{"id":112,"date":"2024-11-28T08:21:06","date_gmt":"2024-11-28T07:21:06","guid":{"rendered":"10ff1217-1529-4f84-aad9-58e5c6e296d8"},"modified":"2026-01-16T13:21:13","modified_gmt":"2026-01-16T12:21:13","slug":"fos-45-zugang-zu-forschungsdaten","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2024\/11\/28\/fos-45-zugang-zu-forschungsdaten\/","title":{"rendered":"FOS 45: Zugang zu Forschungsdaten"},"content":{"rendered":"\n    <div class=\"pwp4-wrapper intrinsic-ignore\" id=\"podlovewebplayer_9d9ab0b917ed929ce18b8cefd76cd566fd5f2745\" data-episode=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/2024\/11\/28\/fos-45-zugang-zu-forschungsdaten\/?podlove_action=pwp4_config\"><audio controls=\"controls\" preload=\"none\">\n  <source src=\"https:\/\/podcast.zbw.eu\/fos\/podlove\/file\/133\/s\/webplayer\/c\/website\/fos_45.mp3\" type=\"audio\/mpeg\"\/>\n<\/audio><\/div>\n  \n  \n\n    \n\n\t<div class=\"podlove-contributors-cards\">\n\t\t\t<\/div>\n\n\t<style>\n\t\t.podlove-contributors-cards {\n\t\t\tmargin-bottom: 1rem;\n\t\t\tbackground: white;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tborder-radius: 0.375rem;\n\t\t\tbox-shadow: 0 1px 3px 0 rgba(0, 0, 0, 0.1), 0 1px 2px 0 rgba(0, 0, 0, 0.06);\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tpadding: 1rem 1.5rem\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-inner {\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-avatar {\n\t\t\twidth: 50px;\n\t\t\theight: 50px;\n\t\t\tborder-radius: 0.25rem;\n\t\t\toverflow: hidden;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person {\n\t\t\tflex: 1 1 0;\n\t\t\tmin-width: 0;\n\t\t\tpadding: 0 1rem;\n\t\t\tdisplay: grid;\n\t\t\tgrid-template-columns: repeat(2, minmax(0, 1fr));\n\t\t\tgap: 1rem;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-person-details {\n\t\t\tcolor: #999\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services {\n\t\t\tflex-wrap: wrap;\n\t\t\tdisplay: flex;\n\t\t\talign-items: center;\n\t\t\talign-content: center;\n\t\t\tjustify-content: flex-end;\n\t\t}\n\t\t.podlove-contributors-card-services-service {\n\t\t\tdisplay: inline-block;\n\t\t\tflex-shrink: 0;\n\t\t\tpadding-left: 0.5rem;\n\t\t\ttext-decoration: none;\n\t\t\tbox-shadow: none;\n\t\t}\n\t<\/style>\n\n\n\n\n\n\n<div class=\"zbw_shownotes\">\n\n\n\n<p id=\"block-e8f8c8e5-546b-4daf-b262-7ff339edb015\">LINKS UND HINTERGR\u00dcNDE:<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-8e2eb199-c0ae-45d0-ab28-e9ef30fd2d63\"><a href=\"https:\/\/www.konsortswd.de\/\">KonsortSWD &#8211; Konsortium f\u00fcr die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-df171ccc-3f8c-40bd-8b6a-7592d866aa9d\"><a href=\"https:\/\/www.konsortswd.de\/angebote\/rdcnet\/\">Netzwerk gesicherter Datenzugangsstellen \u2013 RDCnet<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-d9ea385f-7c2b-4ce2-b432-e26d2005ed0e\"><a href=\"https:\/\/www.nfdi.de\/\">Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-82fa2bcb-3741-4f61-b5bf-eec39dd0a236\"><a href=\"https:\/\/forschungsdaten.info\/fr\/wissenschaftsbereiche\/sozial-und-verhaltenswissenschaften\/tools-services-und-dienstleistungen\/qualianon\/\">Anonymisierungstool QualiAnon<\/a><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-e5f966b5-30f5-446a-88fc-f5f2006f21e5\"><a href=\"https:\/\/rfii.de\/download\/rfii-bericht-datentreuhaender-juni-2023\/\">RfII-Bericht \u201cDatentreuh\u00e4nder: Potenziale f\u00fcr wissenschaftskonformes Datenteilen\u201d<\/a><\/p>\n\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div data-wp-context=\"{ &quot;autoclose&quot;: false, &quot;accordionItems&quot;: [] }\" data-wp-interactive=\"core\/accordion\" role=\"group\" class=\"wp-block-accordion is-layout-flow wp-block-accordion-is-layout-flow\">\n<div data-wp-class--is-open=\"state.isOpen\" data-wp-context=\"{ &quot;id&quot;: &quot;accordion-item-1&quot;, &quot;openByDefault&quot;: false }\" data-wp-init=\"callbacks.initAccordionItems\" data-wp-on-window--hashchange=\"callbacks.hashChange\" class=\"wp-block-accordion-item