{"id":31,"date":"2021-05-07T10:08:43","date_gmt":"2021-05-07T08:08:43","guid":{"rendered":"d8437024-2fd2-439d-bf1e-8a43f431256a"},"modified":"2026-01-15T11:19:58","modified_gmt":"2026-01-15T10:19:58","slug":"fos-08-open-source","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2021\/05\/07\/fos-08-open-source\/","title":{"rendered":"FOS 08 Open Source"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_7e109e2d76208ec06795fbd0621f0fa0176bc96c\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2021\/05\/07\/fos-08-open-source\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/22\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_08.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: 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Vinci<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/www.r-project.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The R Project for Statistical Computing<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/cran.r-project.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The Comprehensive R Archive Network (CRAN)<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/www.thunderbird.net\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Thunderbird<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/www.openoffice.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">OpenOffice<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 08 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 8: Open Source<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweis: Diese Folge wurde bereits im Juni 2020 aufgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<br>Dr. Timo Borst<br>Leitung Abteilung Innovative Informationssysteme und Publikationstechnologien, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:03-0] Doreen Siegfried:<br>Willkommen bei \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Hier verraten Ihnen interessante Menschen aus dem Wissenschaftsbetrieb, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Wir tauchen ein, in die Tiefen der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter und verraten Ihnen handfeste Tipps und Tricks zu Open Science in der Praxis. Ich bin Doreen Siegfried und freue mich sehr, Host dieses Podcast sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:32-8] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Ich freue mich, dass sie eingeschaltet haben. Und auf diese Folge habe ich mich besonders gefreut, denn ich sitze hier zusammen mit einem absoluten IT-Nerd. Und wir reden heute \u00fcber Open Science und Open Source mit Timo Borst. Ich freue mich, dass wir hier zusammensitzen, lieber Timo.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:58-5] Timo Borst:<br>Hallo.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:01-4] Doreen Siegfried:<br>Ich stell dich kurz vor: Timo ist Informatiker und promovierter Politikwissenschaftler und er leitet hier in der ZBW die Abteilung innovative Informationssysteme und Publikationstechnologien. Er besch\u00e4ftigt sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von Software, speziell in wirtschaftswissenschaftlicher Forschung und Lehre. Und ich nenne jetzt mal noch ein paar Schwerpunkte, die so zu seiner t\u00e4glichen Arbeit geh\u00f6ren. Dazu geh\u00f6ren digitale Bibliotheken, Repositorien f\u00fcr wissenschaftliche Fachinformationen, Publikationstechnologien, Semantic Web-Technologien und organisatorische Aspekte von Softwareentwicklung in Forschungsprojekten. Herzlich willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:49-8] Timo Borst:<br>Hallo Doreen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:51-2] Doreen Siegfried:<br>Timo, womit besch\u00e4ftigst du dich gerade? Was sind so deine laufenden Projekte?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:57-5] Timo Borst:<br>Ja, das geht in verschiedene Richtungen. Also das ist dann auch gleichzeitig Ausdruck meiner doch sehr vielf\u00e4ltigen T\u00e4tigkeit, die sozusagen weit \u00fcber das sozusagen eigentliche Codieren, was wirklich auch nur ein letztlich in meiner Rolle auch nur einen minimalen Anteil mittlerweile leider nur mehr ausmacht. Also was so ein bisschen, das die Vielfalt meiner T\u00e4tigkeit eben auch widerspiegelt. Also zum einen tats\u00e4chlich im entwicklungstechnischen, softwareentwicklungstechnischen Sinne besch\u00e4ftigen wir uns gerade, also zusammen mit zwei Kollegen, mit der Portierung einer urspr\u00fcnglich mit Tableau entwickelten Visualisierungskomponente auf eine offene Umgebung im Sinne eines Python-Notebooks. Zum zweiten bin ich gerade involviert in den infrastrukturellen Voraussetzungen, sprich Hard- und Softwarebeschaffung oder eben insbesondere Hardwareinfrastruktur f\u00fcr unser Auto SE, also Automatische Sacherschlie\u00dfungsprojekt beziehungsweise -vorhaben. Zum dritten immer noch so ein bisschen in der Vorbereitung des gerade angelaufenen SINIR-Projekts, das ist ein DFG Projekt, wo es um eine Simulationsumgebung zur Analyse und Verbesserungen von interaktiven Information Retrieval geht. Dann habe ich neuerdings so ein kleines Community-Projekt, zusammen unter anderem mit der Landesbibliothek hier in Kiel, Schleswig-Holstein, die n\u00e4chstes Jahr den Coding da Vinci-Hackathon austragen wollen. Ja und zu guter letzt so in kleiner eigener Sache bin ich momentan bei einer pers\u00f6nlichen Fortbildung in Sachen R und R-Programmierung. Das ist ein Coursera Kurs, der sich in der jetzigen Zeit ja gerade auch eben als virtuelle Fortbildung eben auch anbietet.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:52-8] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also, liebe Zuh\u00f6rer, ich habe ihn angek\u00fcndigt als IT-Nerd. Das ist ein breites Spektrum, vielleicht so zwei\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:02-4] Timo Borst:<br>Moment, ich bin deswegen noch lange kein IT-Nerd, nur indem ich ziemlich genau und vielleicht etwas detailliert, meine gerade laufenden Projekte aufz\u00e4hle. Das k\u00f6nnen und sollten hoffentlich einige andere Mitarbeiter auch.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:18-3] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:17-4] Doreen Siegfried:<br>Auf jeden Fall, absolut.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:19-7] Doreen Siegfried:<br>Ich habe zwei Sachen, wo ich kurz noch mal nachfragen m\u00f6chte, diese Visualisierungsgeschichte und das SINIR-Projekt: kannst du da vielleicht noch mal ganz kurz erkl\u00e4ren, also auch f\u00fcr Nicht-Informatiker, -Informatikerinnen, was es damit auf sich hat?