{"id":63,"date":"2022-09-09T12:03:01","date_gmt":"2022-09-09T10:03:01","guid":{"rendered":"cf525e06-dd77-4830-bf63-24350f6b1fe0"},"modified":"2026-01-15T13:05:20","modified_gmt":"2026-01-15T12:05:20","slug":"fos-22-desinformationsverhalten-verstehen","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2022\/09\/09\/fos-22-desinformationsverhalten-verstehen\/","title":{"rendered":"FOS 22 Desinformationsverhalten verstehen"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_43874fb0f1a474db4c44c5e534c84e3e19c70186\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2022\/09\/09\/fos-22-desinformationsverhalten-verstehen\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/65\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_22.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div 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f\u00fcr die Gesellschaft<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/158825\/umfrage\/internetrecherche-nach-krankheiten-und-ernaehrung-in-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Statista<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wissenschaft-im-dialog.de\/fileadmin\/user_upload\/Projekte\/Wissenschaftsbarometer\/Dokumente_21\/Einzelgrafiken\/Wiba_2021_Einzelgrafiken5.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wissenschaftsbarometer<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 22 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 22: Desinformationsverhalten verstehen<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Maria Henkel<br>Postdoc Web Science, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Alumna Open Science Fellowship, Wikimedia Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:03] Doreen Siegfried:<br>Willkommen bei \u201cThe Future is Open Science\u201d, dem Podcast der ZBW. Hier verraten Ihnen interessante Menschen aus dem Wissenschaftsbetrieb, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Wir tauchen ein, in die Tiefen der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter und verraten Ihnen handfeste Tipps und Tricks zu Open Science in der Praxis. Ich bin Doreen Siegfried und freue mich sehr, Host dieses Podcast zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:32] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Heute zu Gast ist die Informationswissenschaftlerin Dr. Maria Henkel. Maria ist Postdoc im Forschungsbereich Web Science der ZBW, sie ist Alumna des Open Science Fellowship bei Wikimedia Deutschland und momentan forscht sie in einem BMBF-Projekt gemeinsam mit ihrem Team zum Thema \u201eDesinformationsverhalten verstehen\u201c. Herzlich willkommen Maria!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:03] Maria Henkel:<br>Ja, vielen Dank und auch danke f\u00fcr die Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:07] Doreen Siegfried:<br>Sehr gerne. Und \u00fcber Desinformationsverhalten wollen wir uns heute auch unterhalten. Maria, was genau ist Desinformation und wie unterscheidet es sich von beispielsweise Fehlinformation oder L\u00fcge?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:22] Maria Henkel:<br>Desinformationen sind irref\u00fchrende oder falsche Informationen, die absichtlich verbreitet werden und das mit dem Ziel, uns zu t\u00e4uschen oder zu beeinflussen. Und ja, das k\u00f6nnen eben halt nicht nur Nachrichten im Internet sein oder gesprochene Nachrichten, sondern auch Bilder, Videos oder Audioaufnahmen. Das gef\u00e4hrliche an Desinformationen ist, dass sie wirklich Schaden anrichten k\u00f6nnen, je nachdem. Und das nicht nur f\u00fcr Individuen, sondern auch ganze Gemeinschaften, Organisationen oder an einem ganzen Land.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:56] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:57] Maria Henkel:<br>Und Fehlinformationen, die du erw\u00e4hnt hast \u2013 ich kenne sie auch als Missinformationen. Und ich merke mir immer: Missinformation ist ein Missgeschick, da unterstellen wir eben halt nicht, dass das absichtlich passiert ist. Das k\u00f6nnen Fehler sein oder dass jemand wegen einer rei\u00dferischen \u00dcberschrift direkt davon ausgegangen ist, dass das wirklich so ist, auch wenn es total \u00fcbertrieben wurde \u2013 oder Satire. Und genau, das ist eben auch der Unterschied. Es sind beides eigentlich, sage ich mal, L\u00fcgen oder haben keinen Wahrheitsanspruch mehr am Ende. Aber bei der Desinformation ist es wirklich Absicht. Bei der Fehlinformation nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:35] Doreen Siegfried:<br>Okay, alles klar. Ja, vielen Dank. Welche Rolle spielen bei der Definition von Desinformation Macht, Manipulation und Propaganda?