{"id":122,"date":"2025-04-25T08:27:49","date_gmt":"2025-04-25T06:27:49","guid":{"rendered":"9654ffe8-d416-4860-9ce6-1d2c515f68e9"},"modified":"2026-01-16T13:34:01","modified_gmt":"2026-01-16T12:34:01","slug":"fos-50-open-networked-learning","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2025\/04\/25\/fos-50-open-networked-learning\/","title":{"rendered":"FOS 50 Open Networked Learning"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_2382611aa1abfa296b8996c1ff5466af23b0730d\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2025\/04\/25\/fos-50-open-networked-learning\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/150\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_50.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: white;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tborder-radius: 0.375rem;\n\t\t\tbox-shadow: 0 1px 3px 0 rgba(0, 0, 0, 0.1), 0 1px 2px 0 rgba(0, 0, 0, 0.06);\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tpadding: 1rem 1.5rem\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-inner {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-avatar {\n\t\t\twidth: 50px;\n\t\t\theight: 50px;\n\t\t\tborder-radius: 0.25rem;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person {\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t\tpadding: 0 1rem;\n\t\t\tdisplay: grid;\n\t\t\tgrid-template-columns: repeat(2, minmax(0, 1fr));\n\t\t\tgap: 1rem;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person-details {\n\t\t\tcolor: #999\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services {\n\t\t\tflex-wrap: wrap;\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\talign-content: center;\n\t\t\tjustify-content: flex-end;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services-service {\n\t\t\tdisplay: inline-block;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t\tpadding-left: 0.5rem;\n\t\t\ttext-decoration: none;\n\t\t\tbox-shadow: none;\n\t\t}\n\t<\/style>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"zbw_shownotes\">\n\n\n\n<p>LINKS UND HINTERGR\u00dcNDE:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.opennetworkedlearning.se\/\">Open Networked Learning<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/relearn.se\/\">Re: Learn<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 50 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 50: Open Networked Learning<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. J\u00f6rg Pareigis<br>Direktor Universit\u00e4tsbibliothek Karlstad, Leitung Zentrum f\u00fcr Lehren und Lernen, Universit\u00e4t Karlstad<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:02] J\u00f6rg Pareigis:<br>Die Gruppe, das ist ganz fantastisch jedes Mal wieder zu erleben, wie Kollegen aus der ganzen Welt, die sich absolut nicht kannten, die aus ganz verschiedenen Disziplinen kommen, sich in der Gruppe finden, alle nerv\u00f6s sind, alle ungewohnt, wie sowas stattfinden soll. Auch vielleicht ein bisschen frustriert, weil es dann doch ja nicht so strukturiert ist, wie man sich das w\u00fcnschen wollte, von einer voll durchstrukturierten Lernplattform. Und nach zw\u00f6lf Wochen, wie man die sieht, fast Tr\u00e4nen in den Augen, in den Abschlussmeetings.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:43] J\u00f6rg Pareigis:<br>Wie ver\u00e4ndern wir die Rolle des Lehrenden? Des Allwissenden, der auf der B\u00fchne steht und brilliert, mit seiner Kompetenz und seines Wissens, dahin zu kommen, die Rolle anzunehmen. Des Learning Designers, der Lehre designt, wie Studenten tats\u00e4chlich am meisten, mit Spa\u00df oder ohne Spa\u00df, aber lernen, dabeibleiben, engagiert werden. Wie wir das hinbekommen, dass sich Studenten wiederfinden in Kursbeschreibungen. Und ja, das das ist meine Hoffnung, dass Open Network Learning dazu beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:30] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Heute wollen wir dar\u00fcber sprechen, wie Lehre im digitalen, offenen und international vernetzten Raum gestaltet werden kann. Wir reden \u00fcber das gemeinsame Erstellen und vor allem auch Reflektieren von digitalen Lernformaten, und zwar international. \u00dcber kollegiale und interdisziplin\u00e4re Weiterbildung und nat\u00fcrlich \u00fcber Openness im Kontext digitaler Lehre. Und da wir heute unsere 50. Folge aufnehmen, habe ich mir einen ganz besonderen Gast eingeladen. Unser Gast weilt in Schweden. Er ist Wirtschaftswissenschaftler, Direktor der Universit\u00e4tsbibliothek Karlstad, Leiter des Zentrums f\u00fcr Lehren und Lernen an der Universit\u00e4t und Hochschullehrer mit Schwerpunkt auf digitalem Lernen, strategischem Management und Innovationsprozessen. Und wem das noch nicht genug ist, er ist an verschiedenen internationalen Initiativen beteiligt, die offene und kollaborative Lernformate f\u00f6rdern, darunter das Projekt \u201eOpen Networked Learning\u201c. Herzlich willkommen, Dr. J\u00f6rg Pareigis.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:00] J\u00f6rg Pareigis:<br>Wow! Vielen Dank.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:02] Doreen Siegfried:<\/p>\n\n\n<p>[lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:03] Doreen Siegfried:<br>Sch\u00f6n, dass Du da bist. Bevor wir gleich einsteigen und \u00fcber Open Networked Learning im Detail sprechen. Also, was reizt Dich pers\u00f6nlich an offenen und vernetzten Lernformaten?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:14] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, superspannend. Vor allen Dingen w\u00fcrde ich sagen, die M\u00f6glichkeiten des Internets voll zu nutzen. Es ist so eine tolle Sache, die Tim Berners-Lee erfunden hat und die wir noch nicht voll in der Lehre ausnutzen. Von und miteinander zu lernen. Das fasziniert mich enorm.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:41] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja, ich glaube \u00fcber dieses miteinander und voneinander lernen, dar\u00fcber will ich Dich gleich noch mehr ausfragen. Ich hatte Dich ja anmoderiert als einen der Mitinitiatoren von Open Networked Learning. Wie ist das denn \u00fcberhaupt entstanden? Und welche Herausforderungen standen da am Anfang?