{"id":35,"date":"2021-07-30T11:31:54","date_gmt":"2021-07-30T09:31:54","guid":{"rendered":"4fc5faac-cf7b-4c95-8589-2ec8af021fe3"},"modified":"2026-01-15T11:25:01","modified_gmt":"2026-01-15T10:25:01","slug":"fos-10-data-policies","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2021\/07\/30\/fos-10-data-policies\/","title":{"rendered":"FOS 10 Data Policies"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_a16634fc858ca1c133f27f149b13156eb5bf6c32\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2021\/07\/30\/fos-10-data-policies\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/28\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_10.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 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href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/de\/ueber-uns\/veranstaltungen\/stata-digital-3\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Digitaler Workshop: Gute wissenschaftliche Praxis und reproduzierbare Forschung mit STATA<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 10 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 10: Data Policies<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweis: Diese Folge wurde bereits im August 2020 aufgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Sven Vlaeminck<br>Projektmanager im Kontext Forschungsdaten, Produktmanager des ZBW Journal Data Archives, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:03] Doreen Siegfried:<br>Willkommen bei \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Hier verraten Ihnen interessante Menschen aus dem Wissenschaftsbetrieb, wie sie in Ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Wir tauchen ein in die Tiefen der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter und verraten Ihnen handfeste Tipps und Tricks zur Open Science in der Praxis. Ich bin Doreen Siegfried und freue mich sehr, Host dieses Podcast zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:33] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Ich freue mich sehr, dass Sie eingeschaltet haben. Wir reden n\u00e4mlich heute \u00fcber Data Policies und die Ausbildung von \u00d6konomie-Doktoranden und Doktorandinnen im Umgang mit Forschungsdaten. Und zu Gast habe ich heute hier Sven Vlaeminck. Ich freue mich, dass wir hier zusammensitzen Sven.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:59] Sven Vlaeminck:<br>Ja, vielen herzlichen Dank f\u00fcr die Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:02] Doreen Siegfried:<br>Ich stelle dich erst einmal vor. Du bist Politikwissenschaftler, Projektmanager im Kontext Forschungsdaten, vor allem sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsdaten, zeitgleich Produktmanager des ZBW Journal Data Archives. Das Journal Data Archive ist ein Data Repository f\u00fcr wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschriften. Und diese Fachzeitschriften k\u00f6nnen dort in diesem Repository Forschungsdaten zu Artikeln speichern und bereitstellen. Sven Vlaeminck ist au\u00dferdem einer der Autoren der Handreichung \u201eAuffinden, Zitieren, Dokumentieren \u2013 Forschungsdaten in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften\u201c. Also wer von Ihnen, liebe Zuh\u00f6rerinnen, liebe Zuh\u00f6rer, das noch nicht kennt, Sie finden es ganz einfach. Ganz einfach googeln bzw. wir packen es auch in die Shownotes. Eine Handreichung, die uns seit vielen Jahren hier aus den H\u00e4nden quasi gerissen wird. Also herzlich willkommen, Sven!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:02] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:04] Doreen Siegfried:<br>Sven, du hast dich lange Zeit mit der Analyse von Data Policies von wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften befasst. Wie ist die Lage?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:13] Sven Vlaeminck:<br>Ja, da kann man eine Menge zu sagen. Vielleicht fangen wir mal erst einmal ganz vorne damit an und sagen erst mal, was sind \u00fcberhaupt solche Data Policies? Das ist ja vielleicht nicht allen so direkt klar. Also, das sind Richtlinien, die Fachzeitschriften haben, und die darauf abzielen, dass, sage ich mal, bei empirischen \u00f6konometrischen experimentellen Forschungen, die publiziert werden, auch die Daten zu diesen Forschungen mit eingereicht werden. Also nicht nur das Manuskript. Und alle diese Richtlinien zielen eigentlich darauf ab, die Ergebnisse, die im Paper publiziert werden, nachvollziehbar, also reproduzierbar zu machen. Das ist sozusagen das gro\u00dfe Ziel dieser Policies. Ja, ansonsten, die Lage im Moment ist ziemlich interessant. Also die wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften machen seit einiger Zeit auch eine bemerkenswerte Entwicklung durch. Das scheint mir eigentlich so, dass gerade diese ganzen Debatten um Open Science, die ja in den verschiedenen Kontexten jetzt auch schon l\u00e4ngere Zeit gef\u00fchrt werden, inzwischen auch die gro\u00dfen und mittel oder gro\u00dfen und mittelgro\u00dfen Verlage erreicht haben und dar\u00fcber auch die Fachzeitschriften sich zunehmend mehr mit dem Thema befassen. Inzwischen kann man auch sagen, unter den Fachzeitschriften mit Impact Factor, die ja als die relevantesten gelten, sag ich mal so, hat inzwischen auch die Mehrheit eine wie auch immer geartete Data Policy.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:44] Doreen Siegfried:<br>Ah ja, okay. Also geh\u00f6rt es quasi zum guten Ton mittlerweile?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:46] Sven Vlaeminck:<br>Ja, man k\u00f6nnte sagen, es ist der gute Ton. Man k\u00f6nnte vielleicht aber auch dar\u00fcber hinausgehen und sagen ja, es wird allgemein anerkannt, dass das Ganze eine Bedeutung hat und dass es wichtig ist, auch f\u00fcr Wissenschaft, Wissenschafts-prozesse. Und genau. Ich glaube, die Verlage sind hier schon sehr gro\u00dfe Driver in dieser Entwicklung. Und ich hatte ja gesagt, es sind vor allen Dingen die gro\u00dfen und mittelgro\u00dfen Verlage, die da vor allen Dingen ein Auge draufhaben. Und ich glaube, das kommt auch nicht von ungef\u00e4hr, dass es gerade die sind sozusagen, die hier ein bisschen vorangehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:16] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und du hast ja diese Data Policies untersucht: wie sieht denn da so die Bandbreite aus? Also gibt es da so Typen von Policies oder lassen sich Cluster bilden?