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:45] Maria Henkel:<br>Puh ja. Propaganda und Macht, das sind ziemlich gro\u00dfe Begriffe und ich muss auch sagen, zwischen Propaganda und Desinformation, die Grenzen verschwimmen. Ich habe noch mal ein bisschen recherchiert und ich habe, ehrlich gesagt, nicht feststellen k\u00f6nnen, dass jemand bis jetzt den Dreh raus hat und gesagt hat \u201eOkay, das ist Propaganda und das ist Desinformation. Und wir k\u00f6nnen das auf jeden Fall ganz klar voneinander unterscheiden.\u201c Oft werden die Begriffe auch einfach als Synonyme benutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:16] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:16] Maria Henkel:<br>Was ich sagen kann ist, dass Desinformation j\u00fcnger ist als Begriff und weltweit auch viel seltener benutzt wird. Jetzt aber in den letzten Jahren einen gro\u00dfen Schub erlebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:27] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:27] Maria Henkel:<br>Und wenn ich das versuche, mal ein bisschen zu unterscheiden, dann w\u00fcrde ich sagen, bei Propaganda, da geht es ja wirklich darum, bestimmte Informationen zu verbreiten, um die eigene politische Idee zu f\u00f6rdern oder vielleicht auch andere Ideale zu untergraben. Und wir wollen bei Propaganda wirklich die Menschen beeinflussen. Wir wollen ihre Meinung \u00e4ndern und wir k\u00f6nnen dabei auch wahre Sachen sagen, sind aber meistens dann sehr ja voreingenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:55] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:44] Maria Henkel:<br>Einseitig und wollen uns selbst besser darstellen. Jetzt \u00fcberlegt man sich mal, aktuell gibt es Desinformationskampagnen, da w\u00fcrde das auch zutreffen. Und von manchen Desinformationskampagnen ist eben halt das genau das Ziel, Propaganda zu verbreiten. Generell w\u00fcrde ich aber sagen, dass Desinformation das Hauptziel hat, die Menschheit zu verwirren, zu verunsichern, vielleicht auch zu demoralisieren und somit auch zu l\u00e4hmen. Also so ein gewisser Handlungsspielraum wird dann einem genommen, wenn man gar nicht mehr wei\u00df, was stimmt oder nicht so handelt, wie es eigentlich f\u00fcr das Gemeinwohl gut w\u00e4re. Und dadurch gewinnen n\u00e4mlich auch extremische Gruppen dann halt sehr an Macht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:44] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, verstehe.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:46] Maria Henkel:<br>Aber man merkt schon, das Ganze kann miteinander verschwimmen. Und ich denke, in Zukunft wird sich vielleicht noch herauskristallisieren, wie wir die Begriffe in welchem Zusammenhang am besten nutzen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:56] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:58] Maria Henkel:<br>Du hattest auch noch das Wort Macht erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:03] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:03] Maria Henkel:<br>Und ich w\u00fcrde sagen, Desinformation hat auch immer mit Macht und bestehenden Machtverh\u00e4ltnissen zu tun. Da kommen wir jetzt schon in eine ganz andere Richtung. Weil wenn ich eine Desinformationskampagne plane, dann versuche ich ja auch irgendwie bestimmte Ziele zu erreichen, vielleicht finanziellen Profit zu schlagen. Und das ist ganz klar ein Versuch, auch Macht auszu\u00fcben, zu bekommen oder zu behalten. Da geht es auch ganz viel um das Thema Ungleichheit, weil ja \u2026 Ich wei\u00df nicht, ob allen der Begriff digital divide was sagt? Damit ist die Kluft gemeint zwischen Menschen, die entweder die n\u00f6tige Infrastruktur und das n\u00f6tige Wissen haben, um die Informationen zu bekommen, die sie brauchen oder halt nicht. Und da gibt es Communities, die aufgrund historischer Erfahrungen vielleicht auch nicht unbedingt den Regierungen oder \u00f6ffentlichen Medien trauen. Was ein Beispiel w\u00e4re. Aber so oder so ein ungleicher, unfairer Zugang zu den richtigen und wichtigen Informationen, das kann ganz starke Auswirkungen auf unser Leben haben. Und solche L\u00fccken versch\u00e4rfen sich in Krisenzeiten umso mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:19] Doreen Siegfried:<br>Ja. Ja, spannend. Jetzt untersuchst du ja gerade zusammen mit Wissenschaftler:innen aus Berlin, wie sich sogenannte wissenschaftlich anmutende Informationen verbreiten. Was sind jetzt wissenschaftlich anmutende Informationen? [lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:39] Maria Henkel:<br>Ja, okay. Vielleicht muss man erst mal voraussetzen, dass Wissenschaftlichkeit auch oftmals mit Glaubw\u00fcrdigkeit einhergeht. Und das ist tats\u00e4chlich auch bei vielen Menschen so. Wenn etwas wissenschaftlich erscheint, dann tendiere ich eher dazu, das auch zu glauben. Und das kann man missbrauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:55] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:56] Maria Henkel:<br>In unserer Studie, wo wir uns ja auch vermehrt auf wissenschaftlich anmutende Gesundheitsinformationen konzentrieren, da k\u00f6nnen wir uns das vorstellen, dass es in beide Richtungen geht. Entweder versucht man, seine Aussagen wissenschaftlich scheinen zu lassen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:14] Doreen Siegfried:<br>Und wie macht man das?