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:37-1] Timo Borst:<br>Also bei der Visualisierungskomponente da geht es darum, dass ich speziell, dass wir speziell f\u00fcr Forscherinnen und Forscher eine Anwendung schaffen wollen, die schnellstm\u00f6glich einen \u00dcberblick \u00fcber die Journal-Landschaft, wir nennen das entsprechend auch \u201eJournal Landscape Explorer\u201c eben die Anwendung, mir verschaffen will. Das hei\u00dft auf der Grundlage von, anhand von Kriterien oder Dimensionen, wie zum Beispiel nat\u00fcrlich Zitationsquote, Open Access-Verf\u00fcgbarkeit, werden nat\u00fcrlich dann eben Rankings, beziehungsweise Listen generiert und visualisiert, vor deren Hintergrund ich dann ein besseres Gesamtbild habe, \u00fcber die verf\u00fcgbaren Journals. Gerade wenn ich mir da erst einmal auch einen \u00dcberblick verschaffen muss, also, wenn ich eben noch nicht jahrelang dort einge\u00fcbt bin in dem Publikationsmarkt und da sozusagen meine festen Ansprechpartner, Editoren etc. eben, Verlage eben habe, ist das nat\u00fcrlich gerade f\u00fcr junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem SINIR-Projekt geht es darum, dass wir mit dem zum Beispiel mit unserem EconBiz-Portal nat\u00fcrlich eine im Netz befindliche Rechercheumgebung, ein Informationssystem eben schon seit Jahren anbieten, von dem wir zwar wissen, dass es massenhaft genutzt wird und von dem wir allerdings immer noch uns w\u00fcnschen, und andere wahrscheinlich auch, dass wir es fortlaufend auch weiter optimieren. Nur auf welcher Grundlage? Und da werden \u00fcblicherweise im Kontext gr\u00f6\u00dferer Informationsangebote, wie eben Suchmaschinen, werden klassischerweise oder typischerweise A\/B-Tests und dergleichen eben betrieben. Wir k\u00f6nnen das aber nicht, aus verschiedenen Gr\u00fcnden in der Form, weil es halt auch wirklich auch aufwendig ist. Und dieses Projekt soll dazu f\u00fchren, eben eine Simulationsumgebung, die teilweise eben auf der Simulation auch von Nutzerinteraktion oder potenziellen Nutzerinteraktionen eben basiert und damit eben schon im Vorfeld \u00c4nderungs- oder Verbesserungspotenziale zu identifizieren, bevor man die dann wirklich ins Produktivsystem einf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:00-4] Doreen Siegfried:<br>Okay, alles klar. Du hast ja auch vorhin gesagt, du besch\u00e4ftigst dich so mit Community-Arbeit: wenn du arbeitest, wo holst du dir da dein Feedback? Also, wo sitzt deine Peer Group?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:16-4] Timo Borst:<br>Das ist je nach Kontext und T\u00e4tigkeit sozusagen nat\u00fcrlich unterschiedlich. Also bei Fragen der Softwareentwicklung, beziehungsweise entsprechend Hard- oder Softwareumgebungen, sind das nat\u00fcrlich erst mal die unmittelbaren Kollegen aus meiner Abteilung selbst. Das liegt nat\u00fcrlich auch nahe, weil wir sozusagen uns in denselben Umgebungen bewegen und also erst einmal, ganz platt gesagt, von denselben Dingen sprechen und auch nat\u00fcrlich einander relativ schnell auch verstehen, um einzusch\u00e4tzen, worum es geht. Dann gibt es nat\u00fcrlich aber auch Kooperationsprojekte, Drittmittelprojekte mit Externen, wo es eben \u00fcber die Grenzen unserer Einrichtung hinaus nat\u00fcrlich dann auch zu Verst\u00e4ndigungen kommt, eben auch, was zum Beispiel Kollaborationsumgebung angeht oder Softwaremanagement oder dergleichen. Das ist dann auch gleichzeitig h\u00e4ufig sehr inspirierend, weil man nat\u00fcrlich logischerweise, dann h\u00e4ufig auch erst auf neue Dinge eben st\u00f6\u00dft, die andere eben in ihrem Umfeld betreiben und umgekehrt, wir hoffentlich auch in der einen oder anderen Weise inspirieren k\u00f6nnen. Ja, und nebenbei publiziere ich ja auch immer wieder auch gelegentlich. Und das ist dann auch wiederum eine eigene Peer Group sozusagen. Also klar, das ist sozusagen, was das Verfassen wissenschaftlicher Texte oder eben Beitr\u00e4ge angeht, dann eben auch Co-Autoren, Verlage beziehungsweise Editoren, so in die Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:52-6] Doreen Siegfried:<br>Oder auch ein Reviewprozess. Ja. Okay. Du bist ja jetzt Softwareentwickler und hast zudem einen politikwissenschaftlichen Hintergrund. Was hast du jetzt konkret mit Open Science zu tun? Also was ist hier deine Mission?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:11-6] Timo Borst:<br>Mission ist nat\u00fcrlich ein sehr hochtrabender Begriff erst mal, sozusagen, wie so die Mondlandung, das war so eine Mission. Und so in der Art w\u00fcrde ich das bestimmt nicht die Kategorie stellen, was ich so vorhabe oder mir denke jetzt bei meinen tagt\u00e4glichen Tuns oder l\u00e4ngerfristigen Perspektive. Ich komme gleich nochmal auf dieses mit Politikwissenschaften, Informatik nochmal zur\u00fcck. Aber vielleicht nochmal sozusagen dar\u00fcber reflektiert, sind es im Grunde genommen zwei Aspekte, die mich, glaube ich, so in den letzten ja grob gesagt 25 Jahren bewegt haben, wenn man so will. Also mehr oder weniger, immer mal wieder mehr und so, aber dann auch latent im Hintergrund sicherlich auch. Das eine ist, der eine Aspekt ist eben die zunehmende Technisierung von auch sozial- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden. Also insbesondere Methoden. Also zum Beispiel im Sinne der Text- oder der Datenanalyse, die heutzutage nat\u00fcrlich unter Stichworten wie Data Science nat\u00fcrlich sehr, sehr prominent geworden ist. Also das hatte mich schon bereits vor 25 Jahren auch im Zuge meiner politikwissenschaftlichen Promotion damals auch bewegt. Da hatte ich ja ein sequenzanalytisches Verfahren zur Untersuchung von Parlamentsdebatten entwickelt, was im Grunde genommen auch so eine Lernkomponente beinhaltete. Allerdings nicht im strengen Sinne algorithmisch und auch nicht im strengen Sinne, nat\u00fcrlich also bei weitem nicht mit heutigen Verfahren eben vergleichbar. Aber sozusagen die Idee, die dahintersteckte. Also dass man sozusagen Sprechhandlungen oder Sprechakte jetzt in dem Fall im Kontext von Bundestagsdebatten eben vorhersagen oder prognostizieren kann. Das ist sozusagen ja auch letztlich eine Grundthese der heutigen Spracherkennung. Sprachverst\u00e4ndnis also mit maschinellen Lernverfahren. Und das ist der eine Aspekt. Und umgekehrt, praktisch aus der Gegenrichtung, als Kehrseite der Medaille, der andere Aspekt, dass nat\u00fcrlich je mehr wir mit technisierten, digitalen, nicht nur Arbeitsumgebungen, sondern Alltagsumgebungen zu tun haben, wir umso mehr nat\u00fcrlich dar\u00fcber auch in unserer Interaktion gepr\u00e4gt werden. Und also wie jetzt gerade aktuell das Beispiel mit der pl\u00f6tzlich sprunghaft angewachsenen Zunahme an Videokonferenzen und das wirkt sich ja massiv aus auf unser Alltagsverhalten und Interaktionsverhalten und hat insofern auch wieder sozialwissenschaftliche Dimensionen. Und das sozusagen in beiden Richtungen gesehen ist, glaube ich, was gleichzeitig ein gewisses Spannungsverh\u00e4ltnis nat\u00fcrlich, aber auch sicherlich eine sehr inspirierende und idealerweise auch sehr durchl\u00e4ssige Fragestellung eben erlaubt und Methodenbearbeitung. Das ist, glaube ich, sozusagen so mein Grundthema, also im beruflichen oder im wissenschaftlichen Sinne, wenn man so will.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:36-8] Doreen Siegfried:<br>Also die Technisierung des Alltags und die Technisierung der Wissenschaft, inklusive der Geisteswissenschaft, also generell aller Disziplinen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:46-9] Timo Borst:<br>Insbesondere der Geistes- und Sozialwissenschaften, wo ich eben auch herkomme, in der Tat. Und in anderen Disziplinen, Naturwissenschaften oder eben den schon seit jeher relativ datenintensiven Disziplinen, hat sich diese Fragestellung oder sozusagen diese Br\u00fcche, die ich jetzt hier gerade eben so ein bisschen angedeutet habe, sich ja noch nie oder seither noch nicht in dieser Konsequenz gestellt. Aber f\u00fcr mich ist sozusagen mit meinem Hintergrund da schon auf jeden Fall eine interessante Entwicklung gewesen und ja. Eben nochmal auf diese Mission zur\u00fcckkommend: also daran zu arbeiten, in welcher Form auch immer und welchem Kontext auch immer, aber daran irgendwie mitzuwirken, das wird f\u00fcr mich wahrscheinlich auch dann in der R\u00fcckschau dann so eine Beurteilung sein, dass man eben wie auch immer, Teil dieser Entwicklung gewesen ist, von der wir ja alle nicht wissen, wo sie noch hinf\u00fchren wird. Und insofern ist es nat\u00fcrlich auch bis auf Weiteres sehr spannend zu beobachten, wie es da weitergeht, beziehungsweise nicht nur eben zu beobachten, sondern daran m\u00f6glichst auch aktiv mitzuwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:00-7] Doreen Siegfried:<br>Und w\u00fcrdest du sagen diese Technisierung des Wissenschaftsbetriebes ist sozusagen so eine Grundvoraussetzung f\u00fcr Openness oder Kollaboration?