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:01] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, da. Also Mitintiiatoren, das ist vielleicht nicht\u2026, kann ich nicht die Ehre zu \u00fcbernehmen. Das waren tats\u00e4chlich meine Kollegen Lars Uhlin aus Schweden vom Karolinska Institutet und Chrissi Nerantzi. Die haben sich 2011 auf einer PBL- \u2500 problembasiertes Lernen \u2500 Konferenz in Gro\u00dfbritannien zuf\u00e4llig getroffen und beide dort entdeckt. Eigentlich ja PBL, super f\u00fcr die Hochschullehre, gerade im medizinischen Bereich. Wir in den Wirtschaftswissenschaften kennen wir vielleicht mehr projektbasiertes Lernen. Aber gerade das problembasierte Lernen, wissen wir aus der Forschung, ist fantastisch f\u00fcrs Lernen. Aber wie macht man das jetzt, gestaltet das im Internet, online? Und da haben die beiden sich zusammengetan und gedacht, \u201eDas kriegen wir hin\u201c. Und da haben die den Vorg\u00e4nger von Open Networked Learning erfunden und sich ausgedacht. Das hie\u00df denn FDOL \u2500 Flexible, Distance and Online Learning. Da war ich tats\u00e4chlich Teilnehmer, 2012\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:13] Doreen Siegfried:<br>Ah, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:15] J\u00f6rg Pareigis:<br>\u20262013 und 14. Und dann hat Lars Uhlin mit schwedischen und internationalen Kollegen das weitergef\u00fchrt und seitdem ununterbrochen seit 2014 unter dem Namen Open Networked Learning, als eine ja Wiederverwendung des Konzeptes von FDOL.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:38] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, klasse. Dieses Open Networked Learning versteht sich, so hatte ich es Eurer Webseite entnommen, auch als eine Art von Antwort auf neue Anforderungen in der Lehre. Welche Entwicklung haben denn Deine Kolleg:innen so beobachtet?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:56] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, erstmal, dass es leider in der Lehre, Hochschuldidaktik immer noch ganz ganz viel Frontalunterricht gibt. [lacht] Dass Internet und digitale Medien immer noch, naja, mit ein bisschen Skepsis betrachtet werden. Und wie gesagt, die M\u00f6glichkeiten gerade des Webs 2.0., um einen uralten Begriff mal rauszuhauen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:20] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:21] J\u00f6rg Pareigis:<br>\u2026\u00fcberhaupt nicht eigentlich benutzt werden in vollem Umfang. Und das ist eigentlich die Idee: Wie k\u00f6nnen wir wieder von Lehrplattformen wegkommen? Und das Open\u2026, die Lehre so gestalten, dass wir alle M\u00f6glichkeiten nutzen, die uns zur Verf\u00fcgung stehen und auch international unsere Communities zusammenbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:47] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und Du hast ja gesagt, die beiden haben sich kennengelernt auf einer Tagung in Gro\u00dfbritannien. Vom Namen her w\u00fcrde ich jetzt mal schlussfolgern, sie sind jetzt auch nicht beides zwei Schweden, die sich zuf\u00e4llig in UK getroffen haben. Also, welchen Beitrag leistet denn Open Networked Learning auch zur Internationalisierung in der Hochschullehre?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:10] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, einen ganz gro\u00dfen w\u00fcrde ich sagen. N\u00e4mlich, dass wir mit einem Beispiel hier Leute, die sich f\u00fcr das Gleiche interessieren, zusammenbringen k\u00f6nnen. Genau wie Hashtags das machen im Sozialen Medien Bereich. Leute, die sich f\u00fcr ein bestimmtes Thema interessieren, finden sich, auch wenn sie gar nicht wissen, dass es einander gibt. Und diejenigen, die sich auf unserer Homepage dann wiederfinden, zum Beispiel, und sich f\u00fcr sowas interessieren und das mal erleben wollen auch, die sind bei uns mit offenen Armen willkommen gehei\u00dfen und k\u00f6nnen dann daran teilnehmen. Und ja, deswegen\u2026 Wir haben Teilnehmer aus ganz, ganz vielen L\u00e4ndern in den zehn Jahren oder elf Jahren\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:02] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:03] J\u00f6rg Pareigis:<br>\u2026jetzt im Kurs gehabt und freuen uns auch \u00fcber immer neue Teilnehmer aus neuen L\u00e4ndern, die wir noch nie dabeihatten. Jetzt gerade im ONL 251-Durchgang aus Kirgistan zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:17] Doreen Siegfried:<br>Ah, okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:18] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:19] Doreen Siegfried:<br>Das ist ja krass. [lacht] Wie l\u00e4uft denn\u2026 Also, vielleicht nimm mich mal mit auf die Reise. Wie l\u00e4uft denn so ein Open Networked Learning Kurs so typischerweise ab?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:27] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja. Je nachdem, ob Du jetzt ein Teilnehmer von unseren Partner-Unis bist oder ein, was wir sagen, ein offener Teilnehmer, ein Open Learner, meldest Du dich entweder an Deiner Uni oder direkt bei uns auf der Homepage an, dass Du bei dem n\u00e4chsten Durchgang gern dabei sein m\u00f6chtest. Und\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:47] Doreen Siegfried:<br>Und dann? Was erwartet mich dann?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:49] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und dann geht es dann irgendwann los. Das n\u00e4chste Mal jetzt im September. Und dann gucken wir, wie viele wir sind. Und dann teilen wir Dich und die anderen in kleine Gruppen ein. In Gruppen von acht. Und dann versuchen wir\u2026, wir fragen Euch erst, wann Ihr an den synchronen Teilmeetings teilnehmen k\u00f6nnt, zweimal die Woche, und teilen Euch dann so ein, dass das praktisch klappt. Morgens, mittags, abends. Und dann fangt Ihr erst mal dran an, Euch mit dem technischen Umfeld, dem digitalen Lernmilieu Euch auseinanderzusetzen und bekannt zu machen in einer Woche. In der zweiten Woche trefft Ihr dann tats\u00e4chlich die Gruppe und macht\u2026, bekommt als erste Aufgabe, eine Gruppenpr\u00e4sentation zu machen, um Euch gegenseitig kennenzulernen. Und dann geht es richtig los \u00fcber f\u00fcnf Themen, zweiw\u00f6chige Themen \u00fcber verschiedene Bereiche des offenen genetzwerkten Lernens, Open Networked Learning. Ja. Das ist der grobe Ablauf. Das Ganze geht \u00fcber zw\u00f6lf Wochen. Als Teilnehmer ist das gut, wenn man 80 Stunden daf\u00fcr dann so veranschlagt, sechs, rund sechs Stunden die Woche und dann, ja, geht die Reise los.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:09] Doreen Siegfried:<br>Und muss ich irgendwelche Erfahrungen mitbringen? Also mal angenommen, ich mache jetzt Lehre und sage, \u201eOkay, also, dieser ganze Frontalunterricht, also das hat mir schon lange nicht mehr gefallen. Ich will jetzt mal so richtig einsteigen in dieses ganze Thema digital vernetztes Lernen.