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:16] Maria Henkel:<br>\u2026damit, das andere glauben. Indem man zum Beispiel Sachen da reinspickt, sag ich mal. Also ich nehme meinen Text, ich m\u00f6chte die Leute von irgendwas \u00fcberzeugen oder ich m\u00f6chte was verkaufen. Und dann sage ich: \u201eDieser ber\u00fchmte Wissenschaftler und diese ber\u00fchmte Wissenschaftlerin haben herausgefunden, dass dieser Extrakt Wunder wirkt und das ist wissenschaftlich bewiesen.\u201c Ich kann vielleicht auch versuchen, die Sprache zu heben. Also, dass es viel komplizierter klingt, dass Leute sich denken: Ach, das muss ja stimmen. Das ist ja total wichtig und kompliziert. Oder es funktioniert auch \u00fcber ganz einfache Sachen, dass ich einfach das Format von meinem Text \u00e4ndere, das so aussehen lasse wie einen wissenschaftlichen Artikel, dass ich ganz viele Formeln oder Tabellen und Diagramme hinzuf\u00fcge oder sage, das hat die WHO entschieden, auch wenn das gar nicht stimmt. Und dann, ja, habe ich dann auf einmal eine wissenschaftlich anmutende Desinformation.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:10] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:10] Maria Henkel:<br>Ja. Andersherum kann es nat\u00fcrlich auch sein, dass wir eine wissenschaftliche Publikation haben, die ganz einfach das berichtet, was rausgefunden wurde und dann \u00fcber die Weitergabe \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le \u2013 weitererz\u00e4hlen oder berichten, immer wieder in Medien oder pers\u00f6nlich \u2013 wird diese einfach verzerrt. Ich habe das so verstanden, dann gebe ich das weiter, dann jemand anderes erfindet noch was dazu oder macht daraus eine rei\u00dferische \u00dcberschrift.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:38] Doreen Siegfried:<br>Oder zieht sich nur einen Aspekt raus oder \u00e4hnliches. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:40] Maria Henkel:<br>Genau. Und das kennt man ja, wie mit der stillen Post. Am Ende kommt da manchmal was raus, was fast gar nichts mehr mit dem Anfang zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:47] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, ja, verstehe. Wenn ich mir jetzt angucke, ihr habt ja gerade erst angefangen, das muss man ja auch jetzt mal dazu sagen. Aber was wissen wir denn jetzt schon \u00fcber die Verbreitung von Gesundheitsinformationen? Also gibt es da irgendwie Strukturen, gibt es da Muster wie sowas vonstattengeht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:09] Maria Henkel:<br>Wenn du Gesundheitsdesinformationen meinst, ich finde da die nat\u00fcrliche Reaktion bei ganz vielen Menschen war in den letzten Jahren: Wie kann sich das \u00fcberhaupt so verbreiten? Also warum teilen das so viele Leute? Das sieht man doch, dass das nicht stimmt, oder so. Und ja, ein paar Ans\u00e4tze und Erkl\u00e4rungen gibt es da auf jeden Fall schon. Zum Beispiel, dass ja umso h\u00e4ufiger wir eine Information sehen, lesen, h\u00f6ren, dass wir dann umso eher auch manchmal denken, dass es stimmt, weil \u201eDas habe ich schon mal irgendwo geh\u00f6rt. Ach ja, dann stimmt das vielleicht.\u201c Oder oftmals glaubt man auch einfach das, was man gerne h\u00f6ren m\u00f6chte, auch wenn man vielleicht, wenn man einen Schritt zur\u00fcckgehen w\u00fcrde und das objektiv betrachtet, das gar nicht so glaubw\u00fcrdig wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:54] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:55] Maria Henkel:<br>Gerade die Verwirrung und Angst in der Pandemie haben daf\u00fcr gesorgt, dass man ja gerne eine einfache L\u00f6sung gehabt h\u00e4tte. Und wenn die dann jemand anbietet, dann wird die auch geglaubt und angenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:08] Doreen Siegfried:<br>Ja, verstehe, die gibt dann einfach Sicherheit, \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:13] Maria Henkel:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:13] Doreen Siegfried:<br>\u2026wenn man das irgendwie, wenn das mit dem eigenen Vorwissen, Weltbild zusammenpasst. Ja, okay. Etliche empirische Studien aus der Statistikforschung legen nahe, dass ein nicht ganz unwesentlicher Teil der ver\u00f6ffentlichten Forschungsergebnisse falsch ist, bzw. dass ein statistisch signifikanter Effekt tats\u00e4chlich nicht einem wahren Wirkungszusammenhang entspricht. Das ist sozusagen die eine Seite. Auf der anderen Seite sehen wir, dass das Wissenschaftsbarometer, was ja jedes Jahr erhoben wird, von WID festgestellt hat, dass zwar 2\/3 der Bev\u00f6lkerung der Forschung vertrauen, aber immer noch 1\/3 so ein bisschen unentschieden ist. Besteht die Gefahr, dass Menschen bald nicht mehr der Wissenschaft