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:16-1] Doreen Siegfried:<br>Oder wie w\u00fcrdest du die beiden, also diese beiden Themen, miteinander verbinden?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:23-6] Timo Borst:<br>Ich denke schon, dass schlichtweg das Betreiben von Wissenschaft oder wissenschaftlichem Tun, also so einfach gesagt, mit all seinen Facetten also, die ja zum einen erst einmal ganz vom pers\u00f6nlichen Arbeitsplatz abh\u00e4ngen, aber dann eben auch zunehmend in kollaborative, interaktive Umgebung f\u00fchren. Dass das schon mittlerweile schon technisiert ist. Wieweit, und hinreichend und so weiter, das sind nat\u00fcrlich ganz andere Fragestellungen also insofern ist das schon auch eine Grundvoraussetzung. Also ich meine, es ist ja eine weitergehende Form der Alphabetisierung, dass wir uns mit mittlerweile mit digitalen Umgebungen und Arbeitsger\u00e4ten und so also wirklich zwanglos auskennen und die beherrschen. Und f\u00fcr bestimmte Fachwissenschaften und Disziplinen ist es dar\u00fcber hinaus auch Bestandteil der Alphabetisierung mit bestimmten Fachanwendungen und Statistikprogrammen in unserem Kontext sozusagen auch umzugehen. Und da werden wir hineinsozialisiert, also gerade auch die nachfolgenden Generationen. Und ich glaube, hinter diesen Stand werden wir auch, hoffentlich oder wie auch immer, dann auch nicht wieder zur\u00fcckfallen. Also auch, was sozusagen Beherrschung auch der Umgang und auch die Bereitschaft angeht, sich auf neue, jeweils immer wieder auf neue Dinge einzulassen. Also auch diese Bereitschaft dieser Anforderung wird stetig zunehmen. Es ist ja heutzutage nicht mehr so, dass wir nur noch mit Outlook und Office, der Officesuite und den Geschichten, also sozusagen als Monokultur arbeiten und sondern zunehmend auch uns unsere eigenen Umgebungen schaffen, je nach Kontext und Peer Group sozusagen. Bei den meisten h\u00f6rt es dann bei den Messenger- Diensten auf vielleicht oder so oder noch speziellen E-Mail-Clients. Aber im Forschungskontext geh\u00f6ren dann schon noch andere Dinge dazu. Also Dokumentenaustauschplattformen, Cloud-Infrastrukturen, die sowieso also aus meiner Sicht wahrscheinlich, das kriegen wir ja auch erst mal mit ein bisschen der \u00fcblichen Verz\u00f6gerung mit gegen\u00fcber der Industrie. Aber Cloud-Infrastrukturen d\u00fcrften noch massiven Einfluss haben auf die Entwicklung, die Weiterentwicklung unserer Forschungsinfrastruktur und so wie ich sozusagen die ganze Cloudentwicklung sowieso f\u00fcr noch bahnbrechender halte, als damals die Entwicklung der ersten Mainframesysteme oder dann der PCs, der Personal Computer, sp\u00e4ter. Also das wird auf jeden Fall f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre auch unser Umfeld mit definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte vielleicht nochmal Doreen, noch mal auch so im Zusammenhang mit Open Science auf diesen Aspekt, also jetzt auch vor dem Hintergrund meiner pers\u00f6nlichen Biografie, auch nochmal zu sprechen kommen: eben dieses Politikwissenschaft und Informatik. Also wenn man diese beiden, ja erst mal zusammenhanglos relativ heterogenen Disziplinen nebeneinanderstellt. Ich habe das sozusagen die ersten 15 Jahre bis 20 Jahre noch, dann nach Abschluss, dann bei meinem Berufsleben, also nat\u00fcrlich aus typischen Anl\u00e4ssen wie Bewerbung und so weiter und Vorstellungsgespr\u00e4che, habe ich das nat\u00fcrlich immer wieder erlebt, dass Leute sich an dieser F\u00e4cherkombination also gerieben und gesto\u00dfen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:05-8] Doreen Siegfried:<br>Es ist unkonventionell, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:08-7] Timo Borst:<br>Oder eben ja genau. Einmal bin ich sogar schlichtweg deswegen nur eingeladen worden, weil jemand wissen wollte direkt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:12-6] Doreen Siegfried:<br>Was ist das f\u00fcr jemand, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:14-8] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:16-2] Timo Borst:<br>Entsprechend hat das dann auch nicht geklappt mit der Stelle, aus beiden Seiten nicht. Und nee, aber das w\u00fcrde man so heute ja gar nicht mehr in Frage stellen, also in Frage stellen sowieso nicht, aber auch sich nicht gro\u00dfartig dar\u00fcber wundern oder so. Und gerade vor dem Hintergrund von den Entwicklungen, wie ich sie gerade eben beschrieben hatte. Man w\u00fcrde ja sagen, ja, ganz klar, das ist ein Fachwissenschaftler, der dann irgendwie in die Richtung Data Science so abgedriftet ist, so ein bisschen oder sich eben darauf verstetigt hat. Und \u00e4h, so in der Art. Also ich w\u00fcrde das nicht so im Nachhinein nicht so narrativ daraus machen wollen. Also das hatte damals auch noch andere Gr\u00fcnde, also auch ganz praktische\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:06-5] Doreen Siegfried:<br>Das w\u00e4re jetzt aus deiner Sicht w\u00e4re das sozusagen eine logische Zusammenf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:14-1] Timo Borst:<br>Das ja, das k\u00f6nnte man in so ein Narrativ packen, denn theoretisch. Aber f\u00fcr mich, und damit kommen wir zu diesem Thema Open Science, also Open Science hat bestimmt nicht zwangsl\u00e4ufig immer was mit Softwareentwicklung oder gar Informatik, ist ja nochmal etwas Anderes, zu tun. Und aber Open Science im Sinne der Durchl\u00e4ssigkeit und von Disziplinen, ne. Also, dass viel strapazierte Interdisziplinarit\u00e4t muss man jetzt gar nicht so bem\u00fchen oder so, weil das kann ja auch einfach durchl\u00e4ssig sein. Das hei\u00dft durchl\u00e4ssig auch nicht nur im wissenschaftlichen Sinne, sondern es kann ja sein, dass ich mich in einer bestimmten Community auch nur mit bestimmten Plattformen oder bestimmten Tools halt auch interagiere. Und ich bin seit Jahren nicht mehr in der politikwissenschaftlichen Szene, um Gottes Willen, da unterwegs und so. Aber umso spannender f\u00e4nde ich sicherlich interessant mal zu sehen, was die mittlerweile m\u00f6glicherweise an Umgebungen nutzen und wie da sozusagen gewisserma\u00dfen der Standard ist. Also ob die immer noch Dropbox nutzen oder irgendetwas [lacht] anderes in der gleichen so, das meinte ich halt nur. Also das geh\u00f6rt zum wissenschaftlichen Arbeiten so oder so dazu, also auch mittlerweile in den abgelegensten philologischen Disziplinen und so. Und in der Politikwissenschaft, als Teil der auch empirischen Sozialforschung, war sie sowieso seit je her auch stark datengetrieben. Also da gibt es auch ziemlich einen ziemlich starken auch statistischen Zweig und mit den entsprechenden Infrastrukturen, die daf\u00fcr n\u00f6tig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:56-9] Doreen Siegfried:<br>Okay, verstehe.