{"id":128,"date":"2025-07-21T08:31:22","date_gmt":"2025-07-21T06:31:22","guid":{"rendered":"727466b9-831e-4275-8514-3dcf8ab71db6"},"modified":"2026-01-16T13:37:41","modified_gmt":"2026-01-16T12:37:41","slug":"fos-53-das-leopoldina-papier-zu-diamond-open-access","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2025\/07\/21\/fos-53-das-leopoldina-papier-zu-diamond-open-access\/","title":{"rendered":"FOS 53 Das Leopoldina-Papier zu Diamond Open Access"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_c365451246a2aeda6a66f3e46a2584462d12a26c\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2025\/07\/21\/fos-53-das-leopoldina-papier-zu-diamond-open-access\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/159\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_53.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div 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science?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.leopoldina.org\/politikberatung\/arbeitsgruppen\/zukunft-des-wissenschaftlichen-publizierens\/\">AG Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/coara.eu\/\">CoARA<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2023\/06\/19\/fos-30-reform-der-forschungsbewertung\/\">FOS 30: Reform der Forschungsbewertung<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 53 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 53: Das Leopoldina-Papier zu Diamond Open Access<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Professor Dr. Diethard Tautz<br>Sprecher der Arbeitsgruppe Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina<\/p>\n\n\n\n<p>Professor Dr. Konrad F\u00f6rstner<br>Mitglied der Arbeitsgruppe Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:03] Diethard Tautz:<br>Jeder darf eine Zeitschrift er\u00f6ffnen und danach Geb\u00fchren f\u00fcr die Artikel erheben, egal wie gut oder schlecht der Service ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:14] Konrad F\u00f6rstner:<br>Wir verschwenden, noch mal, wie vorhin gesagt, eigentlich 40% gehen ins Shareholder Value rein, so. Und von daher sind diese 10 bis 20 Millionen, die wir jetzt erstmal initial ansetzen bzw. auch sp\u00e4ter, die Kosten daf\u00fcr sind verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:32] Konrad F\u00f6rstner:<br>Nat\u00fcrlich, man muss irgendwo anfangen und auch das wird Zeit kosten. Das ist ein Kulturwandel. Und genau das muss man irgendwann angehen und nicht die H\u00e4nde in den Scho\u00df legen und sagen, es ist jetzt einfach so.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:46] Diethard Tautz:<br>Wir m\u00fcssen das einfach aus dem Kopf rauskriegen, dass Zeitschriften was Besonderes sind im Wissenschaftssystem. Es soll so finanziert werden, wie das gesamte Wissenschaftssystem. Und wenn man tats\u00e4chlich zu finanziellem Druck kommt, dann ist eben das gesamte Wissenschaftssystem unter Druck und nicht nur eine bestimmte Komponente.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:07] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Heute sprechen wir \u00fcber ein Diskussionspapier der Leopoldina, das neue Wege zur Finanzierung des wissenschaftlichen Publikationswesens aufzeigt und Ideen formuliert, wie Deutschland eine Pionierrolle in der Wissenschaft einnehmen kann. Vielleicht kurz zur Einf\u00fchrung: Das derzeitige Publikationssystem ist stark kommerzialisiert. Gro\u00dfe Verlagskonzerne wie Elsevier, Springer Nature und Wiley haben eine Monopolstellung und z\u00e4hlen zu den einflussreichsten Akteuren im Wissenschaftsbetrieb. Sie verkaufen nicht nur kostenpflichtig Zugang zur Fachliteratur, sondern bieten zunehmend auch umfassende Services entlang des gesamten Forschungszyklusses an, von der Entwicklung von Forschungsfragen \u00fcber die Datenanalyse bis hin zu Publikationsmetriken und Rankings. Zudem werden die durch diese Systeme generierten Daten kommerziell verwertet. Es gibt ein Data Tracking. In diesem ganzen Gesch\u00e4ft entstehen Abh\u00e4ngigkeiten, die den Handlungsspielraum von Wissenschaftseinrichtungen einschr\u00e4nken. Hinzu kommt, dass dieses kommerzielle Gesch\u00e4ft mit der Wissenschaft mit erheblichen Mitteln staatlich subventioniert wird. Um diesen strukturellen Login zu durchbrechen und wissenschaftliche Kommunikation wieder st\u00e4rker in akademischer Selbstverantwortung zu organisieren, engagieren sich verschiedene Initiativen und Konsortien f\u00fcr unabh\u00e4ngige, wissenschaftsgeleitete Zeitschriften. Und eine Arbeitsgruppe der Leopoldina hat nun zudem ein Papier vorgelegt, das neue Finanzierungsans\u00e4tze formuliert. Ein Vorschlag f\u00fcr einen grundlegend anderen Businessplan im wissenschaftlichen Publikationssystem. Und \u00fcber diese Ideen, \u00fcber diese neuen Finanzierungsans\u00e4tze, sprechen wir heute. Zu Gast sind Professor Dr. Diethard Tautz, Sprecher der Arbeitsgruppe Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens und Mitautor des Papiers, sowie Professor Dr. Konrad F\u00f6rstner, ebenfalls Mitglied der elfk\u00f6pfigen Leopoldina Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema besch\u00e4ftigt hat. Herzlich willkommen!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:39] Konrad F\u00f6rstner:<br>Hallo, danke f\u00fcr die Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:40] Diethard Tautz:<br>Hallo.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:42] Doreen Siegfried:<br>Warum braucht es ein komplett neues Finanzierungssystem, das \u00fcber DEAL hinausgeht oder auch \u00fcber bestehende Initiativen zur Diamond Open Access-Konsortialfinanzierung? Und wie genau sieht dieses Finanzierungsprinzip aus? Vielleicht steigen wir damit gleich mal ein, dass Sie das vielleicht noch mal kurz erl\u00e4utern.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:07] Diethard Tautz:<br>Ja, das\u2026 Sie haben es schon angesprochen. Das Problem, das sich \u00fcber die Jahre oder Jahrzehnte entwickelt hat, dass wir eine zunehmende Kommerzialisierung des wissenschaftlichen Publizierens sehen, weg von dem Tr\u00e4ger der Wissenschaft, hin zu Verlagen, die eigene Initiativen entwickeln, die zum Teil ja auch sehr hilfreich sind. Da gibt es gar keinen Zweifel. Aber es hat sich eben \u2026 die Triebfeder des wissenschaftlichen Publizierens wird zunehmend kommerziell und wird damit auch sehr teuer. Gerade die gro\u00dfen\u2026, die Wachstumsraten der gro\u00dfen Verlage und auch die Geb\u00fchren, die sie verlangen, sind, wachsen \u00fcberproportional stark und gehen auch an der Wissenschaft vorbei. Es gibt dann auch Ph\u00e4nomene, dass manche Verlage nur entstehen, um solche Geb\u00fchren abzugreifen. Dieses Problem ist jetzt schon seit langem bekannt. Wir wollen das zur\u00fcckholen in die Wissenschaft, das System, und letztlich eine institutionelle Finanzierung des wissenschaftlichen Publizierens erreichen, die genauso funktioniert wie die Wissenschaft selbst. Die gesamte Wissenschaft, \u00f6ffentliche Wissenschaft, ist ja eine institutionelle Finanzierung. Basierend oft auf entweder auf direkter F\u00f6rderung von Institutionen oder Forschungsinfrastruktur oder eben von Grants, die beantragt werden k\u00f6nnen. Und da wollen wir das wissenschaftliche Publizieren auch sehen, dass man einen Antrag stellen kann auf eine Finanzierung einer Zeitschrift, die begutachtet wird und damit eine Grundfinanzierung erh\u00e4lt, die unabh\u00e4ngig ist von kommerziellem Druck. Der wichtigste neue Aspekt ist tats\u00e4chlich, der bisher gar nicht realisiert worden ist, dass es auch eine Begutachtung der Zeitschriften geben soll. Das ist erstaunlicherweise bisher nicht der Fall. Jeder darf eine Zeitschrift er\u00f6ffnen und danach Geb\u00fchren f\u00fcr die Artikel erheben, egal wie gut oder schlecht der Service ist. Und das ist tats\u00e4chlich auch nicht unter der Kontrolle der \u00f6ffentlichen Hand, sondern das geht tats\u00e4chlich vorbei an normalen Vergabeverfahren. Dass die \u00fcber \u00f6ffentliche Ausschreibungen, zum Beispiel, kontrolliert werden. Und das ist eben unsere Idee. Man bekommt einen Etat, mit dem man auch wieder Verlage beauftragen kann, aber eben \u00fcber eine \u00f6ffentliche Ausschreibung. Damit ist eben die beste Kontrolle \u00fcber die Ausgaben gesichert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:43] Doreen Siegfried:<br>Okay. Also das hei\u00dft, es wird nicht nur wie bislang\u2026 Also es wird nicht nur das wissenschaftliche Ergebnis, die Forschungspublikation, bewertet, die letztlich in der Zeitschrift angeboten wird, sondern auch die komplette Infrastruktur. Das, was Sie jetzt als Service nannten, soll bewertet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:00] Diethard Tautz:<br>Genau. Also, dass, die Qualit\u00e4t der Zeitschrift wird bewertet und das gibt eben auch eine neue Dimension, wie man eben die Qualit\u00e4t der Zeitschriften absch\u00e4tzen kann, unabh\u00e4ngig von einem Impact Factor, der ja auch sehr stark in der Diskussion ist, ob das der korrekte Weg ist, die Qualit\u00e4t einer Zeitschrift abzusch\u00e4tzen. Ist eigentlich der wissenschaftliche Weg ist eigentlich, eine Begutachtung der Zeitschrift zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:22] Doreen Siegfried:<br>Welche Vorteile sehen Sie denn darin, hinsichtlich oder im Vergleich zu bereits bestehenden Open-Access-Formaten?