00fcr macht man ja Wissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:01] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Heute reden wir \u00fcber neue Publikationsmodelle in der Wissenschaft, \u00fcber die Zukunft wissenschaftlicher Zeitschriften und \u00fcber den gerechten Zugang zur wissenschaftlichen Literatur. Also die ganz gro\u00dfen Themen. Und zu Gast habe ich heute einen Wissenschaftler, der sich in seiner Forschung am Alexander von Humboldt Institut f\u00fcr Internet und Gesellschaft, auch bekannt unter HIIG, mit nachhaltigen Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fcr ein wissenschaftsgef\u00fchrtes, geb\u00fchrenfreies Publizieren besch\u00e4ftigt. Was das genau ist, werden wir noch kl\u00e4ren. Und ein Gast, der auch verschiedene Forschungseinrichtungen rund um das Thema Open Access und Open Science ber\u00e4t. Es ist mir eine Freude, unseren Gast heute hier zu haben. Herzlich willkommen, Marcel!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:10] Marcel Wrzesinski:<br>Hallo, sch\u00f6nen guten Tag! Danke f\u00fcr die Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:13] Doreen Siegfried:<br>Hallo. Du hast Anfang August, also sozusagen kurz bevor wir gesprochen haben, vor wenigen Tagen ganz frisch sechs Handreichungen zum wissenschaftsgeleiteten Publizieren mit Praxistipps und Perspektiven herausgegeben. Was war die Hauptmotivation hinter der Erstellung der Handreichung. Also, was war die Idee dahinter?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:36] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, das war so ein bisschen gemischt, eigentlich zwei Sachen. Auf der einen Seite waren es pers\u00f6nliche Beobachtungen, die ich, also sozusagen nicht empirisch, wie man sagen w\u00fcrde, die ich als Redakteur oder auch als Herausgeber im Bereich, also in der Wissenschaft, eben gemacht habe. N\u00e4mlich, dass Zeitschriften oder auch die Zeitschriften, f\u00fcr die ich t\u00e4tig bin, tolle Arbeit machen, auf der einen Seite, aber zugleich in dieser allt\u00e4glichen Praxis viele Fragen aufkommen, viele Herausforderungen sozusagen entstehen. Und wir immer nicht so richtig wissen, wie wir das sozusagen adressieren k\u00f6nnen, wo wir Antworten bekommen, wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen. Man findet dann immer eine L\u00f6sung \u00fcber drei Ecken. Aber der Wunsch sozusagen, wie macht man das eigentlich grunds\u00e4tzlich? Da nochmal zu schauen, da Informationen zu bekommen. Das fehlte uns. Das ist so \u00fcber die Jahre oft gewachsen. Diese pers\u00f6nlichen Beobachtungen sind dann ein St\u00fcck weit erg\u00e4nzt durch Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Projekten, die zum Beispiel hier am HIIG stattgefunden haben, wo wir dann auch ganz konkret gesehen haben, also, da passiert tolle Arbeit. Aber das wei\u00df ich nicht, wenn wir bei uns die Infrastruktur, die technische Infrastruktur anschauen, dass ist eher so zusammengebastelt. Da k\u00f6nnte man vielleicht noch was Anderes, ein bisschen, ich sag mal, Nachhaltigeres aufsetzen. Das gleiche ist, oha, also, es funktioniert bislang immer mit Blick auf Governance und vielleicht auch auf die Rechtssicherheit, die Urheberrechte in einer Zeitschrift, aber das ist auch eher nur der Fall, weil das sozusagen noch zu keinen gr\u00f6\u00dferen Konflikten oder Problemen gekommen ist. Also, und diese Themen, die sozusagen uns oder die mir in meiner pers\u00f6nlichen Beobachtung als Redakteur, eben aber auch in Forschungsprojekten uns begegnet sind, die wollten wir dann eben erst mal noch konkreter erheben. Das war der erste Teil, der sozusagen den Handreichungen vorausging, aber dann eben auch ganz konkret in diesen Handreichungen ansprechen und dadurch die Zeitschriften sozusagen auf ein sicheres Fundament stellen. Das war der Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:39] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Dieses ganze Thema scholar-led Publikationen, Zeitschriften und so weiter, das taucht ja h\u00e4ufig auf. Ein Argument, was man h\u00e4ufig liest, ist, dass mehr Bibliodiversit\u00e4t gew\u00fcnscht ist. Was verstehst du unter einem bibliodiversen Open Access-\u00d6kosystem? Und warum ist diese Diversit\u00e4t, die ja damit durch diese Handreichung auch nochmal bef\u00f6rdert wird, f\u00fcr die Wissenschaft so wichtig?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:09] Marcel Wrzesinski:<br>Der Begriff ist ja relativ gro\u00df und auch schon einige Zeit l\u00e4nger im, vor allen, glaub ich, im Publizieren oder auch im bibliothekarischen oder bibliothekswissenschaftlichen Bereich unterwegs. Wenn man es mal sehr stark runterbricht, glaube ich, geht es nur darum, dass eben unterschiedliche, also f\u00fcr den Bereich, \u00fcber den wir reden: Open Access, Open Science, dass unterschiedliche Modelle des Open Access- Publizierens vorhanden sind oder eine Existenzberechtigung haben. Das hei\u00dft, es geht um eine Vielfalt von Formaten, also was f\u00fcr Ausgabe, wie vermittele ich Wissen, ist es der Forschungsartikel, sind es vielleicht aber auch Blogbeitr\u00e4ge, sind es Podcasts. Eine Vielfalt von Prozessen. Also wie wird publiziert? Gibt es da sozusagen\u2026 Also das w\u00e4re ja sch\u00f6n, wenn wir alle m\u00f6glichen Abl\u00e4ufe oder Wege f\u00f6rdern, in denen heutzutage Wissenschaftler:innen ihr Wissen ver\u00f6ffentlichen. Aber eben auch eine Vielfalt im Bereich Organisationsstrukturen. Wir werden ja noch \u00fcber dieses Gegensatzpaar von kommerziell, nicht kommerziell, aber eben auch andere Prinzipien, die da eine Rolle spielen, dass die eben gleichberechtigt nebeneinander existieren k\u00f6nnen. Und das ist ja beispielsweise etwas, was Open Access auch nicht meint, ist, dass man Verlage nicht will, sozusagen. Das ist ja auch Teil sozusagen der Bibliodiversit\u00e4t, dass es eben unterschiedliche Akteur:innen gibt, die unterschiedliche Dinge machen, die alle koexistieren k\u00f6nnen. Und das sozusagen ist aus unserer Sicht mit Blick auf diese Zeitschriften, die wir im Blick haben, eben die wissenschaftsgeleiteten, von zentraler Bedeutung. Denn die leisten einen wichtigen Anteil oder einen wichtigen Beitrag dazu, dass beispielsweise auch verlagsunabh\u00e4ngiges Publizieren wahrgenommen wird. Dass die Ergebnisse, die vielleicht noch ein bisschen randst\u00e4ndiger sind, die vielleicht aus kleineren oder trans- und interdisziplin\u00e4ren Fachzusammenh\u00e4ngen kommen, eben auch ihre Berechtigungen auf dem Publikationsmarkt haben. Neben den gro\u00dfen top gerankten Journals, zum Beispiel aus den Wirtschaftswissenschaften, die nat\u00fcrlich eine sehr, sehr volumin\u00f6se und m\u00e4chtige Disziplin sind, in Anf\u00fchrungsstrichen. Also, die haben nat\u00fcrlich eine andere Strahlkraft als eben bestimmte kleinere Zusammenh\u00e4nge. Und darum geht es, glaube ich, aus unserer Sicht, eben diese Form des Publizierens und damit auch der wissenschaftlichen Ergebnisse, darum geht es ja, uns eben sichtbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:28] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also man k\u00f6nnte zusammenfassen, dass nicht nur der Mainstream gesehen