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:01-5] Doreen Siegfried:<br>Du hattest ja schon vorhin gesprochen von der Technisierung der Wissenschaft. Man kennt das ja letztlich auch so aus seinem normalen Alltag, dass, ja, dass man oft Sachen nachschl\u00e4gt und vielleicht auch vieles gar nicht mehr so auswendig wei\u00df, bis hin zu dass man sich irgendwie so eine App installiert hat, die einen erinnert, dass man da alle Stunde mal einen Schluck trinkt. Also, dass man auch in einen gewissen Dialog tritt mit der Technik. Also, ich w\u00fcrde nicht sogar von Abh\u00e4ngigkeit reden. Und Open Science funktioniert ja letztlich auch nur, weil Forschungs- und Informationsinfrastrukturen eben digital sind, also sprich technisiert sind. In einer analogen Welt, wo jemand wie Humboldt, der durch die Gegend reist, w\u00fcrde ja Open Science, so wie jetzt, ja gar nicht funktionieren oder ganz ganz anders funktionieren. Aber die Frage, die mich besch\u00e4ftigt, weil wir haben ja den Fokus so ein bisschen heute auf Open Source: braucht Open Science zwingenderma\u00dfen auch Open Source-Software?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:11-3] Timo Borst:<br>Nicht zwingenderma\u00dfen, w\u00fcrde ich sagen. Also, ich habe das ja gerade eben kurz schon mal angesprochen, Stichwort Officesuite und und also eigener Arbeitsplatz, ob jetzt als PC oder eben Workstation oder Notebook, wie auch immer. Da kann ich sozusagen als Forscher oder als Forscherin da auch erst einmal bestimmt irgendwie mit arbeiten. Und viele tun das auch. Also auf der Basis von so einer Microsoft Officesuite oder erg\u00e4nzt um vielleicht die eine oder andere Fachanwendung, die dann allerdings wahrscheinlich dann eher schon nur als Open Source-Variante verf\u00fcgbar ist, also nicht jetzt \u00fcber einen kommerziellen Hersteller mit entsprechenden Lizenzen vertrieben wird. Aber auch da k\u00f6nnte ich mir sozusagen in unserer Dom\u00e4ne, zum Beispiel als Wirtschaftswissenschaftler, durchaus vorstellen, dass es das doch immer noch gibt. Dass halt Wirtschaftswissenschaftler wirklich die ganze, von der Stange weg, die ganze Microsoft-Litanei haben mit Sharepoint und so weiter, Dokumentenmanagement und auch so ein bisschen Azure Cloud im Hintergrund. Und dann ansonsten ihre Statistikanwendungen mit SPSS oder dergleichen oder STATA eben fahren. Und also so gesehen, nicht nur von der Theorie her, sondern praktisch durchaus denkbar. Und da w\u00fcrde man sagen, da w\u00e4re Open Source erst mal, erst mal auf den ersten Blick sozusagen drau\u00dfen. Also, wobei auch Microsoft mittlerweile dahin \u00fcbergeht, teilweise auch ihre Quellcodes zu ver\u00f6ffentlichen und sich damit sozusagen mehr diesen offeneren Communitymodellen anzuschlie\u00dfen. Mittlerweile auch ihre Aversion gegen Linux eben aufgegeben haben und so weiter, dass sie ja selber auch Linux-Kernels auch selber in ihrer Distribution mit anbieten und so weiter. Aber von alldem muss der Wissenschaftler, von dem wir hier sprechen, konkret jetzt gar nicht mehr wissen. Und also vielleicht schaut er nebenher mal auf sein Android-Handy und so weiter und nutzt dabei ebenso beil\u00e4ufig Open Source mit. Und wenn man ihm das entziehen w\u00fcrde, mit der Bemerkung, also ihm dann sozusagen ein rein propriet\u00e4res Handy oder Smartphone nur zur Verf\u00fcgung zu stellen, wird er vielleicht kurz mosern, oder sie, und sagen ja, ich kann ja aber diese und jene App nicht installieren und so. Aber im Prinzip w\u00fcrde das eigentliche wissenschaftliche Arbeiten damit m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:43-5] Timo Borst:<br>Aber diese Art von arbeiten mit den \u00fcblichen Konnotationen, also Stichwort Monokultur und Herstellerabh\u00e4ngigkeit, muss man sich \u00fcberlegen, wozu das f\u00fchrt, f\u00fchren w\u00fcrde, wenn man das skaliert, also massenhaft und vor allem auch \u00fcber zeitliche Dimensionen hinweg sich vorstellt. Das hei\u00dft, wenn jeder oder jede nur so arbeiten w\u00fcrde. Also sprich, diese eben viel zitierte Herstellerabh\u00e4ngigkeit sich dann nat\u00fcrlich massiv verst\u00e4rken w\u00fcrde, im Grunde genommen eine ganze Disziplin sich, welchem Hersteller auch immer, damit sozusagen, verschreibt. Ohne dass dieser Hersteller, speziell was diese Community angeht, wirklich da eine eigene Zielgruppe drin s\u00e4he. Also vielleicht w\u00fcrde da schon der Vertrieb irgendwann mal darauf aufmerksam werden, aber letztlich skaliert das aus deren Sicht n\u00e4mlich auch nicht. Also sozusagen die, was haben wir, 50.000 Wirtschaftsforscherinnen und -forscher insgesamt. Nat\u00fcrlich kann ich zufrieden sein, wenn ich die mit Campuslizenzen und so versorge. Aber letztlich ist das nur ein Bruchteil von dem, was diese Unternehmen wirklich auch anstreben, denke ich. Kurzum Herstellerabh\u00e4ngigkeit, Monokultur, also auch im Grunde genommen eine Blockade, was Innovationen in meinem eigenen Umfeld, die ich selber durchf\u00fchren kann und k\u00f6nnen will, auch angeht. Also es ist ja ein Merkmal von heutigen digitalen Arbeitsumgebungen, dass wir die selber gestalten k\u00f6nnen, also nicht unbedingt notwendigerweise, indem wir selber Hand anlegen an den Quellcode, um Gottes willen. Das w\u00fcrde wahrscheinlich auch sehr schnell zu desastr\u00f6sen Arbeitsumgebungen f\u00fchren, im Einzelfall. Aber das Grundprinzip ist, dass ich mir sozusagen schon alleine durch das Installieren fortlaufende oder konfigurieren von Komponenten, mir eben so meine pers\u00f6nliche Arbeitsumgebung schaffe, von der ich mehr oder weniger \u00fcberzeugt bin. Nicht zuletzt deswegen, weil ich sie mir eben selber zusammengestellt habe. Und das ist ein, glaube ich, ein Grundmerkmal. Also diese Selbstwirksamkeit von solchen Umgebungen. Und gerade zumal, also wirklich im Wissenschafts- und im Forschungsbereich, wo man es ja teilweise auch mit ausgepr\u00e4gter Individualit\u00e4t einfach zu tun hat. Und das Ganze geht dann wirklich auch \u00fcber, dann in die eigentlichen Fachanwendungen, wo ja sp\u00e4testens dann ich, im Grunde genommen, ziemlich aufgeschmissen w\u00e4re, wenn ich vor verschlossenen Bin\u00e4rcodes st\u00fcnde lediglich. Wo ich mich an Hersteller \u00fcber irgendwelche Helpdesks oder Supportanfragen erst wenn m\u00fcsste, um zum Beispiel ein statistisches Verfahren wie eine bestimmte Regressionsanalyse oder so f\u00fcr meine Zwecke anpassen zu k\u00f6nnen. Oder eine aus meiner Sicht Optimierung oder einen Parameter dort einzuf\u00fchren. Wie auch immer, all das sind Vorg\u00e4nge, die dann nicht mehr m\u00f6glich sind. Und das macht praktisch dieses Umfeld oder dieses Gesch\u00e4ftsfeld von kommerzieller, geschlossener Software praktisch untauglich f\u00fcr solche Forschungsprozesse, solche Forschungsvorhaben. Also gerade im Statistik-Bereich zum Beispiel, ist das offenkundig. Wenn man sich, was ich ja gerade tue, R-Pakete anguckt, dann findet man da irgendwie nat\u00fcrlich 150 verschiedene Varianten von einer Regressionsanalyse. Also, die aber alle irgendwo auch, vielleicht nicht alle wirklich hundertprozentig, aber viele davon, ihre eigene Daseinsberechtigung auf jeden Fall haben und wo es tats\u00e4chlich auch laufend aus der Community Optimierung gibt. Und das alles vor dem Hintergrund von Forschungsfragen. Welches Unternehmen sollte das leisten k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:53-2] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Das ist, die Frage stellt sich mir auch gerade. Also gerade Wissenschaft, die ja st\u00e4ndig auf der Suche ist, nach Antworten jenseits der Linie der Bekanntheit. Also sei es disziplin\u00e4r oder, wenn es noch komplizierter sein soll, auch interdisziplin\u00e4r Ph\u00e4nomene entdecken will, Zusammenh\u00e4nge entdecken will, neue Sachverhalte f\u00fcr sich erkennen m\u00f6chte. Also sozusagen in unbekanntes Gel\u00e4nde gehen m\u00f6chte, mit Werkzeugen, die aber starr sind. Also m\u00fcssten sozusagen gerade in der Wissenschaft, sag ich jetzt mal als Nicht-Informatikerin, gerade in der Wissenschaft Instrumente da sein, die ich auch auf meine individuellen Bedarfe anpassen kann. Und auch nicht nur einmal, sondern vielleicht nach der n\u00e4chsten Zwischenerkenntnis nochmal und vielleicht noch ein drittes Mal. Und das auch gerne in interdisziplin\u00e4ren Teams oder auch zusammen mit kommerziellen Anbietern im Verband und so weiter, wird ja gerne auch an Open Source-Software zusammengearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:13-2] Doreen Siegfried:<br>Also w\u00fcrdest du sagen, dass, wenn irgendwo Open Source-Software tats\u00e4chlich wichtig ist, wesentlich ist, dass dann dieses Feld der Wissenschaft auf der Liste aller m\u00f6glichen Felder auf Platz1 steht?