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:27] Sven Vlaeminck:<br>Ja, das ist m\u00f6glich. Also die Bandbreite ist erstmal also wirklich riesig, muss man sagen. Wir finden da Richtlinien vor, die mehrere A4-Seiten lang sind, sehr granular, sehr detailliert. Passend sag ich mal f\u00fcr die verschiedenen methodischen Herangehensweisen. Also sozusagen, was brauche ich, wenn ich ein Experiment gemacht habe, was muss ich da entsprechend einreichen, um Reproduzierbarkeit m\u00f6glichst sicherzustellen. Wie ist es bei Simulationen, die ich mache oder wie ist es bei ganz normalen anderen \u00f6konometrischen Verfahren. Also da gibt\u2019s teilweise sehr ausf\u00fchrliche Policies. Aber es gibt auch Policies, die gerade mal zwei Seiten oder zwei S\u00e4tze, Entschuldigung, gerade mal zwei S\u00e4tze lang sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:11] Doreen Siegfried:<br>Zwei S\u00e4tze?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:12] Sven Vlaeminck:<br>Also, was noch gerade, also man muss schon fast ein Auge zu machen, um zu sagen, das ist noch eine wirkliche Policy. Aber so kann man das dennoch bewerten. Die Mehrheit der Policies muss man auch sagen, die ich gefunden habe, sind eher knapp gehalten. Also ich sage mal so, zwei Abs\u00e4tze vielleicht von der L\u00e4nge her und auch nicht unbedingt immer sehr detailliert. H\u00e4ufig eher generisch. Also was bei mir den Eindruck erweckt hat, okay, diese Richtlinien sind quasi von den Verlagen eigentlich, werden allen Fachzeitschriften angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:48] Doreen Siegfried:<br>So ein Standardtext ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:49] Sven Vlaeminck:<br>Ja genau. Das klingt jetzt etwas negativ, aber ja. Also sagen wir mal, es ist so eine Muster-Policy, k\u00f6nnte man sagen. Zum Thema irgendwie Daten, was dann vielleicht auch f\u00fcr die Naturwissenschaften genauso passt oder sowas. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:03] Doreen Siegfried:<br>Und hast du hier eine Entwicklung im Laufe der Zeit beobachtet? Also du hast ja gesagt, jetzt gerade vor kurzem sind da nochmal mehr dieser Data Policies entstanden. Wie kannst du diese Entwicklung oder gibt\u2019s eine Entwicklung und wenn ja, wie kannst du die beschreiben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:25] Sven Vlaeminck:<br>Ja, also vielleicht kann man nochmal ganz generell sagen zur Clusterung erst einmal: es lassen sich zwei grobe Typen von Policies ausmachen. Also das gilt eigentlich jetzt f\u00fcr die gesamte Zeit schon. Das eine sind sogenannte Data Availability Policies und das andere habe ich mal Author Responsibility Policies getauft. Der Unterschied zwischen diesen beiden Arten von Policies ist, dass eine Data Availability Policy f\u00fcr gew\u00f6hnlich aussagt: \u201eLieber Autor, liebe Autorin, wenn du hier einen Artikel ver\u00f6ffentlichst, erkl\u00e4rst du dich dazu bereit, mit dem Manuskript oder sp\u00e4testens mit der Annahme deines Beitrages auch die verwendeten Daten, sofern rechtlich m\u00f6glich, plus die Dokumentation deines, deiner Forschung und auch vielleicht dem Programmcode, wenn es um \u00f6konometrische Analysen geht, zum Beispiel, mit einzureichen\u201c. Diese Daten werden dann ver\u00f6ffentlicht durch die Redaktion oder die Autorinnen und Autoren tun das selber in einem Data Repository, dem Journal Data Archive der ZBW beispielsweise. Und was die Entwicklung angeht, da ist wirklich sehr viel passiert. Ich habe die erste Studie zum Thema hab\u2018 ich vor ungef\u00e4hr acht Jahren gemacht. Da war das Thema Data Policies noch ein recht \u00fcbersichtliches Feld. Ich hatte mir damals so rund 140 Fachzeitschriften angeschaut und habe mal geguckt na, wer hat denn eigentlich da irgendwie sowas, was man so eine Data Policy nennen k\u00f6nnte? 28 Prozent hatten da so eine Date Policy, also beide Typen sozusagen zusammengez\u00e4hlt. Vor sechs Jahren habe ich dann nochmal eine aktualisierte Studie dazu gemacht, mit diesmal fast 350 Journals, also deutlich mehr. Da waren es sogar nur 20,5 Prozent der Journals, \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:15] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:16] Sven Vlaeminck:<br>\u2026 die eine entsprechende Richtlinie hatten. Heute ist das anders. Also ich hab\u2018 mir im letzten Jahr die Policies aus einem Sample von auch ungef\u00e4hr 340 Zeitschriften angesehen und davon hatten inzwischen, von denen zumindest die empirische Beitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlichen, ansonsten haben wir ja sozusagen, dann ist die Grundgesamtheit nicht in Ordnung, weil rein theoretische Zeitschriften, die nur theoretische Beitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlichen, brauchen auch keine Data Policy. Wenn ich die ins Sample mit einbeziehen w\u00fcrde, h\u00e4tten wir nat\u00fcrlich entsprechend \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:51] Doreen Siegfried:<br>Verzerrte Ergebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:51] Sven Vlaeminck:<br>Ja, exakt, genau. Und genau, von denen also, die solche Beitr\u00e4ge annehmen und publizieren, hatten mehr als zwei Drittel inzwischen eine wie auch immer geartete Richtlinie. Also das ist ein erheblicher Aufwuchs, muss man sagen, den ich auch tats\u00e4chlich so nicht erwartet hatte. Wenn man dann so schaut, okay, was macht denn aber eigentlich die Qualit\u00e4t dieser Policies? Ich hatte ja gesagt, es gibt sehr lange, die sind dann meist auch sehr gut, sag ich mal. Und es gibt sehr kurze und es ist dann auch h\u00e4ufig so, dass diese sehr kurzen jetzt auch, sag ich mal begrenzt hilfreich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:26] Doreen Siegfried:<br>Okay. Das hei\u00dft, das hei\u00dft was?