{"id":118,"date":"2025-03-03T08:25:21","date_gmt":"2025-03-03T07:25:21","guid":{"rendered":"4bd8970f-530f-484c-9b11-123450eb25f2"},"modified":"2026-01-16T13:29:48","modified_gmt":"2026-01-16T12:29:48","slug":"fos-48-leibniz-open-science-day","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2025\/03\/03\/fos-48-leibniz-open-science-day\/","title":{"rendered":"FOS 48 Leibniz Open Science Day"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_ff907f1e3415989bdae4950dcd0284c084512d08\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2025\/03\/03\/fos-48-leibniz-open-science-day\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/144\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_48.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: white;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tborder-radius: 0.375rem;\n\t\t\tbox-shadow: 0 1px 3px 0 rgba(0, 0, 0, 0.1), 0 1px 2px 0 rgba(0, 0, 0, 0.06);\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tpadding: 1rem 1.5rem\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-inner {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-avatar {\n\t\t\twidth: 50px;\n\t\t\theight: 50px;\n\t\t\tborder-radius: 0.25rem;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person {\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t\tpadding: 0 1rem;\n\t\t\tdisplay: grid;\n\t\t\tgrid-template-columns: repeat(2, minmax(0, 1fr));\n\t\t\tgap: 1rem;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person-details {\n\t\t\tcolor: #999\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services {\n\t\t\tflex-wrap: wrap;\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\talign-content: center;\n\t\t\tjustify-content: flex-end;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services-service {\n\t\t\tdisplay: inline-block;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t\tpadding-left: 0.5rem;\n\t\t\ttext-decoration: none;\n\t\t\tbox-shadow: none;\n\t\t}\n\t<\/style>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"zbw_shownotes\">\n\n\n\n<p>LINKS UND HINTERGR\u00dcNDE:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/de\/ueber-uns\/veranstaltungen\/leibniz-open-science-day\">Leibniz Open Science Day 2024<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wzb.eu\/de\/news\/neuer-forschungshub-lab2\">Lab\u00b2<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zbw.eu\/fileadmin\/pdf\/veranstaltungen\/2024\/04-garg-leibniz-open-science-day.pdf\">Causal Claims in Economics (Folien)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.causal.claims\/\">Causal Claims in Economics (Website)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.jcr-econ.org\/\">Journal of Comments and Replications in Economics<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 48 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 48: Leibniz Open Science Day<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Marianne Saam<br>Professorin f\u00fcr Digitale Wirtschaftswissenschaft, Universit\u00e4t Hamburg und Leitung Programmbereich Open Economics, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:03] Marianne Saam:<br>Aber ich finde es einfach toll. Und das Statement \u201eOpen Science opens the domain to anyones\u2019 bad and superficial procedures\u201c. Also \u201eOpen Science \u00f6ffnet die T\u00fcr zu der Dom\u00e4ne von allerwelts schlechter und oberfl\u00e4chlicher wissenschaftlicher Prozedur.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:28] Marianne Saam:<br>Und da erlebe ich gerade einen starken, starken Bewusstseinswandel, dass wir auch ein gemeinsames Interesse daran haben, reproduzierbarer zu programmieren, weil sonst unsere Forschung auch irgendwie unordentlich ist, auch f\u00fcr uns selber.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:50] Marianne Saam:<br>Aber ich glaube, dass dieser Fokus auf Wirtschaftswissenschaften und angrenzende Wissenschaften auch noch mal erm\u00f6glicht, konzentrierter in die Tiefe bestimmte Problematiken anzusehen, die vielleicht in der Soziologie oder in der Psychologie gar nicht so im Vordergrund stehen. Und gleichzeitig fand ich den Mix ganz spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:14] Doreen Siegfried:<br>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Heute sprechen wir \u00fcber den ersten Leibniz Open Science Day, der unter dem Titel stand \u201eMetaperspektiven in den Sozialwissenschaften\u201c. Es ging um die Frage: Wie kann wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschung zur Bew\u00e4ltigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen und welche Rolle spielt Metawissenschaft dabei? Wir sprechen \u00fcber die Bedeutung von Replikation, Transparenz und Metastudien f\u00fcr die Forschung und den Wissenstransfer. Um dies alles zu beleuchten, habe ich mir eine Forscherin eingeladen, die sich intensiv mit dem Thema Open Science in der Wirtschaftsforschung auseinandersetzt und auch mit der Frage, wie wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftliche und politische Diskurse \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnen. Sie ist Professorin f\u00fcr Digitale Wirtschaftswissenschaft an der Universit\u00e4t Hamburg und leitet in der ZBW gleichzeitig noch den Programmbereich Open Economics. Und sie war eine der Mitgestalterinnen, Gestalterinnen des Leibniz Open Science Day Number One. Herzlich willkommen, Professor Dr. Marianne Saam.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:35] Marianne Saam:<br>Ja, vielen Dank, Doreen. Ich freue mich \u00fcber die Gelegenheit, noch mal auf diesen Tag zur\u00fcckzuschauen. Wir haben den ja ein St\u00fcck weit auch gemeinsam gestaltet. Du warst mit deinem Team vor Ort und hast daf\u00fcr gesorgt, dass alles reibungslos l\u00e4uft, dass die Leute rein und wieder rauskommen, vortragen k\u00f6nnen und irgendwie was zu essen kriegen und gl\u00fccklich sind. Auch jenseits der inhaltlichen Bespielung. Und ja, wie das so ist mit so einem Ereignis. Das ist dann schnell auch wieder vorbei. Und jetzt ist eine sch\u00f6ne Gelegenheit, da noch mal zur\u00fcckzublicken.