\u201c Also muss ich, sozusagen, wie bei so einer Englischpr\u00fcfung, erstmal so einen Einstiegstest machen, damit Ihr wisst, \u201eOkay, also Frau Siegfried, die ist bitte hier Level A.\u201c [lacht]. Die kommt in den Grundkurs.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:37] J\u00f6rg Pareigis:<br>Das ist das Spannende. Und das ist ja genau darum, was das Offene ist in dem Kurs oder ein Teil des Offenen. Wir machen keine Pr\u00fcfung, welche Voraussetzung oder ob Du die richtige Voraussetzung hast. F\u00fcr uns ist nat\u00fcrlich die Motivation wichtig. Aber die gehen wir von aus, wenn man zu uns findet und sich anmeldet, dann ist man dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:03] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wie gelingt es denn, Ihr habt da jetzt schon, Du hast gesagt, schon \u00fcber zehn Jahre Erfahrung. Wie gelingt es denn gerade \u00fcber diese L\u00e4nder- und Institutionengrenzen hinweg eine gute lernf\u00f6rderliche Dynamik zu entwickeln?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:17] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, da ist der Kern, sind die Facilitatoren, die die Gruppen um sich herumhaben oder zur Verf\u00fcgung haben. Pro Gruppe haben wir einen Facilitator, Hauptverantwortlicher, und einen Co-Facilitator,\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:32] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:32] J\u00f6rg Pareigis:<br>\u2026der sich um den Gruppenprozess tats\u00e4chlich k\u00fcmmert. Im problembasierten Learning, PBL-Bereich, ist das relativ Standard, dass man einen Mentor hat oder einen Facilitator. Und den haben wir dann auch. Und gerade wir in unserem Kurs sehr luxuri\u00f6s zwei. Und die helfen der Gruppe weiterzukommen, sich zu finden im Anfang. Und nach und nach immer mehr und mehr loszulassen und ja vom Fahrersitz auf die R\u00fcckbank zu kommen, in der Auto-Metapher. Und vielleicht nachher sogar fast ganz auszusteigen und die Gruppe selber fahren zu lassen. Da hat man also guten Support und der Kern des Kurses ist eben die PBL-Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:24] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Okay. Welche Rolle spielt dann in diesem Kontext so, Du hast ja gesagt, okay, am Anfang ist vielleicht noch zwei, drei Mal dieser Facilitator dabei und steigt dann irgendwann durch den Kofferraum aus und l\u00e4sst die Gruppe alleine. Also die sind ja dann sozusagen unter sich. Welche Rolle spielt denn so Social Learning, also auch das Lernen vielleicht in kleinen Tandems oder sowas?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:53] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, also der Kern und das Zentrale ist die Interaktion in der PBL-Gruppe. Aber in der Gruppe w\u00fcrde ich sagen, nicht so unbedingt in Tandems, sondern in der Gruppe. Und das ist, die Gruppe, das ist ganz fantastisch jedes Mal wieder zu erleben, wie Kollegen aus der ganzen Welt, die sich absolut nicht kannten, die aus ganz verschiedenen Disziplinen kommen, sich in der Gruppe finden, alle nerv\u00f6s sind, alle ungewohnt, wie sowas stattfinden soll. Auch vielleicht ein bisschen frustriert, weil es dann doch nicht so strukturiert ist, wie man sich das w\u00fcnschen wollte von einer voll durchstrukturierten Lernplattform. Und nach zw\u00f6lf Wochen, wie man die sieht, fast Tr\u00e4nen in den Augen, in den Abschlussmeetings\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:45] Doreen Siegfried:<br>[lacht] Ja, Wahnsinn.<\/p>\n\n\n\n<p>[0:13:46] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und ganz viele sagen jetzt: \u201eWir halten auf jeden Fall Kontakt\u201c. Es kommen sich also\u2026, das vernetzte Lernen erlebt man, was m\u00f6glich ist, eben halt in der Online-Lehre, wie nah man sich kommen kann. Viel n\u00e4her als im Frontalunterricht in einigen H\u00f6rs\u00e4len in internationalen Unis.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:04] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und w\u00fcrdest Du sagen, das hat tats\u00e4chlich mit diesem Fokus auf problembasiertem Arbeiten zu tun?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:10] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, damit auf jeden Fall, weil dadurch eben halt wir nicht vorgeben\u2026 Wir geben das Thema vor und wir geben ein Szenario vor, in dem sich die Teilnehmer wiederfinden. Und dann bestimmt die Gruppe aber selber, worauf man jetzt Interesse hat, was Interesse weckt und worauf man sich fokussieren will in dem Thema, in dem Bereich. Und das ist also sehr viel, im Englischen sagt man \u201eself directed learning\u201c. Da f\u00e4llt mir jetzt der deutsche Fachbegriff nicht zu ein. Aber das selbstbestimmte Lernen und die Einflussnahme und die M\u00f6glichkeit, das zu beeinflussen, was ich denn lehre, lernen m\u00f6chte. Das motiviert und das hilft dazu und tr\u00e4gt dazu bei, dass man sich sehr nahekommt und dass man sich den Kursinhalt zu seinem eigenen macht und eben ja selbstbestimmt und dadurch ganz viel motiviert ist und vielleicht auch sogar die eine oder andere Stunde mehr darauf veranschlagt, als wir das eigentlich vorgeschlagen haben. Ja, und dadurch eben halt die N\u00e4he entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:19] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Vielleicht wenn\u2026, Du hast gesagt, Ihr werft ein Thema rein oder gebt ein Thema vor oder ein Szenario. Hast Du vielleicht mal so ein Beispiel f\u00fcr so ein typisches Thema?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:27] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja. Wir fangen also jetzt am Anfang an mit digitalen Kompetenzen und Online-Teilnahme. Also, was brauche ich eigentlich und wie sehe ich mich als Lehrender oder Forschender im Verh\u00e4ltnis zu meinen Studenten? Und das Szenario ist dann ungef\u00e4hr so: \u201eOh, alle meine Studenten sind auf ganz vielen verschiedenen Plattformen und ich bin ganz unsicher. Ich habe noch nie einen Online-Kurs designt. Ich wei\u00df jetzt gar nicht wie, wo fange ich denn jetzt an?