glauben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:57] Maria Henkel:<br>Puh, das ist auf jeden Fall eine gro\u00dfe Frage. Ich kann nur versuchen, mal ein bisschen davon zu erkl\u00e4ren. Und zwar ist es so, klar nat\u00fcrlich, in der Wissenschaft passieren auch Fehler. Und ja, wenn das dann erkannt wird, dann werden zum Beispiel auch wissenschaftliche Publikationen zur\u00fcckgezogen. Das passiert aber jetzt nicht in so einem gro\u00dfen Ma\u00dfe, dass man, wie manche Titel behaupten, die H\u00e4lfte der Wissenschaftsergebnisse in die Tonne kloppen kann. Vor allen Dingen solche empirischen Analysen, die fokussieren sich ganz oft sehr stark auf bestimmte statistische Auswertungen und auf den Faktor Reproduzierbarkeit. Und das ist definitiv ein Punkt, wo wir in der Wissenschaft auch gerade ganz stark dran arbeiten, Studien reproduzierbar zu machen, besser zu beschreiben, was genau gemacht wurde, wie methodisch vorgegangen wurde. Damit, sollte es jemand anders nachmachen, genau das gleiche rauskommt im besten Fall. Aber deine Frage, die hat ja noch ganz viele andere Facetten. Zum Beispiel dass ja, ich glaube, viele Menschen auch nicht, vielleicht nicht ganz exakt verstehen oder so ein Bild davon haben, wie genau Wissenschaft eigentlich funktioniert heutzutage. N\u00e4mlich dass wir jetzt nicht eine Maschine haben und dann tun wir eine Frage rein und da kommt dann die Wahrheit raus. Sondern, dass wir eigentlich eher wie Detektiv:innen arbeiten, die immer versuchen, n\u00e4her an die Wahrheit zu kommen. Immer wieder was Neues ausprobieren, neue Theorien aufstellen und beobachten und schauen: \u201eOkay, das k\u00f6nnte die L\u00f6sung sein.\u201c Aber ja auch bei dieser Detektivarbeit kann es sein, dass man lange von einem Punkt ausgeht und dann sp\u00e4ter herausfindet: \u201eAch, so war es ja doch nicht. Wir haben da vielleicht einfach einen Faktor nicht mit eingerechnet\u201c. Und das ist eben halt auch tats\u00e4chlich ein hilfreicher Punkt, um einzusch\u00e4tzen, ob etwas wirklich wissenschaftlich ist. Die meisten Wissenschaftler:innen w\u00fcrden n\u00e4mlich niemals sagen: \u201eDas ist so. Punkt.\u201c Sondern die sagen: \u201eHinweise in unserer Studie deuten darauf hin, dass es so sein k\u00f6nnte.\u201c Und genau, was du auch angesprochen hast, ist nat\u00fcrlich der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalit\u00e4t, was ganz, ganz oft verwechselt oder vertauscht wird. N\u00e4mlich, dass nur, weil wir vielleicht zwei verschiedene Sachen beobachten, die scheinbar sich beeinflussen, die aber komplett zuf\u00e4llig auch so passieren k\u00f6nnten und das nicht unbedingt hei\u00dft, dass A passiert, weil B vorher war.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:27] Maria Henkel:<br>Genau. Und ich glaube, gerade wenn man jetzt Gesundheitsinformationen anschaut, gibt es da ganz viele Beispiele von Studien, die versuchen, unsere Ern\u00e4hrungsweise auf unsere Langlebigkeit abzuleiten. Also zum Beispiel: Leute, die so und so viele Eier essen, leben zehn Jahre l\u00e4nger oder weniger. Und da hat man ja auch schon mitbekommen, da \u00e4ndert sich das Paradigma dann jedes Mal wieder: Bitte viele Eier essen, bitte wenig Eier essen. Kaffee ist schlecht, Kaffee ist gut. Und ja, das kommt halt daher, dass man meistens nur die Korrelation misst und nicht die Kausalit\u00e4t. Und dass wir auch als Wissenschaftler:innen besser darin werden wollen und m\u00fcssen, das klar zu machen und vielleicht auch besser zu hinterfragen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:14] Doreen Siegfried:<br>Und das vielleicht auch noch mal ganz deutlich zu kommunizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:17] Maria Henkel:<br>Ja, genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:19] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wer hilft denn beim Einordnen von wissenschaftlichen Fachinformationen? Also wenn ich jetzt tats\u00e4chlich eine Gesundheitsinformation vorfinde, die mir sagt: \u201eZwei Eier t\u00e4glich ist super, [beide lachen] dann wirst du 95.\u201c Also sind das, sind das Fachmedien, sind das Tagesmedien? Also wie, wie kann ich mir da, wie kann ich da zu einer verl\u00e4sslichen Aussage kommen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:47] Maria Henkel:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:48] Doreen Siegfried:<br>Wer sind gute Unterst\u00fctzer? Ich kann ja nicht jede einzelne Studie nachrechnen. Dazu bin ich ja gar nicht in der Lage, hab nicht die Ausbildung dazu und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:59] Maria Henkel:<br>Also grunds\u00e4tzlich, im Alltag liest man wahrscheinlich jetzt nicht so viele Publikationen und gr\u00e4bt sich da durch den Dschungel, um dann mal rauszufinden, wie viele Eier man jetzt zum Fr\u00fchst\u00fcck essen soll. Und deswegen spielen nat\u00fcrlich die Medien und andere Kan\u00e4le eine ganz gro\u00dfe Rolle. Und da ist es