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:31] Konrad F\u00f6rstner:<br>Also wir haben das, wir haben das ja gesehen, dass der goldene Weg, der sich in den letzten Jahren durchgesetzt hat, eigentlich ausgenutzt wird von den kommerziellen Verlagen. Das hei\u00dft, wir haben da, wie beschrieben, da eine Kommerzialisierung, die passiert, wo der Drive f\u00fcr neue Zeitschriften, f\u00fcr neue Journale, eigentlich ein anderer ist, als den man sich in der Forschung vorstellen m\u00f6chte, n\u00e4mlich um Wissen zu verbreiten. Da geht es\u2026 Historisch gesehen kann man da weit zur\u00fcckgehen in ein paar Jahrzehnte und kann sich mal die Geschichte von Robert Maxwell anschauen, der das letztlich ja die Grundz\u00fcge auch f\u00fcr Elsevier gelegt hat. Es gibt einen fantastischen Artikel im Guardian dazu, den ich jedem empfehlen kann, Longread, der das mal aufdr\u00f6selt. Und wir befinden uns in einem System, was darauf basiert, auf dieser Entwicklung basiert. Und wenn man jetzt mal Open Access anschaut, was dann in den letzten Jahrzehnten angenommen wurde, hat man nat\u00fcrlich erstmal den Ansatz, okay, die Leute kommen dann an das Wissen ran. Man hat diese Bezahlschranken entfernt. Das ist immer ein Fortschritt, ganz auf jeden Fall. Aber das Problem ist nat\u00fcrlich, dass auch hier die kommerziellen Verlage zu einer Preisspirale\u2026 oder in einer Preisspirale sich befinden, die einfach nach oben geht und das ganz klar ausnutzen, dass wir eine sehr starke Verkn\u00fcpfung an unser Incentive System, an unser Bewertungssystem von Forschenden auch haben. Das hei\u00dft also, wenn ich bei gro\u00dfen Verlagen, bei bekannten, nummerierten Zeitschriften publizieren m\u00f6chte, kann ich da mehr als 10.000 \u20ac f\u00fcr Open Access klaglos hinlegen, das hei\u00dft also APCs. Das hei\u00dft, da ist irgendwas, l\u00e4uft irgendwas falsch. Und wenn man sich auch die Gewinnmargen anschaut, die weiterhin sehr hoch sind, auch im Open Access. Also teilweise \u00fcber 40%, da stimmt irgendwas nicht. Und mit diesem Konzept wollen wir dem entgegenwirken. Wir wollen das wieder an die Akademiker zur\u00fcckf\u00fchren und damit auch diesen Abschluss vermitteln. Das kann man ganz klar sagen. Also wenn 40% Gewinnmarge irgendwie abflie\u00dfen, dann fehlt das an Forschungsgeldern an anderer Stelle. Und durch dieses System kann man dem entgegenwirken, kann das Ganze einfangen, kann wieder Kontrolle zur\u00fcckgeben an die Forschenden und wirklich auch bedarfsgerecht arbeiten. Das war auch ein Problem. Es wurden Journale gegr\u00fcndet, einfach weil es ging, weil es ein uns\u00e4ttigbarer Markt war. Und das hat dem System nicht gutgetan. Und durch diesen Ansatz k\u00f6nnen wir das einschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:50] Doreen Siegfried:<br>Sie schreiben ja in diesem Papier, dass so pro Jahr ungef\u00e4hr 10 bis 20 Millionen daf\u00fcr aufgebracht werden sollen vom Wissenschaftssystem. Wo kommen die her? Also wo kommt das Geld her?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:05] Diethard Tautz:<br>Ja, diese 10 bis 20 Millionen sind eigentlich nur der Startpunkt. Also das geht darum, einen Versuch zu starten, ob das Ganze \u00fcberhaupt funktioniert. Tats\u00e4chlich ist das Volumen, das n\u00f6tig w\u00e4re, um wissenschaftliches Publizieren auf diese Finanzierungsbasis zu stellen, wesentlich h\u00f6her. Aber man m\u00f6chte ja nicht sozusagen maximal starten. Wo kommt das Geld her? De facto zahlen wir ja sehr viel Geld f\u00fcr wissenschaftliches Publizieren, eben \u00fcber die Geb\u00fchren an die Verlage. Auch der DEAL-Prozess sind ja sehr hohe Millionenbetr\u00e4ge im Spiel. In irgendeiner Form m\u00fcssen wir das umschichten, denn wir sparen das jetzt sozusagen an anderer Stelle wieder ein. Nat\u00fcrlich funktioniert das nicht so eins zu eins, aber man muss mal einen Start machen. Ich sage\u2026 Also, wir kennen das Prinzip, ja als F\u00f6rderung der Forschungsinfrastruktur. Wir haben gerade eine gro\u00dfe Diskussion, dass wir gr\u00f6\u00dfere Dateninfrastrukturen brauchen, Rechenzentren, die auch \u00f6ffentlich finanziert werden sollen und dann aber allen Wissenschaftlern zug\u00e4nglich sind. Und zwar auch internationalen Wissenschaftlern. Also, das ist jetzt eine staatliche Aufgabe, die aber eine Gemeinschaftsaufgabe f\u00fcr die Wissenschaft ist. Oder zum Beispiel gerade um die Kieler Landschaft zu beziehen, Forschungsschiffe werden auch als Infrastruktur mit sehr hohen Millionenbetr\u00e4gen gef\u00f6rdert. Da geht es oft\u2026 Der Bau der Schiffe kann gut mal bis zu einer Milliarde kosten und das wird erstmal investiert, um der internationalen Wissenschaft zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:39] Doreen Siegfried:<br>Wer investiert das? Also, wo kommt das denn her?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:41] Diethard Tautz:<br>Das sind oft Bund-L\u00e4nder-Zusammenarbeiten. Das muss man dann im Einzelnen sehen. Grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Finanzierung der \u00f6ffentlichen Wissenschaften w\u00e4re nat\u00fcrlich der Bund zust\u00e4ndig, also das Bundesministerium f\u00fcr Forschung und Technologie, wie es bisher hie\u00df. Ich wei\u00df gar nicht, wie der neue Name ist. Das w\u00e4re nat\u00fcrlich auf Dauer der Ansprechpartner. Wir hoffen aber, jetzt f\u00fcr die erste Finanzierung m\u00fcssen wir erst mal sehen, ob man das aus den laufenden Etats der gro\u00dfen Forschungsorganisationen machen kann, um ein Pilotprojekt zu starten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:14] Doreen Siegfried:<br>Und die gro\u00dfen Forschungsorganisationen w\u00e4ren dann wer?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:19] Diethard Tautz:<br>Ja, das w\u00e4ren die, die in der Allianz organisiert sind. Also Leibniz-Institute, Helmholtz Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, DFG.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:26] Doreen Siegfried:<br>Die Forschungsgemeinschaften. Okay. Und haben Sie auch schon Ideen, wie das dann nachhaltig funktionieren soll? Also, Sie haben gesagt okay, am Anfang muss man mal gucken und die Forschungsgemeinschaften m\u00fcssen das irgendwie, m\u00fcssen zusammenlegen. Wie kann das dann tats\u00e4chlich eskalieren sozusagen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:45] Diethard Tautz:<br>Wie gesagt, grunds\u00e4tzlich sehe ich es als Infrastrukturprojekt an. Erstens erwarten wir ja, dass es dadurch billiger wird, die ganze Finanzierung der Publikationen. Insbesondere wenn es eben dann auch im internationalen Ma\u00dfstab von Kooperationen geht. Generell ist, wie gesagt, dies ein v\u00f6llig \u00fcbliches Finanzierungsprinzip, Forschungsinfrastruktur auf Dauer zu finanzieren bzw. auch mit Begutachtung zu finanzieren. Aus irgendeinem erstaunlichen Grund ist nur das wissenschaftliche Publizieren selbst der Kommerzialisierung ausgeliefert worden, w\u00e4hrend alle andere Forschungsinfrastrukturen selbstverst\u00e4ndlich vom Staat getragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:27] Doreen Siegfried:<br>Okay, aber das hei\u00dft, das w\u00fcrde hei\u00dfen, die Forschungseinrichtungen oder der Bund k\u00fcrzt den Einrichtungen den Etat, der bislang verwendet wurde, tats\u00e4chlich f\u00fcr APCs, f\u00fcr was auch immer und nimmt das Geld, um sozusagen diese Art von Finanzierung zu stemmen. Ist das, ist das, was Sie sich vorstellen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:48] Diethard Tautz:<br>Das w\u00e4re eine M\u00f6glichkeit. Nat\u00fcrlich sind in den Etats die APCs bisher gar nicht explizit ausgewiesen. Also diese finanzielle Bilanzierung m\u00fcsste man irgendwann machen. Das ist klar.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:02] Doreen Siegfried:<br>Okay. Sie haben das ja sicherlich irgendwie auch mal ein bisschen durchgerechnet. Wie setzt sich denn der finanzielle Bedarf f\u00fcr den Betrieb einer typischen Zeitschrift nach diesem Diamond-Open-Access-Modell konkret zusammen? Also was m\u00fcsste man denn pro Zeitschrift an Geld investieren?