wird, der in den gro\u00dfen Verlagszeitschriften ver\u00f6ffentlicht wird, in den AAA-Zeitschriften, sondern dass man auch mal links und rechts und oben und unten guckt, was es sonst noch so f\u00fcr interessante Forschungsergebnisse gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:44] Marcel Wrzesinski:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:44] Doreen Siegfried:<br>Ja okay. Wie siehst du denn, du hast jetzt gerade schon die Bibliotheken angesprochen. Wie siehst du denn die Rolle von Forschungsinfrastrukturen? Das sind ja viele verschiedenste Arten von Einrichtungen, von Forschungsorganisationen, Forschungsf\u00f6rderern von Bund und L\u00e4ndern, in dieser ganzen gro\u00dfen Thematik Open Access-Transformation in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:06] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, ich glaube, das kann, und da sind sich, soweit ich das sehe, auch alle einig, kann nur ein gemeinsamer Kraftakt sein. Wenn man diese Open Access Transformation ernst nimmt, wenn man also die Quoten oder die Anteile an Open Access- Publikationen, die man sich vornimmt, die man vielleicht auch noch erh\u00f6hen k\u00f6nnte, ernst nimmt, dann muss das ein sehr enges Zusammenspiel aus diesen unterschiedlichen Einrichtungen, also Infrastrukturen, aber also, wie man ja auch im englischen sagt, die Research Performing Organisations und die Research Funding Organisations sein. Aber eben auch mit dezidiertem Eingriff, und das passiert ja beispielsweise durch F\u00f6rderung von den Bundesministerien oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Also, ich glaube, das, sozusagen, h\u00e4ngt ganz, ganz eng miteinander zusammen. Was jedoch manche nat\u00fcrlich noch vermissen, beispielsweise das scholar-led Network, indem ich ja auch mitwirke, ist eine \u00fcbergeordnete, eine dezidierte Strategie, wie das ablaufen soll. Das ist sicherlich einfach auch der unterschiedlichen Akteur:innen geschuldet, dass sozusagen da noch nicht genau aus sozusagen definiert wurde, wer zu welchem Zeitpunkt welche Rolle zu spielen hat, um Forschung insgesamt zu \u00f6ffnen. Aber da gibt es ja aktuell auch Bestrebungen und Initiativen, die beispielsweise \u00fcber eine gemeinsame Open Science-, Open Research-Strategie nachdenken. Und ich glaube, das ist ein Weg, den wir jetzt gehen sollten, diese strategische Ausrichtung dieser unterschiedlichen, wirklich guten Einzelinitiativen, Vorhaben, Engagements eben von den Akteur:innen, die du gerade genannt hast, Infrastrukturen, Organisationen, F\u00f6rderern, Bund, L\u00e4nder etc.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:40] Doreen Siegfried:<br>Okay. Die Handreichungen, \u00fcber die wir nachher noch, also \u00fcber die ich nachher nochmal etwas ausf\u00fchrlicher sprechen m\u00f6chte, richten sich ja an Wissenschaftler:innen, die jetzt selbst das Zepter in die Hand nehmen wollen. Also das gro\u00dfe Motto w\u00fcrde ich mal benennen als \u201eVon der Wissenschaft f\u00fcr die Wissenschaft\u201c oder \u201ePublikationen wieder zur\u00fcck in die, tats\u00e4chlich in die H\u00e4nde der Wissenschaft\u201c. Nun finden sich hier Begrifflichkeiten. Du hast jetzt schon gesagt, scholar-led.network. Also, es gibt einmal so Begrifflichkeiten, wie scholar-led. Dann gibt es Begrifflichkeiten wie wissenschaftsgeleitet oder auch Community driven, Community based und so weiter. Sind das alles Synonyme, oder kannst du es mal f\u00fcr unsere Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer, die jetzt da nicht so tief drinstecken, vielleicht mal definieren, was die Unterschiede sind oder was vielleicht auch Gemeinsamkeiten sind?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:29] Marcel Wrzesinski:<br>Ja. Genau. Ich glaube, dass diese Unterscheidung, das ist wirklich vorrangig auch f\u00fcr was f\u00fcr Leute, die sehr tief drinstecken, die sich mit den Fragen auch besch\u00e4ftigen, wie beforschen wir diese Form der Publikationskulturen oder eben auch, welche Rolle spielen bestimmte Governance Prinzipien daf\u00fcr. Wir haben uns ja f\u00fcr die Handreichung, f\u00fcr einen eingedeutschten oder den deutschen Begriff entschieden. Wissenschaftsgeleitet, da steckt, glaube ich, auch schon sehr viel drin. Also unabh\u00e4ngig, ob man jetzt wissenschaftsgeleitet, scholar led oder Community driven sagt. Ich glaube, dass die Gemeinsamkeit ist immer, dass es Publizieren im Interesse der Wissenschaft ist. Wobei, wenn man es aus Wissenschaftssicht sieht, geht es da vorrangig um die Inhalte, also, dass diese Inhalte eben im Vordergrund stehen. Die Wissenschaft hat ja ein genuines Anliegen, ihre Ergebnisse zu kommunizieren, sie eben der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung zu stellen, damit eben damit Dinge gemacht werden k\u00f6nnen. Ich glaube auch, dass alle von diesen unterschiedlichen Projekten, ob jetzt scholar led, community driven oder wissenschaftsgeleitet, die Unterst\u00fctzung von \u00f6ffentlichen Infrastrukturen brauchen und suchen. Also beispielsweise, wenn es um Redaktionsmanagementsoftware geht, wenn es um Langzeitarchivierung geht, wenn es um die Abfrage von Identifiern, also diesen digitalen Identifikationsdiensten geht. Ich glaube, hier sind sich alle einig, dass man sozusagen da schon auf gro\u00dfe Institutionen setzen soll. Der wesentliche Unterschied, so wie ich das aus der Literatur mir erschlossen habe, liegt, glaube ich, eher darin, dass diese scholar led Projekte ein St\u00fcck weit st\u00e4rker auf ihre institutionelle Unabh\u00e4ngigkeit insistieren und damit betonen wollen, dass Forschung nat\u00fcrlich nicht nur an gro\u00dfen Universit\u00e4ten oder auch an kleinen Universit\u00e4ten gemacht wird. Sondern dass es eben auch freie Forschungszusammenh\u00e4nge gibt, dass es scholars gibt, im weitesten Sinne Wissenschaftler:innen gibt, die eben an keiner Einrichtung t\u00e4tig sind und trotzdem tolle und wertvolle Arbeit machen. Und entsprechend auch Zeitschriften, Blogs, Buchprojekte, die nicht zwangsl\u00e4ufig an gro\u00dfen Einrichtungen angedockt sein m\u00fcssen. Und dem gegen\u00fcber gibt es dann, so scheint mir, die Community driven Projekte, sozusagen als umbrella term, die diese institutionelle N\u00e4he suchen. Also in Deutschland gibt es ja auch das Modell der nicht kommerziellen Universit\u00e4tsverlage oder der weitgehend nicht kommerziellen Universit\u00e4tsverlage. Und diese Community driven-Projekte schlie\u00dfen sich dann sehr eng an diese Einrichtung ein St\u00fcck weit an. Also wenn man etwa daran denkt, dass die Leibniz-Gemeinschaft oder eben gro\u00dfe Universit\u00e4ten Zeitschriften herausgeben oder als Tr\u00e4gerschaft mitmachen, das w\u00e4re dann sozusagen der Unterschied. Diese, glaube ich, feinen Linien und diese Differenzierung sind meines Erachtens eher deskriptiver Natur. Ich glaube, niemand m\u00f6chte damit eine Wertung verbinden und sagen, das ist besser oder das ist schlechter, sondern das ist einfach eben die Frage, wie ist sozusagen das Organisationsmodell und f\u00fcr welchen Weg entscheidet man sich hier. Unter der Pr\u00e4misse immer, dass alle koexistieren k\u00f6nnen. Das w\u00e4re nat\u00fcrlich