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:27] Sven Vlaeminck:<br>Dass sie begrenzt hilfreich sind?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:28] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:29] Sven Vlaeminck:<br>Naja, ich sage mal, eine Standardformulierung, die man so h\u00e4ufig findet ist: \u201eAutorinnen und Autoren sollten im Methodenkapitel ausreichend beschreiben, wie sie die Daten erhoben, bereinigt haben und ansonsten auch alle Informationen mitliefern, die dazu n\u00f6tig sind, um die Ergebnisse dieses Papers zu replizieren\u201c. Schreibt man schnell und gerne mal so. Ist aber nat\u00fcrlich in der Praxis schlechterdings gar nicht umsetzbar, weil diese Informationen, die z.B. mein Duval enth\u00e4lt, also der Programmcode, den ich irgendwie an\u2026 Das ist nat\u00fcrlich in der L\u00e4nge und Ausf\u00fchrlichkeit keinesfalls in einem Paper \u00fcberhaupt unterzubringen. Genauso wie die Dokumentation eines Datensatzes, der auch h\u00e4ufig, ich sag mal, die Codeb\u00fccher umfassen ja teilweise Dutzende von Seiten oder noch mehr, also das ist insofern einfach illusorisch. Und genau. Ich glaube, man muss sehr h\u00e4ufig diese Policies auch eigentlich quasi in so einer Entwicklung betrachten. Das hei\u00dft, jetzt gerade haben wir dann eigentlich eher einen Punkt, dass die Autorinnen und Autoren mal freundlich drauf aufmerksam gemacht werden, dass das Thema Daten ja auch nicht so ganz unwichtig ist und dass man da sozusagen auch ein Augenmerk draufhaben sollte. So lese ich die meisten Dinge. Und die Frage ist dann eigentlich, ob in der Zukunft hier m\u00f6glicherweise diese Policies auch a) detaillierter werden und b) verpflichtender. Weil der Verpflichtungsgrad ist bislang sehr gering. Das sind weniger als 25 Prozent dieser Policies, die verpflichtend sind f\u00fcr Autorinnen und Autoren. Ansonsten ist es meist eine Empfehlung, eine Bitte, ein freundlich formulierter Hinweis.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:09] Doreen Siegfried:<br>Okay. Das hei\u00dft, es gibt noch nicht eine Checkliste, so wie beim, ich sag mal beim Einwohnermeldeamt, wo dann steht zwei Passbilder mitbringen und die Hochzeitsurkunde und die Geburtsurkunde. Check, check, check, check. Ansonsten kriege ich das nicht. So ist es nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:28] Sven Vlaeminck:<br>Es gibt auch genau das.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:30] Doreen Siegfried:<br>Ach, das gibt es auch?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:31] Sven Vlaeminck:<br>Das gibt es auch. Es gibt einige hervorragende Policies, beispielsweise die Data and Code Availability Policy der American Economic Association. Beinhaltet mehr oder minder genau das. Es ist eine detaillierte Auflistung, was mitgeliefert werden muss und auch wann. Genau. Und da k\u00f6nnte man tats\u00e4chlich so vorgehen quasi und eine Checkliste entsprechend abkreuzen. Bei vielen der Policies ist es nicht so, sondern da muss man selber auf jeden Fall anfangen zu interpretieren, was sich hinter diesen Begriffen, vielleicht diesen eher abstrakten Begriffen, ich hatte ja gesagt, diese Policies sind h\u00e4ufig generisch, da ist dann die Rede von Software Data oder other materials sufficient to permit replication, something like that.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:19] Doreen Siegfried:<br>Okay. Und da ist dann wahrscheinlich auch keine Deadline oder so mit verbunden, oder das es hei\u00dft, bis zu x, y, z Tagen muss das sp\u00e4testens eingereicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:32] Sven Vlaeminck:<br>Im Regelfall ist es so, dass zumindest in der Praxis, au\u00dfer bei den wirklichen Top Top Journals, k\u00f6nnte man sagen, die das auch mit der Einreichung auch direkt fordern. Oder meist ist es so, glaube ich, in der Praxis, dass mit Annahme eines Artikels diese Daten entsprechend eingestellt werden. Das hat insofern eine gewisse Problematik, als dass die Daten dann nat\u00fcrlich nicht Teil des Peer Review Prozesses sind, was nat\u00fcrlich w\u00fcnschenswert w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:01] Doreen Siegfried:<br>Ja okay, verstehe.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:04] Sven Vlaeminck:<br>Insofern, genau, k\u00f6nnte man sagen, dadurch, dass die Daten dann aber nachtr\u00e4glich zur Verf\u00fcgung stehen, ist durch die Community nat\u00fcrlich prinzipiell ein solcher nachtr\u00e4glicher Peer Review Prozess m\u00f6glich. Und das unterscheidet nat\u00fcrlich solche Forschung von Forschung, wo die Daten gar nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Insofern ist zumindest dann durch die Wissenschaftscommunity selber bei entsprechender Relevanz eine solche Pr\u00fcfung auf Robustheit et cetera m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:33] Doreen Siegfried:<br>Ja okay, verstehe. Gibt es denn, wenn man sich so die Policies anschaut, du hast ja gesagt, du hast jetzt \u00fcber 300 Fachzeitschriften im letzten, in der letzten Welle untersucht. Gibt es da bestimmte Pr\u00e4ferenzen bei den Fachzeitschriften?