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:31-5] Timo Borst:<br>Nein, das sicher nicht. Also, letztlich ist die Wissenschaft oder die computergest\u00fctzte Forschung ist sicherlich ein wichtiges Anwendungsfeld f\u00fcr Open Source. Gar keine Frage. Also, gleichwohl die Open Source-Bewegung ist ja nicht nur auch urspr\u00fcnglich eine akademische Bewegung gewesen, sondern eben auch von Aktivisten eben auch getrieben gewesen, die sicherlich teilweise auch einen akademischen Hintergrund hatten, aber eben auch abseits davon. Zum Beispiel, was nat\u00fcrlich auch im Unternehmensbereich und in wirtschaftlichen Sektoren angeht, dort auch einen starken Antrieb hatte. N\u00e4mlich den Impuls eben freie Software, frei verf\u00fcgbare Software, die von ihrem Quellcode her eben offen vorliegt und modifiziert und unter \u00e4hnlichen gleichartigen Bedingungen auch wieder ver\u00f6ffentlicht werden kann oder soll, sollte, dass dieses Prinzip gewisserma\u00dfen auch eine Grundeinstellung auch beinhaltet. Zu einer T\u00e4tigkeit, die sicherlich auch f\u00fcr die Wissenschaft und Forschung Relevanz hat und auch zunehmend Relevanz hat, aber die seither auch andere Bereiche, auch Lebensbereiche eben erfasst hat. Also, bis hin zu der pers\u00f6nlichen Umgebung, einfach, die ich mir damit schaffe oder nur so damit schaffe. Also sozusagen, wie ich mit anderen kommuniziere oder wie verschl\u00fcsselt ich das tun m\u00f6chte oder so. Das ist nat\u00fcrlich auch, wie viel Kontrolle ich dar\u00fcber haben will, wie viel ich eben entsprechend abzugeben bereit bin. Viele machen sich da erst einmal vielleicht nicht so viele Gedanken dr\u00fcber, andere hingegen schon eher. Also, das ist, glaube ich, wirklich auch ein gutes St\u00fcck auch Lebenshaltung. Und dass die glaube ich aber auch im Kontext von Wissenschaft und Forschung durchaus auch eben fruchtbare Ergebnisse auch schon erzielt hat und vorgebracht hat. Ich h\u00e4tte umgekehrt auch Bedenken, Open Source-Entwicklung jetzt an Open Science sozusagen festzumachen. Also nach dem Motto, dass das m\u00f6glichst dort oder dass das prim\u00e4r dort eben stattfindet oder stattfinden sollte. Daf\u00fcr gibt es einfach auch zu viele schon seit Jahren bestehende gro\u00dfe Open Source-Communities und Projekte, so rundum Apache, und alleine die ganze Webserverentwicklung und Datenbanken urspr\u00fcnglich, also die sozusagen millionenfach im Einsatz sind und Programmiersprachen sowieso. Und also der ganze Stack, der im Grunde genommen mittlerweile auch unseren Alltag irgendwie bestimmt. Und das hat alles erst mal wenig bis gar nichts mit Wissenschaft im eigentlichen Sinne zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:39-9] Timo Borst:<br>Und ist aber eben auch symptomatisch f\u00fcr die wirklich auch Produktivit\u00e4t, die da in den letzten Jahrzehnten da eben auch stattgefunden hat. Und ja, bis hin, was ja erstmal auch keine im engeren Sinne wissenschaftliche Anwendung ist, die Corona-App sozusagen, die k\u00fcrzlich eben ver\u00f6ffentlicht wurde, auch dezidiert unter dem oder dediziert unter dem Open Source-Prinzip, also urspr\u00fcnglich von SAP und Telekom, also zwei Unternehmen eben entwickelt, also ver\u00f6ffentlicht worden. Hat auch m\u00e4chtig gekostet, wie ich jetzt nochmal gelesen habe und so, also Open Source gibt es auch nicht f\u00fcr lau unbedingt, aber das nur so nebenbei. Und wo man aber auch sieht, das ist ja jetzt erst einmal sozusagen, soll uns allen f\u00fcr unser t\u00e4gliches Leben dienen oder Aufkl\u00e4rung bringen. Dass dar\u00fcber hinaus m\u00f6glicherweise auch ein gro\u00dfer Mehrwert f\u00fcr die Forschung, f\u00fcr die Corona-Forschung dabei abf\u00e4llt, ist zu erwarten und auch zu erhoffen sicherlich. Aber erst einmal hat es nat\u00fcrlich eine ganz allt\u00e4gliche Funktion auch. Und dass auf diese Weise, freut mich insbesondere auch, dass auf diese Weise der Open Source-Gedanke oder das Open Source-Prinzip auch noch einmal, also wirklich auch nochmal ins allgemeine Bewusstsein, vielleicht auch n\u00e4her r\u00fcckt. Also das einfach wirklich die schlichte, aber eben nicht so leicht umzusetzende Tatsache, dass Leute Quellcode einsehen k\u00f6nnen, m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig, um das Verhalten einer Anwendung auch wirklich in allen ihren Konsequenzen beurteilen zu k\u00f6nnen, das ist einfach eine wichtige Grundlage jetzt gewesen bei dieser App anscheinend. Und ja, und das sollte sozusagen als Prinzip sicherlich auch in die Wissenschaft und Forschung dann \u00fcbertragen werden. Also vielleicht da nicht so brisant im Einzelnen, aber nichtsdestotrotz sozusagen als Grundmodell. Und da d\u00fcrfen wir uns alle erhoffen, dass das auch der ganzen Sache nochmal einen Vorschub gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:45-5] Doreen Siegfried:<br>Absolut. Wenn wir jetzt noch mal kurz einen Schritt zur\u00fcckgehen. Also, du hattest ja vorhin gesagt, also Wissenschaft wird immer technisierter und so weiter. Mal angenommen, ich bin jetzt Wirtschaftswissenschaftlerin und habe mir jetzt vorgenommen okay, ich m\u00f6chte jetzt nicht mit kommerzieller Software arbeiten. Ich m\u00f6chte jetzt hier unbedingt mit Open Source-Software mein Forschungsprojekt voranbringen. Und ich habe aber sozusagen theoretisch noch nicht so die gro\u00dfe Open Source-Erfahrung. Wo w\u00fcrde ich da theoretisch als erstes hingehen m\u00fcssen? Also wo gibt es Software von anderen entwickelt, die ich dann, vielleicht mit einem guten Kooperationspartner, wenn ich es alleine nicht hinbekomme, weiterentwickeln kann?