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:58] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:59] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und also das wirklich zu entdramatisieren das Thema. Das ist zum Beispiel das erste Thema. Das zweite Thema, in dem sind wir jetzt gerade, das geht halt darum, um Offenheit und sharing, also Teilen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:15] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:16] J\u00f6rg Pareigis:<br>\u2026 im Internet. Und was ist Open Education? Was sind Open Educational Resources, also offene Lehrressourcen? Was ist das \u00fcberhaupt? Was sind Creative Commons Lizenzen, zum Beispiel. Was ja auch im Open Science Bereich ja die Bausteine sind f\u00fcr Open-Access-Publikationen. Und dann geht es dann weiter \u00fcber Vernetztes Lernen, Kursdesign, Blended Learning, Online Learning und dann das Abschlussthema: Was nehmen wir mit?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:53] Doreen Siegfried:<br>Ja. Ja, ich verstehe. Und wie gro\u00df sind die Gruppen so? Wenn Du sagst, man kommt sich wirklich nahe, k\u00f6nnen das ja keine Riesentruppen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:02] J\u00f6rg Pareigis:<br>Nee, wir fangen eigentlich immer mit acht an.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:05] Doreen Siegfried:<br>Ah, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:05] J\u00f6rg Pareigis:<br>Manchmal verschwindet ein Teilnehmer, aber acht Teilnehmer landen wir eigentlich immer pro PBL-Gruppe mit den zwei Teil-Facilitatoren. Und dann ist, macht das nichts, wenn man mal bei einem Meeting nicht dabei sein kann. Wir haben auch eine digitale Lehrplattform f\u00fcr den Kurs und dann kann man ja im Kontakt bleiben, was die Gruppe dann f\u00fcr sich entscheidet, wie man zusammenarbeiten m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:33] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, super. Welche genauen digitalen Tools unterst\u00fctzen denn jetzt diesen Prozess ganz konkret?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:43] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja. Also wir versuchen nat\u00fcrlich auch auf offene Technologien zu nutzen und zur\u00fcckzugreifen und zentral f\u00fcr unseren Kurs, also www.opennetworkedlearning.se, das ist eine WordPress Multi Site. Also gehostet hier an der Uni in Karlstad, wo auch denn alle Daten liegen. Und ja, WordPress ist ja\u2026 30% aller Homepages im Internet werden mit WordPress gehostet, ist also eher ein super Tool. Und das ist ganz zentral denn auch f\u00fcr den eigenen\u2026, f\u00fcr die Blogs oder wir nennen das individuelle Reflexionspl\u00e4tze von den Teilnehmern, die auch individuell reflektieren. Das ist zusammen mit dem RSS-Feed. Jetzt wird es ein bisschen\u2026Mehr technisch wird es dann auch nicht. Wo wir dann einzelne Reflexionen der Teilnehmer zusammenf\u00fchren an einer Stelle. Das ist, w\u00fcrde ich sagen, zentral. Dann Videomeeting-Tools. Wir benutzen auch Zoom in Schweden, ganz viele Unis. Und das stellen wir unseren Teilnehmern zur Verf\u00fcgung bzw. den Facilitatoren, die dann die Gruppen betreuen. Und ja, dann Social Media. Am Anfang 2014 war die Stimmung und auf Twitter zum Beispiel noch viel angenehmer. Da haben wir ganz viel mit Twitter gearbeitet. Mittlerweile verlagern wir uns eher auf BlueSky und Mastodon. Auf andere, ja\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:26] Doreen Siegfried:<br>Kan\u00e4le.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:26] J\u00f6rg Pareigis:<br>\u2026Open Source-Standards und Protokolle und genau. Und der Fokus ist aber vielleicht gar nicht mehr so gro\u00df. Viele von uns sind auch auf LinkedIn nat\u00fcrlich und vernetzen sich da. Und es ist aber auch nur ein Beispiel, eben wie die Kraft des Hashtags zu benutzen, um andere Individuen auf dem Planet kennenzulernen, die sich \u00fcber das gleiche Thema interessieren. Und zur Zusammenarbeit das kollaborative Arbeiten in Texten, leider immer noch sehr viel Google Drive und das versuchen wir seit langem auszutunen sozusagen. Aber es ist immer noch leider sehr schwer und aber da sind wir am Ball. Und das ist ja gerade in politischen Stimmungen derzeit ein gro\u00dfes Thema von Digital Sovereignty, versuchen wir halt auch zu implementieren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:19] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja, kann ich mir vorstellen, dass es schwierig ist, auch alle unter einen Hut zu kriegen, gerade wenn das eine internationale Veranstaltung ist. Okay. Welche Rolle spielt denn KI in diesem ganzen Kontext?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:31] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, interessant. Spielt sie. Zum Beispiel, dass wir das benutzen. Das letzte Szenario gerade zum Topic Openness habe ich mithilfe von ChatGPT geschrieben. Und aber mehr konkret noch und mehr systematisch ist es, dass es die Lehrenden, die Teilnehmer selbst aufgreifen. Dass die Szenarios in den verschiedenen Themen, in dem problembasierten Lern-Szenario, das so viel Offenheit l\u00e4sst, dass auch aktuelle Themen wie KI ganz automatisch aufgegriffen werden, wenn die Gruppe das als spannend empfindet. Und das ist in fast allen Gruppen, in den letzten Iterationen ist es so gewesen, dass wir immer in den Gruppenpr\u00e4sentationen am Ende des Topics ganz viel \u00fcber KI lesen und ja diskutiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:33] Doreen Siegfried:<br>Ja, kann ich mir supergut vorstellen, dass es f\u00fcr Leute in der Lehre, die mit Studierenden zu tun haben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:40]<\/p>\n\n\n<p>[beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:40] Doreen Siegfried:<br>\u2026ein sehr wichtiges Thema ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:42] J\u00f6rg Pareigis:<br>Wichtiges Thema. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:45] Doreen Siegfried:<br>Wenn Du jetzt sagst, jeder kann jetzt sozusagen auch als offener Gast oder wie Du es vorhin formuliert hast, kann eigentlich jeder mit dabei sein. F\u00fcr wen ist dann Open Networked Learning besonders geeignet?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:56] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, f\u00fcr alle in der Hochschullehre, w\u00fcrde ich sagen, mit Lehrauftrag. Einfach mal\u2026 Selbst wenn man schon mal\u2026 Einige von uns haben vielleicht einen Massive Open Online Course mal designed oder sind in der Online-Lehre t\u00e4tig. Ich aus meiner Erfahrung in Karlstad an der Uni, zum Beispiel die H\u00e4lfte aller, die H\u00e4lfte aller unserer Studenten regul\u00e4r sind Onlinelehrstudenten. 