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:22] Diethard Tautz:<br>Ja, das\u2026 Da gibt es sehr, sehr breite Margen. Also das ist ja auch eine Diskussion: Wie hoch sind die APCs? Was sollten Verlage verlangen? Und wir k\u00f6nnen im Moment im Markt nur beobachten und sehen, dass die Spanne an APCs, die verlangt werden, riesig ist. Eben, manchmal angefangen von vielleicht 500 \u20ac pro Artikel, bis zu 10.000 \u20ac oder mehr. Und dahinter stehen nat\u00fcrlich zum Teil unterschiedlicher Aufwand, den man dann anschauen muss. Eine Zeitschrift, die sehr viele Publikationen ablehnt, also sehr viel im Hintergrund arbeitet und da Services macht, kostet nat\u00fcrlich mehr als eine, die quasi jedes ihrer Artikel publiziert. Wir w\u00fcrden gegenw\u00e4rtig nicht sagen k\u00f6nnen, was es exakt kostet. Man muss, man kann sch\u00e4tzen. Man kann\u2026 So eine Gr\u00f6\u00dfenordnung, die die DFG oft ansetzt, ist etwa 2.000 \u20ac pro Artikel, ist f\u00fcr eine anspruchsvolle Zeitschrift ad\u00e4quat. Die Kosten, die dazukommen sind nat\u00fcrlich, wie wir in unserem Papier sagen, auch das Community Building. Denn es gibt ja \u2026 die Qualit\u00e4tskontrolle soll ja durch Fachgesellschaften stattfinden, die selber eine eigene wissenschaftliche Community bilden. Und dieses Community Building beinhaltet zum Beispiel die Organisation von Konferenzen, Workshops oder Unterst\u00fctzung von jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. Und das sind Kosten, die obendrauf kommen, quasi als Overhead.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:00] Konrad F\u00f6rstner:<br>Man muss nat\u00fcrlich davon auch ausgehen, dass es Skaleneffekte gibt. Also das hei\u00dft, je mehr man auf dieses System setzt, desto g\u00fcnstiger wird auch die einzelne Zeitschrift werden. Und ich w\u00fcrde die Argumentation mal umdrehen. Wir k\u00f6nnen uns dieses andere System eigentlich nicht leisten. Wir verschwenden, noch mal, wie vorhin gesagt, eigentlich 40% gehen ins Shareholder Value rein, so. Und von daher sind diese 10 bis 20 Millionen, die wir jetzt erstmal initial ansetzen, bzw. auch sp\u00e4ter die Kosten daf\u00fcr, sind verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering dagegen. Wenn wir dieses System etablieren k\u00f6nnen, werden wir langfristig sparen. Nat\u00fcrlich kommt ja die Frage der Umverteilung, aber eine solche Investition ist eigentlich auch, also 10 bis 20 Millionen sind erstmal marginal. Wenn man in Richtung Infrastruktur denkt, ist das sehr \u00fcberschaubar und es ist ein Experiment, auf das man sich erstmal einl\u00e4sst. Und dann muss nat\u00fcrlich das als Kristallisationskern genutzt werden, um entsprechende Verhandlungen zu haben, um das weiter zu optimieren und zu gucken, wo auch die Quellen f\u00fcr weitere nachhaltige Finanzierung dann stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:00] Doreen Siegfried:<br>Sie hatten eingangs gesagt, Herr Tautz, dass das Neue, das Innovative an Ihrem Vorschlag auch ist, dass die Zeitschriften bez\u00fcglich ihrer Infrastrukturqualit\u00e4t, ihrer Services evaluiert werden sollen. Haben Sie da Indikatoren f\u00fcr? Und wer soll das machen? Und was kostet das wieder?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:21] Diethard Tautz:<br>Na ja, die Evaluierung w\u00fcrde nat\u00fcrlich von den bekannten Evaluierungsinstitutionen, insbesondere in Deutschland DFG, getragen werden. K\u00f6nnte auch von anderen\u2026 Volkswagen Stiftung macht auch eine sehr, sehr detaillierte Evaluierung. Die Kriterien m\u00fcssen im Einzelnen fachspezifisch festgelegt werden. Weil man kann da nicht pauschale Kriterien f\u00fcr alle F\u00e4cher sich \u00fcberlegen. Aber als wichtigste Kriterium wird sicher sein: Welche Bedeutung hat die Zeitschrift f\u00fcr die wissenschaftliche Community? Wie stark ist die antragstellende Community, sodass sie tats\u00e4chlich hochqualitative Wissenschaft bewerten kann? Und dann kommen nat\u00fcrlich die praktischen Services dazu, die aber wahrscheinlich also, ja\u2026 Wie geht man um mit Submissions? Wie geht man um mit Beschwerden oder Integrit\u00e4t der Wissenschaft oder all diese kleinen zus\u00e4tzlichen Adenda. Aber das Wichtigste ist die wissenschaftliche Qualit\u00e4t. Und den Impact, den man erreichen kann. Und das ist eben die Idee, dass man damit diese Impactfaktoren abl\u00f6sen kann, die bisher sehr stark die Diskussion um Zeitschriften dominiert haben. Das hei\u00dft, man bekommt dann, wenn man so m\u00f6chte, ein Three-Star-, Two-Star-, One-Star-Rating der Zeitschriften. Und danach k\u00f6nnen sich dann auch wieder Forschungsorganisationen oder auch Rekrutierungskommissionen richten und sagen, das ist eine sehr hochqualitative Zeitschrift, weil sie durch die Evaluierung so festgestellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:03] Doreen Siegfried:<br>Okay. Das hei\u00dft, es geht doch gar nicht so sehr um den Service. Wie schnell ist das Vor-Screening? Wie schnell kriege ich eine Ablehnung oder eine Zusage oder wie freundlich werden die E-Mails formuliert? Sondern es geht tats\u00e4chlich um den Inhalt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:17] Diethard Tautz:<br>Das wird, also dieser Service wird ein Teil sein, aber das Wichtigste wird sicher die wissenschaftliche Qualit\u00e4t sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:23] Doreen Siegfried:<br>Okay. Wenn wir noch mal \u00fcber Kosten sprechen. Also, wir hatten jetzt ja gerade schon gesagt, okay, es h\u00e4ngt nat\u00fcrlich an dem Zeitschriftenmachen einiges an Arbeit dran. Also die ganze redaktionelle Arbeit, das, was Sie jetzt schon sagten, die ganzen Submissions irgendwie zu organisieren usw. Soll das dann noch mal gesondert finanziert werden oder ist das schon in diesen round about 2.000 \u20ac eingepreist?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:51] Diethard Tautz:<br>Das w\u00e4re eingepreist. Also, wie gesagt, es gibt einen Etat. Und mit dem Etat k\u00f6nnen ja Dienstleister beauftragt werden. Oder man kann eben Plattformen, die anderweitig finanziert werden, nutzen. Das muss dann im Einzelnen die antragstellende Institution sagen, wie sie es gerne machen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:10] Doreen Siegfried:<br>Okay. Sie haben jetzt in diesem Papier einen starken Fokus auf den Fachgesellschaften. Warum jetzt ausgerechnet die Fachgesellschaften?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:18] Diethard Tautz:<br>Ja, Fachgesellschaften und Akademien sind ja traditionell diejenigen, die die Qualit\u00e4tssicherung betreiben von Zeitschriften. Auch von kommerziellen Zeitschriften stehen ja im Hintergrund letztlich oft genug entweder Fachgesellschaften oder Wissenschaftler, die in Fachgesellschaften organisiert sind. Insofern ist das jetzt nichts Ungew\u00f6hnliches. Das sind diejenigen, die die Qualit\u00e4tssicherung machen m\u00fcssen, und da kommen wir auch nicht drumherum. Das Problem bei Fachgesellschaften ist nat\u00fcrlich auch immer, dass die Gefahr besteht, dass ein zu enges Fachdenken entsteht. Das muss man sich klar sein. Andererseits haben wir ja deswegen auch eine Diversit\u00e4t in einer Zeitschriftenlandschaft, gerade auch international, die eben die Option l\u00e4sst, auch in anderen Zeitschriften zu publizieren. Oder selbst national gibt es manchmal konkurrierende Fachgesellschaften zu dem gleichen Thema.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:08] Konrad F\u00f6rstner:<br>Man muss auch hier wieder historisch sagen: Historisch war das so. Also wir haben ein paar Dekaden gehabt, wo das jetzt anders durch die kommerziellen Verlage \u00fcbernommen wurde. Aber wenn man weiter zur\u00fcckschaut\u2026 Und auch die Gr\u00fcndung von Journalen ist ja ganz eng mit den Fachgesellschaften verkn\u00fcpft. Also bewegen wir uns eigentlich hier wieder auf den Ursprung zur\u00fcck, der viele Jahrhunderte eigentlich funktioniert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:28] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Jetzt muss ich noch mal fragen als, ja, als Laie. Also Wissenschaftler:innen aus den Fachgesellschaften sollen die Zeitschriften, die von ihrer eigenen Fachgesellschaft herausgegeben werden, evaluieren. Also, ich w\u00fcrde ja beispielsweise meine eigene Fachzeitschrift nat\u00fcrlich supergut evaluieren, weil ich habe ja einen unmittelbaren Vorteil davon. Also besteht da nicht die Gefahr, dass diese Fachgesellschaften eine zu dominante Rolle haben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:01] Diethard Tautz:<br>Die Fachgesellschaft evaluiert ja nicht die eigene Zeitschrift, sondern die Einreichungen zu dieser Zeitschrift. Die Zeitschrift selber wird von einem externen Board evaluiert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:11] Doreen Siegfried:<br>Ah, okay. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:13] Konrad F\u00f6rstner:<br>So wie das auch bei anderen Infrastrukturen gemacht wird. Nat\u00fcrlich hat man da Leute, die aus dem Fach mit dann dazu kommen, aber auch Fachfremde, um diese verschiedenen Perspektiven abzudecken. Das ist hier ganz \u00e4hnlich wie bei, sagen wir, bei NFDIs bei FEDs und \u00e4hnlichen Infrastrukturprojekten, die wir heute ja sehr, sehr weit auch f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:30] Doreen Siegfried:<br>Jetzt gibt es ja auch scholar-led Journals, die nicht von Fachgesellschaften herausgegeben werden. Welche Rolle spielen die in diesem Prozess? Oder besteht hier die Gefahr, dass die so ein bisschen hinten runterrutschen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:44] Diethard Tautz:<br>Na, die k\u00f6nnen sich ja auch eine rechtliche Organisation\u2026 Also, das Wichtige ist, wer einen Antrag stellt, muss ja in irgendeiner Form eine rechtliche Organisationsform haben, um \u00fcberhaupt \u00f6ffentliche Mittel bekommen zu k\u00f6nnen. Man kann ja, man k\u00f6nnte theoretisch nat\u00fcrlich eine neue Gesellschaft nur f\u00fcr den Betrieb des Journals gr\u00fcnden, um das sicherzustellen. Also das ist nur eine Organisationsfrage, aber\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:05] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:06] Diethard Tautz:<br>\u2026 wenn eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenkommt, um ein Fach abzudecken. Gerade bei neu entstehenden F\u00e4chern passiert das ja immer \u00f6fter, dass sich eine Gruppe zusammenfindet. Und dann denken sie oft auch dar\u00fcber nach, eine Fachgesellschaft zu dem Thema zu gr\u00fcnden. Eben um eine Organisationsstruktur zu haben, die Mittel verwalten und umsetzen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:26] Doreen Siegfried:<br>Sie schreiben auch in Ihrem Paper oder in Ihrem, in diesem Finanzierungspapier, dass der Vorteil von diesem Fokus auf den Fachgesellschaften auch da drin liegt, dass ja sozusagen die Mitglieder der Fachgesellschaften sowieso in den Editorial Boards der renommierten Fachzeitschriften sitzen und von daher sehr gut in der Lage sind, das ganze System zu transformieren. Also, ich kann jetzt f\u00fcr die Wirtschaftswissenschaften sprechen, weil ich mich da gut auskenne. Da ist es so, dass tats\u00e4chlich in den Top-5-Journals keine deutschen Wissenschaftler:innen sitzen. Und die Frage, die sich mir stellt: Ist dieses System oder dieser Fokus auf den Fachgesellschaften, ist das nicht gegebenenfalls ein bisschen sehr national gedacht? Oder wo ist da sozusagen noch diese internationale Verbindung?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:19] Diethard Tautz:<br>Ja, die internationale Verbindung wird nat\u00fcrlich ein Knackpunkt sein. Also, man m\u00f6chte\u2026 Wissenschaftliche Zeitschriften sollen ja eigentlich international gef\u00fchrt werden, auch wenn sie national finanziert werden sollten. In den Boards soll nat\u00fcrlich eine gute Diversit\u00e4t quer durch, ja quer durch die Spezialdisziplinen, aber auch quer durch die ganze Welt sitzen. Das passiert auch in vielen Journalen, auch jetzigen, schon, die von Fachgesellschaften gef\u00fchrt werden, dass eben auf solche Diversit\u00e4t geachtet wird. Wenn Sie jetzt das Beispiel der Wirtschaftswissenschaften ansprechen, ich glaube, da gibt es nat\u00fcrlich von vornherein, soweit mir bekannt, einen sehr starken Bias nach Nordamerika. Aber das k\u00f6nnte man zum Beispiel durchbrechen durch eine national finanzierte Zeitschrift von der\u2026, wo eben eine andere Gruppe sich findet und sagt, wir machen jetzt eine Konkurrenzzeitschrift auf, lassen uns begutachten und stellen dann damit auch ein Qualit\u00e4tsprodukt her.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:23] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also, ich glaube, wir m\u00fcssen auch noch mal \u00fcber Anreizsysteme sprechen. Konrad, Du hast es ja am Anfang auch schon thematsiert. Also wie gesagt, also in den Wirtschaftswissenschaften ist der Fokus auf den Top-5-Journals. Und wenn da irgendjemand kommt und sagt: \u201eIch gr\u00fcnde eine neue Zeitschrift\u201c, es ist, es spielt keine Rolle. Also, die Leute m\u00fcssen, um sozusagen, ihre Karriere zu organisieren, strategisch publizieren, und zwar in den gro\u00dfen Fachzeitschriften. Daher frage ich mich so ein bisschen, wie man das schafft, das System von innen zu revolutionieren?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:59] Konrad F\u00f6rstner:<br>Ja, das ist nat\u00fcrlich immer der Knackpunkt, dass wir ein gewisses Branding haben, was existiert und wo man nat\u00fcrlich auch einfache Mechanismen und bekannte Mechanismen hat, Leute zu bewerten, die sich auf Stellen bewerben. Aber genau das w\u00e4re jetzt hier auch der Ansatz zu sagen, man nimmt Editorial Boards und versucht sie entsprechend zu erzeugen und zu wechseln. Dass man wei\u00df, das sind Vertreter:innen der Community, die das mit bewerten, die auch in dieser Community nat\u00fcrlich auch eine Bewertung von Personen vornehmen in gewisser Weise oder zumindest von Leuten, die das machen, vertraut werden. Nat\u00fcrlich, man muss irgendwo anfangen und auch das wird Zeit kosten. Das ist ein Kulturwandel. Und genau das muss man irgendwann angehen und nicht die H\u00e4nde in den Scho\u00df legen und sagen, es ist jetzt einfach so, sondern das entsprechend forcieren. Wir haben ja auch\u2026 Es gibt ja auch Beispiele, wo wirklich auch Journale geflippt wurden, wo das komplette Editorial Board gewechselt ist und man wei\u00df, okay, dieses Journal war das vorher, war ein kommerzielles Journal vorher und ist jetzt ein Open-Access-Journal geworden. Und das hat dann auch ein entsprechendes Renommee. Und ich wei\u00df, dass ist nicht in allen Gebieten machbar oder so einfach machbar. Aber wir m\u00fcssen das versuchen. Wir m\u00fcssen das auch sukzessiv angehen. Das wird auch kein Nenner-Switch bei einigen Gebieten sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:09] Doreen Siegfried:<br>Ne.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:11] Konrad F\u00f6rstner:<br>Bin ich sehr, sehr sicher. Bei anderen wird es vielleicht einfacher sein. Vielleicht die kleiner, kompakter sind als bei gr\u00f6\u00dferen. Aber wir werden auf jeden Fall diese Aufgabe haben, dieses Branding zu \u00e4ndern. Und genau das w\u00e4re auch der Ansatz, das zu explorieren und auch zu gucken, wie man das f\u00f6rdern kann. Wir sehen nat\u00fcrlich aber auch hier die M\u00f6glichkeit, wir haben auch Initiativen wie CoARA und \u00e4hnliche Sachen, die auch nat\u00fcrlich darauf hinaus gehen, diese Markenmacht, dann ein bisschen zu brechen. Das Gemeinschaftliche das z\u00e4hlt dann auch mit in diese Sachen mit rein, dass wir versuchen, hier einen anderen Kurs einzuschlagen. Und ja, das ist ein Kulturwandel muss man sagen, der nicht von heute auf morgen passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:47] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Also, dass ein Wandel her muss, das ist ja sozusagen steht au\u00dfer Frage, dass das System, so wie es jetzt l\u00e4uft, wirklich einige Haken hat. Ich glaube, da, das ist, glaube ich, allen klar. Mich w\u00fcrde aber noch mal interessieren\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:01] Diethard Tautz:<br>Ob ich mal kurz zum Branding noch was sagen kann, weil wir haben uns ja im Diskussionspapier explizit zu dem Branding Stellung genommen. Das ist nat\u00fcrlich ganz entscheidend. Dass, ein neues Journal muss von vornherein eine Reputation haben, um Startchancen zu haben. Die Reputation kann durch das Editorial Board kommen, aber auch zus\u00e4tzlich durch ein Branding des Journal Titels. Wir haben ja vorgeschlagen, dass man solche Journals, die so finanziert werden, zum Beispiel generell als Community Journals bezeichnet. Und denen zum Beispiel ein CJ vorne dranh\u00e4ngt, so dass sie sofort sichtbar sind als ein Instrument, in dem ein begutachtendes Editorial Board ein Qualit\u00e4tsprodukt liefert. Und dann denke ich, wird auch f\u00fcr viele Wissenschaftler der Umstieg nicht so schwierig sein, weil das auch von den Forschungsorganisationen und Rekrutierungskommissionen anerkannt wird. Und dann k\u00f6nnen wir den Wandel wahrscheinlich schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:59] Doreen Siegfried:<br>Ja, ich glaube, das muss man immer zusammendenken, dass letztlich in den Berufungsgespr\u00e4chen usw. da auch ein Fokus drauf ist, dass Leute in solchen Journals publiziert haben. Ja, okay. Aber nochmal, um das Papier von Ihnen zu verstehen, habe ich noch ein paar Fragen. Also, Sie haben im Anhang eine Liste der vorrangig in Frage kommenden Society Journals erstellt, mit denen man erst mal so anfangen kann. Sie haben