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:50] Sven Vlaeminck:<br>Verk\u00fcrzt k\u00f6nnte man auch da sagen, es kommt ein bisschen auf den Verlag an oder sehr erheblich auf den Verlag an. Weil das, was ich schon sehr stark gefunden habe, ist, die Verlage scheinen ja die Taktgeber zu sein. In den \u00e4lteren Untersuchungen haben auch sehr stark noch individuelle Policies, quasi wo Herausgebergremien selber Dinge ausget\u00fcftelt haben oder, sag ich mal, beispielsweise die Policy der American Economic Association nachgenutzt haben und vielleicht nochmal angepasst haben. Jetzt scheint das eher so zu sein, dass wie gesagt, die Verlage da etwas vorgeben und die Fachzeitschriften das entsprechend dann auch \u00fcbernehmen, um vielleicht mal erste Eindr\u00fccke davon zu bekommen, wie das Ganze eigentlich funktioniert. Und bei diesen Verlagen diese Policies sind wirklich auch sehr gleich gestaltet. Das ist dann gerade bei den Gro\u00dfen so, bei Elsevier, Springer Nature, Taylor &amp; Francis und so. Da hat man wirklich sehr h\u00e4ufig sehr gleichlautende Abfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:50] Doreen Siegfried:<br>Ja okay. Gibt es Wissen, was die Herausgeber Herausgeberinnen haben m\u00fcssen. Wenn du sagst okay, die Policies werden jetzt von den Verlagen vorgegeben. Was, wie gehen die Herausgeber damit um?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:06] Sven Vlaeminck:<br>Das ist nat\u00fcrlich auch von Journal zu Journal, glaub ich, recht unterschiedlich. Wir hatten auch mal vor einigen Jahren eine Befragung gemacht unter den Herausgeberinnen und Herausgebern und da haben uns auch einige Journals geantwortet, dass die tats\u00e4chlich diese Policies ausgesprochen ernst nehmen und auch die Daten in den Peer Review-Prozess mit einbringen. Und auch selber quasi pr\u00fcfen irgendwie, ob diese Ergebnisse, die da eigentlich eingesandt wurden, reproduzierbar sind. Das ist aber eher die Ausnahme und das hat auch sehr viel mit Ressourcen zu tun, die Fachzeitschriften zur Verf\u00fcgung haben. Meist, bis auf die wirklichen Top Journals, sind es ja h\u00e4ufig doch recht kleine Journals, wo man dann sozusagen den Herausgeberkreis hat und vielleicht noch ein, zwei Hiwis. Und das ist nat\u00fcrlich ein gewisses Problem dann, sag ich mal, einen Peer Review der Daten auch tats\u00e4chlich vorzunehmen. Zumal es da nicht nur um methodische Abh\u00e4ngigkeiten geht, sondern auch softwaretechnische. Also das ist, und nat\u00fcrlich Reviewer allgemein sehr gefragt sind und sehr viel zu tun haben, gerade jetzt. Wir haben Publikationen, so viel wie noch nie, quasi. Es wird unglaublich viel publiziert und da ist es f\u00fcr viele auch eine Herausforderung und eine H\u00fcrde, auch ein Peer Review der Daten tats\u00e4chlich mit vorzunehmen. Weil das ist schon nochmal eine Nummer komplizierter, gerade wenn dann h\u00e4ufig dann doch mal Dokumentationen und Beschreibungen fehlen, als es beispielsweise ist, dann einfach \u201enur\u201c den Artikel zu reviewen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:42] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, verstehe. Du hattest ja eingangs gesagt, dass jetzt bei der letzten Untersuchung ungef\u00e4hr zwei Drittel der Fachzeitschriften Data Policies haben. Gab\u2019s noch irgendein Ergebnis, was dich besonders \u00fcberrascht hat?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:00] Sven Vlaeminck:<br>Ja, also neben dem erheblichen Zuwachs, war es vor allen Dingen dieses, dass diese Policies halt eben so gleichlautend formuliert sind. Also das hat mich tats\u00e4chlich \u00fcberrascht, dass ich die wirklich sehr einfach gruppieren konnte. Teilweise ist es dann auch so gewesen, dass zwischen verpflichtenden und freiwilligen Policies oftmals einfach nur ein Verb ausgetauscht wurde. Da wird man dann halt eben nicht mehr darum gebeten, die Daten einzureichen, sondern es wird halt eben gesagt, es ist eine Bedingung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung. Das Prinzip ist die Policy aber komplett gleich. Also das sind aber auch schon die besseren, wo sozusagen eigentlich nur ein sehr kleiner Anteil irgendwie gedreht wurde und gleich aber nat\u00fcrlich ein anderer Verpflichtungsgrad irgendwie dabei herauskommt. Man sollte aber auch dadurch, dass sozusagen die Verlage diese Policies halt eben strukturieren, nicht davon ausgehen, dass es sich da um einen Standard handelt, der da entwickelt wird. Sondern von Verlag zu Verlag ist, was in diesen Policies drinsteht, oftmals nicht sehr deckungsgleich. Die einen betonen halt eben nur die Daten, die anderen sagen auch ganz klar hier der Programmcode, so alle Details irgendwie, die zu den Ergebnissen und mit der Programmierung der Ergebnisse zu tun haben, m\u00fcssen eingereicht werden. Die anderen vergessen das sozusagen oder betonen das nicht so massiv. Andere sagen auch wieder einfach nur \u201eJa, lieber Autor, lieber Autorin, wenn du bei uns publizierst, gehen wir davon aus, dass du im Falle von Anfragen nach den Daten deine Daten halt eben auch bereitstellst\u201c. Und da haben verschiedene Studien auch gezeigt, dass solche Policies, das sind n\u00e4mlich genau die sogenannten Author Responsibility Policies, also wo der Autor, die Autorin die Verantwortung daf\u00fcr hat, dass die Ergebnisse reproduziert werden k\u00f6nnen. Das funktioniert in der Praxis einfach nicht, weil, ich sage mal ganz salopp, die Leute haben auch andere Dinge zu tun und haben auch eigentlich kein Interesse daran, irgendwie noch Arbeit und Zeit zu investieren, damit andere die von ihnen l\u00e4ngst publizierten Ergebnisse reproduzieren k\u00f6nnen. Da haben die nichts von. Und darum sind solche Policies eher immer recht ung\u00fcnstig. Sie funktionieren nicht gut. Aber es gibt nach wie vor einen gar nicht so kleinen Anteil an Zeitschriften, die immer noch diese Policy verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:29] Doreen Siegfried:<br>Das finde ich jetzt spannend. Welcher Anteil ist dann gr\u00f6\u00dfer oder kannst du das irgendwie quantifizieren: die verpflichtenden Data Policies, wo drinsteht, es muss abgeliefert werden und die eher mahnenden, nenne ich sie mal, du sagtest jetzt hier von, wie hast du es genannt? Author\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:49] Sven Vlaeminck:<br>Author Responsibility<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:50] Doreen Siegfrid:<br>Author Responsibility, genau. Also welche Art von Policy \u00fcberwiegt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:59] Sven Vlaeminck:<br>Also wir haben sozusagen sowohl Data Availability Policies, die verpflichtend sind, als auch Author Responsibility Policies, die verpflichtend sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:08] Doreen Siegfried:<br>Okay, wenn wir da mal sortieren in verpflichtend und nicht verpflichtend, sondern nur wenn, dann mach doch bitte und sei so nett, wie nennen wir die mal \u201eh\u00f6fliche\u201c, keine Ahnung, Policies. Also welcher Anteil ist gr\u00f6\u00dfer?