11.000. Selbst f\u00fcr erfahrene Onlinelehrende ist das die Erfahrung in internationalen PBL-Teams. Das ist noch was ganz anderes, wie nah man sich kommt, weil das auch immer leider noch nicht ein selbstverst\u00e4ndliches Thema ist, das kollaborative Lehren in der Hochschullehre. Es ist nicht Standard, w\u00fcrde ich sagen. Und auf keinen Fall im Onlinebereich. Und jeder, der es mal erleben m\u00f6chte, wie das gestaltet werden kann. Ja, ich bin totaler Fan. [lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:05] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:05] J\u00f6rg Pareigis:<br>Nat\u00fcrlich. Und vielleicht ein bisschen biased. Aber ja, f\u00fcr alle in der Hochschullehre w\u00fcrde ich sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:13] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und alle, die Hochschullehre machen, wissen sp\u00e4testens seit Corona, dass es nicht ganz verkehrt ist, da zu wissen, wie es eigentlich funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:22] J\u00f6rg Pareigis:<br>Man kann deutlich mehr machen, als in Zoom eine Vorlesung zu halten im Frontalmodus.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das bedeutet eben halt, dass man viele Sachen eben doch ein bisschen anders machen muss, wenn man es online macht. Und das zu erleben, wie man das machen kann und dass es geht und was dabei rauskommen kann, ist eben halt eine tolle Erfahrung, die man so im Open Networked Learning Kurs machen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:43] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Also ich meine, nun ist ja Corona, Gott sei Dank, jetzt schon ein paar Jahre her, aber wir haben es alle noch in den Knochen. Und ich erinnere tats\u00e4chlich viele Leute, die angefangen haben und das auch schon gut gemacht haben f\u00fcr das Jahr 2020 oder auch 21. Dass die immer noch das Problem hatten und sagten, \u201eOkay, ich habe ein Zoom-Seminar. Irgendwie 90% haben schwarze Kacheln, die kommen auch nicht mit Klarnamen. Ich wei\u00df auch gar nicht, ob die da \u00fcberhaupt sitzen oder ob die mittlerweile mal kurz einen Spaziergang gemacht haben oder ihre W\u00e4sche sortieren oder was.\u201c Also es gibt ja gar keine Verbindung zwischen der Person, die jetzt gerne was teilen m\u00f6chte und den Leuten, f\u00fcr die es gemacht ist. Also\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:28] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:28] Doreen Siegfried:<br>\u2026 w\u00fcrdest Du sagen, durch vernetzte Lehre haben nicht nur die Leute ihren Spa\u00df, die die Seminare machen, mit Tr\u00e4nen in den Augen, sondern ja vielleicht hinterher auch die Gruppe, die am Ende des Tages ja zusammenkommt, also sprich die Studierenden und die Person, die zu dem Zeitpunkt noch ein bisschen mehr Wissen hat und das irgendwie teilen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:49] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, auf jeden Fall. Und ich m\u00f6chte noch mal sagen, wir haben jetzt so Luxusvoraussetzungen in dem Kurs, weil eben ganz viele aus der Community weiter daran teilnehmen. Aber darum geht es genau im Kurs. Wie kann ich die Black Wall of Zoom vermeiden? Und darum geht es eben auch im Kurs. Ohne das Offene, ohne das Vernetzte zu erleben\u2026 dass man eben in der Onlinelehre die Prozesse aktiv als Lehrender gestalten muss in der Onlinelehre. Und nicht einfach, wie im Campus, das geschenkt bekommt, dass Studenten sich vor dem Vorlesungssaal treffen, Fragen stellen, sich n\u00e4herkommen und dann wissen, wer im Kurs ist. Und nachher noch mal kurz zum Lehrenden gehen und eine Frage stellen, weil man sich im gro\u00dfen Plenum nicht getraut hat. Das alles f\u00e4llt in der Onlinelehre weg und das muss man aktiv designen und gestalten. Und da und wenn man das eben nicht macht, sondern einfach los, dann \u201eJa, wir sind ja alle hier. Alle habt Ihr Euch eingetragen in der Vorlesung. Dann lege ich mal los.\u201c Ja, dann gibt es eben halt nicht die Psychological Safety in der Gruppe von den Lehrenden, die denken, \u201eIst das \u00fcberhaupt\u2026 Machen wir das hier zusammen? Oder soll ich jetzt eigentlich\u2026 Was ist denn eigentlich meine Rolle als Studierende?\u201c Vielen Studierenden kommt das wahrscheinlich doch eher vor, immer noch, dass sie nur Zuh\u00f6rer sind. Ja, in der Vorlesung zuh\u00f6ren. Und wenn man einer Vorlesung zuh\u00f6rt, warum soll ich dann meine Kamera anmachen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:27] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, ja, okay. Vielleicht noch mal zu den Lehrenden. Was w\u00fcrdest Du sagen, nehmen die denn typischerweise aus dem Kurs mit, aus diesen zw\u00f6lf Wochen? Also sowohl inhaltlich als auch methodisch. Also vielleicht so die drei wichtigsten Skills.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:42] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, erstmal die Erfahrung, dass es m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:46] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:47] J\u00f6rg Pareigis:<br>Das, w\u00fcrde ich sagen, ist ganz zentral. Dann eben halt was wir gerade gesagt haben, die Bedeutung, Gruppenprozesse zu steuern und zu designen und sich darum aktiv zu k\u00fcmmern, dass das nicht von alleine geht im Onlinebereich. Ja und ein Drittes ist vielleicht, dass es Spa\u00df machen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:08] Doreen Siegfried:<br>Ja, das ist doch\u2026 Das ist doch total wichtig, dass es Spa\u00df macht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:13] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, finde ich schon.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:15] Doreen Siegfried:<br>Gibt es denn\u2026 Hast Du vielleicht ein Beispiel so aus Eurer Praxis oder auch aus Deiner Praxis, das verdeutlicht, wie das dann vielleicht auch wirkt. Also, kriegst Du R\u00fcckmeldungen von den Leuten, die mal teilgenommen haben, dass sie sagen \u201eAlso jetzt, ich habe keine Abbrecher mehr\u201c oder was auch immer. Also was, wie wirkt das am Ende?