nat\u00fcrlich wichtig, Kan\u00e4le zu finden, denen man trauen kann, die diesen Job f\u00fcr einen machen, die wissenschaftlichen Ergebnisse dann in Alltagsempfehlungen zu \u00fcbersetzen. Bei Gesundheitsinformationen gibt es da manchmal ganz, ganz einfache L\u00f6sungen. Zum Beispiel, dass man die \u00c4rztin oder den Apotheker fragt. Also die im besten Falle einen mit bestem Wissen und Gewissen beraten. Und dass man vor allen Dingen auch immer mit Vorsicht genie\u00dft, wenn man eigene Recherchen im Internet direkt auf die eigene Gesundheit appliziert. Weil da besteht ja definitiv ein Risiko. In der Pandemie haben wir gesehen, da gab es Empfehlungen, die waren teilweise sehr gesundheitssch\u00e4dlich und wurden trotzdem befolgt. Und ja, da gibt es inzwischen zumindest einige Gegenbewegungen, wo man sich auf jeden Fall dranhalten kann. Was ich auf jeden Fall empfehlen w\u00fcrde, w\u00e4re immer den \u00f6ffentlichen Kan\u00e4len zu folgen. Also auch unsere Regierung und verschiedene andere Entit\u00e4ten haben ganz viel sich angestrengt um Podcasts und Videos und auch Berichte zusammenzufassen und da noch mal zu erkl\u00e4ren, was vielleicht der beste Weg ist in der aktuellen Situation. Es gibt aber auch so Seiten wie zum Beispiel das CORRECTIV, die nehmen bestimmte Fehlmeldungen oder auch Informationen, hei\u00dfdiskutierte aktuelle Fragen und forschen dann noch mal ganz genau nach, was stimmt da jetzt und was nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:51] Doreen Siegfried:<br>Ah ja, okay. Das ist ja vielleicht auch nochmal ein Tipp f\u00fcr alle zum mal reinschauen. Okay. Und welche Rolle spielt die zunehmende Medialisierung der Wissenschaft im Kontext von Desinformationen? Also Wissenschaft guckt ja auch h\u00e4ufig, gibt es ja auch Untersuchung zu, was sind so richtig gute Themen, die sich verkaufen lassen, die sich gut weitererz\u00e4hlen lassen? Ja, wie geht das Zusammenspiel da gerade? Was beobachtest du da?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:20] Maria Henkel:<br>Also grunds\u00e4tzlich erstmal von unserer Seite, den Wissenschaftler:innen aus, wir m\u00f6chten ja, dass viel mehr \u00fcber unsere Forschung geredet wird und dass eben alle Menschen daran auch teilhaben oder vielleicht sogar mitwirken k\u00f6nnen. Und wir m\u00fcssen gleichzeitig aber auch daran arbeiten, besser das zu kommunizieren, unsere Ergebnisse und Erkenntnisse ja rauszubringen in die Welt, nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen, sondern auch \u00fcber andere Kan\u00e4le. Ich wei\u00df auch, dass in vielen Forschungsantr\u00e4gen inzwischen das Bestandteil ist der Planung. Es ist aber auch nicht immer leicht. Und andererseits haben wir da Journalist:innen, die nat\u00fcrlich vielleicht auch nach ganz anderen Regeln arbeiten als das, was wir machen. Vorsichtig berichten, hinterfragen und sich ann\u00e4hern. Und das h\u00f6rt sich nat\u00fcrlich dann in der Zeitung nicht so gut an: \u201eForscher:innen haben vielleicht einen Ansatz zu einer L\u00f6sung f\u00fcr X gefunden.\u201c Ich glaube, da muss auf jeden Fall weiterhin Dialog gef\u00fchrt werden zwischen Wissenschaft, Journalismus und \u00f6ffentlichem Publikum, wie wir am besten diese Kommunikationswege in beide Richtungen, nicht nur in eine Richtung, in Zukunft h\u00e4ndeln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:39] Doreen Siegfried:<br>Ja ja, das ist ein spannendes Thema. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass ja Universit\u00e4ten, Forschungseinrichtungen ja auch alle miteinander im Wettbewerb stehen. Und da ist es ja schon manchmal wichtig, welche Universit\u00e4t schickt jetzt Expert:innen in Talkshows oder wer gibt ein ZEIT-Interview und so weiter. Und es wird ja auch gern gesehen von Seiten der Geldgeber, dass genau Forschende sich pr\u00e4sentieren. Und in diesem Wettbewerb um Sichtbarkeit in den Medien, die auf der einen Seite nat\u00fcrlich positive Effekte hat, kann es ja schon mal dazu kommen, dass irgendjemand sozusagen im Sinne der Sichtbarkeit oder in der Hoffnung der erh\u00f6hten Sichtbarkeit da vielleicht eigene Forschungsergebnisse vielleicht etwas zu sehr komplexit\u00e4tsreduziert vorstellt. Also insofern ja, Dialog ist sicherlich eine gute Sache. Oder siehst du das gerade unkritisch, wie die Situation ist?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:43] Maria Henkel:<br>Nein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:44]<\/p>\n\n\n<p>[beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:45] Maria Henkel:<br>Ja, das ist auch ein sehr kompliziertes Gef\u00fcge aus verschiedenen Akteur:innen. Es gibt da auch ganz viele verschiedene Meinungen. Es wurde ja schon \u00f6fter, jetzt gerade in Hinblick auf die Pandemie, die Frage gestellt: Ist das \u00fcberhaupt der Job f\u00fcr Wissenschaftler:innen? Also da die ganze Zeit zu kommunizieren, vielleicht auch zu korrigieren, Superstars in Social Media zu sein. Weil das ist ja, ich sage mal, auf dem Berg der anderen Verantwortlichkeiten auch noch ein ganz neuer, ein ganz neuer Aufgabenbereich. Und andererseits gibt es dann auch die Meinung zu sagen: \u201eJa, ne. Die Wissenschaft, die ballert da die Fakten raus oder was sie auch berichtet. Und den Rest m\u00fcssen jetzt die Journalistinnen regeln. Die m\u00fcssen das bewerten.