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:26] Sven Vlaeminck:<br>Also insgesamt \u00fcberwiegt auf jeden Fall die Freiwilligkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:29] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:29] Sven Vlaeminck:<br>Durchg\u00e4ngig. Also man kann sagen, je h\u00f6her quasi eine Zeitschrift gerankt ist. Also so ganz trifft es nicht zu, aber in die Richtung gehend auf jeden Fall. Je h\u00f6her eine Zeitschrift gerankt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Policy auch verpflichtend wird. Insgesamt, wie gesagt, \u00fcber beide Arten von Policies hinweg quasi ist nur ein Viertel verpflichtend, weniger als ein Viertel. Und ich glaube, der Anteil bei diesen Author Responsibility Policies ist, wenn ich mich richtig erinnere, sogar noch ein wenig h\u00f6her als die der Data Availabilty Policies. Das macht auch sozusagen aus so einer Herausgebersicht auch durchaus Sinn. Man sagt okay, du musst deine Daten gar nicht einreichen, aber wenn du dann hier publizierst, dann verlangen wir von dir auch ganz ausdr\u00fccklich, dass du mit anderen Forschenden zusammenarbeitest und deine Daten auch tats\u00e4chlich dann herausgibt. Nur muss man nat\u00fcrlich auch sagen, in den F\u00e4llen, wo das nicht passiert, gibt\u2019s nat\u00fcrlich auch keine Sanktionsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:25] Doreen Siegfried:<br>Ja, da kommt da niemand und sagt \u201ejetzt rei\u00dfen wir die Seite raus, weil du hast es nicht gemacht\u201c [lacht].<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:29] Sven Vlaeminck<br>Ja oder was sehr gerne passiert, ein Datenverlust: \u201eIch habe die Daten gel\u00f6scht\u201c. Also es gibt da sehr \u2013 findet man in der Literatur auch \u2013 sehr viele kreative Gr\u00fcnde, warum die Daten halt eben nicht mehr da sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:42] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay. Und sag mal, du sagtest, die Verlage sind jetzt schon sehr bem\u00fcht, Data Policies an die Fachzeitschriften abzugeben. W\u00fcrdest du sagen, da gibt\u2019s demn\u00e4chst mal eine Harmonisierung, was diese Data Policies betrifft? Oder wird es eher nochmal eine weitere Diversifizierung geben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:05] Sven Vlaeminck:<br>Ja. Also das ist eine sehr spannende Frage. Ich glaube, die Frage ist eigentlich eher: Werden die Policies eher in die Richtung gehen, dass sie fachspezifisch erlassen werden oder bleibt man auf so einem generischen Level? Sobald das sozusagen st\u00e4rker fachspezifisch wird, denke ich. Also da gibt es Standards sozusagen, da gibt\u2019s den Goldstandard. Und man muss ganz einfach sagen, das ist der der American Economic Association, das ist v\u00f6llig sinnvoll. Ich war vor ein paar Jahren auch der festen Auffassung, dass das quasi sich zu einem quasi Standard entwickelt, weil da sozusagen diese Policy wirklich sehr dominant war. Diese j\u00fcngeren Entwicklungen jetzt mit diesen generischen Policies der Verlage weisen in eine andere Richtung. Insofern, ich glaube, es wird da einfach ein Nebeneinander auch weiterhin geben, sag ich mal. Generische allgemeine Formulierungen dazu, k\u00f6nnte ich mir auch gut vorstellen, werden auch noch l\u00e4ngere Zeit \u00fcberwiegen. Und es ist glaube ich dann eher, es liegt glaube ich wahrscheinlich eher nochmal sehr viel st\u00e4rker dann an den Herausgeberinnen und Herausgebern zu sagen, dieser Bereich ist uns wichtig. Hier wollen wir auf jeden Fall eine genauere Spezifizierung dessen haben. Ich glaube, das ist was, da wird sich auch kein Verlag dem entgegenstellen und sagen, nee, nee, nee.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:17] Doreen Siegfried:<br>Ja. Okay, verstehe. Nochmal was Anderes: du gibst ja auch zusammen mit einer Kollegin, mit Martina Grunow, Kurse f\u00fcr den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ich sag mal so, grob um das Thema Forschungsdaten. Was macht ihr da genau?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:36] Sven Vlaeminck:<br>Ja, also das Thema oder sozusagen der Kurs hei\u00dft ja \u201eGute wissenschaftliche Praxis und reproduzierbare Forschung mit STATA\u201c. Damit ist sozusagen dann schon ein bisschen was umrissen, was wir da so konkret machen. Insgesamt ist es so, dass wir thematisch bei den Aspekten der guten wissenschaftlichen Praxis beginnen, weil es sehr zentral ist, auch insgesamt f\u00fcr die ganzen Fragen von Open Science, aber Reproduzierbarkeit auch. Dann geht es weiter \u00fcber Bereiche wie Datendokumentation, Datenorganisation haben wir mit dabei. Und wir reden aber auch \u00fcber die Anforderungen an reproduzierbare Forschung und Replikation. Und, last but not least, erz\u00e4hlen wir auch noch ein bisschen was zu den Anforderungen, die Fachzeitschriften und Forschungsf\u00f6rderer haben, n\u00e4mlich genau an den Stellen, wenn ich einen Artikel einreichen m\u00f6chte oder aber ein Projektantrag z.B. auch schreibe, was ich da auch beachten sollte, so wie ich mit diesen Herausforderungen umgehe.