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:37-8] Timo Borst:<br>Naja, also wenn ich da jetzt mal auf mich allein gestellt bin, da w\u00fcrde ich mich nat\u00fcrlich erst mal im Netz umschauen. Ein anderes Modell, ein anderer Zugang ist sicherlich \u00fcber die sogenannte Community, \u00fcber Kollegen, was nat\u00fcrlich insofern vorteilhafter ist, als ich da zum einen erstmal schon mal einen Eindruck habe, was wirklich genutzt wird und in Gebrauch ist und was vor allem auch also in der jeweiligen Community auch im Einsatz ist. Also hier in der Wirtschaftsforschung zum Beispiel. Aber wenn, um mir jetzt dein Gedankenspiel fortzuspinnen, also, wenn ich jetzt eben in einer Rolle bei mir als Wirtschaftsforscher da eben vor der Frage stehe, welches Statistikprogramm beispielsweise ich jetzt alternativ nutzen k\u00f6nnen sollte, gegen\u00fcber dem, was ich bisher immer genutzt habe, ob nun SPSS oder STATA oder so genau. Dann w\u00fcrde mir wahrscheinlich, also wenn ich jetzt sozusagen recherchieren m\u00fcsste, um auf eben R zum Beispiel zu kommen, was wirklich da die, die gro\u00dfe Alternative schon seit jeher eben auch ist, da w\u00e4re es schon komisch, wenn ich daf\u00fcr jetzt gro\u00dfe Recherchen anstellen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:51-8] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:51-8] Timo Borst:<br>Also da ist die Sache ziemlich eindeutig. Aber ansonsten w\u00fcrde nat\u00fcrlich ich \u00fcber eine einfache Recherche sehr schnell auf die Seiten kommen, die von der Community bzw. von der Initiative, die es dann im Einzelnen dahinter ist, dann angeboten wird, also sozusagen die die Downloads, die Dokumentation, die Foren, die Mailinglisten et cetera dazu eben anbieten. Das ist ja so typischerweise so ein Gesamtpaket rund um ein Open Source und eine Open Source-Entwicklung also. Oder\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:24-5] Doreen Siegfried:<br>Also das hei\u00dft, es gibt da jetzt nicht so eine Plattform, wo ich mal st\u00f6bern kann, sondern ich muss dann schon eingeben \u201eOpen Source Statistik-Tool\u201c, oder? Und dann finde ich f\u00fcnf verschiedene\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:36-4] Timo Borst:<br>Naja doch, ich komme dann schon auf die einschl\u00e4gigen Plattformen. Ob das sozusagen jetzt CRAN ist, zum Beispiel, also im Fall von R, oder eben die offiziellen Plattformen f\u00fcr die Distribution, f\u00fcr die Packages dort, die kriege ich aber relativ prominent auch schnell angezeigt. Und nat\u00fcrlich werden Distribution und Packages auf allen verschiedenen m\u00f6glichen Seiten irgendwie zumindest verlinkt und euch angezeigt. Aber da komme ich schon relativ schnell dann hin und oder, wenn ich einfach \u201eR-Projekt\u201c eingebe oder so was, dann werde ich auch sehr schnell auf diese Seiten verwiesen. Und dann kommt es tats\u00e4chlich darauf an, eigentlich eher im zweiten Schritt, also, wenn ich dann mal diese konkrete Seite oder Plattform identifiziert habe, wof\u00fcr ich nicht lange brauchen d\u00fcrfte, wirklich dann zu gucken, also wie finde ich mich da zurecht. Also gerade der Einstieg in eher dieses Interaktive, in Foren, in Mailinglisten, in dieser typischen Community Austausch, Interaktion und so weiter. Da ist es logisch so, dass ich mir das erst mal eine gewisse Zeit sicherlich anschaue, je nachdem, was ich damit jetzt mache. Und oft komme ich ja schon mit einer relativ ausf\u00fchrlichen und auch aktuellen Dokumentation auch ganz gut hin, was wei\u00df ich, begleitend zu diesem gro\u00dfen Open Source-Paket gibt es ja mittlerweile auch massig eben MOOCs und Online-Kurse, so wie ich das gerade eben erw\u00e4hnt hatte zu R auch. Und dar\u00fcber kriegt man dann eben auch Tutorials und Lernmaterialien. Die findet man aber auch sonst wo \u00fcberhaupt. Die sind eigentlich in aller Regel auch als OER \u2013 Open Educational Resources verf\u00fcgbar mittlerweile oder zumindest Teile davon. Und da muss ich dann einfach gucken. Also je nachdem, was mich dann auch im Einzelnen interessiert an der Software, also gegen\u00fcber der kommerziellen Anwendung, die ich zuvor hatte. Wenn ich zum Beispiel ein R-Paket, wie gesagt, das Beispiel mit der Regressionsanalyse, wenn ich da eben bestimmte Verfahren mich also besonders daran interessieren, die, die ich bisher nicht vorgefunden habe in dem kommerziellen Paket und das kann nat\u00fcrlich dann eher der Antrieb da kann da sein: ich hoffe, dass ich hier was finde, was jemand anders schon gemacht hat und dass es einigerma\u00dfen f\u00fcr meine Zwecke Bed\u00fcrfnisse jetzt passt. Oder ich will umgekehrt gerade eine offene Umgebung, um das f\u00fcr mich eben selber so anzupassen und zu entwickeln und gegebenenfalls dann sogar im n\u00e4chsten Schritt auch noch f\u00fcr Dritte verf\u00fcgbar zu machen. Und genau, also das w\u00e4re sozusagen so grob, vielleicht das Szenario. Und ich glaube, dass Open Source, der Einsatz, also jetzt auch erst mal der passive Einsatz von Open Source, dass ich das bei mir installiere und gegebenenfalls auch noch konfiguriere und anpasse. Und das ist nat\u00fcrlich auch nochmal durchaus eine eigene Erfahrung, das muss man schon auch sehen, das nat\u00fcrlich tendenziell Open Source-Entwicklungen jetzt nicht das letzte ausgefeilte, dekorative fancy Interface da haben. Das gibt es durchaus auch mittlerweile, also. Aber klar ist nat\u00fcrlich, das kann man sich ja leicht vorstellen, dass im Fokus oder im Kern von Open Source-Entwicklungen nat\u00fcrlich wirklich jetzt erst mal die Kernfunktionalit\u00e4ten nat\u00fcrlich auch stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:40-9] Doreen Siegfried:<br>User Experience ist jetzt nicht so TOP 1.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:41-7] Timo Borst:<br>Und User Experience und fancy Interfaces und vor allem auch Corporate Design-Geschichten, das ist ja auch immer auch wichtig. Das war seither auch zum Beispiel Microsoft immer sehr wichtig, also die Wiedererkennbarkeit von Anwendungen und so weiter, dass das nat\u00fcrlich logischerweise erst mal im Hintergrund steht. Und dann kann es nat\u00fcrlich sein, dass ich dann relativ schnell auf so eine Konsole sto\u00dfen, wo ich dann pl\u00f6tzlich dann so Befehle in bestimmten Formaten, bestimmten Syntax und so eingeben muss. Und wo ich dann dazu mir Manuals durchlesen muss, wie welcher Befehl funktioniert und so weiter. Das ist dann nat\u00fcrlich eine andere Welt und auch noch eine andere Anforderung. Und ich kann nat\u00fcrlich zusehen, dass ich mich m\u00f6glichst schnell da wieder rausbegebe, das N\u00f6tigste darin sozusagen erledige oder das \u00fcber so ein Skript irgendwie automatisiere, was dann regelm\u00e4\u00dfig startet und l\u00e4uft. Und dann bin ich sozusagen wieder in meiner halbwegs vertrauten Umgebung. Aber das bedeutet nat\u00fcrlich Open Source im Einzelnen auch. Also eine relativ hohe Lernkurve erst mal, was eben den Einstieg in solche rudiment\u00e4ren Interfaces angeht und so. Daf\u00fcr muss ich allerdings auch sagen, habe ich damit wirklich auch nicht nur die volle Kontrolle, sondern auch den vollen Funktionsumfang. Denn eins ist auch klar, diese fancy Interfaces, die verbergen vom Prinzip her f\u00fcr mich auch Funktionalit\u00e4ten. Das sollen sie auch, um das sozusagen f\u00fcr den gemeinen Nutzer oder die gemeine Nutzerin auch einfacher zu machen. Aber von denen sprechen wir ja gerade nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:22-6] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:24-1] Doreen Siegfried:<br>Na gut, aber die meisten sind nat\u00fcrlich verw\u00f6hnt durch einfach private Anwendungen, durch jahrelange Anwendungen von diesen sogenannten fancy Tools.