\u201c Und dann sagen die Journalistinnen: \u201eNe, das ist nicht unser Job. Wir fassen das nur zusammen.\u201c Ich glaube nicht, dass ich jetzt gerade die L\u00f6sung habe f\u00fcr dich. Tut mir leid. [lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:44] Doreen Siegfried:<br>Ja, es ist ein Riesenproblem. Es wird auch innerhalb der Wissenschaftskommunikation wird das Thema hei\u00df diskutiert, also ob beispielsweise die Pressestellen der Universit\u00e4ten oder anderer Forschungseinrichtungen, ob die \u00fcberhaupt die Aufgabe haben sollten in Zukunft, Wissenschaft aus ihrer eigenen Einrichtung nach au\u00dfen zu tragen. Oder ob es daf\u00fcr nicht eher, ob daf\u00fcr nicht eher andere Funktionen im Sinne von Outreach zust\u00e4ndig sein sollten. Also es ist ein Thema, was auch sozusagen von Kommunikatorenseite stark diskutiert wird. Aber zur\u00fcck zu deiner Forschung. Kann dann aus Wissenschaft, du hattest ja vorhin schon gesagt, manchmal werden Ergebnisse im Laufe des Prozesses vom Forschungsschreibtisch bis hin dann am Ende auf das Smartphone des Lesenden ver\u00e4ndert. Wie kann denn aus Wissenschaft Desinformation werden? Und wer ist denn schuld, kann man \u00fcberhaupt diese Schuldfrage stellen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:56] Maria Henkel:<br>Ja, nein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:58]<\/p>\n\n\n<p>[beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:58] Maria Henkel:<br>Die Schuldfrage, finde ich, ist sehr \u00e4hnlich wie das, was wir gerade diskutiert haben. Weil eigentlich gibt es da ja niemanden per se, der oder die sagt: \u201eOkay, ich nehme das jetzt, pack das in einen Topf und mach da Desinformation draus.\u201c Aber um auf deine erste Frage einzugehen ja, nat\u00fcrlich, das kann passieren, dass eine Studie falsch interpretiert wird oder dass vielleicht auch, wie du gerade gesagt hast, eine Forschungsperson dann sagt: \u201eOkay, ich muss das mal ein bisschen pushen, ich mach da jetzt erst mal einen rei\u00dferischen Titel draus und oder \u00fcbertreib ein bisschen\u201c oder das irgendwo, es muss ja nur irgendwo in der Kommunikationskette jemand sein, wo was weggelassen wird, hinzugef\u00fcgt. Und das ist tats\u00e4chlich auch ein ganz gro\u00dfer Aspekt von unserem Forschungsprojekt, dass wir gerne ganz viel mehr dar\u00fcber rausfinden m\u00f6chten, wie ist denn jetzt genau diese \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:48] Doreen Siegfried:<br>Ah, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:48] Maria Henkel:<br>\u2026 Kette. Wie sieht die aus? Was sind da die einzelnen Kettenst\u00fccke. Und ja, um einfach erst mal ein bisschen mehr rauszufinden, damit wir dann sagen k\u00f6nnen, okay, vielleicht gibt es ja bestimmte Knackpunkte, wo, wo man eingreifen k\u00f6nnte oder wo man vielleicht auch verhindern k\u00f6nnte, dass das passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:04] Doreen Siegfried:<br>Und habe ich denn als Wissenschaftler:in \u00fcberhaupt die Chance, mich davor zu sch\u00fctzen, dass aus meinen Erkenntnissen Fake News gemacht werden?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:14] Maria Henkel:<br>Das ist auf jeden Fall sehr lobenswert dieses\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:16] Doreen Siegfried:<br>Wenn man es wollte. [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:18] Maria Henkel:<br>\u2026 dieses Streben. Wie immer gibt es keine Garantie. Ich kann mir halt vorstellen, dass es hilft, generell so Kommunikationsschwellen abzubauen, dass man eben nicht nur in seiner kleinen Wissenschaftsbubble kommuniziert, sondern eben halt auch versucht, auf anderen Kan\u00e4len mal zu berichten: \u201eDas ist meine Forschung. Darum ist es wichtig und was bringt das euch eigentlich.\u201c Und umso einfacher man das kommuniziert, umso einfacher ist es vielleicht auch, das zu verstehen, ohne es zu verdrehen. Und ja, gleichzeitig geh\u00f6ren nat\u00fcrlich, kann man das nicht auf den Schultern von jedem einzelnen sitzen lassen. Ich denke, es w\u00e4re auch sinnvoll, einfach generell mehr zu informieren. Wie funktioniert eigentlich Wissenschaft und vielleicht auch offizielle Kan\u00e4le zu etablieren: Wie du vielleicht vorhin schon angedeutet hattest, dass es vielleicht sogar irgendwann einen ordentlichen Ablauf gibt, wie man einheitlich berichten kann oder wie sowas gesichert werden kann. Ich denke, es sollte auf jeden Fall schon helfen, wenn man sich von rei\u00dferischen \u00dcberschriften fernh\u00e4lt, auch wenn es manchmal verlockend sein kann. Man hat es aber letztendlich nicht immer selbst in der Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:40] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay. Welche Herausforderung im Kontext Desinformationen, also ich sage mal Stichwort KI, Deep Fake werden denn noch auf uns zukommen? Und auch hier die Frage: Wie kann man sich da wappnen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:57] Maria Henkel:<br>Ja, KI und Deep Fake. Ich w\u00fcrde sagen, das kommt nicht nur auf uns zu, das ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:01] Doreen Siegfried:<br>\u2026ist schon da.