wichtig, dass wir die einen nicht vergessen, wenn wir die anderen besonders f\u00f6rdern. Also das ist eben der Punkt. Und ich glaube, da setzen viele scholar-led-Projekte vielleicht noch kurz oder heben die Hand und sagen, \u201eJa, es ist gut und wichtig, dass in gro\u00dfen Einrichtungen Sachen gef\u00f6rdert werden, aber schaut doch noch mal auf die au\u00dferuniversit\u00e4ren, die nicht institutionellen Publikationsprojekte\u201c. Und wenn wir das tun, glaube ich, kann man das wunderbar nebenher laufen und nebeneinander laufen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:59] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wenn ich jetzt tats\u00e4chlich Wissenschaftlerin w\u00e4re und mich zusammen mit meinen Kolleg:innen an den Start begeben w\u00fcrde, um tats\u00e4chlich ein eigenes Journal aufzusetzen, hab ich ja jetzt die super M\u00f6glichkeit, mich erst mal durch die Handreichungen zu arbeiten. Dann habe ich auf jeden Fall schon mal eine super gute Basis. Aber was w\u00fcrdest du sagen, was ist in deinen Augen die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung, vor der Wissenschaftler:innen mit ihren Partnern sozusagen stehen, um diese Open Access-Transformation zu bewerkstelligen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:37] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, das teilt sich, glaube ich, ein bisschen, danach auf, ob ich sozusagen von Grund auf neu anfangen m\u00f6chte oder ob ich sozusagen etwas aktiv transformiere. Also wenn wir uns jetzt den Bereich des Zeitschriften Publizierens insbesondere anschauen. Diese Frage, nehme ich ein bestehendes Journal und \u00fcbertrage ich das in das Open Access-Modell, also flippe ich es, wie man ja sagt. Oder gr\u00fcnde ich etwas neu. Wenn wir uns mal den Bereich der Neugr\u00fcndung anschauen, weil das sozusagen ja auch oft mit diesem Gedanken des Wissenschaftsgeleiteten vielfach verbunden wird, dann sind die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, und wir haben das j\u00fcngst in einer Delphi Studie erhoben, also in einem Studienmodell, wo wir uns an Expert:innen gewandt haben und sie gefragt haben, wie sozusagen die Problemlagen aussehen. Und da wurde ganz klar gesagt, Finanzierung, das Organisations- und Governance Modell und die Reputationssicherung sind die zentralen Themen, wo neue Zeitschriften vor einer gro\u00dfen Herausforderung stehen. Also Finanzierung langfristig in dem Fall. Governance oder Organisationsform belastbar. Also so, dass sie auch in einigen Jahren noch besteht. Wir kennen das, Wissenschaftskarrieren sind immer im Wandel begriffen, Menschen wechseln die Institutionen oder gehen oder scheiden ganz aus dem Forschungszusammenhang. Wie geht man damit um? Und nat\u00fcrlich, wie werde ich anerkannt? Wie baue ich eine Reputation auf? Wie werde ich sichtbar? Wie werde ich wahrgenommen? Das sind alles Themen, die gerade neue Zeitschriften vor ungeheure Herausforderungen stellt, weil schlicht und ergreifend Wissenschaft nat\u00fcrlich auch immer ihren eigenen Logiken folgt. Das ist ein System, das bestimmten Prinzipien sozusagen unterliegt und da muss man einfach schauen, wo man als einzelne Zeitschrift bleibt. Gro\u00dfe Themen sind auch noch nat\u00fcrlich Rechtssicherheit und infrastrukturelle Unterst\u00fctzung. Die wurden aber in letzter Zeit erfreulicherweise bereits angegangen. Es gibt viele tolle Initiativen, die Rechtssicherheit beispielsweise im Bereich Urheberrecht f\u00fcr Zeitschriften bieten. Das Projekt AuROA hat dazu ja ganz toll gearbeitet. Es gibt unz\u00e4hlige, mittlerweile mehr und mehr infrastrukturelle Unterst\u00fctzungen, Universit\u00e4tsverlagsneugr\u00fcndungen, die sozusagen diese technischen Services anbieten f\u00fcr vielerlei Zeitschriften, auch neue. Also, es gibt hier in dem Bereich schon viele Dinge, aber diese drei Sachen Finanzierung, Governance, Reputation, da, so sagte man uns, dr\u00fcckt noch immer der Schuh bei ganz vielen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:58] Doreen Siegfried:<br>Ja, das kann ich mir super gut vorstellen. Du hast jetzt gerade Governance erw\u00e4hnt. Warum denkst du, ist es so wichtig, dass wissenschaftsgeleitetes Publizieren so nicht kommerzielle Prinzipien der Governance verfolgt? Was ist das Besondere daran?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:10] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, ich glaube halt, weil Wissenschaft nicht kommerziellen Prinzipien folgt oder folgen sollte. Die Wissenschaft ist ja auch im Wandel begriffen. Aber ich glaube, diese Idee, das nicht die Frage von Gewinnmaximierung oder von Erfolg das leitende Prinzip ist, sondern hier eben der Inhalt oder andere wissenschaftliche Werte. Und wenn wir das sozusagen ein St\u00fcck weit ausdehnen und sagen, na ja, wissenschaftliches Publizieren ist ja eigentlich nichts Anderes als wissenschaftliches Kommunizieren und das wiederum ja eben Teil der wissenschaftlichen Arbeit sein soll, wie auch immer man das dann macht. Aber zumindest ist ja die Idee von Wissenschaft nicht nur, in dem Elfenbeinturm zu sitzen und etwas zu schreiben, sondern im Idealfall es auch irgendwie rauszugeben in die Welt. Und ich glaube, da ist das Prinzip des nicht kommerziellen oder der nicht kommerzielle Anspruch eben f\u00fcr die Wissenschaft leitend. Und deswegen glaube ich, dass es auch f\u00fcrs Publizieren oder zumindest mit Blick auf die sozusagen einzelnen L\u00f6sungen, die wir da gefunden oder die es da gibt, die einzelnen Projekte, ein ganz spannendes Prinzip. F\u00fcr diese Form, sozusagen f\u00fcr diese Art des nicht kommerziellen Publizierens, braucht es dann eben Publikationsprofis, es braucht Kommunikationsprofis, die eben auch aus der Wissenschaft kommen und f\u00fcr die Wissenschaft dann wiederum da sind. Es gibt ja da also, du selber machst das. Aber es gibt ja auch unterschiedliche andere, die sich genau diesem Schwerpunkt gewidmet haben und f\u00fcr wissenschaftliche Einrichtungen kommunizieren oder publizieren und eben da beratend t\u00e4tig sind. Und f\u00fcr mich ist es eben genau aus diesem \u2026, diese Ableitung, weil Wissenschaft nicht kommerziellem Ethos folgt, sollte das das Publizieren, zumindest tentativ, auch.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:48] Doreen Siegfried:<br>Ja. Du hast jetzt gerade schon vorhin bei den Herausforderungen Reputation als eine ganz gro\u00dfe Herausforderung aufgef\u00fchrt. Wenn wir uns jetzt mal das Wissenschafts\u00f6kosystem anschauen, wo stehen denn da sogenannte diamantene Publikationen, die letztlich auch auf Geb\u00fchrenmodelle f\u00fcr Autor:innen verzichten? Wo stehen die derzeit? Welche Rolle spielen die? Ist das tats\u00e4chlich noch ein Nischenph\u00e4nomen? W\u00e4chst das langsam? Wie ist deine Einsch\u00e4tzung da?