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:33-7] Timo Borst:<br>Ja, ja. Und da sind auch Standards, also de facto Standards mit geschaffen worden. Also die ganze Windows-Technologie und so, die gab es vorher auch schon, also X Windows und dergleichen also auch unter Unix. Und das ist sicherlich durch Microsoft mit seiner Windows-Entwicklung, wie gesagt, die hatten das sich auch nicht ausgedacht oder das urspr\u00fcnglich auch schon \u00fcbernommen, aber die haben das nat\u00fcrlich popularisiert und dann durch die vielen, vielen Desktop, durch die gro\u00dfe Desktopverbreitung und PC-Verbreitung, dann in Form ihrer Windows-Programme dann halt so wirklich ja eben popularisiert und das ist eben so ein Standard. Speziell aus den 80er und 90er-Jahren, denke ich, der, mit dem wir so auch ein bisschen gro\u00df geworden sind und wo man nat\u00fcrlich auch gerne daran gew\u00f6hnt hat und so. Aber, wo ich denke und auch hoffe, dass das auch wieder eine andere Richtung nehmen wird. Und heutige Interfaces sind ja auch wieder ganz anders, eben gar nicht mehr sozusagen f\u00fcr jeden Prozess so ein eigenes Fenster und so weiter. Und die ganze Fenstertechnologie ist logischerweise mit den verschiedenen Endger\u00e4ten jetzt auch eine zunehmend in den Hintergrund und beziehungsweise aufgel\u00f6st zugunsten anderer Geschichten. Also was wei\u00df ich, dass ich slidern kann oder so und diese Sachen werden auch die Interface-Entwicklung auf jeden Fall beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:09-6] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:13-4] Doreen Siegfried:<br>Noch mal zu dem ganzen Open Science-Thema zur\u00fcck oder Open Source. Also welche Bedeutung, also, du hattest ja vorhin schon angesprochen. Also die Frage, die mich besch\u00e4ftigt ist: Welche Bedeutung hat jetzt offene Software, sprich Open Source aus deiner Sicht speziell f\u00fcr Forschung und Wissenschaft? Und angeschlossen die Frage: Was hat diese Softwareentwicklung oder generell was hat Softwareentwicklung bei der ZBW damit zu tun?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:46-8] Timo Borst:<br>Also Open Source ist als Prinzip, so wie ich das eben kurz beschrieben hatte, was schon seit jeher auch abseits der Wissenschaft so bestand, sicherlich auch gewisserma\u00dfen ein Modell f\u00fcr offene Wissenschaft. Also da darf man sich auch eine wechselseitige Befruchtung erhoffen. Zumal wenn jene Wissenschaft auch also in dem Modus von Open Source arbeitet. Also dadurch, dass sie ja zunehmend selber eben software- und algorithmen- und datengetrieben arbeitet. Und also einerseits dann ein Vorbild oder ein Beispiel zu geben f\u00fcr offene Wissenschaft und auf der anderen Seite aber auch eben offene Wissenschaft zu erm\u00f6glichen. Also in dem Sinne, wie ich es vorhin auch kurz angesprochen hatte, dass ich mir selber meine Umgebung schaffe, mithilfe von Programmen und Anwendungen. Und das ist, glaube ich, sozusagen die Quintessenz. Und dann gibt es nat\u00fcrlich noch den Aspekt, ich hatte es mit den Fachverfahren ja angesprochen, die eben auch ein wesentliches Merkmal der jeweiligen Fachdisziplinen ist. Und dass diese Fachverfahren dann in aller Regel h\u00e4ufig, klar je fachlicher sie sind, je nach Kontext umso mehr eben auch, als Open Source-Entwicklung eigentlich nur denkbar sind. Und dann gibt es eben auch den Aspekt, der insbesondere die ZBW hier bei uns nat\u00fcrlich ber\u00fchrt, ist eben die softwaregetriebene Entwicklung von Forschungs- und Informationsinfrastrukturen, die ihrerseits eben m\u00f6glichst nach Open Source-Prinzipien funktioniert. Das hei\u00dft auf der Basis sowohl von Open Source-Komponenten als auch als eigener Beitrag und als Weiterentwicklung gem\u00e4\u00df den Open Source-Prinzipien. Das ist eben auch das Modell, was wir hier ja seit jeher fahren, im Grunde genommen. Also auch im Bereich der Softwareentwicklung, dass wir eben quasi einen offenen Stack an typischen Open Source-Komponenten und Tools eben nutzen und, was wei\u00df ich, DSpace, Holla und Co eben. Und auf der anderen Seite eben auch uns in dem Umfeld nat\u00fcrlich bewegen. Und das hei\u00dft stellenweise auch durchaus auch unsere Entwicklung eben auch verf\u00fcgbar machen, wiederum als Open Source, sei es in Gemeinschaftsprojekten, zusammen mit anderen, so zum Beispiel das Ergebnis damals von dem LibRank-Projekt oder dass wir eben eher das einfach, was wei\u00df ich, \u00fcber die einschl\u00e4gigen Plattformen wie GitHub eben einfach als Release, wie auch immer, zur Verf\u00fcgung stellen. Auf dass, wer auch immer sich dann das anschauen kann und gegebenenfalls auch nachnutzen kann. Was wir nicht machen, das haben wir aber auch nie angestrebt, das ist auch noch ein anderer Schnack sozusagen, wie man hier sagt, dass man wirklich selber eine eigene Kernentwicklung betreibt und managt, also sozusagen, was wei\u00df ich, so ein DSpace-Kernsystem oder so. Und das ist auch also auch eine Herausforderung, das zu koordinieren auf jeden Fall, weil sich solche Entwicklungen ja regelm\u00e4\u00dfig aus den Beitr\u00e4gen von ganz verschiedenen Leuten eben auch speisen. Und das ist aber eben auch quasi auch so ein bisschen ehrenamtliche T\u00e4tigkeit, muss man auch sehen. Also das k\u00f6nnten wir hier nicht praktisch als unmittelbares Anforderungs- oder T\u00e4tigkeitsprofil sozusagen definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:50:32-9] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:50:34-5] Timo Borst:<br>Und, also in dem Sinne machen wir ja auch keine Produktentwicklung, sondern tats\u00e4chlich Anpassung, Weiterentwicklung vorhandener Open Source-Komponenten. Du wei\u00dft selber bestens, dass unsere Homepage eben auch auf einer solchen beruht und, wie viele Homepages von anderen Einrichtungen wie unsere auch, und wo wir das einfach nachnutzen in erster Linie. Aber wo wir mal durch die punktuelle Weiterentwicklung in Form eines Plug-Ins, dann auch f\u00fcr uns selbst zun\u00e4chst dazu, dass erweitern und ja, wo wir nat\u00fcrlich auch jederzeit bereit w\u00e4ren, das auch mit anderen zu teilen. Also wir haben da ja viele andere Bereiche auch im Bereich der Langzeitarchivierung oder so, wo auch so ein Sharing dann auch stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:20-2] Doreen Siegfried:<br>Was, was w\u00e4re denn so deine gro\u00dfe Vision bez\u00fcglich Software, Open Source, Open Science?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:31-8] Timo Borst:<br>Hm. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:38-7] Doreen Siegfried:<br>Du darfst jetzt ganz gro\u00df denken.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:43-5] Timo Borst:<br>Da schlie\u00dft sich der Kreis von der Mission zur Vision. Genau. Aber klar, ach, ich w\u00fcrde sagen, Vision ist eher eine softwaregest\u00fctzte Forschungs- und Informationsumgebung zu schaffen, beziehungsweise laufend zu schaffen, in die m\u00f6glichst viele Nutzer- und Projekterfahrung auch eingeflossen sind. Sprich, die wirklich auch nutzergerecht funktionieren kann und die sich dementsprechend auch laufend verbessert. Also auch das ist durchaus Zielstellung und letztlich zu einem Standard modernen wissenschaftlichen und forscherischen Arbeitens f\u00fchrt, der als Grundlage f\u00fcr letztlich auch wissenschaftlichen Fortschritt dann auch dienen kann. Und taugen kann. Also das mit dem wissenschaftlichen Fortschritt ist ja auch wirklich auch ein philosophisches Grundthema. Aber das, das k\u00f6nnen wir hier sicher auch nicht kl\u00e4ren oder l\u00f6sen. Aber daf\u00fcr zumindest die Voraussetzungen zu schaffen. Das ist, glaube ich, ein wichtiger Bestandteil also auch der tagt\u00e4glichen Arbeit, und wo dass jetzt letztlich zielpunktm\u00e4\u00dfig hinf\u00fchrt, das l\u00e4sst sich, glaub ich, schwer definieren oder wirklich auch fixieren oder gar wirklich prognostizieren. So ein paar Aspekte hatte ich ja schon angesprochen. Cloud Computing wird aus meiner Sicht sicherlich noch prominenter werden und also, beziehungsweise auf der anderen Seite die zunehmende