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:01] Maria Henkel:<br>\u2026schon da. Und ja, da kommt auch der Begriff der synthetischen Medien auf. Also wir k\u00f6nnen inzwischen schon Videos kreieren, wo vielleicht auch prominente Politiker:innen Sachen tun und sagen, was nie wirklich passiert ist. Und ja, das ist nat\u00fcrlich auch richtig, richtig, gef\u00e4hrlich und relevant f\u00fcr Forschung und Behandlung von Desinformation. Was ich dazu auch noch erw\u00e4hnen w\u00fcrde, wenn Bots \u2013 also schon seit einigen Jahren werden nachweislich Bots benutzt, um Social Media-Diskussionen, Meinungsbilder zu beeinflussen. Auch hier, also es muss auf jeden Fall ja die Wahrnehmung \u00fcberhaupt erst mal stattfinden. Ich glaube, vielen Leuten ist noch nicht bewusst, dass es das schon gibt und dass es denen auch im Alltag im Internet \u00fcber den Weg laufen k\u00f6nnte. Ich glaube schon allein zu wissen, dass es das gibt und nicht sofort alles f\u00fcr bare M\u00fcnze zu nehmen, ist der erste Schritt. L\u00e4ngerfristig brauchen wir nat\u00fcrlich Gesetzgebungen, die das auch mit einbeziehen, dass so was m\u00f6glich ist. Und nicht nur Individuen, sondern auch die Politik und die gro\u00dfen Plattformen m\u00fcssen dabei mitmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:26] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja, gut. Letzte Frage, Maria. Also laut Statista haben im Jahr 2020, also im ersten Coronajahr, 70 % der deutschen Bev\u00f6lkerung im Alter von 16 bis 74 im Internet nach gesundheitsrelevanten Informationen gesucht. Das ist also ja nicht verwunderlich, wahrscheinlich war ich auch dabei. Gesundheitsinformationen im Netz zu suchen ist also f\u00fcr viele Menschen l\u00e4ngst eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Worauf sollte man achten, wenn man auf angebliche wissenschaftliche Studien trifft? Also du hast ja gesagt, man kann es kaum erkennen, Berichte streuen halt entsprechende Referenzen ein, es werden Grafiken mitverwendet. Aber wie gehe ich da als Nutzer\/Nutzerin damit um?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:17] Maria Henkel:<br>Also erst mal: tolle Statistik. Ich finde, das zeigt auch nochmal, dass Gesundheitsinformationen uns alle betreffen. Und auch vor der Pandemie. Und dass deswegen auch wichtig ist, dass wir das Thema mehr behandeln. Und ja, zu deiner Frage: meist lesen wir nicht direkt den wissenschaftlichen Artikel, sondern finden was auf einer Webseite, auf einem Blog oder auf Social Media, bekommen was zugeschickt. Und der allerallererste Tipp von mir w\u00e4re jetzt nicht direkt einfach weiterleiten, nur, weil der Titel relevant scheint oder weil das irgendwie Emotionen in mir aufl\u00f6st, was \u00fcbrigens einer der Punkte ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:58] Doreen Siegfried:<br>Ah, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:03] Maria Henkel:<br>Also oftmals sagt man eben halt, dass gerade so Desinformationsartikel, dass die versuchen, in uns eine Emotion hervorzurufen, uns w\u00fctend zu machen oder Panik aufzubringen und dann geht das ganz schnell. Mit einem Klick teile ich das an alle meine Freund:innen oder an meine Familie und dann geht das immer so weiter exponentiell. Deswegen kurz innehalten, vielleicht vorher erstmal genauer anschauen. Also ich glaube, viele Leute lesen n\u00e4mlich auch gar nicht das ganze St\u00fcck, sondern lesen vielleicht den ersten Abschnitt, denken sich: \u201eDas ist total wichtig. Das m\u00fcssen wir auf jeden Fall teilen.\u201c Und dann gibt es verschiedene Punkte, die man da beachten kann. Was mir aufgefallen ist, weil ich hatte jetzt auch in den letzten Jahren, dass \u00f6fter mal Freunde oder Familie auf mich zugekommen sind und gesagt haben \u201eHier guck mal, stimmt das oder ist das wirklich so? Das ist ja richtig schlimm.\u201c Und dann ja kann man versuchen, auch selber mal Desinformationsdetektiv:in zu werden und schauen, wer ist denn \u00fcberhaupt Autor:in von diesem St\u00fcck oder wer steht dahinter? Und oftmals gibt es dann n\u00e4mlich niemanden, der sich dazu bekennt. Also da steht dann nicht direkt, wer es genau geschrieben hat oder verfasst hat. Und das ist f\u00fcr mich schon erstmal ein Warnsignal. Wenn es von offiziellen Quellen kommt, dann steht da meistens, wer hat es geschrieben und wann. Dann kann man sich als n\u00e4chstes auch fragen, warum wurde dieses Schriftst\u00fcck verfasst oder warum wird das hier gerade geteilt? Oftmals wollen die Leute was verkaufen oder solche Blogs, fragw\u00fcrdigen Blogs, die bestimmte Ideale f\u00f6rdern wollen, die schreiben dann \u201eWir sind unabh\u00e4ngig. Bitte spendet f\u00fcr uns.