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:12] Doreen Siegfried:<br>Ja, super. Was war denn deine Motivation, den ersten Leibniz Open Science Day zu organisieren? Und warum wurde der Fokus ausgerechnet auf Metaperspektiven in den Sozialwissenschaften gelegt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:25] Marianne Saam:<br>Ja, in den ersten Jahren, in denen ich hier war, das sind jetzt inzwischen bald dreieinhalb, da haben wir ja geschaut, wie kann die ZBW als Infrastruktur sich da noch mehr mit der Fachcommunity vernetzen zum Thema Open Science und was gibt es da schon. Wo ist vielleicht noch Bedarf und wo ist vielleicht auch kein Bedarf. Und wir hatten ja dann schon ein Symposium 2023, wo wir eher von einer praktischen Seite gestartet sind, wo wir gesagt haben, wer macht denn Open Science oder wer \u00fcbt Praktiken aus, die die Person selber als Open Science einordnen w\u00fcrde und sieht sich da vielleicht auch ein bisschen so in der Vorreiterrolle? Und wer m\u00f6chte das gerne teilen? Wer m\u00f6chte sich dazu vernetzen? Wer m\u00f6chte diese Agenda auf einer praktischen, aber auch auf einer wissenschaftspolitischen Ebene voranbringen? Und das war auch ein sehr sch\u00f6nes Event. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, es war jetzt nicht so riesengro\u00dfes Interesse, um exakt das in demselben Format wieder fortzusetzen. Also wir haben uns da getroffen, wir haben uns da gekannt oder kennengelernt, aber ich sah nicht so den Bedarf, das jetzt exakt in derselben Form im n\u00e4chsten Jahr wieder zu machen. Und ich bin auch mehr und mehr in die Forschungsagenda auf dem Gebiet eingestiegen. Das war in meiner fr\u00fcheren Karriere nicht so sehr mein Forschungsschwerpunkt, ist das jetzt hier aber zunehmend an der ZBW. N\u00e4mlich an der Forschung zu Open Science und habe gesehen, dass das wirklich ein sehr aktives Feld ist in dem Moment. Und dass es gerade im deutschsprachigen Raum aber noch nicht so regelm\u00e4\u00dfige Vernetzungsvenues gibt. Zumindest nicht mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt. Und dann hatte ich ja auch Mitstreiter: J\u00f6rg Ankel-Peters vom RWI in Essen und Levent Neyse und Macartan Humphreys vom Wissenschaftszentrum Berlin, die selber auch da sehr aktive Forscher sind und auch in dieser Community vernetzt sind. Und dann war es jetzt auch erst mal ein Versuch, zu sagen, \u201eHey, lass uns einen Call for Paper dazu machen. Lass uns schauen, wer sich bewirbt und was f\u00fcr eine Agenda wir da gestalten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:42] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das beantwortet auch die zweite Frage, wie das Programm eigentlich zusammengestellt wurde. Also Ihr habt einen Call for Paper gemacht. Nach welchen Kriterien wurden da die Referent:innen und auch die Themen ausgew\u00e4hlt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:54] Marianne Saam:<br>Also, ich glaube, das ist, wie oft in der Wissenschaft, ziemlich irgendwie bottom up. In dem Sinne, dass was, was wir gerade machen oder was wir das, wovon wir selber den Eindruck haben, dass andere das gerade machen und wichtig finden, das wird dann mal aufgeschrieben. Und dann wird ein bisschen sortiert und dann haben wir einen Call for Paper. Also, in dem wir eben eigene Forschungsinteressen, aber auch Felder, die wir pers\u00f6nlich als aktiv oder interessant empfinden, aufgeschrieben haben. Auch, dass man im Zweifel immer ein bisschen ein Auge hat drauf, nat\u00fcrlich inklusiv zu sein. Also das vielleicht so zu formulieren, dass einem vielleicht eine Art Paper, die wir jetzt noch nicht im Kopf hatten, die aber auch interessant ist, sich da auch angesprochen f\u00fchlt. Gleichzeitig, dass auch unser eigener Fokus deutlich wird und das dann nicht zu beliebig wird, was eingereicht wird. Aber das ist eigentlich ja relativ schnell geschehen und dann haben wir den verschickt. Und eben dann gerade, da wir das zum ersten Mal gemacht haben, das Event, konnten wir nat\u00fcrlich auch nicht so ganz einsch\u00e4tzen, wie die Response ist. Die fanden wir ziemlich gut. Das waren knapp 50 Papers. Und dann war es ein Standardvorgehen, wie wir das in der VWL oft machen. Das war jetzt nichts irgendwie anderes, blo\u00df weil das jetzt Open Science hei\u00dft. Wir haben ja gesagt, man kann sich mit einem Extended Abstract bewerben. Also manche haben ein Paper geschickt, manche haben so eine Skizze eines Papers von 1, 2, 3 Seiten geschickt. Und dann haben wir alle drei oder vier, also drei von uns, die das schwerpunktm\u00e4\u00dfig gemacht haben, haben sich alle Paper angeguckt. Und ich bin dann so vorgegangen: Was, habe ich wirklich den Eindruck, sind Top Paper, die man auch unabh\u00e4ngig vom konkreten Forschungsthema unbedingt einladen sollte? Was sind Paper, die ich eher als unpassend ansehe? Und was sind Paper, wo ich dann sagen w\u00fcrde, \u201cNa ja, klar, wir haben nur begrenzt Zeit, also auch Zeit-Slots. Aber je nach inhaltlichem Interesse der anderen k\u00f6nnte ich mir die Paper gut vorstellen\u201c. Und wir hatten, wie das auch h\u00e4ufig der Fall ist, eben mehr Paper, die wir gut fanden als wir jetzt Zeit-Slots hatten. Und dann war die Entscheidung eine Mischung aus ja, gewisse Diversit\u00e4t auch an Themen sicherzustellen, auch zu schauen, dass wir geographisch und hinsichtlich Genderbalance ja auch nicht einseitig ausw\u00e4hlen. Und dann haben wir auch nach pers\u00f6nlichen Interessensschwerpunkten im Zweifel entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:39] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wie habt Ihr euch denn als wissenschaftliches, ich nenne es jetzt mal Organisationskomitee, zusammengefunden? Habt Ihr schon vorher zusammengearbeitet? Und Du hattest ja gesagt, \u201eWir haben die Kollegen vom WZB dabei gehabt und vom RWI\u201c. Gibt es da unterschiedliche Perspektiven, die jeder, jede so mitbringt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:08:57] Marianne