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:27:35] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja. Ist nat\u00fcrlich auch keine Wundermedizin. Man kommt dann zwar auch zu seinem Alltag, in seine eigene Hochschule, zur\u00fcck und da hat man nicht immer zwei Lehrer oder Assistenten f\u00fcr eine Gruppe von acht Studenten. Was wir sehen ist, dass ganz viele Teilnehmer, wenn wir die am Ende einladen, im ONL-Team dabei zu sein, also weiterzumachen als Co-Facilitator und dann sp\u00e4ter als Facilitator, dass das ganz viele eben machen und dass wir dadurch mittlerweile einen ganz gro\u00dfen Pool haben von einer wirklich Community von Facilitatoren, auf die wir dann immer wieder zur\u00fcckgreifen und einladen. Und wenn Leute weitermachen k\u00f6nnen und das gerade passt in dem Semester, dass die dann dabei sind. Und deswegen und auch nur deswegen k\u00f6nnen wir eben halt das Verh\u00e4ltnis von acht Teilnehmern zu mit zwei Faciliatoren l\u00f6sen. Das ist das eine. Also die Teilnehmer kommen wieder und wollen daran weiter teilhaben und wechseln dann sozusagen ins Lehrerteam. Und das andere ist es, dass es mittlerweile schon ein, zwei, drei vielleicht Adaptionen auch vom ONL gibt. Im Bibliothekswesen in Schweden relearn.se, ein Kurs f\u00fcr Bibliothekare und hochschulakademische Schreibsupporter. Da f\u00e4llt mir jetzt gerade\u2026 Jetzt wird es sehr Denglisch.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:12] Doreen Siegfried:<br>Ja. Wie hei\u00dft es denn auf Schwedisch? [lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:14] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja. Akademisk skrivanledning. Und Bibliothekare treffen sich da, machen das gleiche p\u00e4dagogische Format, ein bisschen k\u00fcrzer. Und dann gibt es einen anderen Tochterkurs sozusagen, der hei\u00dft auf Englisch \u201eHigher Education Didactics for Sustainability Heads\u201c. Der ist also f\u00fcr die Nachhaltigkeit in der Hochschullehre. Das gleiche p\u00e4dagogische Konzept, hier geht es aber darum, wie k\u00f6nnen wir in der Betriebswirtschaft, in der Volkswirtschaft, in anderen Disziplinen Nachhaltigkeit mit ins Curriculum bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:51] Doreen Siegfried:<br>Okay, okay, alles klar. Ja, okay. Und das andere ist \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:45] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und das so w\u00fcrde ich sagen, ist die Wirkung. Es wird\u2026 Mehr und mehr erkennen das. Wir k\u00f6nnen komplexe Probleme nur zusammen l\u00f6sen. Dann, ja, k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich auch \u00fcber Videos und Multiple Choice Quizzes Lernen gestalten. Viel mehr Spa\u00df und interessanter, impactfuller wird es dadurch, wenn wir Leute zusammenbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:18] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Vielleicht noch mal zur Organisation. Also, ONL ist das eine Plattform? Also was ist sozusagen\u2026 Wie nennt man das? Oder ist es eine Organisation oder wie w\u00fcrdest Du das bezeichnen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:36] J\u00f6rg Pareigis:<br>Wir sagen, unsere Byline ist: Ein Kurs, eine Community und ein Approach, also ein Ansatz. Und es ist eben alles gleichzeitig, derzeit. Es ver\u00e4ndert sich, hat sich ver\u00e4ndert \u00fcber die elf Jahre. Derzeit sind wir zwei Hauptunis, die hauptverantwortlich sind. Das ist Arcada in Finnland und Karlstad Universit\u00e4t in Schweden. Und wir zusammen mit einer Kollegin von der Careum Foundation in der Schweiz bilden das Organisationskomitee. Wir planen den n\u00e4chsten Durchgang des Kurses, halten das Team zusammen und stellen die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung. Und dann ist es eben halt die Community von den ehemaligen Teilnehmern und Lehrern, den Facilitatoren. Wir treffen uns w\u00f6chentlich w\u00e4hrend des Kurses, um abzustimmen, wie der Kurs l\u00e4uft, was wir in der Zukunft besser machen wollen. Und ja, und dann ist eben die Einladung an alle, daran teilzunehmen. Als Partneruni in der Zukunft dabei zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:49] Doreen Siegfried:<br>Und wie finanziert sich das Ganze?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:52] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, zum Beispiel in Finnland und in Schweden zum Beispiel ist es so, dass unsere Lehrenden in Schweden 400 Stunden Hochschulp\u00e4dagogik oder -didaktik an formellen Kursen belegen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:00] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:10] J\u00f6rg Pareigis:<br>Um, ja, um Dozent zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:14] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:15] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und da ist es also institutionalisiert, dass wir hochschuldidaktische Kurse im Programm haben. Und einer davon ist eben, einer von vielen an der Uni Karlstad hier, Open Networked Learning. Und deswegen finanziere ich als Chef der Bibliothek und des Hochschuldidaktischen Zentrums den Kurs. Und deswegen k\u00f6nnen meine Kollegen damit arbeiten. Und es ist aber nat\u00fcrlich fast jede Uni, und Karlstad Uni hat das auch, die Internationalisierung als strategisches Ziel und Fokusbereich. Und dann ist das nat\u00fcrlich eine super Aktivit\u00e4t und ja, Event, dabei auch nachhaltig und verantwortungsvoll die Internationalisierung vom Schreibtisch aus zu betreiben, sozusagen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:09] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja, okay. Und also das hei\u00dft, Ihr seid jetzt sozusagen in dieser Steuerungsgruppe, nenne ich das jetzt mal, zu dritt. Also Finnland, Schweden und die Schweiz und k\u00f6nnten da jetzt auch noch andere sagen, also jetzt aus Deutschland beispielsweise, \u201eIch will da auch dabei sein.\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:28] J\u00f6rg Pareigis:<br>Liebend gerne, liebend gerne. Wir haben zum Beispiel die Uni Oldenburg schon dabei auch. Wir haben ja auch eine Publikation mit Forschern von einem Center f\u00fcr Open Educational Resources. Gr\u00fc\u00dfe gehen raus nach Oldenburg. Ja, nat\u00fcrlich. Der Onboarding Prozess sozusagen l\u00e4uft am besten so ab aus unserer Erfahrung, dass man erstmal als Teilnehmer vom vielleicht vom Hochschulp\u00e4dagogischen Zentrum dabei ist. Wir haben gerade eine Fachhochschule aus \u00d6sterreich dabei, die im Prozess ist. Man f\u00e4ngt als Teilnehmer an, ist dann im n\u00e4chsten Termin als Co-Facilitator dabei und bringt dann im Jahr darauf seine ersten Lernenden mit. Wenn man nicht schon jemanden als Open Lerner schon mal mit gleich am Anfang auch mit anf\u00e4ngt. Das ist so der Onboarding-Prozess und ja und dann stellt man nachher einen Facilitator und nimmt seine Lernenden mit von seiner Uni. Je nachdem, wie viel man hat. Und wie gesagt, wir machen den Kurs zweimal pro Jahr. Und leider, leider sehen wir immer noch die Notwendigkeit, das wahrscheinlich auch noch mal zehn Jahre weiterzumachen, weil die Hochschullehre fl\u00e4chendeckend leider noch nicht dabei ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:49] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja, und ich kann mir auch vorstellen, selbst, mal angenommen, ganz Europa ist geschult\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:56] Doreen Siegfried:<\/p>\n\n\n<p>[lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:56] Doreen Siegfried:<br>Mal angenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:57] J\u00f6rg Pareigis:<br>[lacht] Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:58] Doreen Siegfried:<br>Und \u00fcber die Jahre entwickelt sich ja auch ganz viel. Vielleicht m\u00fcsste man das dann irgendwann nach einer gewissen Zeit X ja dann auch noch ein zweites Mal wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:08] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, auf jeden Fall. Und wie gesagt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:09] Doreen Siegfried:<br>Also. Ich glaube nicht, dass Ihr jemals fertig seid.