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:18] Marcel Wrzesinski:<br>Ich glaube, das w\u00e4chst mehr und mehr, weil in der\u2026 Mein Eindruck ist, dass es in der Open Access- oder auch in der weiteren Open Science-Community auch mehr und mehr Bewusstsein f\u00fcr faire Publikationsoptionen gibt. Also, das gab es nat\u00fcrlich schon immer und es gab immer Aktivist:innen, die daf\u00fcr eingetreten sind. Aber das eben jetzt auch eins der Modelle ist auf unterschiedlichen Ebenen, die eben f\u00fcr die Wissenschaft das Vorrangige, die vorrangige Option sein sollen, sprich Publikationsgeb\u00fchren f\u00fcr die Autor:innen, kann mitunter nicht die fairste L\u00f6sung sein, weil nicht alle die M\u00f6glichkeit haben, diese Publikationsgeb\u00fchren zu zahlen. Das mag an bestimmten gro\u00dfen Einrichtungen, wie eingangs gesagt, der Fall sein. Aber unabh\u00e4ngige Scholars haben diese Option beispielsweise nicht oder nur sehr eingeschr\u00e4nkt. Es ist nat\u00fcrlich die Frage von Autor:innengeb\u00fchren oder generell die Geb\u00fchrenlast an die Forschungseinrichtung abzutreten, auch wieder eine Frage von sozusagen globaler Gerechtigkeit ein St\u00fcck weit, wenn man sich anschaut, wie Forschungsbudgets verteilt sind. Ja, also gibt es, wenn jetzt im globalen Norden gr\u00f6\u00dfere Budgets daf\u00fcr vorhanden sind und im globalen S\u00fcden weniger, dann ist es nat\u00fcrlich eine Frage, wie man diese Autor:innengeb\u00fchren abfedert und ob man daf\u00fcr Waiver hat. Also ich glaube, das ist einerseits die Frage, die eine faire Publikationsoption anzubieten, die eben f\u00fcr alle Forschenden, die die gleiche Teilhabe am System wissenschaftlicher Kommunikation oder am Publikationssystem erm\u00f6glicht. Und dar\u00fcber hinaus, das ist ein bisschen dieses, was wir gerade angesprochen hatten, die Frage von kommerziell und nicht kommerziell. Es mag ja durchaus sein, dass eben auch unterschiedliche Verlagsmodelle vorsehen, dass man Gewinne macht mit dem wissenschaftlichen Wissen. Aber gerade \u00fcber diese Open Access-Geb\u00fchren oder \u00fcber diese Autor:innengeb\u00fchren gibt es ja vielfach hybride Gesch\u00e4ftsmodelle. Also das Modell, dass man beispielsweise die Autor:innen daf\u00fcr bezahlen l\u00e4sst, dass der Artikel Open Access geschaltet wird, die Zeitschrift im Ganzen aber dann noch mal zus\u00e4tzlich in einem Abo-Modell, in einem Subskriptionsmodell vermarktet wird und dabei entstehen Gewinnmargen. Da sind sich, glaube ich, alle einig, die, bei denen es nicht mehr darum geht, die Inhalte oder die Publikation der Inhalte zu finanzieren, sondern, so kann man es, glaube ich sagen, vorrangig um Geld zu verdienen. Und das scheint mir nicht der richtige Weg zu sein, um mit wissenschaftlichem Wissen sozusagen in die Welt zu treten, dass es da wiederum nur um das Geld geht und um die Maximierung von Profit.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:54] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay. Dieses Thema Fairness spielt nat\u00fcrlich in den Wirtschaftswissenschaften, wo ja auch viel Forschung, nat\u00fcrlich auf eine andere Art und Weise, anwendungsorientierte Forschung, nat\u00fcrlich an den Fachhochschulen, an den anwendungsorientierten Universit\u00e4ten und so weiter, stattfindet, eine gro\u00dfe Rolle, weil die nat\u00fcrlich \u00fcber ein ganz anderes Budget verf\u00fcgen als die Universit\u00e4t, die wiederum nochmal \u00fcber ein anderes Budget verf\u00fcgt als eine Exzellenzuniversit\u00e4t. Also, da gibt es dann tats\u00e4chlich schon so Klassen von Hochschultypen, wo Fairness momentan absolut noch nicht gegeben ist. In meinen Augen. Also insofern\u2026 Ich glaube, in den Wirtschaftswissenschaften sind sich die meisten dar\u00fcber bewusst, dass einige eine privilegiertere Situation haben als andere. Okay. Wo wir \u00fcber gerade \u00fcber die Wirtschaftswissenschaften sprechen, ein Thema, was dort immer wieder auftaucht, ist die sogenannte Souver\u00e4nit\u00e4t oder auch digitale Souver\u00e4nit\u00e4t. Wie w\u00fcrdest du denn sagen, kann diese Souver\u00e4nit\u00e4t denn tats\u00e4chlich durch wissenschaftsgeleitetes Publizieren unterst\u00fctzt werden? Ist das die Unabh\u00e4ngigkeit von den Verlagen oder gibt\u2019s da noch mehr Aspekte?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:10] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, ich glaube, das Thema wissenschaftsgeleitetes Publizieren ist ein guter Weg, um diese digitale Souver\u00e4nit\u00e4t, digital souveranity, die ja in vielerlei Menschenmunde ist aktuell in unterschiedlichen, sozusagen thematischen, Zusammenh\u00e4ngen\u2026 Ich glaube, das ist ein guter\u2026 Wissenschaftsgeleitetes Publizieren ist ein guter Weg, die wieder zu erlangen. Und zwar Souver\u00e4nit\u00e4t oder digitale Souver\u00e4nit\u00e4t, wird ja an unterschiedlichen Orten, vereinfacht gesagt, aber als einerseits definiert, um Kontrolle wieder zu erlangen und dann zur gleichen Zeit aber eine Schutzfunktion zu \u00fcbernehmen. Und wenn wir uns das anschauen, was hier der Anspruch ist im wissenschaftsgeleiteten Publizieren, dann ist, glaube ich, der Ausgangspunkt eben die Irritation dar\u00fcber, was f\u00fcr ein Business sozusagen hinter dem wissenschaftlichen, der Verbreitung des wissenschaftlichen Wissens steht und dass man da gerne st\u00e4rker wieder die Kontrolle erlangen m\u00f6chte. Etwas, was ja beispielsweise Fachgesellschaften oder learned socities ohnehin als ihr Ausgangsmodell hatten, also der Ursprung der Fachgesellschaft oder von gr\u00f6\u00dferen Fachzusammenh\u00e4nge war ja eben f\u00fcr ihre Mitglieder, f\u00fcr ihre Community, das wissenschaftliche Wissen zu verbreiten. Also hier die Kontrolle einerseits wieder zu erlangen und dann aber eben als Community, und das kann nat\u00fcrlich nicht die einzelne Zeitschrift machen, eben eine Schutzfunktion f\u00fcr diese jeweiligen Publikationskontexte oder Zusammenh\u00e4nge zu \u00fcbernehmen. Und diese Diskussionen und diese Debatten sehen wir ja auch an unterschiedlicher Stelle, auch auf h\u00f6heren Ebenen, gef\u00fchrt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, vom Wissenschaftsrat, wenn wir uns das Thema Datentracking anschauen. Wenn wir uns anschauen, wie es um die Urheberrechtsmodelle bestellt ist oder eben die Debatten um die Zweitver\u00f6ffentlichung, die schon einige Jahre her sind. Also hier geht es schon darum, dass man das wissenschaftliche Wissen wieder zur\u00fcckholt zu jenen, die es produziert haben und es den Menschen zur Verf\u00fcgung stellt, die damit wirklich was anfangen sollen, n\u00e4mlich der Gesellschaft. Denn daf\u00fcr macht man ja Wissenschaft. Jetzt gibt es nat\u00fcrlich sozusagen immer noch Abstufungen, aber grob sozusagen ist der, da haben wir hier ja ein Modell von, die Wissenschaft, sozusagen, forscht damit der sozusagen, damit es der Gesellschaft dadurch letztlich bessergeht. Diese Idee einer Wissensallmende. Und ich glaube, das wird sehr gut \u00fcber diese Diskussion um die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t herum abgebildet. Aber wie gesagt, big topic, ich glaube, \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:33] Doreen Siegfried:<br>Kann man lange dr\u00fcber sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:33] Marcel Wrzesinski:<br>\u2026wissenschaftsgeleitet und publizieren. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:37] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Was mich jetzt interessieren w\u00fcrde, zur\u00fcck zu den Handreichungen, oder lass uns mal ein bisschen tiefer in das Thema dieser sechs Handreichungen eintauchen. Die sind in einem aufwendigen forschungsbasierten, kollaborativen Verfahren entstanden. Du hast vorhin schon Delphi Studien erw\u00e4hnt. Kannst du vielleicht f\u00fcr unsere Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer etwas mehr \u00fcber den Entstehungsprozess erz\u00e4hlen? Also die Idee, warum es zustande gekommen ist, hast du schon skizziert, aber wie war der Weg jetzt letztendlich zu den fertigen Publikationen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:14] Marcel Wrzesinski:<br>Ja. Na, f\u00fcr uns war es halt, f\u00fcr uns konnte sozusagen solche Handreichung zu erstellen oder zun\u00e4chst mal auch die Problemlagen zu identifizieren, nur als ein Community Projekt funktionieren. Also, es erschien uns zutiefst kontraintuitiv zu sitzen in unseren R\u00e4umen, hier im HIIG und zu \u00fcberlegen, wo sind die Probleme, und wie l\u00f6sen wir die? Auch wenn wir vielleicht Forschungserfahrungen oder Vorerfahrungen in dem Feld haben, musste das als Community Projekt angelegt sein. Entsprechend haben wir es auch konzipiert. Wir haben sozusagen in unterschiedlichen Stufen, im Detail m\u00f6chte ich darauf jetzt nicht eingehen, aber eben zun\u00e4chst mal die Problemlagen und Bedarfe erhoben. Wir haben also in unterschiedlichen Workshop-Formaten, also angeleitet, zun\u00e4chst durch eine Umfrage und dann in einem Workshop-Format zentrale Themen versucht zu identifizieren. Also, wo der Bedarf ist und wie man Zeitschriften unterst\u00fctzen kann. Dieser Prozess, der eben mit unterschiedlichen Stakeholdern in einem sehr, sehr gro\u00df angelegten Workshop dann zu Ende gekommen ist, hat letztlich sechs Themenbereiche, \u00fcber die wir ja gleich noch sprechen k\u00f6nnen, hervorgebracht. Und diese sechs Themenbereiche haben wir dann als Ausgangspunkt genommen, um tiefer zu schauen, welche, sozusagen welche Unterthemen, welche Schwerpunkte spielen hier eine Rolle. Das ist eben auch wieder im Austausch mit der Community, in Expert:inneninterviews passiert, um dann sozusagen auch die L\u00f6sungen auf diese Problemlagen, die wir hatten, oder auf die Herausforderungen wiederum kollaborativ anzugehen oder zu produzieren. Wir haben also Expert:innengruppen dann zusammengesetzt, die gebrieft. Wir haben uns dann getroffen, bedauerlicherweise nur virtuell, weil wir aufgrund der damaligen Situation uns nicht alle in einem Raum versammeln wollten. Aber eben dann eben auch gemeinsam \u00fcberlegt haben, wie k\u00f6nnen diese Handreichungen aussehen, welche Unterthemen, welche genauen, sozusagen Zuschreibungen oder inhaltlichen Segmente braucht es? Was ist sozusagen der eigentliche Kern, eben genau das alles zusammenzustellen. Und die Rolle des Projektes war in dem Fall die der Moderation. Also wir haben uns nat\u00fcrlich viel mit den Methoden auseinandergesetzt, die zu dieser Art der Wissensgenerierung f\u00fchren. Wir haben uns \u00fcberlegt, was k\u00f6nnen wir aus diesem bedarfsorientierten Vorgehen ableiten f\u00fcr den Schreibprozess. Wir haben nat\u00fcrlich versucht, Leute zu motivieren. Wir haben versucht, herauszufinden, wer am besten geeignet ist f\u00fcr die jeweiligen Themenbereiche. Wir haben auch darauf geachtet, dass die Expert:innengruppen m\u00f6glichst divers besetzt sind. Das hei\u00dft, wir haben also nicht nur sechs Bibliothekar:innen in einer Gruppe sitzen gehabt, sondern eben Kommunikationsexpert:innen, Publikationsexpert:innen, Rechtsanw\u00e4lt:innen, jeweils f\u00fcr die unterschiedlichen Themenbereiche. Also der Prozess sozusagen sollte eben, zumindest, dass war der Versuch, wenn schon nicht repr\u00e4sentativ, sondern eben minimal, die Community insgesamt motivieren und einbinden. Und ich glaube, das ist ganz gut gelungen, einfach dadurch, weil uns alle dann im Verlauf oder im Prozess zur\u00fcckgemeldet haben, dass diese unterschiedlichen Perspektiven, wenn auch nicht immer optimal zu vereinbaren, aber so produktive Spannung erzeugt haben, die sich dann in den Handreichungen widergespiegelt haben. Und das ist so ein bisschen der Entstehungsprozess gewesen und die Qualit\u00e4tssicherung eben dann auch durch die Community einerseits in diesem Fr\u00fchjahr gew\u00e4hrleistet, aber nat\u00fcrlich jetzt auch, wo sie drau\u00dfen sind, sind wir gespannt, was die Leute davon halten und wie das tats\u00e4chlich das Publizieren vereinfachen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:44] Doreen Siegfried:<br>Ja, ich bin auch gespannt, wie die ankommen. Wann habt ihr, ganz kurze Frage, wann habt ihr angefangen, sozusagen von der ersten Idee jetzt bis letzte Woche?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:53] Doreen Siegfried:<br>Wie lange hat das Ganze gedauert?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:53] Marcel Wrzesinski:<br>Also das Projekt, aus dem die Handreichungen entstanden sind, das hat begonnen im April 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:01] Doreen Siegfried:<br>Ah ja. Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:03] Marcel Wrzesinski:<br>Also, wir haben mit der F\u00f6rderung des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung und dann gut, wei\u00df nicht, zwei Jahre und drei oder vier Monate, muss ich gerade, m\u00fcsste ich mal nachrechnen. Aber wir sind sozusagen im Juli jetzt geendet, haben wir uns eben auch Zeit genommen, um dieses Verfahren m\u00f6glichst inklusiv zu gestalten und erst mal auf die Idee zu kommen. Also, die Handreichungen standen nicht am Anfang des Prozesses, sondern die waren eben ein Ergebnis des Prozesses. Wir hatten unterschiedliche Ideen und Modelle geplant oder uns \u00fcberlegt. Aber diese Idee der praxisnahen Handreichungen, die sind eben erst w\u00e4hrend der Bedarfsorientierung oder eben den Erhebungen der Problemlagen in dieser Form zumindest entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:43] Doreen Siegfried:<br>Okay. Wir haben jetzt sechs Handreichungen vor uns liegen. Willst du vielleicht mal zu jeder Handreichung kurz einen Satz sagen, worum geht\u2019s und ist das sozusagen von vorne bis hinten der Weg? Oder habt ihr gesagt, es ist egal, wie der Weg eigentlich ist, vom leeren Blatt Papier bis zur fertigen Zeitschrift. Wir konzentrieren uns nur auf die Bedarfe, und ja\u2026 Vielleicht kannst du kurz was sagen zu diesen sechs Handreichungen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:08] Marcel Wrzesinski:<br>Ja. Also die Handreichungen sollen ja insgesamt Grundlagenwissen vermitteln. Das ist vielleicht nochmal wichtig zu betonen. Weil wir nat\u00fcrlich aufgrund der Diversit\u00e4t der Community also, oder um es anders zu sagen, ganz praktisch: in unterschiedlichen Redaktionen und Kontexten gibt es unterschiedliche Wissensst\u00e4nde. Wenn wir uns also eine Zielgruppe definieren, k\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt nicht abbilden, dass diese einzelnen Gruppen eben alle das gleiche Wissen haben. Wir wollen also Grundlagenwissen liefern, das praxisrelevant ist. Das hei\u00dft, es sind keine wissenschaftlichen Aufs\u00e4tze und der eine oder andere mag vielleicht auch Teile \u00fcberspringen der jeweiligen Handreichung. Kern ist aber eben zu sechs Themenbereichen jeweils was zu sagen. Wir haben also eine Handreichung zu Technik und Infrastrukturen, wo es insbesondere darum geht, wie digitale Technologien, Publikationstechnologien das Publizieren erleichtern k\u00f6nnen, aber auch, worauf man dabei zu achten hat, was die Fallstricke sind eventuell. Wir haben eine weitere Handreichung, wo es im Urheberrechte und Datenschutz geht, ein zentrales Thema. Ich habe es angesprochen, Rechtssicherheit in den Redaktionen zu schaffen und zugleich eben aber auch in Einklang beispielsweise mit Datenschutzrichtlinien und Themen um Datentracking, darauf aufzupassen, dass die Daten, die man in der Zeitschrift oder w\u00e4hrend des Publizierens erhebt, eben konform sind mit den neuen Anforderungen, die uns in der digitalen Welt umgeben. Eine weitere Handreichung, da geht es um Arbeitsabl\u00e4ufe und Workflows, eben das Thema angesprochen, dass oft die Prozesse DIY entstanden sind und es an vielen Stellen knirscht. Wie kommen wir da raus? Wie k\u00f6nnen wir das effizienter oder reibungsloser machen? Sodass eben die Arbeit, die geleistet wird, vielfach ja eben gifted labour, also das sind ja keine bezahlten Redakteur:innen, m\u00f6glichst zufriedenstellend f\u00fcr alle Beteiligten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:50] Doreen Siegfried:<br>Total wichtig, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:51] Marcel Wrzesinski:<br>Eine weitere Handreichung, in der es um Kommunikation und Distribution geht, ein Thema, das, so muss man es leider sagen, oft hinten angestellt wird, was ganz oft nicht mit ganz vorne gedacht wird. Also wie sozusagen kommuniziere ich meine Inhalte oder die Inhalte einer Zeitschrift erfolgreich? Welche eben auch neuen Modelle oder Formen der Kommunikation beziehe ich da ein? Und zur gleichen Zeit auch ein bisschen technischer: wie verteile ich die Inhalte beispielsweise in Bibliotheken? Welche kleinen technischen Kniffe sollte ich ber\u00fccksichtigen, damit sozusagen auch der informationswissenschaftliche Flow gewisserma\u00dfen gew\u00e4hrleistet ist und nicht nur der menschliche? Also wie kommuniziert man mit Menschen und Maschinen? Das ist so ein bisschen der Trick. Dann eine weitere, letzte, die vorletzte Handreichung gewisserma\u00dfen, da geht es um Kostenstrukturen und Gesch\u00e4ftsmodelle, ganz zentrales Thema. Wie finanziere ich das? Worauf muss ich achten? Wie kann ich vielleicht auch hier und da einsparen oder an anderer Stelle dann mehr ausgeben? Und zuletzt eine Handreichung, wo es eben um die angesprochenen Fragen von Governance geht, die eben manchmal gar nicht so wichtig sind, solange alles glatt l\u00e4uft. Aber wenn man es mal salopp sagt, wenn es knirscht, merkt man vielleicht, wo die Schw\u00e4chen der eigenen Governance-Struktur sind. Also wer entscheidet was zu welchem Zeitpunkt? Wie setzte ich das Ganze \u00fcberhaupt auf? Ist meine Zeitschrift ein Verein oder bin ich eine gGmbh oder habe ich mir da noch nie Gedanken dr\u00fcbergemacht und muss es vielleicht auch nicht? Das sind eben die Themen, die in dieser letzten Handreichung angesprochen werden. Und in der Summe bildet das halt das ab, was unseres Erachtens und auch mit Blick auf die Expert:innen und unsere Erhebungen eben als die zentralen Problemlagen f\u00fcr wissenschaftsgeleitete Zeitschriften und vielleicht eben auch f\u00fcr wissenschaftsgeleitete Blogs, also andere Formen und Publikationen, zentral sind, und nat\u00fcrlich die Einrichtungen, die dahinter stehen, die die Sachen auch herausgeben. Das muss man noch mal dazu sagen. Nicht jede Zeitschrift ist nat\u00fcrlich komplett autonom, von wei\u00df ich nicht, dem Institut, das sich daf\u00fcr verantwortlich f\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:52] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Vielleicht kurzer Hinweis f\u00fcr unsere Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer. Wir packen nat\u00fcrlich die Handreichungen in die Shownotes. Da k\u00f6nnen sie sich die einzelnen anschauen. Was mich noch interessieren w\u00fcrde: du hast den Erstellungsprozess der Handreichung beschrieben als agil und kollaborativ. Welche Vorteile hat denn so ein Writing Sprint im Vergleich zu traditionellen Schreibmethoden? Und gibt es eventuell auch Nachteile?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:20] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, ganz, ganz generell, und ich hoffe, da sind die Zuh\u00f6rer:innen sowieso schon auf unserer Seite. Es ist nat\u00fcrlich toll, auf die Weisheit der vielen zu setzen, sozusagen die wisdom of the crowd. Das macht nat\u00fcrlich viel mehr Spa\u00df und auch viel mehr Sinn, sich zusammenzusetzen mit mehreren und zu \u00fcberlegen, sozusagen, welche Themen sind relevant oder nicht? Ganz sozusagen pragmatisch lag dem nat\u00fcrlich auch die Idee zugrunde, dass wir unglaublich viel Wissen in der Community haben und das einfach nur zusammenbringen muss. Und das ist, glaube ich, einer der Vorteile dieses Writing Sprint-Formates, dass man eben sich einmal zusammensetzt und mit einer minimalen Vorstrukturierung. Wir haben also quasi nur gesagt, \u201ewir glauben oder w\u00fcrden uns w\u00fcnschen, mehr \u00fcber Urheberrechte und Datenschutz im Bereich wissenschaftsgeleitetes Publizieren zu erfahren. Wie seht ihr das?\u201c Und dann entstehen daraus eben unterschiedliche Themen, die wichtig sind, unterschiedliche Perspektiven, die daraus wichtig sind, eben auch aus den unterschiedlichen Beteiligten, beispielsweise. Also eine Bibliothekssicht, eine Sicht aus der Rechtspraxis, eben vielleicht eine Sicht aus der Kommunikationspraxis, eine Sicht aus dem ganz kleinen DIY-Journal, das irgendwie sowieso ganz andere Anforderungen an diese ganzen Themen hat. Und wenn wir das zusammenbringen, dann haben wir eben diese agile Methode, die eben nicht nur sagt, \u201eHier sind f\u00fcnf Kapitel, bitte f\u00fcllt die aus.\u201c Sondern eben sagt, \u201eNaja, das m\u00fcssen wir aber nochmal anpassen, weil meine Perspektive hier drin noch nicht gar nicht ber\u00fccksichtigt ist, und ich w\u00fcrde aber gerne nochmal dieses Thema mit einbringen\u201c. Also, ich glaube, das ist ein ganz gro\u00dfer Vorteil, komprimiert und deswegen ja Sprint, sich zusammenzusetzen und mit einer klaren Zielvorgabe eben ein Dokument oder ein Buch oder einen Artikel zu entwickeln, der dann eben sozusagen, wie du eingangs gesagt hast, ja eben verschiedene Sichtweisen auch abbildet. Jetzt muss man selbstkritisch vielleicht sagen, ein gro\u00dfer Nachteil war, dass wir es eben nicht vor Ort machen konnten und ich glaube, dadurch gewinnt das Format noch mehr an Charme, dass man sich wirklich zusammensetzt mit einem Whiteboard oder einer Flipchart und auch wirklich irgendwelche Themen \u00fcber den Tisch rumschiebt. Wir konnten es nur virtuell machen. Da ist nat\u00fcrlich, vor dem Monitor zu sitzen, die Motivation immer so ein bisschen schwieriger abzurufen. Aber die Zuh\u00f6rer:innen k\u00f6nnen sich ja die Handreichungen anschauen. Ich glaube, es ist uns dennoch gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:41] Doreen Siegfried:<br>Was ich nat\u00fcrlich interessant finde an so einem Schreibmodell, so einem Writing Sprint: letztlich hast du ja die Teams zusammengesetzt, das ist ja auch ein kleines Experiment, ob die sich dann verstehen, ob die eine gemeinsame Sprache finden. Gerade wenn man jetzt wei\u00df, sie kommen aus sehr unterschiedlichen Kontexten, muss man ja erst mal sozusagen miteinander eine Verbindung herstellen und gucken, was ist mir wichtig, was ist dir wichtig? Finden wir eigentlich irgendwie einen gemeinsamen Weg? Also, f\u00fcr die Leute, die dran geschrieben haben, ist es was Anderes, als wenn man sich vielleicht seine Co-Autor:innen selber aussucht und wei\u00df, was sie k\u00f6nnen und wie man sich die Schreibarbeit aufteilt. Hattest du da Sorge, dass es eventuell auch schiefgehen k\u00f6nnte?