Saam:<br>Ja, also sicherlich gibt es in so einem Fall immer auch unterschiedliche Perspektiven. Ich glaube, wenn man es schon mal eine Weile gemacht hat, also ich habe ja fr\u00fcher auch schon Workshops oder Konferenzen an anderen Institutionen mitorganisiert, dann f\u00e4llt das gar nicht mehr so auf. Das f\u00e4llt eigentlich einem eher auf, wenn es nicht gut klappt. Und das kann ich also hier\u2026 Da ist mir also in der Hinsicht nichts aufgefallen, was mir da im Ged\u00e4chtnis h\u00e4ngen bleibt. Wir, also mit J\u00f6rg Ankel-Peters war ich schon im Kontakt. Er war ja auch bei unserem vorigen Symposium dabei. Wir hatten auch schon mal einzelne Gespr\u00e4che, weil er schon lange aktiv ist auf dem Gebiet, was wir da in Zukunft noch machen k\u00f6nnen. Auch mit Levent Neyse war ich schon im Kontakt. Aber wir waren uns, glaube ich, zu Beginn der Organisation noch nicht pers\u00f6nlich begegnet. Er hat ja ein gro\u00dfes Projekt bei der Leibniz-Gemeinschaft eingeworben, das Lab\u00b2-Projekt. Das versteht sich so als Inkubator f\u00fcr kollaborative und transparente Wirtschaftswissenschaften und so ein Hub for Replicability und Meta Science. Also Hub verstehe ich so, dass es eben nicht nur geht um die Aktivit\u00e4ten, die dort selber von den Projektmitarbeitenden gemacht werden, sondern es auch ganz viel um Vernetzung mit solchen Aktivit\u00e4ten im internationalen Forschungsraum geht. Und das ist ein sehr vielversprechendes Projekt. Ja, durch das wir auch schon mal kurz im Kontakt waren, weil er mich auch im Rahmen der Netzwerkaktivit\u00e4ten angesprochen hatte. Aber wir haben uns tats\u00e4chlich erst relativ sp\u00e4t jetzt auch mal pers\u00f6nlich gesehen, als ich dann schon einmal, ich glaube, das war vor unserem Workshop, war ich einmal zu einer Labs\u00b2- Aktivit\u00e4t in Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:51] Doreen Siegfried:<br>Na ja, okay. Also vielleicht f\u00fcr uns Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer. Wir packen mal die Links zu dem Lab\u00b2, mal in die Shownotes und falls gleich noch weitere Hinweise kommen, k\u00f6nnen Sie da auch nachschauen. Marianne, was waren denn f\u00fcr Dich so inhaltliche Highlights der Veranstaltung? Ich meine, Du kanntest jetzt nat\u00fcrlich schon die Abstracts usw. Aber was waren so die Besonderheiten?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:11:17] Marianne Saam:<br>Ja, das\u2026 Also auf die Frage habe ich mich jetzt auch sehr gefreut in der Vorbereitung, weil ich zum einen nat\u00fcrlich \u00fcberlegt habe, was f\u00e4llt mir spontan dazu noch ein und ich habe auch was gemacht, was ich jetzt sonst von selber nicht machen w\u00fcrde. Ich habe noch mal eine kleine R\u00fcckschau gehalten. Und ich kann auch sagen, wenn man jetzt nicht selber die Paper in der eigenen Forschungst\u00e4tigkeit schon intensiv gelesen hat, dann ist es ein Riesenunterschied zwischen mal Abstracts durchscrollen und mal live die Paper zu h\u00f6ren, auch zu h\u00f6ren, wie die Leute das darstellen, welche Diskussion entsteht. Und ich hatte zwei, nee, ich w\u00fcrde sagen drei Highlights, die waren jetzt aber wirklich gepr\u00e4gt von meinen ureigensten Interessen. Also, das soll jetzt nicht so verstanden werden, als w\u00e4ren die anderen Sachen weniger interessant gewesen, aber jeder kommt ja auch mit einem subjektiven Mindset da rein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:06] Doreen Siegfried:<br>Nee, klar.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:07] Marianne Saam:<br>Und dann kann ich noch ein bisschen danach was sagen zu Sachen, die ich jetzt noch mal noch mal wieder durchgelesen habe und mich dran gefreut und gemerkt habe, dass ich das eigentlich auch ziemlich interessant fand, dass ich das nur nicht mehr so ganz, ganz so pr\u00e4sent hatte. Also das erste Highlight vormittags war ein Vortrag von Prashant Garg aus London. Ein Doktorand, der ja jetzt, glaube ich, schon ein fortgeschrittener Doktorand ist, aber eben tats\u00e4chlich noch in diesem jungen Stadium der Karriere. Und daf\u00fcr war das auch eine sehr beeindruckende Pr\u00e4sentation. Der Titel ist \u201eCausal claims\u201c, also kausale Behauptungen. Und das war f\u00fcr mich deswegen so interessant, weil ich hier am meisten Bezug zu dem traditionellen Kerngesch\u00e4ft der Bibliothek gesehen habe. Nat\u00fcrlich ist das, was jetzt Prashant Garg da gemacht hat, nicht exakt das, was eine Bibliothek heute macht. Und ich will jetzt auch nicht unbedingt behaupten, sie sollte genau das machen. Aber wenn wir \u00fcberlegen, wie entwickelt sich denn die Bibliothek weiter in Zeiten der KI, dann ist das ein Paper, aus dem ich da Inspiration gewonnen habe. Was haben er und sein Co-Autor Thiemo Fetzer dort gemacht? Sie haben aus einer gro\u00dfen Anzahl an Working Papers, aus sehr renommierten Working-Paper-Reihen, die ihnen zug\u00e4nglich waren, haben sie Behauptungen extrahiert in einer strukturierten Weise. Also haben eben das Papier, wenn man so will, kleingeschnippselt und haben gesagt: \u201eWo sind denn da die Kernbehauptungen?\u201c Also, jetzt ich\u2026 Eine Behauptung in einem Paper k\u00f6nnte sein: \u201eMindestlohn f\u00fchrt nicht zu mehr Arbeitslosigkeit\u201c oder sowas in der Art. Der w\u00e4re in einem guten Papier dann noch ein bisschen spezifischer, da w\u00fcrde dann wahrscheinlich gesagt, in welchem Land und in welcher Zeit oder so. Aber nur um ein Beispiel zu geben, was k\u00f6nnte denn jetzt gemeint sein mit so einer Behauptung. Und die haben\u2026 sind mal von der Hypothese gestartet, dass in den Wirtschaftswissenschaften in den letzten Jahrzehnten die Anspr\u00fcche sehr gestiegen sind an kausale Nachweise in dem\u2026 Kausal meint hier, ich habe ein statistisches Design, von dem ich meine, dass ich\u2026, dass jetzt \u2500 um mal bei dem Beispiel zu bleiben \u2500 dass jetzt die gleich konstant bleibende Besch\u00e4ftigung wirklich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass eben der