gesagt, dass so ein Experiment sein, wir starten erstmal. Das sind, ich habe es mal durchgez\u00e4hlt, 62 Journals. Jetzt haben Sie geschrieben, damit die gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen \u00fcberhaupt, m\u00fcssen sie in ihrem Fach, im oberen Drittel irgendwie im Ranking angesiedelt sein. Das hei\u00dft, die Zahl reduziert sich dann noch mal. Wie kann das Thema skalieren? Also, oder ist man dann schon nach einem Jahr fertig, wenn das sich am Ende nur so um 20, 25 Journals handelt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:01] Diethard Tautz:<br>Ja, das ist eben der Charakter des Pilotexperiments, auf welche Journals m\u00f6chte man sich konzentrieren? Wir haben eben herausgeschrieben, dass es erst mal eine Konzentration ist auf die Zeitschriften, die bereits eine gute Sichtbarkeit haben. Genau eben, um dieses Problem ein bisschen zu umgehen, dass sie nicht akzeptiert werden k\u00f6nnen von der Community. Das ist also\u2026 F\u00fcr die Fr\u00fchphase ist gedacht, auf diese schon bereits gut etablierten \u2500 das sind, die Liste besteht aus Journals, die von Fachgesellschaften bereits publiziert werden und Open-Access-Verfahren haben, in der Regel aber \u00fcber APC und \u00fcber einen Verlag getragen. Und das w\u00e4re sozusagen das Target f\u00fcr das Pilotprojekt. Wie sich das Ganze dann weiterentwickelt, das muss man eben dann sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:47] Doreen Siegfried:<br>Okay, was mich noch interessieren w\u00fcrde: Also mal angenommen, es gibt jetzt 20 Millionen Euro. Man sagt, \u201eOkay, wir starten jetzt das Pilotprojekt und alle d\u00fcrfen jetzt, alle Fachgesellschaften d\u00fcrfen jetzt ihre Antr\u00e4ge stellen.\u201c Dann tritt ja die Chemie gegen die Wirtschaftsforschung an, gegen die Mathematik, gegen die Medizin. Also ganz unterschiedliche F\u00e4cher mit ganz unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden kommen in einen Wettbewerb. Wer entscheidet, welches Fachjournal zuerst gef\u00f6rdert wird? Also, wie soll das funktionieren?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:22] Diethard Tautz:<br>Ja, da sprechen Sie eine interessante Frage an. Ich habe eher das gegenteilige Problem, dass ich nicht gen\u00fcgend, am Anfang nicht gen\u00fcgend Fachgesellschaften finden k\u00f6nnte, die das machen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:32] Doreen Siegfried:<br>Ach so? Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:33] Diethard Tautz:<br>Aber nat\u00fcrlich wollen wir diesen Wettbewerb ja auch. Und ich denke, dass die F\u00e4cher gegeneinander antreten\u2026 Gut, das muss man sehen, ob das unterschiedliche Bewertungspanels dann machen und f\u00fcr jedes Gro\u00dffach ein eigenes Budget existiert, das m\u00fcsste noch entschieden werden, denke ich. Aber im Moment geht es ja darum \u2500 und da w\u00fcrde ich auch alle F\u00e4cher gegeneinander antreten lassen \u2500 erstmal zu zeigen, dass das Prinzip funktionieren kann. Und da k\u00f6nnte es sein \u2500 Sie haben die Chemie angesprochen, die ja in Deutschland besonders dominant ist, mit gut etablierten Journals, die von der Fachgesellschaft herausgegeben werden \u2500 k\u00f6nnte nat\u00fcrlich ein bisschen abr\u00e4umen gegen\u00fcber anderen Journals. Aber das m\u00fcsste dann sp\u00e4ter wahrscheinlich nachgesteuert werden, so dass jeder eine Chance hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:31] Doreen Siegfried:<br>Und wer w\u00fcrde\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:31] Konrad F\u00f6rstner:<br>\u2026dass man die Initialisierungsphase erst mal nutzt, um das auch zu zeigen, dass es funktioniert, ist das ja auch gut, das ja auch erstmal zu fokussieren. Also der Anspruch, jetzt irgendwie das komplette deutsche oder internationale System da drauf zu mappen, das ist, das existiert nicht. Es geht darum, das auszutesten, vielleicht auch daraus zu lernen und dann in weiteren Runden das zu verfeinern und zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:50] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Dann noch mal genau zum Prozess. Also, wer w\u00fcrde in dieser disziplin\u00fcbergreifenden Evaluierungsgruppe sitzen, um zu sagen, \u201eOkay, ich habe jetzt hier 20 Antr\u00e4ge liegen.\u201c Ich m\u00fcsste ja sozusagen \u2026 Diese Gruppe m\u00fcsste sich ja irgendwie austauschen und sagen, \u201eOkay, diese Fachzeitschrift scheint mir doch ein bisschen wertvoller zu sein, einen h\u00f6heren Impact zu haben als die.\u201c Also wie soll das laufen? Und die zweite Frage, die sich auch so um den konkreten Prozess tummelt, ist die Frage: Wie wird dann dieser \u00dcbergang organisiert werden von einem klassischen, von einer klassischen Subskriptionszeitschrift hin zu einer schrittweisen Umstellung zu einem Diamond-Open-Access-Modell? Also es sind zwei Fragen. Vielleicht erstmal die erste Frage.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:37] Diethard Tautz:<br>Also das ist nat\u00fcrlich \u2026 Daf\u00fcr brauchen wir eine Forschungsorganisation, die wei\u00df, wie man Begutachtungen durchf\u00fchren kann, auch \u00fcber verschiedene Disziplinen. Und das ist\u2026 Deswegen wird es wahrscheinlich eine Aufgabe der DFG werden, die ja auch die ganzen Exzellenzinitiativen, wo ja auch diverse F\u00e4cherkulturen zusammenkommen, gemeinsam begutachtet. Also, das ist ein ganz gro\u00dfer Challenge, aber daf\u00fcr haben wir sehr gut etablierte Strukturen, da habe ich jetzt keine Sorge. Umstieg ist ja nicht langsam, sondern f\u00fcr eine gegebene Zeitschrift ist es sofort anders. Also von eben einem Bezahlmodell zu eben Diamond Open Access. Das muss man \u2026 F\u00fcr eine gegebene Zeitschrift ist es ja kein langsamer Prozess. Aber nat\u00fcrlich f\u00fcr die Summe der Zeitschriften w\u00fcrde das nur Schritt f\u00fcr Schritt passieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:28] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also ich wei\u00df es aus unserem Kontext bei OLEcon, dass es ja doch auch beratungsintensiv ist diese Umstellung, wenn es nachher um das konkrete praktische Doing geht. Also, wer w\u00fcrde denn diese Begleitung machen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:43] Diethard Tautz:<br>Also, da habe ich wenig Sorge. Was die Fachgesellschaften gerade mit erfolgreichen Zeitschriften ohnehin machen ist, immer wieder sich um zu gucken, ob sie unterschiedliche Verlage finden, die bessere Angebote machen k\u00f6nnen. Das ist f\u00fcr die sowieso schon eine Standardprozedur. Und wie gesagt, die Details der Umsetzung kann man ja durchaus erfahrenen Verlagen \u00fcberlassen. Nur das es in irgendeiner Form ein Ausschreibungsmodell daf\u00fcr geben muss. Damit die Verlage dann eben nach wie vor Profite machen d\u00fcrfen. Aber nicht mehr diese \u00fcberproportionalen Profite.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:17] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das hei\u00dft, die m\u00fcssen\u2026 Man macht ganz klassisch einen Beschaffungsantrag, wie es der \u00f6ffentliche Dienst so liebt und sagt, \u201eOkay, wir brauchen jetzt einen Dienstleister, einen Verlag, der uns das und das und das macht\u201c und dann kriegt den Zuschlag der Verlag, der den besten Preis anbietet.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:32] Diethard Tautz:<br>Das ist so, wie wir das handhaben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:34] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:34] Diethard Tautz:<br>Auch wenn es ungeliebt ist. Aber es ist tats\u00e4chlich das Beste, was wir bisher machen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:39] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:40] Konrad F\u00f6rstner:<br>Und was sich auch an allen Stellen sehr gut bew\u00e4hrt hat. Von daher\u2026 Also es ist, man muss sich immer wieder vor Augen halten, also wir sind in dieses System geschmissen und nehmen das als einfach so hingegeben, als gegeben hin. Und es ist erstaunlich, wenn man einfach die Historie mal aufkrempelt und schaut, wie wir hingekommen sind. Es ist sehr seltsam, dass wir uns jetzt in dieser Situation befinden und das jetzt zur\u00fcckrollen m\u00fcssen und dass das eine Ausnahme war. Von daher ist es tats\u00e4chlich\u2026 Es sind ganz normale Verfahren, die dann hier angewandt werden in einem System innerhalb vom Wissenschaftssystem. Von daher eigentlich gar nichts Besonderes.