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:25] Marcel Wrzesinski:<br>Absolut, da bin ich ganz ehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:26] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:27] Marcel Wrzesinski:<br>Ja, genau. Weil uns eben\u2026 Wir haben eingangs \u00fcber die Diversit\u00e4t gesprochen. Wissenschaftliches Publizieren ist wirklich so eine Gemengelage von so vielen verschiedenen Interessen und eben auch Kompetenzen und auch Sichtweisen darauf, was zentral ist. Also ein ITler oder ein Datenschutzrechtler hat ja eine ganz andere Perspektive darauf, was wichtig ist, im Vergleich zu jemanden, der sich um Kommunikation bem\u00fcht. Vielleicht will der eine, das es besonders sch\u00f6n aussieht, und die andere Person, dass es besonders sicher ist, und allein diese verschiedenen Perspektiven zu vereinbaren, das kann nat\u00fcrlich scheitern. Wir haben uns nat\u00fcrlich, und wir haben die Gruppen bewusst sehr divers besetzt, wenn wir sagen, wir wollen sechs bis sieben Leute haben, dann ist sozusagen die Bibliothekarin auch vielleicht mal alleine in der Gruppe und muss sich dann auch anh\u00f6ren, warum die drei Zeitschriftenvertreter:innen das gar nicht wichtig finden, was sozusagen jetzt hier an Input kommt. Aber unsere Sicht war, wir moderieren den Prozess, wir investieren die Zeit sozusagen eher in die Organisation, in die Rahmenbedingungen, und unsere Expert:innen investieren ihre Zeit in die Inhalte. Also, wenn man so etwas macht, wenn man sich mit diesen Sprints auseinandersetzt, muss man, glaube ich, das w\u00e4re so ein Tipp, wirklich unglaublich gut und viel Zeit investieren, die Leute eben auch abzuholen und zu schauen, ob sich alle wohlf\u00fchlen, ob man noch mal mehr Gespr\u00e4che f\u00fchren kann, gerade wenn man es virtuell macht, wenn man sich vor Ort trifft f\u00fcr einen Tag, zwei Tage, kann man nat\u00fcrlich viel direkter in den Austausch kommen und \u00fcber eventuell inhaltlichen Dissens reden oder \u00fcber Gewichtungen beispielsweise. Das ist nat\u00fcrlich auch, man muss sich ja nicht uneinig sein, was die Inhalte angeht, aber auch sagen, das verdient ein Ausrufezeichen und das nicht. Und da sind wir nat\u00fcrlich bei ganz, ganz kleinen, diffizilen Prozessen, denn, wie gesagt, Expert:innen sozusagen sind nat\u00fcrlich oft auch zurecht \u00fcberzeugt von ihrer Sicht auf die Dinge.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:40:23] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Nun haben wir ja Handreichungen, an der Zahl sechs, wie schon erw\u00e4hnt, und wenn ich mich nicht verz\u00e4hlt habe, sind es tats\u00e4chlich \u00fcber 50 Expert:innen, die an diesen Texten geschrieben haben. Wie hast du denn sichergestellt, dass die einzelnen Teile insgesamt ein harmonisches Ganzes ergeben? Oder gibt es vom Sprachstil, w\u00fcrdest du sagen, die einzelnen Themen m\u00fcssen halt auch in einer unterschiedlichen Art und Weise aufgebaut sein, weil das Thema es nicht anders erm\u00f6glicht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:03] Marcel Wrzesinski:<br>Also, wir haben es sozusagen, und da kam uns, mir oder eben auch dem Team, das da noch hinter steht, ein bisschen unsere redaktionelle Erfahrung oder unsere herausgeberische Erfahrung zugute: So viel wie n\u00f6tig, so wenig wie m\u00f6glich. Also, wir wollten entlang unserer Vorstellung von Handreichungen, Grundlagenwissen, praxisrelevant, instruktiv und eben auch einer gewissen Ansprache in einem, wenn man so will, m\u00f6glichst nicht wissenschaftlich belehrenden Stil, dar\u00fcber hinaus gar nicht so sehr eingreifen. Uns war nat\u00fcrlich wichtig, dass die einzelnen Sichtweisen vorkommen. Und deswegen haben wir in den einzelnen Prozessen auch immer geschaut: aha, also hier, die Kollegin hat vielleicht dann doch nochmal einen guten Punkt erw\u00e4hnt, dass man aus Sicht dieser oder aus Einzelzeitschriftensicht dieses Thema mit reinnehmen sollte, auch wenn es vielleicht gar nicht so wichtig scheint im Vergleich dazu, dass man irgendwie eine riesige Bibliothek vertritt. Also das haben wir schon versucht abzubilden. Dar\u00fcber hinaus war es nicht unser Ziel, die glatt zu ziehen. Das wird man auch merken, dass die Handreichung zu Technik und Infrastrukturen sozusagen etwas anders klingt als die Kommunikationshandreichung, dass nat\u00fcrlich die Themen im Urheberrecht und Datenschutz anders aufbereitet sind als vielleicht die zu Workflows und Arbeitsprozessen. Aber ich glaube, das ist in dem Fall auch ganz gut. Die Texte funktionieren auch einzeln f\u00fcr sich. Also wir w\u00fcrden uns nat\u00fcrlich w\u00fcnschen, dass Menschen einmal \u00fcber das Gesamtdokument dr\u00fcber scrollen und hier und da schauen, ob sie aus den Beispielen was mitnehmen oder eben aus den \u00dcbersichtsseiten. Aber man kann die Texte auch f\u00fcr sich lesen, und das war eben auch der Anspruch, dass diese Diversit\u00e4t in diesem gro\u00dfen Dokument von fast 100 Seiten, glaube ich, eben dann auch noch gewahrt ist. Also f\u00fcr sich, aber eben auch als Summe der Teile.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:49] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. So, jetzt sind die Hefte, nenne ich sie mal, die Handreichungen auf der Welt. Wie k\u00f6nnen jetzt Leute, die das aus der Praxis tats\u00e4chlich jetzt konsumieren, wie k\u00f6nnen die Feedback geben? Sollen die dir eine E-Mail schreiben [lacht], sagen, \u201eIch h\u00e4tte\u2026\u201c, \u201edas finde ich toll, diesen Teil\u2026\u201c, \u201e\u2026da h\u00e4tte ich mir noch das und das gew\u00fcnscht\u201c oder \u201eDas ist ja v\u00f6llig klar. Das ist hier so intensiv erkl\u00e4rt, das h\u00e4tte es nicht gebraucht.