Mindestlohn da keine sch\u00e4dlichen Wirkungen hatte und dass nicht m\u00f6glicherweise noch andere wichtige Wirkungsketten vorliegen, die wir hier v\u00f6llig ausgeblendet haben. Ja und das geschieht eben zum einen, indem man diese anderen Wirkungsketten in angemessener Weise ber\u00fccksichtigt und zum anderen \u2500 und das andere ist eigentlich das H\u00e4ufigere oder auch das, was als \u00fcberzeugender angesehen wird \u2500 das geschieht dadurch, dass man ein Design hat, was man in irgendeiner Weise als experimentell oder quasi experimentell darstellen kann. Und er hat mal geschaut, ja ist das denn\u2026 wir haben so den Eindruck, dass das die Wirtschaftswissenschaften sehr ver\u00e4ndert hat. Aber kann man das denn empirisch belegen? Und das hat er gemacht und hat statistische Auswertungen durchgef\u00fchrt \u00fcber den Anteil, die Anzahl an Behauptungen in Papers, den Anteil an diesen sogenannten kausalen Behauptungen, die eben nicht nur sagen, da korreliert etwas statistisch, sondern ich habe bestimmte Methoden, die mich zuversichtlich stimmen im Hinblick darauf, dass das eine wirklich auch kausal das andere bewirkt. Und dann hat er noch weitere Dinge untersucht. Wie unterscheidet sich das nach Forschungsfeldern und wie unterscheidet sich das nach Journals, wo dann Sachen publiziert werden? Und das fand ich sehr inspirierend f\u00fcr mich als eine Forscherin, die gleichzeitig an einer Bibliothek arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:27] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und vielleicht als kleiner\u2026 Was kam raus bei der Untersuchung?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:32] Marianne Saam:<br>Ja, das, was auch vermutet worden war, dass der Anteil dieser kausalen Claims angestiegen ist. Es ist auch so, dass wir so ein bisschen eine Intuition davon haben, dass das, dass es in manchen Forschungsfeldern wesentlich schwieriger ist, solche Daten zu haben, die diese kausalen Methoden erm\u00f6glichen. Und mein Take Away war auch, dass das zumindest der Tendenz nach best\u00e4tigt werden konnte, dass das so ist. Zum Beispiel in der Makro\u00f6konomie. Wir k\u00f6nnen jetzt nicht eben mal mit den Zentralbankzinsen experimentieren oder so, da sind wir eben auch eingeschr\u00e4nkt im Hinblick auf experimentelle oder quasi experimentelle Daten. Und ja, dann auch dass nat\u00fcrlich das Bestreben in einer hochrangigen Zeitschrift, dass das auch zu beobachtbaren Pattern f\u00fchrt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:23] Doreen Siegfried:<br>Ah, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:23] Marianne Saam:<br>\u2026in der Art der Claims, die \u00fcberhaupt ausgew\u00e4hlt werden f\u00fcr die Untersuchung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:27] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also eher auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Wissenschaftsbetrieb und Publikationsverhalten auf einer gewissen Ebene?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:36] Marianne Saam:<br>Ja, also ich glaube, wie f\u00fcr die VWL typisch, habe ich das als sehr faktenorientiert erlebt. Also, dass\u2026 die Message war jetzt nicht unbedingt so, das und das sollte man machen oder das sollte man nicht machen. Aber erst mal, ja, was machen wir denn jetzt eigentlich? Und das habe ich jetzt in\u2026 Also da gibt es sicherlich auch weitere Arbeiten, aber das mal so diesen Ansatz, das so umfangreich und so auch die Tiefe der Paper analysiert zu sehen, habe ich jetzt noch nicht so oft gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:05] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Und hast Du weitere Highlights oder war das sozusagen die Nummer eins unumst\u00f6\u00dflich, die Dich inspiriert hat?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:13] Doreen Siegfried:<\/p>\n\n\n<p>[lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:13] Marianne Saam:<br>Nee. Ich hatte ja drei ausgesucht. Also erstmal, da gibt es auch noch eine Webseite. Da gibt es auch so ein Tool, wo man irgendwie Claims angucken oder untersuchen oder so kann. Das war nicht so sehr Gegenstand des Talks, aber das vielleicht noch die Shownotes. Ich meine, dass es hei\u00dft Causalclaims.com, aber vielleicht k\u00f6nnen wir es noch mal nachgucken und nachtragen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:33] Doreen Siegfried:<br>Das reichen wir nach und packen dann irgendwie in die Shownotes rein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:18:36] Marianne Saam:<br>Ja, genau. Dann Highlight \u2500 jetzt mal chronologisch gesehen \u2500 Highlight Nummer zwei war unser Keynotespeaker Harry Collins. Das war ein Kontakt, den J\u00f6rg Ankel-Peters hergestellt hat. Harry Collins ist ein international f\u00fchrender Wissenschaftssoziologe. Er ist tats\u00e4chlich \u00d6konom:innen nicht unbedingt bekannt, was wahrscheinlich daran liegt, dass wir oft sehr disziplin\u00e4r arbeiten. Ja, dass auch wenn jemand eine Ber\u00fchmtheit in der Soziologie ist, dass\u2026 sofern er jetzt nicht direkt in den deutschen Tageszeitungen gestanden hat, passiert das dann mal, dass wir ihn vielleicht vorher noch nicht so bewusst wahrgenommen haben. Und ich glaube, das war daher auch eine sehr fruchtbare Begegnung, weil es unglaublich spannend war. Aber weil es eben f\u00fcr viele von uns neu war, was er zu sagen hatte. Ich habe dann auch in meiner Bluesky-Nachricht \u00fcber diesen Talk mal so das provokantes Statement rausgepickt und auf das w\u00fcrde ich jetzt auch gleich noch mal zur\u00fcckkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:41] Doreen Siegfried:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:41] Marianne Saam:<br>Ich muss nat\u00fcrlich dazu sagen, dass der Gesamtbeitrag und auch der gesamte, ja, Dienst, den uns Harry Collins erwiesen hat, mit seiner Bereitschaft zu kommen, wirklich auch sehr konstruktiv war und sich nicht auf dieses Statement reduzieren l\u00e4sst. Aber ich finde es einfach toll. Und das Statement \u201eOpen Science opens the domain to anyone\u2019s bad and superficial procedures\u201c\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:10] Doreen Siegfried:<\/p>\n\n\n<p>[lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:20:10] Marianne Saam:<br>\u2026also \u201eOpen Science \u00f6ffnet die T\u00fcr zu der Dom\u00e4ne von allerwelts schlechter und oberfl\u00e4chlicher wissenschaftlicher Prozedur.