Fragmentierung oder auch eben Heterogenit\u00e4t von mobilen Endger\u00e4ten und Arbeitsformen und so weiter. Aber das sind alles schon auch Entwicklungen, die schon l\u00e4ngst so eingetreten sind, die mit einer gewissen Verz\u00f6gerung, wie gesagt, auch f\u00fcr Wissenschaft und Forschung dann, denke ich, eintreten w\u00fcrden. Aber an all dem eben mitzuwirken, wobei immer nur das nat\u00fcrlich minimalste Beitr\u00e4ge letztlich sind, aber an all dem eben mitzuwirken und letztlich ja den wissenschaftlichen Fortschritt damit auch zu erm\u00f6glichen, erst mal. Ob er auch wirklich stattfindet, das ist nochmal eine andere Frage. Das k\u00f6nnen wir auch letztlich nicht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:02-3] Doreen Siegfried:<br>Also an den Rahmenbedingungen zu schrauben, sozusagen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:02-4] Timo Borst:<br>Genau. Und ja also insofern, also nur als praktisches Beispiel jetzt auch vor dem Hintergrund der letzten Monate, dass die Open Access-Repositorien also jetzt als praktisch wirklich praktische Infrastrukturentwicklung eben zur Verf\u00fcgung standen, um da eben kurzfristig auch Covid-Paper dann auch also wirklich auch kurzfristig zur Verf\u00fcgung zu stellen, w\u00e4re eben ohne die vorangegangene, ja langj\u00e4hrige Entwicklung und auch nicht nur Entwicklung, auch Standardisierung und Zertifizierung et cetera, gerade in dem Bereich, nicht denkbar gewesen. Sodass das halt auch so eine Infrastruktur dann eben, wenn man sie wirklich so dringendst brauchte, dann auch zur Verf\u00fcgung stand. Das l\u00e4sst sich eben nicht \u00fcber Nacht sozusagen aus dem Boden stampfen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:56-1] Doreen Siegfried:<br>Sondern sich aus der Schublade bedienen letztlich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:58-1] Timo Borst:<br>Genau. Und das hat mich wirklich gefreut, dass das dann eben so ein, also so diskussionslos, praktisch dann auch von der Community selber oder in verschiedenen Communities dann auch so angenommen und genutzt wurde. Das, denke ich, ist letztlich auch ein gro\u00dfer Verdienst von Open Science, wenn man darunter eben auch Infrastrukturentwicklung versteht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:22-0] Doreen Siegfried:<br>Also k\u00f6nntest du sozusagen, wenn du auf eine Familienfeier eingeladen wirst, Opas Neunzigster oder was auch immer und jemand fragt, was machst du, dann k\u00f6nntest du sagen: ich arbeite an diesen Infrastrukturen, an diesen digitalen Infrastrukturen, die die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen brauchten, um ihre Paper schnell und z\u00fcgig auszutauschen, um an der Corona-Krise zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:54-7] [beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:56-3] Timo Borst:<br>Als ob ich die Krise gebraucht h\u00e4tte, um das und den n\u00f6tigen Aufh\u00e4nger daf\u00fcr zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:03-0] Doreen Siegfried:<br>Nein, aber das kann ja wirklich jeder verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:03-9] Timo Borst:<br>Aber im Prinzip k\u00f6nnte man ja, ja mit ein bisschen mit der Brechstange und gutem Willen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:12-6] Doreen Siegfried:<br>Mit der Brechstange wei\u00df auch jeder, was ein Preprint-Server ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:13-7] Timo Borst:<br>\u2026 k\u00f6nnte man das so hinbiegen. Ja ja, und das man sagt okay, und stell dir vor, was wir jetzt f\u00fcr Corona, was jetzt gerade f\u00fcr Corona passiert ist, das machen wir fortlaufend f\u00fcr die Wirtschaftswissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:22-2] Doreen Siegfried:<br>Das machen wir schon lange, aber jetzt kennt es jeder.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:24-5] Timo Borst:<br>Und wenn die n\u00e4chste Bankenkrise uns erreicht, dann werden auch pl\u00f6tzlich hektisch tausend Preprints hochgeladen. Und dann waren wir nicht an der Bankenkrise schuld, aber dann zumindest an deren Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:34-1] Doreen Siegfried:<br>Timo, letzte Frage: wenn unsere H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer jetzt f\u00fcr sich selbst das Thema Open Science und insbesondere Open Source-Software entdeckt haben, was w\u00e4ren so deine drei Tipps f\u00fcr die t\u00e4gliche Praxis?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:51-7] Timo Borst:<br>Ach, also ganz kurz vielleicht auf den Punkt gebracht, also einmal wirklich ganz praktisch checken, was von den Programmen, die ich so pers\u00f6nlich tagt\u00e4glich nutze, eigentlich Open Source als Open Source vorliegt. Also mal gucken, wie weit mache ich wirklich selber von mir Open Source, von Open Source-Software Gebrauch. Zweite Empfehlung, wenn ich dabei die Feststellung mache, dass sich darunter keinerlei Open Source befindet, warum sollte ich es nicht einmal bewusst mit einer solchen Open Source-Komponente versuchen, wie zum Beispiel einem Thunderbird-Client, Mail-Client oder einem Open Office-Wordprogramm. Also einfach als Anregung. Und wenn ich mich zu diesem Schritt entschlie\u00dfen sollte, dann w\u00e4re noch meine weitergehende Empfehlung, weil ich dann irgendwann sicherlich auf Fragestellungen, wom\u00f6glich sogar Probleme im Umgang mit der Software sto\u00dfen werde, einfach mal Einblicke in entsprechenden Mailinglisten oder Foren zu einschl\u00e4gigen Open Source-Projekten oder eben auch Communities zu nehmen. Einfach auch, weil das auch interessant ist, also auch, wie \u00fcberhaupt, welche Art von Themen oder Problemen dort behandelt werden. Nat\u00fcrlich ist das technisch, hochgradig technisch teilweise, aber eben auch, wie dort kommuniziert wird, wie der Umgang ist und also wie teilweise auch wirklich sehr konstruktiv auf ganz gezielt auf Detailgeschichten eingegangen wird, L\u00f6sungen vorgeschlagen werden et cetera. Und so werde ich schnell feststellen wahrscheinlich, also zumal wenn ich da relativ am Anfang stehe, dass es f\u00fcr viele meiner Fragen auch Antworten gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:58:35-6] Doreen Siegfried:<br>Das h\u00f6rt sich doch gut an. Dann bedanke ich mich ganz herzlich, Timo. Es war sehr informativ.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch vielen Dank da drau\u00dfen. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Lassen Sie uns gern Feedback da. Abonnieren Sie uns flei\u00dfig auf iTunes oder Spotify. Und ich freue mich aufs n\u00e4chste Mal.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[80,85,90,89,84,86,88,82,87,81,91,83,12],"class_list":["post-31","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-autose","tag-coding-da-vinci","tag-corona-app","tag-data-science","tag-digitale-infrastrukturen","tag-journal-landscape-explorer","tag-librank","tag-offene-wissenschaft","tag-open-source","tag-python","tag-sinir","tag-spracherkennung","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 08 Open Source - The Future is Open Science<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Open Science und Open Source: Dr. Timo Borst erkl\u00e4rt er uns, inwiefern Open Source als Modell f\u00fcr offene Wissenschaft gelten kann.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2021\/05\/07\/fos-08-open-source\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"FOS 08 Open Source - 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