is-layout-flow wp-block-accordion-item-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-accordion-heading has-small-font-size\"><button aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"accordion-item-1-panel\" data-wp-bind--aria-expanded=\"state.isOpen\" data-wp-on--click=\"actions.toggle\" data-wp-on--keydown=\"actions.handleKeyDown\" id=\"accordion-item-1\" class=\"wp-block-accordion-heading__toggle\"><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-title\">Episode 45 als Text<\/span><span class=\"wp-block-accordion-heading__toggle-icon\" aria-hidden=\"true\">+<\/span><\/button><\/h3>\n\n\n\n<div inert aria-labelledby=\"accordion-item-1\" data-wp-bind--inert=\"!state.isOpen\" id=\"accordion-item-1-panel\" role=\"region\" class=\"wp-block-accordion-panel is-layout-flow wp-block-accordion-panel-is-layout-flow\">\n<p>The Future is Open Science \u2013 Folge 45: Zugang zu Forschungsdaten<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Doreen Siegfried<br>Leitung Marketing und Public Relations, ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Bernhard Miller<br>Koordinator KonsortSWD innerhalb der NFDI, GESIS \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr Sozialwissenschaften<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:00] Intro<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:02] Bernhard Miller:<br>Und wie man eben, wenn man von A nach B kommen m\u00f6chte, vielleicht im echten Leben nicht laufen m\u00f6chte, nimmt man einen Bus oder die S-Bahn, und dazu braucht man den Verkehrsdienstleister. Und in der wissenschaftlichen Infrastruktur sind wir so eine S-Bahn.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:24] Bernhard Miller:<br>Wir haben Zahlen, wonach Datensuche wie folgt funktioniert: 75 Prozent der Forschenden suchen \u00fcber Literatur, knappe 60 Prozent googeln oder also benutzen Websuchmaschinen \u2013 aber das hei\u00dft im Regelfall ja Google. Und nur so ungef\u00e4hr 41 Prozent benutzen fachspezifische Datenrepositorien.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:00:53] Bernhard Miller:<br>Ich teile auch die Einsch\u00e4tzung, dass gerade \u00f6ffentliche Datenanbieter ihre Daten zur Verf\u00fcgung stellen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:01:05] Doreen Siegfried:<br>73 Prozent der Wirtschaftsforschenden in Deutschland leiden, laut einer Umfrage des Vereins f\u00fcr Socialpolitik, am Zugang zu Forschungsdaten, und zwar an den strengen Restriktionen, an der mangelnde Benutzerfreundlichkeit und den vergleichsweise hohen Kosten, vor allem beim Zugang zu hochwertigen quantitativen oder gar qualitativen Daten, insbesondere zu Unternehmensdaten und amtlichen Statistiken. Doch wenn man mal genau guckt, lassen sich viele Forschungsfragen ohne umfassende Datengrundlagen heutzutage kaum noch beantworten. Wie kann also eine Infrastruktur aussehen, die Forschende hier unterst\u00fctzt und gleichzeitig auch die sehr wichtigen datenschutzrechtlichen Anforderungen erf\u00fcllt? Und welche Rolle spielt die wissenschaftspolitische Arbeit, um langfristig geregelten Datenzugang zu schaffen? Diese Frage wollen wir heute beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von \u201eThe Future is Open Science\u201c, dem Podcast der ZBW. Mein Name ist Doreen Siegfried, und ich treffe mich hier mit ganz unterschiedlichen Leuten aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Ihnen verraten, wie sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit Open Science voranbringen. Und um diese Fragen zum Zugang zu Forschungsdaten heute n\u00e4her zu beleuchten und vielleicht sogar eine Antwort zu finden, habe ich heute einen Wissenschaftsmanager eingeladen, der seit vier Jahren das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Konsortium KonsortSWD innerhalb der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur, kurz NFDI, koordiniert. Er arbeitet bei der GESIS und war nach seiner Promotion unter anderem beim Wissenschaftsrat t\u00e4tig. Er bringt also umfassende Expertise in diesem Bereich mit. Herzlich Willkommen, Dr. Bernhard Miller!