\u201c Das ist auch sicherlich wieder so eine eigene Ecke, aus der ich so kommen. Zum einen habe ich so ein bisschen so ein Faible f\u00fcr Soziologie, auch wenn ich da nicht wahnsinnig bewandert bin. Und zum anderen mag ich auch Ideen, die entweder mich selber oder Sachen, die ich auch so ein bisschen als etablierte Weisheiten wahrnehme, provozieren. Ja, und das provoziert nat\u00fcrlich in Bezug auf Open Science, wie es auch in vielen Kontexten dargestellt wird. Aber ich glaube, dass die Perspektive durchaus sehr hilfreich ist, Open Science besser zu machen oder auch einfach pr\u00e4zise darin zu sein, was Open Science ist, was es kann und was es auch nicht ist und was es auch nicht kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:05] Doreen Siegfried:<br>Und wie w\u00fcrdest Du dieses Statement interpretieren?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:09] Marianne Saam:<br>Ich w\u00fcrde, also ich muss dazu sagen, dass ich nicht Harry Collins super interessante B\u00fccher gelesen habe deswegen\u2026 Also das ist jetzt meine eigene Auslegung. Ich kann jetzt nicht nachpr\u00fcfen, ob er das auch jetzt genauso meinte. Aber so wie ich den gesamten Vortrag auch erlebt habe, w\u00fcrde ich es mal so interpretieren: Gute Wissenschaft funktioniert h\u00e4ufig durch Vertrauen in eng verbundenen Communities. Das sind heute in der internationalen Wissenschaft auch Communities, die sich in diesem System erst bilden. Das sind Menschen, die sich kennenlernen wollen oder m\u00fcssen, \u00fcber Universit\u00e4ts-, \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg und die eine Begeisterung teilen f\u00fcr ein bestimmtes Untersuchungsfeld und dann eine Community bilden. Diese Community ist nicht v\u00f6llig geschlossen, die ist dynamisch, aber die beruht auf pers\u00f6nlicher Begegnung und Vertrauen. Und die kann auch nicht beliebig ausgeweitet werden. Und das Internet mit den M\u00f6glichkeiten, auch viele Sachen anzuklicken, runterzuladen, vielleicht auch verbunden mit der F\u00f6rderung, dass Forschung digital m\u00f6glichst zug\u00e4nglich sein k\u00f6nnte, sollte. Das macht es m\u00f6glich, dass wir uns alles irgendwie reinziehen. Aber das, das sorgt nicht automatisch daf\u00fcr, dass die Dinge, zu denen wir dann Zugang haben, dass die auch qualitativ gute Wissenschaft darstellen. Und wir sind auch nicht in der Lage, extern gute Wissenschaft beliebig irgendwie nachzupr\u00fcfen. Also, wenn ich keine, wenn ich keine klinische Psychologin bin, dann werde ich selbst wenn ich vielleicht Grundkenntnisse der Statistik habe, dann werde ich nicht die F\u00e4higkeit entwickeln k\u00f6nnen, die G\u00fcte von Forschung in der klinischen Psychologie einzusch\u00e4tzen, in derselben Weise, wie das die Community dieser Forschenden machen k\u00f6nnte. Und das ist mal so mein Eindruck von dem, was das Statement meinen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:37] Doreen Siegfried:<br>Also hei\u00dft jetzt, wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, in meinen eigenen Worten: Open Science ist dann sinnvoll, wenn es den Austausch in einer fachlich begrenzten Community st\u00e4rkt. Weil dann kriege ich gutes Feedback, die verstehen auch was ich gemacht habe, was die Methoden sind usw.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:23:58] Marianne Saam:<br>Ja so\u2026 Ja, das k\u00f6nnte eine Schlussfolgerung daraus sein. Ich will auch nicht sagen, dass ich das Statement jetzt vollumf\u00e4nglich teile. Da habe ich\u2026 Ich denke, das ist, so einen einzelnen Satz isoliert zu sehen, das ist eh da nur begrenzt aussagekr\u00e4ftig. Aber ja, so in die Richtung w\u00fcrde ich es verstehen, dass eben diese Communities das Vertrauen, solche Begegnungen, wie wir sie auch geschafft haben mit diesem Event, dass das nicht\u2026 Also das kann vielleicht in geeigneter Weise komplementiert werden durch solche digitalen Tools, aber das ist eben nicht ersetzbar. Und das ist im Kern der Ort, wo gute wissenschaftliche Praxis auch gestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:24:46] Doreen Siegfried:<br>Okay. Ein anderer Kollege sagte vor geraumer Zeit mal \u201eOpen Science, it\u2019s all about cooperation\u201c. Was ja, sozusagen, \u00e4hnlich communityorientiert sich anh\u00f6rt, wie das Statement. Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:01] Marianne Saam:<br>Ja, vielleicht wenn ich noch ein\u2026, weil\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:04] Doreen Siegfried:<br>Ja, klar.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:04] Marianne Saam:<br>\u2026es war wirklich also so dicht an Anregungen. Ein anderes Highlight war: Wir sind ja so mit unserer empirischen Forschung in den Wirtschaftswissenschaften. Das empfinde ich auch selber, muss ich sagen, h\u00e4ufig als m\u00fchsam, obwohl das ja ist, was ich auch haupts\u00e4chlich mache. Und das war\u2026 Da hatte ich auch noch ein bisschen einen Eye-Opener. Wir haben ja\u2026 In den Wirtschaftswissenschaften sind wir ja sehr fokussiert auf statistische Signifikanz und so. Unser Kernkriterium ist eben, dass unter den Annahmen der Stichprobentheorie, wenn ich einen positiven Zusammenhang finde, also wenn ich zum Beispiel sage, \u201eNa ja, die Subvention Y, die hat irgendwie zu mehr Innovation gef\u00fchrt\u201c, dass ich dann sage, \u201eIch kann\u2026 also das Risiko, dass ich hier einen Zusammenhang sehe, obwohl da gar keiner ist, ist h\u00f6chstens 5 % unter den\u2026\u201c. Also, dass, die statistische Software, die errechnet mir unter den Annahmen der statistischen Theorie diese Wahrscheinlichkeit aus und was