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:12] J\u00f6rg Pareigis:<br>Wir werden nie ganz fertig sein und das ist das Sch\u00f6ne, weil es macht viel zu viel Spa\u00df, immer neue Teilnehmer kennenzulernen. Aus, aus allen Winkeln, auch unserer sch\u00f6nen Welt. Nat\u00fcrlich am einfachsten aus einer Zeitzone, die nicht ganz so weit von entfernt ist von der Central European Time. Machts deutlich einfacher. Aber in S\u00fcdamerika, \u00e4h S\u00fcdafrika, haben wir viele Unis und Teilnehmer dabei, andere afrikanische L\u00e4nder. Und ja, meine Hoffnung ist auch, dass noch mehr europ\u00e4ische Universit\u00e4tsallianzen, also die European University Alliance, das mit aufnehmen. Wir sind in einer, Lund Universit\u00e4t, die auch sehr treibend in dem Kurs war, ist in einer anderen. Und da hoffen wir, dass jetzt wir auch mehr und mehr europ\u00e4ische Unis anboarden k\u00f6nnen. Und ja, nat\u00fcrlich, ich als alter Norddeutscher w\u00fcrde mich nat\u00fcrlich freuen, wenn noch mehr deutsche Unis am Start w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:12] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also liebe Zuh\u00f6rer:innen aus Norddeutschland, Ihr wisst, was jetzt Eure Pflicht ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:19] J\u00f6rg Pareigis:<br>Auch aus anderen Teilen von Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:19]<\/p>\n\n\n<p>[beide lachen]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:20] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:21] J\u00f6rg Pareigis:<br>Alle sind willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:23] Doreen Siegfried:<br>Vielleicht noch\u2026 So neigen wir uns mal langsam dem Ende. Aber ich habe noch ein paar Fragen. Also, Du hast ja gesagt, okay, bis ich tats\u00e4chlich alle durchgeschult hab und da habt Ihr noch eine Weile zu tun. Aber siehst Du auch noch so andere Entwicklungen f\u00fcr Open Networked Learning, so in den n\u00e4chsten Jahren? Was ist da geplant vielleicht, was \u00fcber die reine Fortsetzung hinausgeht? K\u00f6nntest Du Dir auch vorstellen, da irgendwie KI-Support irgendwie noch einzubinden, damit man das skalieren kann? Also, was ist da so Deine Vision?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:02] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, meine Vision ist, dass wir nat\u00fcrlich \u2500 und das haben wir auch schon lange diskutiert, ja \u2500 ein Open ONL 2.0, um noch weiterzugehen in Themen, die jetzt hochaktuell sind, wie GDPR. Wie gestalte ich und wo muss ich darauf aufpassen, wenn ich offene Tools benutze? Dass es vielleicht nicht so gut ist, jetzt nordamerikanische Plattformen zu benutzen. Und wie, was\u2026 einfach zur\u00fcck bis hin zu den zur Ausgangslage des Internets zu kommen. Kann nicht meine Uni was hosten, damit ich auch dran teilnehmen kann? Was jetzt in Europa zum Gl\u00fcck ein ganz gro\u00dfes Thema ist. KI ist nat\u00fcrlich ein anderes Thema. Und wer wei\u00df, was in der Zukunft noch andere aktuelle Themen auftauchen. Aber jetzt gerade so Kurse wie, ich nannte das vorhin Heads-Kurs \u00fcber die Nachhaltigkeit in der Hochschullehre, ist ja schon ein Ausbauthema und Folgethema. Das wird ja, wird sicherlich noch hoffentlich andere Nachahmer finden, die das dann darauf weiter aufbauen und das weiter vorantreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:20] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, super. Wenn Du jetzt sozusagen dieses Format von diesem vernetzten Lernen, offenes Lernen, digitales Lernen, wenn man sich das mal anguckt usw. Wir hatten ja auch von Social Learning gesprochen. Also, wo siehst Du dann im Hochschulkontext langfristig die Entwicklung von dieser Art von Dozent-Studierenden-Interaktion, auch Lehre genannt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:47] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, dass wir endlich da dort ankommen, wo wir in der gef\u00fchlten Realit\u00e4t der Studenten wahrscheinlich schon sind. Dass ganz, ganz, ganz, ganz viele Informationen frei zug\u00e4nglich sind. Nat\u00fcrlich nicht alle leider freie Informationen, wissenschaftlich hochwertige Informationen noch nicht frei zug\u00e4nglich sind. Aber wie ver\u00e4ndern wir die Rolle des Lehrenden, des Allwissenden, der auf der B\u00fchne steht und brilliert, mit seiner Kompetenz und seines Wissens, dahin zu kommen, die Rolle anzunehmen? Des Learning Designers, der Lehre designt, wie Studenten tats\u00e4chlich am meisten mit Spa\u00df oder ohne Spa\u00df aber lernen, dabeibleiben, engagiert werden? Wie wir das hinbekommen, dass sich Studenten wiederfinden in Kursbeschreibungen. Und ja, das ist meine Hoffnung, dass Open Networked Learning dazu beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:51] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Eine Frage, die mir noch durch den Kopf geht. Ich hoffe, ich mache jetzt kein zu gro\u00dfes Fass auf. Aber wenn Du sagst, okay, es ist die Entwicklung in Richtung mehr Partizipation usw. in ein Miteinander, problembasiert oder wie auch immer, sich Sachen aneignen. Was w\u00fcrdest Du denn sagen, es gibt ja\u2026 Also, in Deutschland zumindest gibt es eine Studienordnung, wo ganz genau drinsteht, das und das muss gelehrt werden, das sind die Inhalte, dann gibt es Klausuren. Und in Deutschland zumindest ist es so, dass viele Studierende sehr klausurorientiert lernen und auch immer fragen \u201eMuss ich das jetzt wissen? Kommt das in der Klausur vor?