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:07] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay. Sie schreiben ja auch in Ihrem Papier, dass bei dieser ganzen Finanzierung \u2500 und Wissenschaft ist nun mal international \u2500 dass Sie sich da auch so eine internationale Co-Finanzierung vorstellen k\u00f6nnen. Also wie genau stellen Sie sich das vor? Wie kann das aussehen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:22] Diethard Tautz:<br>Ja, grunds\u00e4tzlich geht es da nur um eine rechtliche Organisationsform. Also es gibt ja schon Beispiele f\u00fcr Co-Finanzierungen. Ber\u00fchmtestes Beispiel ist die Zeitschrift eLife, die eben von verschiedenen Forschungsorganisationen gegr\u00fcndet wurde als Diamond Open Access, allerdings jetzt auch gezwungen ist, wieder APCs zu kassieren. Was eine sehr interessante Entwicklung ist, weil eigentlich wie gesagt, scheinbar ist das wissenschaftliche Publizieren das einzige, das einem Kommerzialisierungsdruck unterlegt wird. Alle andere wissenschaftliche Infrastruktur hat dieses Problem eigentlich nicht. Das w\u00e4re so ungef\u00e4hr, als wenn man, wenn man Rechenzentren zwingen w\u00fcrde, Gewinne zu erzielen. Das ist eben gerade nur beim Publizieren, hat sich so eingef\u00fchrt. Generell k\u00f6nnen unterschiedliche Organisationen\u2026 Es geht ja nur um die Rechtsform, in der man das Geld verwalten kann. Das muss gefunden werden. Aber dann k\u00f6nnen nat\u00fcrlich alle ihre Beitr\u00e4ge leisten. Und das k\u00f6nnte nat\u00fcrlich auf europ\u00e4ischer Ebene ganz besonders gut funktionieren, weil da ja schon die Mechanismen alle gut etabliert sind, wie man \u00f6ffentliche Gelder ausgeben kann in einem gemeinsamen Kontext.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:31] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Nochmal zum Thema Nachhaltigkeit, Langfristigkeit. Also, wie haben Sie sich das vorgestellt oder was ist vorgesehen an Ma\u00dfnahmen, um letztlich eine langfristige finanzielle Stabilit\u00e4t zu erreichen, aber auch eine gewisse Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber wirtschaftlichen oder auch politischen Ver\u00e4nderungen, die ja auch st\u00e4ndig passieren k\u00f6nnen? Gerade vor dem Hintergrund einer im Fokus nationalen F\u00f6rderung bei einer gleichzeitig internationalen Autorenschaft. Also, wie fragil oder wie stabil ist das? Wo sehen Sie da Herausforderungen gegebenenfalls?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:18] Diethard Tautz:<br>Na ja, nochmal zur Erinnerung: Wie wir Forschung finanzieren, ist ja genau nach diesem Prinzip: also, wir vergeben Grants an, nationale Grants, an Forscher, die eben im nationalen Kontext gestellt werden. Die Forschungsergebnisse, die dabei rauskommen, sollen aber \u00f6ffentlich im Open-Access-Prinzip publiziert werden, das hei\u00dft, stehen der gesamten Welt zur Verf\u00fcgung. Das hei\u00dft, der Betrieb einer wissenschaftlichen Zeitschrift ist nichts anderes als genau das. Jemand macht eine Finanzierung und erlaubt damit sozusagen einer Community der Wissenschaft, einer weltweiten Community der Wissenschaftler, daran zu partizipieren, weil man sich damit, in gewisser Weise, Standortvorteile erkauft. Dieses ganze System steht immer unter einem gewissen Finanzierungsvorbehalt. Das w\u00e4re jetzt f\u00fcr Zeitschriften sollte es eigentlich nicht anders sein. Wir m\u00fcssen das einfach aus dem Kopf rauskriegen, dass Zeitschriften was Besonderes sind im Wissenschaftssystem. Es soll so finanziert werden, wie das gesamte Wissenschaftssystem. Und wenn man tats\u00e4chlich zu finanziellem Druck kommt, dann ist eben das gesamte Wissenschaftssystem unter Druck und nicht nur eine bestimmte Komponente.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:31] Konrad F\u00f6rstner:<br>Man muss einfach den Sweet Spot finden, zwischen nachhaltig und damit Sicherheit, aber nat\u00fcrlich auch Dynamik und Anpassungsf\u00e4higkeit. Und diese f\u00fcnf bis sieben Jahre, die sich auch bei Leibniz-Instituten oder anderen Institutionen ja auch durchgesetzt hat, ist wahrscheinlich ein ganz guter Zeitrahmen, wo man sagen kann, okay, wir k\u00f6nnen hier \u2026 F\u00fcr diesen Zeitrahmen wissen wir, dass wir da sind, dass wir laufen. Die Community wei\u00df das. Aber gleichzeitig ist auch ein Qualit\u00e4tsanspruch gegeben, der sich auch bew\u00e4hren muss und der auch belegt werden muss, um dann weiter gef\u00f6rdert zu werden. Und da hat man eigentlich eine ganz gute Balance zwischen diesen beiden Werten, die man eigentlich haben m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:40:06] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also, jetzt noch mal sozusagen\u2026 Also, ich kann das total verstehen und ich finde das auch gut. Aber jetzt noch mal sozusagen mit der Brille, vielleicht auch aus Sicht eines Verlages argumentiert. Also, die bestehenden Subskriptionszeitschriften, beispielsweise in den Wirtschaftswissenschaften, die w\u00fcrden alle von sich behaupten, wir sind High Quality. Also, was die Qualit\u00e4t unserer Artikel betrifft, besteht da 0,0 Frage, dass das irgendwie keine super tippitoppi Forschung ist, mit der jede Person, die bei uns ver\u00f6ffentlicht, das goldene Ticket f\u00fcr den n\u00e4chsten guten Job hat. Also, das hei\u00dft, wenn da eine Evaluierung nur mit einer inhaltlichen, nur mit einem inhaltlichen Fokus passiert, dann frage ich mich, vielleicht ist es auch naiv gefragt, aber ich frage es trotzdem jetzt hier mal. Dann frage ich mich, wann man, an welcher Stelle man da sagen w\u00fcrde: \u201eStopp. Das funktioniert jetzt irgendwie nicht mehr.\u201c Verstehen Sie, was ich meine?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:06] Konrad F\u00f6rstner:<br>Na gut, man muss nat\u00fcrlich sagen, es gibt ein\u2026 Es gibt ja, es wurde vielleicht eine Handvoll von Top Journalen genannt, die wahrscheinlich diese H\u00fcrde sehr leicht nehmen. Aber es gibt ja tausende von kleinen Journalen, die auch aus fraglichen Gr\u00fcnden gegr\u00fcndet wurden, und die w\u00fcrden damit wahrscheinlich wegfallen. Aber das\u2026 Beziehungsweise man h\u00e4tte hier ein Ranking der verschiedenen Journalklassen. Und ich glaube, das w\u00fcrde auch diesen Markt einfach bereinigen und w\u00fcrde auch daf\u00fcr allein durch dieses Branding mit dem Community Journal daf\u00fcr sorgen, \u201eOkay, ich wei\u00df, das ist etwas, was qualit\u00e4tsgepr\u00fcft ist, vielleicht auch gewisse Einstufungen besitzt. Und da bewege ich mich rein.\u201c Dann fallen auch viele Sachen weg, viele Journale weg, die aus einem anderen Grund gegr\u00fcndet wurden, als Wissensverbreitung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:49] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay. Jetzt haben Sie ja viele Ideen skizziert. Sehen Sie auch irgendwo Schwierigkeiten oder potenzielle Risiken in diesem ganzen System, wo Sie sagen w\u00fcrden, \u201eAlso, da m\u00fcssen wir ein besonderes Augenmerk draufhaben, dass genau das jetzt irgendwie nicht passiert oder dass man daf\u00fcr gleich irgendwie so einen doppelten Boden einsetzt\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:11] Diethard Tautz:<br>Na ja, es ist ein neues System, das sicher eine ganze Weile dauert, bis es fl\u00e4chendeckend umgesetzt werden kann. Wenn wir schon allein an die Open-Access-Transformation denken, die jetzt sch\u00e4tzungsweise seit 40 Jahren schon l\u00e4uft und immer noch nicht umgesetzt ist, obwohl eigentlich die Wissenschaft durchgehend der Meinung ist, das sollte man so haben, wird es ein langsamer Prozess sein. Und da werden nat\u00fcrlich auch Knackpunkte kommen. Und wir hatten eingangs schon angesprochen, dass eine bestimmte Fachgesellschaft ihr Fach zu sehr dominieren kann. Da m\u00fcsste man sicher vorbauen, dass Konkurrenz m\u00f6glich ist, auch im Denken Konkurrenz m\u00f6glich ist und damit konkurrierende Journals m\u00f6glich sein m\u00fcssen. Das wird sicher eine Frage sein. Das k\u00f6nnte sich l\u00f6sen durch einen internationalen Ma\u00dfstab, da eben internationale Begutachtungskommissionen in unterschiedlichen L\u00e4ndern bestimmte Journals favorisieren werden. Aber das ist ein Problem, das auftreten k\u00f6nnte. Die andere Frage ist, die mich im Moment ehrlich gesagt ein bisschen mehr umtreibt, ob die Fachgesellschaften mitziehen. Denn das ist nat\u00fcrlich, sie haben ein sehr weiches Bett im Moment. Wenn Verlage ihnen alles abnehmen. Und dann sagen sie, na ja, dann sollen sie halt ihre 40% Revenues machen und wir haben nicht viel Arbeit mit diesem Journal. Wobei man nat\u00fcrlich ein bisschen untersch\u00e4tzt, dass die Arbeit ja eigentlich die Qualit\u00e4tskontrolle ist. Und die liefert man bisher eigentlich umsonst an die kommerzielle Verwertung ab. Und da muss ein Umdenken passieren, auch auf Seiten der Wissenschaft. Dass man das sozusagen f\u00fcr sich selber arbeitet und eben nicht f\u00fcr die Revenues von irgendwelchen Investoren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:43:53] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Jetzt hatten Sie ja eingangs gesagt, also