wir f\u00fcr signifikant halten, das ist dann signifikant, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass wir hier f\u00e4lschlicherweise einen Zusammenhang behaupten, wenn er unter f\u00fcnf 5 % oder niedriger liegt. Das entspricht bezogen auf sogenannte Standardabweichung \u2500 das ist ein statistisches Ma\u00df f\u00fcr Abweichungen vom Durchschnitt \u2500 dem sogenannten Zwei-Sigma-Kriterium. Also eine Spanne von zwei Standardabweichungen und was eigentlich total simpel ist als Argument. Was wir aber so selten ansehen, das hat uns Harry Collins hier noch mal vor Augen gef\u00fchrt, n\u00e4mlich dass das rein statistische Mittel, um das Problem zu \u00fcberwinden, ist nur mehr Sigma. Also noch strenger mit sich sein da. Er hat gesagt, das habe ich mir selber noch nicht angeguckt, Physik sei eine F\u00fcnf-Sigma-Wissenschaft. Also da werden so Sachen, wo wir alle sagen, na ja, da haben wir einen statistischen Zusammenhang. Wenn ich da Harry Collins richtig verstehe, w\u00fcrden die Physiker sagen: \u201eIch sehe da keinen. Das ist alles Zufall\u201c. Ja, das w\u00fcrde\u2026 Das ist nat\u00fcrlich aber so, dass mit der Komplexit\u00e4t menschlichen Verhaltens sind nat\u00fcrlich auch unsere Beobachtungen in der Wirtschaftswissenschaft ganz anders als in der Physik. Also, wir haben da viel mehr Neues und Rauschen drin und das hilft uns nichts oder hilft uns nur in wenigen F\u00e4llen, da sehr viel strenger mit uns selber zu sein. Und er sieht die L\u00f6sungen dann eher woanders. Da muss ich sagen, das muss ich noch ein bisschen vertiefen. Da geht es, glaube ich, auch viel um Mixed Method Design, also Zusammenspiel von quantitativen und qualitativen Methoden. Das ist nicht so sehr mein eigenes Gebiet. Aber das ist die Inspiration, die ich noch mitgenommen habe, \u00fcber den Vortrag hinaus auch noch mal was von ihm zu lesen und sein Argument hier besser zu verstehen. Aber dieses so Zwei-Sigma ist nicht viel, F\u00fcnf-Sigma w\u00e4re was, das war ein Eye-Opener. Aber auch ein bisschen frustrierend, weil wir eben nicht als Wirtschaftswissenschaftler: innen nicht in dieser F\u00fcnf-Sigma Welt leben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:21] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Geh\u00f6rt ja auch zu den Sozialwissenschaften streng genommen das Fach. Ja, okay. Und Nummer drei vielleicht so ganz kurz mal skizziert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:28:31] Marianne Saam:<br>Ja, genau. Das geht auch k\u00fcrzer. Das war dann am Nachmittag. Das war auch ein Papier, von dem J\u00f6rg Ankel-Peters Co-Autor ist, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Und da ging es darum, dass wir jetzt sehr viele Reproductions machen. Ja, es gibt ja auch in der wirtschaftswissenschaftlichen Community jetzt viele Initiativen f\u00fcr Ex Post Reproductions, also Paper zu reproduzieren, die schon ver\u00f6ffentlicht sind. Und das Paper ging da um einen Vorschlag f\u00fcr ein Protokoll einer standardisierten Reproduktion. Und das war halt f\u00fcr mich sehr hands on. Ich gebe ja auch das Journal of Comments and Replications in Economics mit heraus. Wir starten ein Projekt demn\u00e4chst, wo es um Reproductions auch geht. Und das war sehr hands on und da war ich auch sehr dankbar f\u00fcr den Aufh\u00e4nger: Oh ja, schau dir das mal an, ehe du jetzt selber irgendwie alle m\u00f6glichen Reproduktionen machst oder Hilfskr\u00e4fte machen l\u00e4sst und dann hinterher erst merkst: Oh, w\u00e4re vielleicht ganz gut, wenn wir uns \u00fcber die Vorgaben noch ein bisschen mehr Gedanken gemacht haben, weil transparente Forschung oder Aktivit\u00e4ten zur Erh\u00f6hung der Forschungstransparenz m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch selber transparent sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:46] Doreen Siegfried:<br>Ja, klar.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:46] Marianne Saam:<br>Und manchmal geh\u00f6rt dazu eben Standardisierung. Und es war sicherlich in der Debatte jetzt gut, nicht ganz fr\u00fch hier schon zu standardisieren. Aber jetzt hat die Forschungscommunity hier schon Erfahrungen gesammelt und da ist es auch f\u00fcr mich wichtig, mir dann unterschiedliche Vorschl\u00e4ge anzusehen, was ich auch in meiner eigenen Arbeit da standardisieren m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:08] Doreen Siegfried:<br>Okay. Wo wir schon gerade \u00fcber Reproduktion und vielleicht sogar Replikation sprechen: Welche Rolle spielt denn die Replikationskrise in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften? Und wie hat der Leibniz Open Science Day dieses Thema adressiert? Oder hat er das \u00fcberhaupt adressiert?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:26] Marianne Saam:<br>Ja, also das adressieren wir nat\u00fcrlich. Ich glaube, das Narrativ, was wir in den Wirtschaftswissenschaften, vor allem in der VWL, wo ich verortet bin, haben, ist nicht das einer Krise. Ich m\u00f6chte jetzt an der Stelle mal nicht werten, wie man das von au\u00dfen sehen k\u00f6nnte. Aber ich glaube, dieses Krisennarrativ, das wurde eher in der Psychologie bedient, hat vielleicht auch da noch mehr Medieninteresse nach sich gezogen. In der VWL gibt es ganz einzelne Studien, die Medieninteresse nach sich gezogen haben. Aber insgesamt nehmen wir selber, glaube ich, die Situation nicht als krisenhaft wahr, sondern wir erfahren einfach Dinge dar\u00fcber, wie Forschung irgendwie schwierig ist. Und das ist nicht deswegen schwierig, weil wir sie irgendwie so schlecht machen, sondern weil es einfach schwierig ist zu organisieren. Und so w\u00fcrde ich es eher sehen, dass wir jetzt\u2026 Also wir hatten diese Credibility Revolution, daf\u00fcr gab es ja auch einen Nobelpreis, und da ging es aber vor allem um statistische Methodik. Da ging es nicht darum, wie kommen denn die Daten in den Computer rein und wieder raus. Und da erlebe ich gerade einen starken Bewusstseinswandel, dass wir auch ein gemeinsames Interesse daran haben, reproduzierbar