\u201c Also gibt\u2019s irgendwie M\u00f6glichkeiten, dir R\u00fcckmeldung zu geben oder wem sollte man R\u00fcckmeldung geben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:43:26] Marcel Wrzesinski:<br>Ja. Also, man kann auf jeden Fall mir R\u00fcckmeldung geben. Nat\u00fcrlich, ich stehe ja sozusagen auch unter anderem mit meinem Namen da drauf oder dahinter. Wir haben aber nat\u00fcrlich auch ein Autor:innenverzeichnis, wo wir beispielsweise mit ORCIDs Kontakt \u00fcber die ORCID-Kontaktm\u00f6glichkeiten abgebildet haben. Also, ich glaube auch, beziehungsweise ich wei\u00df, weil wir das abgefragt haben, dass die einzelnen Autor:innen nat\u00fcrlich auch angeschrieben werden k\u00f6nnen, wenn es Feedback oder Nachfragen, insofern sie sozusagen \u00fcberschaubar sind, Nachfragen auch richten k\u00f6nnen. Zur gleichen Zeit hatte ich nicht das Gef\u00fchl, dass die Community sozusagen einfach so sehr au\u00dfen steht und jetzt erst damit konfrontiert wird. Nat\u00fcrlich sind sie jetzt publiziert, aber wir haben ja durch diesen Prozess oder die Anlage als Community-Projekte von vornherein sehr viel Input und sehr viele Menschen integriert, sodass wir jetzt nicht die riesen Au\u00dfenreaktion erwarten, sondern einfach, dass es in unterschiedlichen Kontexten jetzt hilfreich sein kann als Bestandsaufnahme. Und das ist, glaube ich, auch nochmal wichtig. Wir haben nat\u00fcrlich diskutiert: wie publizieren wir das in einem Publikationsprojekt? Machen wir daraus eben eine PDF, die es jetzt geworden sind, wird es eine Art living document das konstant weiter kommentiert und bearbeitet werden kann? Da muss man nat\u00fcrlich auch sagen, dass wir mit Blick auf Ressourcen schonendes Vorgehen von uns und auch alle Autor:innen gesagt haben: Bestandsaufnahme es ist diese PDF, die in der Anlage her Tipps zum Weiterlesen bieten. Und nicht sagen, bewerben sie sich jetzt bei der und der Forschungslinie oder schauen sie sich dieses und jenen Gesetzestext an. Also Dinge, die sehr schnell veralten, haben wir nach M\u00f6glichkeit gar nicht aufgenommen, sondern eben versucht, weiter zu verweisen an Einrichtungen, an Initiativen, an Projekte, die die M\u00f6glichkeit haben, sich fortlaufend zu aktualisieren. Also das ist zum St\u00fcck weit der Anspruch gewesen und dar\u00fcber hinaus stehen wir als Community nat\u00fcrlich zur Verf\u00fcgung, um Fragen zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:45:28] Doreen Siegfried:<br>Ja, super. Okay. Also, wir packen nat\u00fcrlich deine E-Mailadresse irgendwie auch in die Shownotes. Jetzt sind die Handreichungen da. Jetzt ist wahrscheinlich erst mal Kommunikation, Distribution ein gro\u00dfes Thema. Was ist denn das n\u00e4chste, was bei dir auf der Agenda steht? Welche weiteren Projekte, Initiativen planst du, um den Bereich des wissenschaftlichen Publizierens jetzt noch weiter zu unterst\u00fctzen? Oder hast du dir jetzt ein ganz anderes Thema gesucht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:45:56] Marcel Wrzesinski:<br>Nein, nein, ein ganz anderes Thema, ganz anderes Thema, nicht. Nein. Also auf der einen Seite hoffen wir nat\u00fcrlich, und das ist sozusagen die aktivistische oder die Netzwerkperspektive dahinter, dass wir Aufmerksamkeit erzeugt haben f\u00fcr diesen Bereich des Publizierens. Also das ist so das eine, diese Netzwerkinitiative, der m\u00f6chte ich mich mehr widmen oder auch schauen, dass wir vielleicht dann dort einige der Themen, insbesondere was so die Au\u00dfenrepr\u00e4sentation angeht, weiter verst\u00e4rkt aufbauen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus interessiert mich, und das ist ja ein sozusagen eins der Forschungsergebnisse oder eins der Ergebnisse auch der Handreichung, wie wir mehr auf gemeinwirtschaftliche Modelle des Publizierens setzen k\u00f6nnen. Also die Frage, inwiefern wir nicht unabh\u00e4ngig von Einzelinitiativen Strukturen aufsetzen k\u00f6nnen, wo wir alle gemeinsam sozusagen publizieren. Also auch zu der Governance oder eben zu den Entscheidungsprozessen des Publizierens beitragen, wo sich verschiedene Zeitschriften unter einem Dach versammeln k\u00f6nnen, oder \u00e4hnliche Fragen. Also, wie funktioniert sozusagen das gemeine gemeinwirtschaftliche Aspekte des Publizierens? Einfach weil ich glaube, dass das sehr toll funktioniert hat, die Zusammenarbeit mit den ganzen Kolleg:innen hier in dem Projekt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:47:09] Doreen Siegfried:<br>Okay. Letzte Frage Marcel. Welchen Rat w\u00fcrdest du Herausgeber:innen von wissenschaftsgeleiteten Zeitschriften geben? Also, die jetzt schon tats\u00e4chlich eine Zeitschrift haben und versuchen, sich in dieser schnell ver\u00e4ndern Publikationslandschaft zu behaupten. Hast du so eins, zwei Tipps ganz konkreter Art?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:47:32] Marcel Wrzesinski:<br>Also in allgemeinen Ratschl\u00e4gen halte ich mich immer gerne zur\u00fcck. Aber mir beispielsweise als Redakteur, als Herausgeber von Zeitschriften hat tats\u00e4chlich sehr geholfen, mich st\u00e4rker in Netzwerke einzubringen oder in Netzwerken auszutauschen, wie das scholar-led.network. Aber es gibt auch andere. Einfach, weil es dort, weil es extrem viel Wissen, in den einzelnen Redaktionen, in den Bibliotheken, Repositorien oder auch anderen Einrichtungen gibt, mit denen man einfach in den Austausch treten kann. Also wenn ich mich quasi lost f\u00fchle, w\u00fcrde ich immer sagen, schau ich mir Netzwerke an, tausche ich mich aus \u00fcber E-Maillisten und versuche, das Wissen abzurufen, was in vielen F\u00e4llen binnen weniger Stunden ich eine Antwort erhalte oder eben auf einem monatlichen Treffen eben genau die Punkte ansprechen kann, und derer sind es ja viele. Beispielsweise, dass meine Arbeit auch nicht anerkannt wird in Redaktionen. Das ist ja also, dass man dieses gro\u00dfe Thema: man publiziert, man bringt sich ein, aber niemand sozusagen nimmt es richtig wahr. Das ist ja auch etwas, was man in so Netzwerkzusammenh\u00e4ngen st\u00e4rker ansprechen kann und wo man vielleicht ein St\u00fcck weit es schafft, auch noch mal einen \u00f6ffentlichen Blick darauf zu richten, was f\u00fcr wichtige Arbeit in diesen einzelnen Initiativen gemacht wird. Also, immer raus, immer netzwerken, und dadurch entsteht ein Momentum, was letztlich dann dazu f\u00fchrt, dass Herausforderungen pl\u00f6tzlich ganz klein erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:48:54] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja und ich kann nat\u00fcrlich erg\u00e4nzen als Kommunikatorin, du hast es erw\u00e4hnt, Kommunikation, Distribution wird gerne mal hintenangestellt. Liebe Zuh\u00f6rer:innen, lesen sie diese Seiten! Sie sind sehr interessant, mit viel Herzblut geschrieben und helfen bestimmt weiter. Ich danke dir, Marcel. Ich danke auch Ihnen an den Kopfh\u00f6rern. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Es gibt jetzt total viele Sachen, die Sie nachlesen k\u00f6nnen, die sie jetzt in dieser regnerischen Sommerzeit sinnvoll konsumieren k\u00f6nnen. Lassen Sie uns gerne Feedback da, sei es wie E-Mail, Twitter, YouTube oder LinkedIn. Abonnieren Sie uns flei\u00dfig auf iTunes oder Spotify oder wo auch immer Sie gerne Ihre Podcasts h\u00f6ren, und ich freue mich aufs n\u00e4chste Mal.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[181,5,26,186,12],"class_list":["post-86","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-kollaboration","tag-open-access","tag-publizieren","tag-wissenschaftliche-kommunikation","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 33 Erfolgreiches Scholar-led Publizieren<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Marcel Wrzesinski \u00fcber: \u201eWissenschaftsgeleitetes Publizieren. 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