mal angenommen, die Fachgesellschaften schreiben jetzt alle ihre Antr\u00e4ge, dann gibt es eine Evaluierungskommission, die muss sich noch \u00fcber Kriterien verst\u00e4ndigen, nach denen die dann bewertet werden. Haben Sie sich denn schon Kriterien \u00fcberlegt f\u00fcr eine Re-Evaluierung? Also Konrad, du hattest gerade gesagt, Institute der Leibniz-Gemeinschaft alle sieben Jahre, gibt es einen Kriterienkatalog, dann wird man evaluiert. Geldhahn auf, Geldhahn zu oder wie auch immer, welche Auflagen es gibt. Gibt es da schon irgendwas in Ihrer Schublade, wo Sie sagen, \u201eOkay, das sind die Kriterien, die wir tats\u00e4chlich heranf\u00fchren, um die Fortsetzung mit diesem neuen Finanzierungsmodell zu steuern\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:40] Konrad F\u00f6rstner:<br>Also, das haben wir in seiner Tiefe noch nicht ausgearbeitet. Aber das sind nat\u00fcrlich Sachen, die sich auch an Infrastruktur orientieren. Wir hatten das ja vorhin schon angesprochen, dass inhaltliche Qualit\u00e4t, aber auch solche Service-Qualit\u00e4tskriterien k\u00f6nnen da sicher mit einflie\u00dfen. Das kann beim Start nat\u00fcrlich nicht alles in G\u00e4nze evaluiert werden, aber nach laufendem Betrieb, nach ein paar Jahren ist das dann offensichtlich. Auch wie E-Mails beantwortet werden, wie freundlich die Leute vielleicht waren. Und das ist denke ich auch eine M\u00f6glichkeit, dass sich die Community dort einbringt und definiert, was sie eigentlich haben m\u00f6chte. Das hei\u00dft, \u00fcber die Fachgesellschaften k\u00f6nnen Forschende ja auch sagen, was sie m\u00f6chten und das entsprechend hier nutzen. Und dann kann man da vielleicht auch einen generellen Fragenkatalog machen. Das mag f\u00fcr unterschiedliche Fachgesellschaften oder Disziplinen auch unterschiedlich sein, aber wahrscheinlich gibt es so ein Kanon an Kriterien, der sich herauskristallisiert und der dann noch erweitert wird durch fachspezifische Kriterien.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:45:31] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, Vielleicht noch eine Frage. Sie haben ja gesagt, \u201eOkay, wenn wir schon revolutionieren, dann auch richtig.\u201c Dann reden wir auch mal \u00fcber die Honorierung von Review T\u00e4tigkeiten. Also bislang war das, wurde es ja immer mit Reputation und Ehre und einem warmen H\u00e4ndedruck abgegolten. Also, Leute k\u00f6nnen sagen, \u201eIch bin Reviewer f\u00fcr das sowieso Journal\u201c und dann hie\u00df es, super toll oder kann man in seinen CV schreiben. Wenn das jetzt entlohnt werden soll, welches Preisschild w\u00fcrden Sie daran h\u00e4ngen? Was w\u00e4re eine gute Entlohnung?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:09] Diethard Tautz:<br>Also, da muss man unterscheiden. Die Entlohnung, sagen wir f\u00fcr die Editoren, f\u00fcr die Editorial Board, also die, die sozusagen die harte Arbeit machen. Die Reviewer Entlohnung w\u00fcrde ich in der Tat eher auf dem Reputationssystem sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:23] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:24] Diethard Tautz:<br>Und zwar einem formalisierten Reputationssystem, viel besser als es bisher gemacht wird. Bisher k\u00f6nnen die Leute zwar irgendwas in die CVs schreiben, aber sie k\u00f6nnen es nicht nachweisen, dass sie es gemacht haben. Und daf\u00fcr m\u00fcssten bessere Infrastrukturen installiert werden, so dass eine nachweisbare Leistung dahinter steht. Und dann muss es auch keine finanzielle Leistung an die Reviewer sein, sondern das w\u00e4re dann tats\u00e4chlich ein Reputationseffekt, den man sich durch diese Review T\u00e4tigkeit erkaufen kann, sozusagen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:56] Doreen Siegfried:<br>Okay, aber das Editorial Board soll schon daf\u00fcr bezahlt werden?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:47:00] Diethard Tautz:<br>Editorial Board sollte definitiv in irgendeiner Form\u2026 Ist inzwischen auch \u00fcblich an vielen Stellen. Auch Gutachter werden ja oft bezahlt. Heutzutage ist es nur die DFG, die sich davor zur\u00fcckscheut, bisher. Aber die meisten Forschungsorganisationen bezahlen Gutachter, aber meistens nur nominell. Also es ist eigentlich nicht, dass jemand damit reich werden kann. Soll ja auch nicht. Man soll ja auch nicht professioneller Gutachter werden. Da muss eine Balance gefunden werden. Ich favorisiere ja immer noch ein Modell, wo man sagt, die Bezahlung einer Editorial-T\u00e4tigkeit geht nicht an die Person, sondern an die Institution, an der diese Person arbeitet, eben um die Arbeitszeit zu kompensieren. Und das w\u00e4re eigentlich die beste M\u00f6glichkeit, ist aber auch steuertechnisch und sonst wie komplizierteste umzusetzende M\u00f6glichkeit. Deswegen hat es sich doch eingespielt, dass die Editorial-T\u00e4tigkeit direkt honoriert wird, oft. Und dann pers\u00f6nlich versteuert wird und dann fragt niemand mehr nach. Aber da m\u00fcssen sicher noch L\u00f6sungen gefunden werden. Generell gilt das Prinzip, wenn man es nicht honoriert, dann ist es eine freie Ressource, eine Public Ressource und die wird eben \u00fcberausgenutzt. Und das sehen wir gegenw\u00e4rtig auch in der sogenannten Reviewer Fatigue passiert das gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:48:23] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Vielleicht noch eine Frage, die mir gerade durch den Kopf geht. Sie hatten ja jetzt gesagt, \u201eOkay, wir stellen das ganze Publikationssystem auf andere F\u00fc\u00dfe.\u201c Jetzt k\u00f6nnte man ja auf der einen Seite sich das so \u00fcberlegen: Okay, die Leute, die in der Forschung t\u00e4tig sind, so wie Sie, die machen das jetzt einfach auch noch. Die haben ja sowieso den ganzen Tag noch ein bisschen Zeit, die k\u00f6nnen das noch mitmachen. Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re ja, zu sagen: Okay, dieses ganze Administrative und Beschaffungsantr\u00e4ge stellen und hier noch mal verhandeln, da noch mal hinterhertelefonieren, da noch mal Formulare ausf\u00fcllen, damit irgendwelche Leute irgendwelche Honorare kriegen usw. k\u00f6nnte ja auch ein komplett neues Jobprofil sein. Also, wie stellen Sie sich das idealerweise vor, dass die Wissenschaftler:innen selbst jetzt nicht noch mehr Zeit investieren m\u00fcssen f\u00fcr Administration, als sie eh schon m\u00fcssen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:49:20] Diethard Tautz:<br>Ja, das ist richtig. Die Administration sollte eigentlich als Serviceaufgabe vergeben werden k\u00f6nnen. Entweder als Teil des Angebotspackages von einem Verlag oder eben auch in einer Person, die beim gro\u00dfen Volumen vielleicht daf\u00fcr extra eingestellt werden kann. Das hei\u00dft, die Wissenschaftler sollen nach wie vor das machen, was sie bisher schon immer machen. Die Bewertung der Einreichungen und die Organisation des Reviewprozesses. Also Organisation in dem Sinne, die Reviewer zu identifizieren und die Review-Qualit\u00e4t abzusch\u00e4tzen. Aber das Dahinter ist in der Tat eine Serviceleistung, die in irgendeiner Form mitfinanziert werden m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:49:58] Doreen Siegfried:<br>Und w\u00fcrden Sie es pr\u00e4ferieren, wenn Sie sagen, \u201eOkay, wir geben das nach drau\u00dfen, haben wir weniger Arbeit. Das wird irgendwie, die kriegen ihr Geld und dann soll das irgendein Verlag machen\u201c? Oder w\u00fcrden Sie pr\u00e4ferieren und sagen, \u201eAlso Wissenschaft f\u00fcr die Wissenschaft\u201c, dass es eine Person ist, die dann tats\u00e4chlich im Institut t\u00e4tig ist mit als Zeitschriftenmanager:in oder so was. Also, was w\u00fcrden Sie pr\u00e4ferieren?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:50:24] Diethard Tautz:<br>Ich glaube, da w\u00fcrde man keine Vorgaben machen wollen. Das m\u00fcssen dann die Antragsteller selber sehen, wie sie das leisten k\u00f6nnen. Das Problem ist ja immer bei der Festanstellung einer Person, man muss ja dann garantieren, dass sie es potenziell zumindest bis zu ihrer Pensionierung oder in Ruhestand gehen finanziert ist. Und das kann man nat\u00fcrlich in so einem System eigentlich gar nicht machen, da sie potenziell nach sieben Jahren wieder wegfallen kann. Also diese Probleme sind ja\u2026 m\u00fcssten gel\u00f6st werden. Aber wenn eine Institution das machen kann und denkt\u2026 dann m\u00fcssen sie auch den entsprechenden Vorschlag machen. Also, da sehe ich jetzt keine besondere Pr\u00e4ferenz.