zu oder reproduzierbarer zu programmieren, weil sonst unsere Forschung auch irgendwie unordentlich ist, auch f\u00fcr uns selber, ja. Und zum anderen \u2500 dar\u00fcber haben wir, glaube ich, auch fr\u00fcher schon mal gesprochen bei einem vergangenen Podcast \u2500 gibt es eben Bem\u00fchungen von Fachgesellschaften, auch die Anforderungen bei Journaleinreichungen hier h\u00f6her zu setzen, indem sie sagen: \u201eWir m\u00f6chten nicht nur, dass Leute Euer Paper lesen und sagen, das ist gut oder schreibt noch mal das ein bisschen um oder rechne noch mal das. Sondern wir m\u00f6chten auch zumindest glaubhaft nachvollziehen k\u00f6nnen, dass Euer Programmcode in STATA oder R oder MathLab oder zunehmend auch Python, dass der tats\u00e4chlich die Ergebnisse produziert, die auch in eurem PDF als Dateien oder Grafiken abgebildet sind. Und das ist, w\u00fcrde ich sagen, sehr pragmatische Vorgehensweise. Aber es gibt eigentlich auch wenig gute Argumente, das \u00fcberhaupt nicht zu machen. Und da ist gerade auch bei den Fachgesellschaften, allen voran der American Economic Association, aber auch bei anderen in den letzten Jahren viel passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:06] Doreen Siegfried:<br>Wie planst du denn, mit den Partnern den Leibniz Open Science Day weiterzuentwickeln?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:12] Marianne Saam:<br>Also, ich hatte den Eindruck, dass das eine richtig sch\u00f6ne Community war an dem Tag. Also es war nicht so eine gro\u00dfe Zuh\u00f6rendenschaft, was aber oft eben auch genau diesen Austausch bef\u00f6rdert, so dass man vielleicht auch mit vielen von denen, die da sind, auch mal pers\u00f6nlich sprechen kann. Es war auch eine gro\u00dfe Anzahl von Nachwuchsforschenden da, bei denen ich auch den Eindruck hatte, die haben jetzt nicht so viele vergleichbare Gelegenheiten, die also vergleichbar spezialisiert sind. Ich meine, da waren aufstrebende Forschende dabei, die wahrscheinlich nicht\u2026, denen es nicht wahrscheinlich an Einladungen per se mangelt. Aber ich hatte das Gef\u00fchl, dass das Besondere, was wir da anbieten k\u00f6nnen, schon dieser spezifische Fokus ist. Und da haben wir jetzt gesagt, das machen wir jetzt einfach nochmal. Ist jetzt noch zu fr\u00fch, um jetzt sagen zu k\u00f6nnen: \u201eMachen wir den Call jetzt genauso oder passen wir da manches etwas an, um auch m\u00f6gliche Einreichende noch ein bisschen anders anzusprechen?\u201c Aber auch, dass dieses das jetzt mal erstmal noch ein zweites Mal zu machen und zu schauen, etabliert sich das als Format. Das ist auch so eine Entwicklung, die ich auch von anderen Konferenzen kenne, wo ich ja vielleicht im Hintergrund ein bisschen mitorganisiert habe oder wo ich eher als Teilnehmerin bin. Dass gerade, wenn man so das Gef\u00fchl hat, in genau dem Feld gibt es eigentlich noch nicht so ein j\u00e4hrliches Meeting, dass man zumindest mal ein paar Jahre das macht und dann schaut, ist das vielleicht eher was Tempor\u00e4res? Ja, gab es da im Moment mal so ein Aufmerksamkeitsfokus? Und nach ein paar Jahren w\u00fcrde man sagen, das macht man jetzt nicht mehr. Oder es gibt auch solche Formate, wo Leute sich \u00fcber 15, 20 Jahre jedes Jahr wieder treffen. Nat\u00fcrlich mit einem Forschungsprofil, was dann auch mit der Zeit geht. Ja, und dann kommen wir ja alle drei auch aus Leibniz-Einrichtungen. Und auch ja, da w\u00fcrde ich auch das Framing noch mal angucken. Wie sprechen wir auch m\u00f6glichst viele aus anderen Leibniz-Einrichtungen an? Auch so, dass wir einen guten Mix haben aus Wirtschaftswissenschaften, wo wir selber eben alle herkommen und den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die eben eine \u00e4hnliche quantitative Methodik haben. Und wo deswegen auch ganz gut so ein gemeinsamer Austausch auf so einer metawissenschaftlichen Ebene entstehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:41] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Also an alle Wirtschaftsforschenden und Sozialwissenschaftler:innen da drau\u00dfen, die jetzt sich mit Metaforschung besch\u00e4ftigen. Hier gibt es das Familientreffen nenne ich es jetzt mal. Mal sehen, wie lange das funktioniert. Sehr sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:56] Marianne Saam:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:35:56] Doreen Siegfried:<br>Glaubst Du denn, dass dieses Symposium dazu beitragen kann, die Metawissenschaftscommunity\u2026 Du hast ja gerade gesagt, die ist sehr aktiv, aber hat jetzt noch nicht so ein so standardisierte Austauschformate. Also, dass dieses Symposium dazu beitragen kann, diese Community in Deutschland oder Europa zu st\u00e4rken?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:18] Marianne Saam:<br>Ja, ich denke insbesondere so rund um die Wirtschaftswissenschaften, also ganz interdisziplin\u00e4r gibt es da schon verschiedene Formate. Aber ich glaube, dass dieser Fokus auf Wirtschaftswissenschaften und angrenzende Wissenschaften auch noch mal erm\u00f6glicht, konzentrierter in die Tiefe bestimmte Problematiken anzusehen, die vielleicht in der Soziologie oder in der Psychologie gar nicht so im Vordergrund stehen. Und gleichzeitig fand ich den Mix ganz spannend, auch noch mal eine Inspiration zu haben, in dem Fall durch Harry Collins, von jemandem, der da selber nicht verortet ist und der da auch sehr kritisch auch im \u00dcbrigen auf unsere Disziplin guckt. Also diesen Mix fand ich sehr charmant. Und da w\u00fcrde ich sagen, haben wir im deutschsprachigen Raum auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal und wahrscheinlich international jetzt auch noch nicht so viele andere Events, dass die Leute irgendwie da, dass ihnen das zu viel wird, sondern ich habe das Gef\u00fchl, da h\u00e4tten Lust wirklich welche wiederzukommen oder das weiter zu empfehlen. Und auch diese informelle Unterhaltung, die vielleicht\u2026 Also ich werde zum Beispiel auch jemanden einladen, den ich dort getroffen habe und andere kannten sich teilweise auch schon oder haben sich kennengelernt. Das hei\u00dft innerhalb eines Jahres, da bleibt dieser Dialog nat\u00fcrlich v\u00f6llig dezentral am Laufen. Ja, und das kriegt auch nicht jeder von den anderen mit. Aber nach einem Jahr sieht man sich wieder\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:47] Doreen Siegfried:<br>Trifft man sich mal wieder. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:48] Marianne Saam:<br>Oder sieht Leute, die gesagt haben: \u201eLetztes Jahr war mein Kollege da und hat mir davon erz\u00e4hlt\u201c. Und das macht dann auch richtig Freude. Und das ist auch sowas was, das kann man nicht so richtig in eine Tabelle schreiben oder sowas. Was dieser besondere\u2026, das Besondere daran ist, gegen\u00fcber dem jetzt einfach Paper zu lesen oder Videocalls zu machen oder zu sehr gro\u00dfen Konferenzen zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:10] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Du hattest ja gesagt, auf dem Leibniz Open Science Day waren jetzt viele Nachwuchsforschende, aber auch durchaus ja ein paar Senior Researchers. Wie waren denn so die R\u00fcckmeldungen der Teilnehmenden? Was hast Du so geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:28] Marianne Saam:<br>Ja, also die R\u00fcckmeldungen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:29] Doreen Siegfried:<br>Vielleicht ein, zwei Beispiele.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:38:31] Marianne Saam:<br>Ja, ich habe jetzt tats\u00e4chlich also so richtig irgendwie sozusagen die mundgerechten Zitate habe ich nicht mehr da, aber ich war noch einen Moment da, als das Ganze dann schon am\u2026, ja, als die Leute am Abreisen waren. Und da hatte ich den Eindruck, dass das jetzt nicht so war: Okay, ich gehe jetzt schnell mein K\u00f6fferchen holen und saus dann mal raus. Sondern dass die Unterhaltung eigentlich noch im Gange war. Ja, dass manche auch noch dann irgendwie zusammen Abend gegessen haben und das wirklich\u2026 Ja oder auch, dass zum Beispiel der Koautor von Prashant Garg auf Bluesky geschrieben hat: \u201eJa, das ist die Konferenz, um dieses Papier zu pr\u00e4sentieren.\u201c Das war ja nicht deswegen, weil das jetzt unsere supertolle Konferenz im zehnten Jahr ist, die er empfohlen hat, sondern weil er, glaube ich, wahrgenommen hat, dass es einfach der \u00dcberschrift nach, des Calls nach, ein besonderes Format ist. Ich glaube, es war vor allem die Diskussionsatmosph\u00e4re. Denn eine Sache, woran man manchmal merkt, dass Formate, ich will nicht sagen festgefahren sind, aber eine andere Funktion erf\u00fcllen\u2026 Bei sehr gro\u00dfen Konferenzen gibt es manchmal das Ph\u00e4nomen, dass es vielleicht f\u00fcr einen vor allem wichtig sein kann, da das in seinen CV zu schreiben oder in den Kaffeepausen zu sein oder um mal wen zu sehen. Aber da sind manchmal\u2026 In den Parallel Sessions kann man manchmal Pech haben und man sitzt da mit sehr wenig Zuh\u00f6renden und hat vielleicht auch sehr wenig Feedback. Also wenn man Pech hat, kann man auch wo reden und dann ist hinterher vielleicht noch eine Frage und dann war es das an Austausch zu meinem Papier. Und ich kann dann zwar noch in die Kaffeepause gehen und Leute wieder sehen, die ich vor zehn Jahren gesehen habe und fragen, ob die Diss fertig ist und wie es den Kindern geht oder so, aber zu meinem Paper habe ich nicht mehr viel Austausch. Und hier hatte ich den Eindruck, dass auch die Kaffeepausen\u2026 Also zum einen, dass die Leute mehr fragen wollten, vor allem in der Plenumssession, als \u00fcberhaupt Zeit war \u2500 zu jedem Papier. Ja, und dass auch in den Parallel Sessions, wo dann ja nat\u00fcrlich auch weniger Zuh\u00f6rende waren, dass doch sehr viel genuines Interesse war, die eigene Arbeit zu teilen und \u00fcber den anderen mit \u00fcber deren Arbeit zu reden, weil es unmittelbar relevant f\u00fcr die eigene Arbeit ist. Und das ist sicherlich ein Format, was wir jetzt nicht erfunden haben. Das kenne ich auch aus vielen anderen Fachgebieten, also Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaften. Aber ich w\u00fcrde sagen, f\u00fcr Meta Science im deutschsprachigen Raum mit Fokus, oder mit einer gewissen Konzentration, in Wirtschaftswissenschaften, ist das jetzt etwas, was wir hier ganz nett und erfolgreich mal ausprobiert haben und was wir, glaube ich, gerne weiterf\u00fchren k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:31] Doreen Siegfried:<br>Ja, das ist doch ein sehr sch\u00f6nes Schlusswort. Das ist keine Veranstaltung, wo die Leute im Publikum mit einem Laptop sitzen und ihre E-Mails lesen, sondern wo sie mit roten Wangen diskutieren bis in die Pause und bis auch noch nach die Veranstaltung hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Also vielen Dank. Vielen Dank auch an Sie, liebe Zuh\u00f6rer:innen. Wir hoffen, diese Episode hat Ihnen gefallen. Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit. Ob Lob oder auch gerne konstruktive Kritik per E-Mail, auf Mastodon, YouTube, Bluesky oder LinkedIn. Und wenn Ihnen unser Podcast gef\u00e4llt \u2500 \u201eThe Future Open Science\u201c, dann freuen wir uns nat\u00fcrlich, wenn Sie uns abonnieren. Bis zum n\u00e4chsten Mal. Ich freue mich darauf.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:13] Marianne Saam:<br>Vielen Dank.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[31,4,220,8,40,221,11,219,12],"class_list":["post-118","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-forschung","tag-leibniz","tag-meta-wissenschaft","tag-open-science","tag-replikation","tag-sozialwissenschaften","tag-wirtschaftswissenschaften","tag-wissenstransfer","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FOS 48 Leibniz Open Science Day<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"In dieser Podcastfolge dreht sich alles um den ersten Leibniz Open Science Day und Metaperspektiven in den Sozialwissenschaften.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, 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