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:35] Doreen Siegfried:<br>Und wie w\u00fcrdest du hier den Bezug zu Open Science konkret beschreiben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:41] Sven Vlaeminck:<br>Man kann sagen, also wenn man die gute wissenschaftliche Praxis ernst nimmt, dann, die gute wissenschaftliche Praxis ist in den allermeisten Punkten eigentlich aus meiner Sicht vielleicht etwas zugespitzt formuliert, aber ist das Open Science. Das hei\u00dft, wenn ich eigentlich Reproduzierbarkeit von Ergebnissen oder die Robustheit von Ergebnissen auch pr\u00fcfen m\u00f6chte, brauche ich nat\u00fcrlich sozusagen die Methodik, die verwendet wurde, also den Programmcode, sag ich mal jetzt bei einer \u00f6konometrischen Analyse. Die Methodik muss also offen sein. Die Daten ben\u00f6tige ich ebenfalls, so dies unter rechtlichen Aspekten m\u00f6glich ist, und nat\u00fcrlich auch die Dokumentation der Daten selber oder eine Dokumentation des Forschungsprozesses. Insofern da gibt\u2019s einen sehr, sehr engen und unmittelbaren Zusammenhang zu Open Science-Praktiken sozusagen. Ja, genau. Und damit, dass diese Daten und die Methoden quasi auch vorliegen, er\u00f6ffne ich nat\u00fcrlich in gewisser Art und Weise auch oder erm\u00f6gliche ich \u00fcberhaupt eine wissenschaftliche Diskussion auch in der Community. Weil sonst kann ich mich nat\u00fcrlich \u00fcber das Paper und die Schlussfolgerungen davon unterhalten, aber das Bild wird doch nochmal gerade im Bereich, sag ich mal, oder von Fragen von Robustheit, ist das verallgemeinerbar, was da jetzt drinsteht. Da brauche ich ein bisschen mehr als das Paper.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:55] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, verstehe. Die Studierenden Schr\u00e4gstrich Doktorand:innen, ich glaube, es sind in erster Linie Nachwuchswissenschaftler, die da in diese Workshops kommen. Genau. Also wo lernen die denn, wenn sie jetzt gerade nicht in den Workshop kommen, wo lernen die denn dieses ganze Thema Umgang mit Forschungsdaten momentan?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:19] Sven Vlaeminck:<br>Ja, also da ist nat\u00fcrlich prinzipiell ist es nat\u00fcrlich das Studium, in dem das Ganze vorkommt. Das hei\u00dft, da gibt\u2019s nat\u00fcrlich die grunds\u00e4tzliche wissenschaftliche und statistische Ausbildung, die das zumindest in Teilen auch abdeckt. Aber meistens ist es, sag ich mal, kein sehr starker Schwerpunkt eigentlich in der Ausbildung. Es ist vor allen Dingen auch h\u00e4ufig so, dass es ohne konkrete Anwendung halt eben auch gelehrt wird und dass zu wenig konkret mit Daten tats\u00e4chlich auch gearbeitet wird. Und auch das Thema Reproduzierbarkeitserfordernisse das taucht mal so auf, genauso wie die gute wissenschaftliche Praxis auch mal so auftaucht. Aber da ist es wahrscheinlich so, dass dort ein etwas st\u00e4rkerer Schwerpunkt draufgelegt werden m\u00fcsste, damit dieses Wissen sozusagen etwas breiter eigentlich an der Stelle ankommt. Weil vieles auch sozusagen von den Sachen, das machen Leute learning by doing oder im Austausch halt eben mit ihrer Peergroup oder mit anderen Promovierenden. Und da werden sich dann die Kenntnisse auch so nach und nach angeeignet. Also eine Mischung aus beidem, denke ich ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:28] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, also es ist ja eigentlich Methodenkompetenz, ne?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:31] Sven Vlaeminck:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:31] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wo kommen die Leute her, die eure Workshops besuchen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:38] Sven Vlaeminck:<br>Ja, das ist ganz interessant. Also die kommen wirklich aus ganz Deutschland, aus dem Osten so ein bisschen weniger, aber ansonsten quer durch die gesamte Republik. Wir hatten schon Teilnehmende aus \u00d6sterreich, die ja quasi extra aus \u00d6sterreich nach Hamburg angereist sind, um an diesem eint\u00e4gigen Workshop teilzunehmen. Wir hatten auch schon Teilnehmer aus den Niederlanden, also das ist schon wirklich, die Anmeldungen kommen quasi von \u00fcberall her so. Und das ist nat\u00fcrlich hervorragend.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:08] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also liebe Zuh\u00f6rerinnen, liebe Zuh\u00f6rer, wenn auch Sie mal so einen richtigen, so einen richtig guten Workshop brauchen zum Thema Umgang mit Forschungsdaten, dann gucken Sie doch mal auf unserer Webseite, wann der n\u00e4chste Termin mal wieder startet. Ja, Werbeblock zu Ende an dieser Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:29] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:31] Doreen Siegfried:<br>Welche Erfahrungen, ihr macht das jetzt schon eine ganze Weile, welche Erfahrungen habt ihr da gesammelt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:37] Sven Vlaeminck:<br>Ja, also es ist ganz interessant. Erst einmal sozusagen vom Spektrum, wo die Leute so herkommen. Also wir haben da Leute von den FHs, von vielen Universit\u00e4ten und vielen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstituten, gerade auch aus der Leibniz-Gemeinschaft. Und so die Erfahrungen, die wir, aber auch die Teilnehmende gemacht haben, sind eigentlich durch die Bank sehr gut, muss man sagen. Wir haben da wirklich extrem motivierte Leute sitzen. Und das f\u00fchrt nat\u00fcrlich auch dazu, dass wir dann eine ziemlich gute Atmosph\u00e4re haben, eine gute Arbeitsatmosph\u00e4re und wo glaube ich auch die kleinen Gruppen, wir haben ja im Regelfall immer unter 20 Teilnehmende an diesen Kursen, und das f\u00fchrt nat\u00fcrlich dazu, dass man zu einem sehr intensiven Austausch auch miteinander kommt. Und das ist auch von uns beabsichtigt. Also mit diesem eint\u00e4gigen Format haben wir auch festgestellt, dass funktioniert hervorragend. Das ist ein sehr intensiver Tag f\u00fcr die Teilnehmenden und auch f\u00fcr uns, muss man auch sagen. [lacht]. Aber ich glaube, das Herzst\u00fcck ist immer so ein bisschen dieser hohe Praxisanteil, den wir auch haben. Fast 50 Prozent, wo dann halt eben in Kleingruppen von so drei Leuten, vier Leuten quasi halt eben Fragestellungen bearbeitet werden und wo Leute tats\u00e4chlich auch was von mitnehmen und ein Aha-Erlebnis auch haben, denke ich. Also h\u00f6ren wir jedenfalls auch h\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:53] Doreen Siegfried:<br>Okay. Was geben die Teilnehmer, Teilnehmerinnen euch so f\u00fcr Feedback?