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:02] Konrad F\u00f6rstner:<br>Genau. Und das geht ja von bis. Das kann sein, dass es in einer eigenen Institution angestellt ist, das kann sein, dass das kommerziell abgebildet wird. Das kann aber auch sein, dass es \u00f6ffentliche Infrastruktur ist, die das auch wieder zentral abbildet und damit auch nat\u00fcrlich eine gewisse Stabilit\u00e4t, aber auch gleichzeitig Flexibilit\u00e4t f\u00fcr die andere Institution darstellt. Also das ist ein breites Spektrum an L\u00f6sungen, die bei so einer Implementierung da vonstattengehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:23] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, super. Vielleicht letzte Frage, auch so ein bisschen in die Zukunft geblickt. Was w\u00e4re denn aus Ihrer Sicht so der n\u00e4chste ganz konkrete Schritt, um aus diesem Papier, was viele Ideen enth\u00e4lt, jetzt tats\u00e4chlich ein breitenwirksames Modell zu machen. Also, wie kriegt man das, was Sie jetzt vorhaben, auf die Stra\u00dfe?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:50] Diethard Tautz:<br>Ja, als erstes m\u00fcsste man die Fachgesellschaften davon \u00fcberzeugen, dass sie das \u00fcberhaupt machen wollen. Und daf\u00fcr werden wir in der Tat in der K\u00fcrze ein Symposium veranstalten, wo wir Fachgesellschaften aus allen Disziplinen eingeladen haben, um dar\u00fcber zu diskutieren. Was ist eigentlich die Bereitschaft, sich so einem Modell anzuschlie\u00dfen? Wenn diese Bereitschaft signalisiert wird, dann ist der n\u00e4chste Schritt in der Tat, die das Geld einsammeln, was wie gesagt, im Moment realistischerweise nur von den existierenden Budgets der Allianzorganisationen passieren k\u00f6nnte. Und dann eben das Pilotmodell. Und wie es danach weitergeht, ist wirklich schwer zu sagen. Also, wir haben hier einen riesigen Umbruch im gesamten Publikationswesen insgesamt. Das haben wir im Moment auch noch gar nicht angesprochen. Das w\u00e4re ja, wenn wir nicht mehr von der Bezahlung \u00fcber einzelne Artikel abh\u00e4ngig sind, sondern ein Gesamtbudget haben, dann ergibt sich auch ein riesiger neuer Spielraum, wie man Publikationsformen neu organisieren k\u00f6nnte. Und da wird es mit Sicherheit einen Umbruch geben. Das ist ja auch ein weiteres Thema unserer eigenen AG, welche Umbr\u00fcche da eigentlich anstehen. Und wenn man eine solide Finanzierung hat, dann k\u00f6nnen auch diese Umbr\u00fcche leichter passieren und wie dann das gesamte Publikationswesen in 20 Jahren aussieht, das will im Moment, glaube ich, niemand vorhersagen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:53:12] Doreen Siegfried:<br>Ja, ok.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:53:13] Konrad F\u00f6rstner:<br>Und wir haben jetzt nat\u00fcrlich momentan die DEAL-Vertr\u00e4ge am Laufen, die nat\u00fcrlich aber auch irgendwann auslaufen und das sind nat\u00fcrlich vielleicht genau solche Bruchstellen, wo man sich \u00fcberlegen kann, wie wollen wir dieses Geld jetzt einsetzen? Und da arbeiten wir jetzt nat\u00fcrlich schon darauf zu. Versuchen durch dieses, durch diese Arbeit in der AG, diese Ideen zu b\u00fcndeln, das zu sammeln und nat\u00fcrlich jetzt auch auf dieser Veranstaltung dann entsprechend das weit zu verbreiten, um Leuten einfach vielleicht eine gemeinsame Basis f\u00fcr Diskussionen zu geben. Um dann, wenn die Entscheidungen wieder anstehen, vielleicht auch den Hebel in eine andere Richtung zu legen und zu gucken, wie das vielleicht aussehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:53:47] Doreen Siegfried:<br>Okay. Also das hei\u00dft, ich fasse noch mal zusammen: Sie machen jetzt demn\u00e4chst ein Symposium mit allen Fachgesellschaften, laden die ein. Die Fachgesellschaften rufen im Idealfall \u201eHurra, wir finden das toll!\u201c Und dann gehen Sie zu<\/p>\n\n\n\n<p>Frau B\u00e4r und sagen, \u201eIch habe da eine Idee, ich brauche 20 Millionen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:06] Doreen Siegfried:<\/p>\n\n\n<p>[lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:08] Diethard Tautz:<br>So ungef\u00e4hr funktioniert das, genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:08] Doreen Siegfried:<br>So ungef\u00e4hr funktioniert das.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:10] Diethard Tautz:<br>Und zwei Wochen sp\u00e4ter hat man das Geld. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:12] Doreen Siegfried:<br>Ist schon ein bisschen ernsthaft gefragt. Also das hei\u00dft, Sie sind der Treiber, jetzt als AG, das Ganze tats\u00e4chlich auch umzusetzen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:21] Diethard Tautz:<br>Ja. Na ja. Einzelne k\u00f6nnen das nie umsetzen. Das muss eine Gesamt\u00fcberzeugung passieren. Es muss nat\u00fcrlich auch innerhalb der Organisation, also Max Planck, wo ich ein bisschen was machen kann, aber es m\u00fcsste dann eben auch auf der Leibniz-Seite auch auf Helmholtz-Seite Ansprechpartner gefunden werden. Daf\u00fcr gibt es ja auch tats\u00e4chlich andere AGs. Es gibt eine Allianz AG zum Publizieren, auch zur Finanzierung oder zur Folge der DEAL-Vertr\u00e4ge, die schon Ansprechpartner sind, die dann sozusagen in ihren Organisationen die Lobbyarbeit machen m\u00fcssen, um das weiterzutragen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:54] Doreen Siegfried:<br>Okay. Aber also noch mal gefragt: Ihre AG hat jetzt die Fackel in der Hand und sagt, \u201eIch habe eine Idee und Du redest jetzt mit dem, Du redest jetzt mit dem und gemeinschaftlich, \u00fcber einen gewissen Zeitraum X, gehen wir dann alle zusammen zu Dorothee B\u00e4r und diskutieren das mal. Oder sagen Sie jetzt \u201eIch habe jetzt hier\u2026 Wir haben jetzt ein Papier. Ist ein Angebot. Macht was draus.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:19] Diethard Tautz:<\/p>\n\n\n<p>[lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:20] Diethard Tautz:<br>Und macht mal! Ne. Nat\u00fcrlich muss man an der Sache dranbleiben, das ist ganz klar. Und tats\u00e4chlich laufen im Hintergrund schon Gespr\u00e4che. Aber da kann ich im Einzelnen noch nicht drauf eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:30] Doreen Siegfried:<br>Okay, wir werden davon erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:55:32] Konrad F\u00f6rstner:<br>Ich muss sagen, die AG ist ja auch relativ gut aufgestellt, also hat Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen. Auch die angesprochene Allianz ist ja auch sehr breit aufgestellt. Das ist nat\u00fcrlich auch ein guter Ankn\u00fcpfpunkt, der dann in die verschiedenen Organisationen Informationen und Ideen reintragen kann. Von daher sind wir schon ein bisschen weiter als noch vor ein paar Jahrzehnten, sagen wir es mal so, in dieser Art auch gro\u00dfe Ideen vielleicht mal in die Breite zu tragen. Auch wenn das immer sehr m\u00fchselig ist und durch viele Sachen, Gremien erstmal durchgehen muss, haben wir damit ein gutes Standing. Man k\u00f6nnte sagen, dass DEAL zumindest organisatorisch nat\u00fcrlich ein Beleg daf\u00fcr ist, dass man sich auch zusammen auf die Hinterbeine stellen kann und was \u00e4ndern kann, ohne zu bewerten, ob das in der Art und Weise jetzt perfekt war. Aber die M\u00f6glichkeit, das zu machen, haben wir mittlerweile, weil sich die verschiedenen Organisationen zusammengerauft haben und vielleicht auch solche Ideen umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:18] Doreen Siegfried:<br>Okay. Also die Akteure gibt es, die kennen sich auch alle. Wunderbar. Ja, dann bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen. Ich fand es furchtbar interessant und ich gehe fest davon aus, dass wir weiterhin noch von diesem Papier und von den n\u00e4chsten Schritten h\u00f6ren, dass es auch in der Diamond Open Access Community diskutiert wird usw. Ich dr\u00fccke auf jeden Fall die Daumen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:42] Doreen Siegfried:<br>Vielen Dank auch an Sie liebe Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer. Wir hoffen, die Episode hat Ihnen gefallen. Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit. Ob Lob oder konstruktive Kritik per E-Mail auf Mastodon, YouTube, Bluesky oder LinkedIn. Und wenn Ihnen unser Podcast gef\u00e4llt, dann freuen wir uns, wenn Sie uns abonnieren. Bis zum n\u00e4chsten Mal. Bleiben Sie uns treu.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[163,31,109,4,228,8,123,26,33,12],"class_list":["post-128","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-deal","tag-forschung","tag-journals","tag-leibniz","tag-leopoldina","tag-open-science","tag-publikation","tag-publizieren","tag-wissenschaft","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 53 Das Leopoldina-Papier zu Diamond Open Access<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Das Leopoldina-Papier zu Diamond Open Access: Neue Wege zur Finanzierung des wissenschaftlichen Publikationswesens.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" 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