\u201c Das ist also, gleichzeitig wird kein Name genannt. Da w\u00fcrde ich misstrauisch werden. Um das Ganze mal ein bisschen zu beschleunigen, was, was immer sofort und schnell geht, ist nat\u00fcrlich erstmal nachzusuchen in der Suchmaschine, nach den Sachen, die da gesagt werden, oder vielleicht auch nach den Personen, die da genannt werden. Wenn ich nicht sofort \u00fcber gro\u00dfe bekannte Kan\u00e4le die Best\u00e4tigung finde, dann sollte ich mich auch fragen: Also wenn niemand dar\u00fcber redet, kann das dann wirklich wahr sein? Und umgekehrt kann man auch zum Beispiel eine Bildersuche machen, wenn ein Bild gepostet wird, als Beweis f\u00fcr irgendeine Aussage, kann man gucken, ist das Bild vielleicht woanders aus dem Zusammenhang gerissen? Ja, dann hatte ich ja gerade schon erw\u00e4hnt, dass es ja \u00f6ffentlich-rechtliche Medien oder unabh\u00e4ngige Organisationen gibt, die versuchen auch immer wieder solche gro\u00dfen Themen aufzuarbeiten und wo man dann oftmals auch wirklich tolle und neutrale Berichte lesen kann \u00fcber bestimmte Falschmeldungen, die sich im Internet verbreiten. Am Ende kann man nat\u00fcrlich auch dann selber mal die Publikation lesen und gucken, was steht denn da wirklich drin. Das, ich will aber auch nicht unrealistisch sein [lacht] und sagen \u201eDu musst da jetzt selber alle wissenschaftlichen Artikel lesen\u201c, weil das so viel Zeit hat am Ende fast keiner.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:10] Doreen Siegfried:<br>Ich glaube, gerade im Gesundheitsbereich gibt es ja wahrscheinlich Unmengen [lacht] zu allen m\u00f6glichen Nahrungsmitteln allein schon.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:18] Maria Henkel:<br>Was ich bisher gelernt habe f\u00fcr mich selbst ist, wir sollten nicht untersch\u00e4tzen, wie gewieft inzwischen manche Akteure sind und wie gut und wie echt das teilweise aussehen kann und wie seri\u00f6s, auch wenn es das nicht ist. Und wir sollten vielleicht auch nicht \u00fcbersch\u00e4tzen, wie schlau und objektiv wir selbst manchmal sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:39] Doreen Siegfried:<br>Okay, na gut, aber du hast ja schon mal so ein paar Hinweise gegeben. Erst mal gucken, was ist eigentlich die Quelle, wer ist der Absender, welche Verkaufsinteressen oder anderen Interessen hat dieser Absender. Und ansonsten checken, wer das sonst noch irgendwie verteilt hat die Information. Ja, super. Maria, wir h\u00f6ren uns wieder. Also ich sage erst mal vielen Dank.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:06]<\/p>\n\n\n<p>[beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:06] Doreen Siegfried:<br>Ich bin jetzt sehr gespannt auf die weiteren Forschungsergebnisse und wir h\u00f6ren uns wieder, wenn erste Zwischenergebnisse vorliegen. Ich w\u00fcrde mich zumindest sehr freuen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:14] Maria Henkel:<br>Sehr gerne.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:15] Doreen Siegfried:<br>Wenn du dann erz\u00e4hlst, was sozusagen rausgekommen ist, denn wir haben hier schlie\u00dflich ein hochspannendes Thema zu verfolgen. Also vielen Dank. Vielen Dank auch an all unsere Zuh\u00f6rer:innen. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Lassen Sie uns wie immer gerne Feedback da auf allen Wegen, die ihn einfallen. Sei es per Email oder im Kommentar. Und Sie finden diesen Podcast \u00fcberall da, wo man Podcast findet. Auf Spotify, auf iTunes und so weiter. Ich verabschiede mich f\u00fcr heute und bis zum n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[159,160,161,31,162,33,12],"class_list":["post-63","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-deep-fake","tag-desinformation","tag-fake-news","tag-forschung","tag-gesundheitsinformationen","tag-wissenschaft","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 22 Desinformationsverhalten verstehen - The Future is Open Science<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Was genau ist Desinformation und wie unterscheidet sie sich von Fehlinformation oder L\u00fcge? - Desinformationsverhalten verstehen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2022\/09\/09\/fos-22-desinformationsverhalten-verstehen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"FOS 22 Desinformationsverhalten verstehen - The Future is Open Science\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Was genau ist Desinformation und wie unterscheidet sie sich von Fehlinformation oder L\u00fcge? 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