\u201c Wenn nicht, schalte ich mal ganz kurz auf Durchzug oder entspanne mich oder wie auch immer. Also worauf ich hinaus will, die Studierenden, wenn die, sozusagen\u2026 Wenn man diese Partizipation und dieses Miteinander auf Augenh\u00f6he ernst nimmt, h\u00e4tten die auch die Chance zu sagen, \u201eAlso Rechnungswesen, das interessiert mich nicht. Ich will jetzt nur Thema XYZ haben. Also, ich will jetzt nur Finanzen lernen oder nur Marketing und alles andere lassen wir mal weg.\u201c Also, gibt es so diese M\u00f6glichkeit, selbst Themen auszuw\u00e4hlen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:10] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, also. Also nat\u00fcrlich ist mir das bewusst. Und dass sich das jetzt alles ganz fantastisch anh\u00f6rt und partizipativ und\u2026 Und wie gesagt, die Realit\u00e4t der Lehrer, Lehrenden, ist oft auch eine andere und die Voraussetzungen sind leider andere. Wie viele Stunden wir haben f\u00fcr Unterrichtsdurchf\u00fchrung. Was wir aus der Medizin vielleicht lernen k\u00f6nnen, ist eben, dass problembasiertes Lernen funktionieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:43] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:43] J\u00f6rg Pareigis:<br>Da dort werden auch Klausuren geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:45] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:45] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und da ist es sehr, sehr wichtig. Und Professoren der Medizin nehmen das sehr, sehr ernst, dass die Studenten das tats\u00e4chlich k\u00f6nnen, wenn sie entlassen werden. Aus der lehrmedizinischen Lehre kommt die PBL oder ist ein starker F\u00f6rderer, weil es eben halt nicht nur darum geht, Wissen zu reproduzieren, in Klausurzusammenh\u00e4ngen, sondern dass das Anwenden des Gelernten viel, viel wichtiger vielleicht ist. Gerade in einer Zeit, wo sich der Wissensstand der Wissenschaft so schnell erneuert, dass es nicht darum geht, irgendwas rezitieren zu k\u00f6nnen, sondern vielmehr zu sehen, wie kann ich lernen und Studien, Selbststudium beibringen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:36] Doreen Siegfried:<br>Ja. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:36] J\u00f6rg Pareigis:<br>Und wie kann ich meine Studenten dazu bekommen, selbst Verantwortung zu \u00fcbernehmen und auch die Skills dazu? Schrittweise hinzubekommen, dass wir eben selbstst\u00e4ndige Lerner sind. Und da denke ich, ist die Zukunft. Und da bedarf es eben ein bisschen Feintuning im didaktischen Bereich. Und das ist sehr herausfordernd. Das ist nicht so einfach, aber es ist voll m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:43:06] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also ich fasse mal, sozusagen f\u00fcr mich, ich paraphrasiere das mal, damit ich wei\u00df, ob ich es alles verstanden habe. Also, das hei\u00dft, es geht jetzt gar nicht darum, dass man jetzt sagt, \u201eSo, also das lassen wir jetzt mal alles weg.\u201c Das geht nicht. Aber ich habe sozusagen als Lehrender die Verantwortung, dass die Leute wissen, wie man sich Wissen aneignet, dass ich ihnen das Wichtigste beibringe, auch im Sinne von \u201eIch merke es mir nicht drei Tage und dann l\u00f6sche ich das wieder.\u201c Sondern \u201eIch wei\u00df, warum es wichtig ist. Und ich kann es jetzt auch.\u201c Und wenn ich jetzt wirklich sage, also Marketing will ich jetzt wirklich bis ins Letzte, ich will jeden Forschungsartikel dazu gelesen haben der letzten zehn Jahre, dass man dann den Leuten das Werkzeug an die Hand gibt und sagt: \u201eHier, da findest du die Infos. Go, hab\u2018 Spa\u00df.\u201c Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:43:58] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ganz genau, ganz genau. Das ist die Vision.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:01] Doreen Siegfried:<br>Das ist die Vision. Ja, sehr sch\u00f6n. Ach, das h\u00e4tte ich auch gerne. Gibt es denn\u2026 Also nochmal zu Open Networked Learning. Gibt es jetzt etwas, vielleicht, was Du Leuten mitgeben m\u00f6chtest? Oder Institutionen oder Communities, die jetzt sagen, \u201eAlso das finde ich jetzt richtig toll, das m\u00f6chte ich auch. Aber ich wei\u00df noch nicht, ist das tats\u00e4chlich was f\u00fcr mich?\u201c Also, was w\u00e4ren so Deine super Verkaufsargumente f\u00fcr Leute, die vielleicht noch so, so ein bisschen z\u00f6gern?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:28] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, denen w\u00fcrde ich sagen: \u201eGanz viel Mut. Einfach mal einschreiben, mitmachen. Offen sein, sich darauf einlassen und das einfach mal zw\u00f6lf Wochen mitmachen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:42] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, sehr sch\u00f6n. Und vielleicht allerletzte Frage und auch ganz pragmatisch mal gefragt: Wie kann man sich, wo kann man sich einschreiben? Also hast du einen Link, dann k\u00f6nnen wir den in die Shownotes packen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:57] J\u00f6rg Pareigis:<br>Ja, www.opennetworkedlearning.se ist die Anmeldung f\u00fcr den n\u00e4chsten Durchgang und ja, wir freuen uns.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:45:13] Doreen Siegfried:<br>Ja, das ist doch super. Okay. Also, wer jetzt noch keine Lust hat auf solche internationalen Kurse, da wei\u00df ich auch nicht, was man da noch machen kann. Also ich finde es auf jeden Fall superspannend. Vielen Dank, J\u00f6rg. Vielen Dank auch an Sie, liebe Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer. Wir hoffen, die Episode hat Ihnen gefallen., Sie sind jetzt neugierig auf Open Networked Learning. Teilen Sie uns auch gerne Ihre Meinung mit. Gerne Lob, aber auch gerne konstruktive Kritik. Wir sind erreichbar per E-Mail, auf Mastodon, YouTube, Bluesky oder LinkedIn. Und wenn Ihnen unser Podcast gef\u00e4llt, dann freuen wir uns nat\u00fcrlich, wenn Sie uns abonnieren. Ansonsten, das war Folge 50. Vielen Dank und ich sage auf Wiedersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:01] Outro<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[195,226,4,223,224,8,227,225,12],"class_list":["post-122","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-lehre","tag-lehrformate","tag-leibniz","tag-lernformate","tag-open-networked-learning","tag-open-science","tag-pbl","tag-problembasiertes-lernen","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 50 Open Networked Learning - The Future is Open Science<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"ZBW-Podcast: The Future is Open Science: Open Networked Learning. 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