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:59] Sven Vlaeminck:<br>Ja, wir machen immer so einerseits eine Abschlussrunde, wo wir so ein bisschen h\u00f6ren, aber dann geben wir auch tats\u00e4chlich nochmal quasi Selbstevaluierungsfrageb\u00f6gen aus. Das eine ist nat\u00fcrlich, dass man sozusagen offen was \u00e4u\u00dfert, aber wir wollen nat\u00fcrlich wissen, sozusagen, wie finden die Leute das eigentlich wirklich. So, weil das ist ja manchmal ein bisschen schwierig, dann vielleicht in so einer Runde irgendwie zu sagen \u201eNee, fand ich jetzt irgendwie doof.\u201c oder \u201eIhr hattet irgendwie keine Ahnung.\u201c oder so und darum machen wir das auch schriftlich. Eine der Fragen dabei z.B. ist, welche Schulnote man dieser Veranstaltung geben w\u00fcrde. Und da ist die Durchschnittsnote, die wir haben, eine solide 1,5.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:37] Doreen Siegfried:<br>Respekt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:37] Sven Vlaeminck:<br>Da sind wir also sehr froh und es scheint also auch sehr gut anzukommen. Und was wir auch quasi mitbekommen ist, dass die Teilnehmenden halt eben anderen, ihren Kommilitonen oder anderen Promovierenden auch Bescheid geben. Das hei\u00dft, man merkt auch, okay, es sind halt eben auch h\u00e4ufig dieselben Institute, wo die Leute dann auch sagen \u201eJa, ich habe jetzt hier irgendwie von einem Kollegen nur irgendwie geh\u00f6rt, irgendwie, das hier ist voll der coole Kurs. Und darum wollte ich den jetzt auch mal machen\u201c. Und ja und also das spricht sozusagen sich auch rum. Das ist nat\u00fcrlich auch sehr sch\u00f6n und freut uns sehr.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:10] Doreen Siegfried:<br>Ja, sehr sch\u00f6n. Ist das Ganze, also, wenn du sagst, es gibt so viel Nachfrage und die Leute kommen aus \u00d6sterreich und aus den Niederlanden und aus der ganzen Republik und aus S\u00fcddeutschland und so weiter, ist es irgendwie skalierbar?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:25] Sven Vlaeminck:<br>Schwierig, muss man sagen. Und das h\u00e4ngt vor allen Dingen eigentlich damit zusammen, dass immer nur eine bestimmte Anzahl an Doktorandinnen und Doktoranden eigentlich pro Jahr anf\u00e4ngt. Das ist sozusagen insofern ein, sag ich mal, \u00fcberblickbares Feld. Und man muss nat\u00fcrlich auch dazusagen, dass die Leute, die anfangen, auch nicht unbedingt sich alle mit diesen Methoden und Fragen befassen oder befassen m\u00fcssen in ihrer Promotion. Daher also, ich glaube, es ist sozusagen schon noch ein bisschen ausdehnbar. Beispielsweise indem wir uns auch auf andere Software beziehen, also jetzt ist sozusagen STATA. Wir lehren das sozusagen in Bezug auf STATA und hier sind nat\u00fcrlich auch andere Softwareprogramme sozusagen denkbar irgendwie, mit denen wir das Ganze eigentlich \u00e4hnlich, wo wir \u00e4hnlich verfahren k\u00f6nnen. Insofern an der Stelle ist es sicher skalierbar, aber die reine Anzahl an Doktorandinnen und Doktoranden pro Jahr ist halt eben, die steigt ja auch nicht unendlich an. Sondern ist relativ gleich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:28] Doreen Siegfried:<br>Ja. Und was w\u00fcrdest du sagen, muss sich dann die Doktorandenausbildung vielleicht \u00e4ndern, anpassen? Was glaubst du, was wird da so in der n\u00e4chsten Zeit notwendig sein?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:40] Sven Vlaeminck:<br>Also wenn wir sozusagen \u00fcber unseren Kurs reden und die Dinge, die wir vermitteln, und f\u00fcr die es ja offenbar auch schon einen massiven Bedarf gibt, irgendwie in der Community, w\u00fcrde ich vielleicht sagen, das ganze Thema Open Science Praktiken und Reproduzierbarkeit sollte eigentlich in der wissenschaftlichen Ausbildung etwas mehr Raum erhalten. Das hatte ich ja vorhin auch schon einmal entsprechend angedeutet. Replikationen beispielsweise werden sehr wenig, in der wissenschaftlichen Ausbildung zum Beispiel, durchgef\u00fchrt. Dabei ist gerade eigentlich das Durchf\u00fchren von Replikationen unter Umst\u00e4nden sehr, sehr hilfreich und kann auch durchaus einige Erkenntnisprozesse nicht nur in Hinsicht auf die Dokumentation sozusagen des eigenen Forschungsprozesses ausl\u00f6sen, sondern auch allgemein f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis, wie wurde sich komplexen \u00f6konomischen Problemen eigentlich angenommen? Wie haben andere Forscher das eigentlich gel\u00f6st? So, und das sind nat\u00fcrlich sehr, sehr hilfreiche Wege sozusagen, die man da beschreiten kann, wenn man sozusagen den wissenschaftlichen Nachwuchs in die Richtung bringen m\u00f6chte, also wie solche Probleme eigentlich gel\u00f6st werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:46] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, m\u00fcsste man sozusagen feste, ja, fest mit in die Curricula mit aufnehmen, dass man sagt okay,<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:57] Sven Vlaeminck:<br>Ja, das w\u00e4re sozusagen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:58] Doreen Siegfried:<br>einmal m\u00fcssen alle durch so einen Replikationsworkshop durch oder -seminar. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:02] Sven Vlaeminck:<br>Ja. Das w\u00e4re insofern auch, man k\u00f6nnte fast sagen, sowas wie unsere Vision f\u00fcr die Zukunft. Wo man so sagen w\u00fcrde, ja, eigentlich, die Fachgesellschaften sollten sich st\u00e4rker darum bem\u00fchen, dass diese ganzen Themen st\u00e4rker in die Curricula auch hereinzubringen. Weil das Beste eigentlich, was unserem Kurs passieren kann, ist, dass er sich \u00fcberfl\u00fcssig macht. So, das w\u00e4re eigentlich sozusagen, das w\u00e4re die beste Vision, die wir haben, irgendwie, weil dieses Wissen sozusagen breit vermittelt wird auf Ebene der universit\u00e4ren Aus- und Fortbildung. Das w\u00e4re hervorragend.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:37] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Letzte Frage Sven, wenn unsere H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer sich jetzt f\u00fcr dieses Thema interessieren bzw. dieses Thema f\u00fcr sich entdeckt haben. Was w\u00e4ren so deine drei Tipps f\u00fcr die t\u00e4gliche Praxis?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:53] Sven Vlaeminck:<br>Ja, drei Tipps. Hau, ja. Vielleicht erst einmal recht allgemein gesagt, es macht auf jeden Fall Sinn, sich sehr fr\u00fchzeitig, also einerseits sozusagen in der eigenen wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung mit dem Thema Reproduzierbarkeit und reproduzierbare Forschung zu befassen und dies in der Praxis auch einzu\u00fcben und zu leben. Das ist nicht unbedingt nur deswegen der Fall, weil es sozusagen gute wissenschaftliche Praxis ist, sondern weil es tats\u00e4chlich auch einen erheblichen Benefit bietet f\u00fcr die eigene wissenschaftliche Arbeit. Weil, ich sage mal so, der Klassiker ist ja, man arbeitet an einem Paper oder sowas, macht da seine methodischen Berechnungen, hat diese unterschiedlichen Arten von Daten, am besten, in einem Ordner verschiedene Testversionen dabei, wo man eigentlich nur mal Dinge ausprobiert, und zack, dann kommt der Anruf vom Professor. Jetzt gibt es gerade mal die n\u00e4chsten zwei Wochen was ganz anderes zu tun und nach einer ganzen Weile schaue ich dann wieder auf meine Daten, frage mich \u201eWas ist hier eigentlich die aktuellste Version und was hab ich hier eigentlich gemacht?\u201c Also eine gute Dokumentation, ein Kommentieren eigentlich dessen, was man da tut, ist sozusagen auch f\u00fcr einen selber sehr, sehr, sehr hilfreich, damit man nicht erst wieder zwei, drei Stunden braucht, um sich einzuarbeiten in die Daten und herauszufinden, was habe ich da eigentlich veranstaltet als erstes und warum. Also das ist auf jeden Fall hilfreich, das gleich mit einzu\u00fcben. Also immer beispielsweise den Analysecode oder sowas durchkommentieren, \u00dcberschriften machen, was passiert hier? Warum tu ich es hier? Quasi oder auch ein Logfile. Was habe ich wann und wann in diesem Code eigentlich gemacht und warum. Sehr, sehr hilfreich, auf jeden Fall. Das w\u00fcrde ich auf jeden Fall empfehlen. Oder noch st\u00e4rker ist es nat\u00fcrlich, wenn ich ein Paper irgendwo einreiche und es dann erst nach einem dreiviertel Jahr aus einem Review wiederkommt und ich noch Dinge ver\u00e4ndern soll und dann ist es also wirklich sehr aufwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:54] Doreen Siegfried:<br>Das ist dann wirklich eine lange Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:56] Sven Vlaeminck:<br>Ja, ja, ja, auf jeden Fall genau. Ansonsten w\u00fcrde ich auch immer empfehlen, einfach mal zu \u00dcbungszwecken Replikationen oder Reproduktionen auch einfach mal selber durchzuf\u00fchren, weil man auch hier etwas dabei lernt. Einerseits dar\u00fcber, welche Informationen und welche Daten eigentlich wichtig sind, um Ergebnisse zu reproduzieren. Das hei\u00dft, auch da kriegt man einen kleinen Aha-Effekt und stellt fest, okay, also ohne Programmcode werde ich beispielsweise, selbst wenn die Daten vorliegen, nicht zu den Ergebnissen kommen, weil dann muss ich n\u00e4mlich einen ganz anderen, also was Eigenes schreiben. Und ob das das ist, was der Autor oder die Autorin sich dabei gedacht hat, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Und auch vielleicht noch als dritter Tipp, wenn man selber Daten erhebt, was ja auch gar nicht so selten vorkommt. Ich mein gerade in der BWL ist es ja auch Usus, selber Daten zu erheben. Sollte man gleich zu Beginn eigentlich schon die Nachnutzung der Daten, gegebenenfalls die Ver\u00f6ffentlichung mitdenken. Weil wenn ich beispielsweise mit Probanden irgendetwas mache oder auch bei Experimenten ist es beispielsweise so, sollte ich diese informierte Einwilligung z.B. nicht einholen im Vorfeld, wird es mir nicht m\u00f6glich sein, aus rechtlichen Gr\u00fcnden diese Daten bereitzustellen. Genauso auch solche Fragen wie Lizenzen. Lizenzen sind nat\u00fcrlich sehr, sehr wichtig, damit ich auch wei\u00df, was darf ich eigentlich mit diesen Daten machen. Da beispielsweise ist die CCBY 4.0 Lizenz immer, im Moment zumindest, eine sehr gute L\u00f6sung. Aber es macht immer Sinn, sich all diese Dinge zu Anfang zu \u00fcberlegen, weil am Ende ist es meist eigentlich schon zu sp\u00e4t, dass man Dinge noch so umsetzen kann. Man hat Stress und hat Abgabedruck und so weiter und so fort. Insofern ja am Anfang am besten alles einmal auf sich wirken lassen und das ist sehr hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:44] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, super. Ja, das waren tolle Tipps, vielen Dank Sven. Und vielen Dank auch da drau\u00dfen. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Lassen Sie uns gerne Feedback da und abonnieren Sie uns flei\u00dfig auf iTunes oder Spotify. Ich freue mich aufs n\u00e4chste Mal.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[98,103,99,49,100,101,8,97,102,11,12],"class_list":["post-35","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-data-policies","tag-data-policy","tag-fachzeitschriften","tag-forschungsdaten","tag-methodik","tag-oekonometrie","tag-open-science","tag-reproduzierbarkeit","tag-stata","tag-wirtschaftswissenschaften","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 10 Data Policies - The Future is Open Science<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Im Kontext von Open Science gewinnt die Nutzung von Data Policies auch bei wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften an Bedeutung.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2021\/07\/30\/fos-10-data-policies\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"FOS 10 Data Policies - 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