<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:55] Bernhard Miller:<br>Hallo und danke f\u00fcr die Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:02:58] Doreen Siegfried:<br>Wir starten gleich mal rein. Wie erkl\u00e4rst Du Forschenden, die jetzt noch nichts, oder sagen wir nur wenig von der NFDI wissen, im Fahrstuhl oder auf einer Tagung beim Kaffee, was KonsortSWD eigentlich ist?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:12] Bernhard Miller:<br>KonsortSWD, w\u00fcrde ich antworten, arbeitet daran, die Arbeit mit Forschungsdaten zu verbessern. Und dabei umfasst das, was wir als Forschungsdatenmanagement bezeichnen, all die Schritte beim Umgang mit Daten in der Wissenschaft. Also von der Planung \u00fcber den Zugang, hin bis zur Archivierung und wieder zur Nachnutzung. Dabei helfen wir.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:32] Doreen Siegfried:<br>Okay, alles klar. Du bist jetzt seit 2020 Koordinator bei KonsortSWD. Wie sieht denn so Dein typischer Tag aus in dieser Rolle, und welche Hauptaufgaben stehen da im Vordergrund?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:03:44] Bernhard Miller:<br>\u00dcber diese Frage habe ich tats\u00e4chlich ein bisschen nachdenken m\u00fcssen. Sie ist\u2026 Es ist n\u00e4mlich so, dass meine Tage erfreulich wenig eint\u00f6nig sind und die NFDI eine sehr dynamische Umgebung ist. Aber dennoch gibt es nat\u00fcrlich typische Tage, an denen ich haupts\u00e4chlich Nachrichten lese und schreibe, und zwar mit Kolleginnen und Kollegen sowohl aus den Sozialwissenschaften. Da geht es dann haupts\u00e4chlich eher so um konkrete Fragen des Projektmanagements und der Projektorganisation. Aber dann treffe ich mich neben sozusagen den direkten fachlichen Kollegen und Kollegen auch noch mit sehr vielen Leuten, zum Beispiel aus den Tanzwissenschaften, aus den Erdsystemwissenschaften, und wir versuchen, gemeinsame Themen zu bearbeiten, die sozusagen \u00fcber den engeren Bereich hinaus f\u00fcr alle Menschen, die mit Daten arbeiten, von Relevanz sind und f\u00fcr die wir versuchen, die Wege zu L\u00f6sungen zu ebnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:49] Doreen Siegfried:<br>Also, das hei\u00dft, Du bist ziemlich viel mit Leuten unterwegs und musst ziemlich viele Gespr\u00e4che f\u00fchre, mit Abstimmung und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:04:55] Bernhard Miller:<br>Genau. Also, das ist gerade die Koordination, das sagt der Name meiner T\u00e4tigkeitsbeschreibung ja auch schon so ein bisschen, ist tats\u00e4chlich vor allem in das Gespr\u00e4ch kommen und dann auch die Formate finden, in denen man dann Inhalte weiterbringen und entwickeln kann. Und nat\u00fcrlich geht es auch darum, Ressourcen zur Verf\u00fcgung zu stellen und zu finden. Aber all das sind sehr stark Themen, die im Austausch eben zwischen sehr vielen verschiedenen Leuten stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:27] Doreen Siegfried:<br>Wie erkl\u00e4rst Du Leuten, die jetzt nicht in dieser NFDI-Landschaft sind oder auch gar nicht aus der Akademia kommen\u2026 Wie erkl\u00e4rst du denen die Institution Informationsinfrastrukturdienstleister oder generell Infrastrukturdienstleister?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:45] Bernhard Miller:<br>Also, das muss ich ja zugeben, ist ein Wort, das ich zu vermeiden versuche.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:49] Doreen Siegfried:<br>Sehr sch\u00f6n. [lacht]<\/p>\n\n\n\n<p>[00:05:49] Bernhard Miller:<br>Aber ich w\u00fcrde sagen, das ist wie so im echten Leben ein Verkehrsdienstleister. Also, Forschende haben ja ein Erkenntnisinteresse, haben irgendwelche Fragen, die sie beantworten wollen, und je nachdem, was man f\u00fcr Fragen hat, macht das h\u00e4ufig keinen Sinn, das alleine zu machen. Und wie man eben, wenn man von A nach B kommen m\u00f6chte, vielleicht im echten Leben nicht laufen m\u00f6chte, nimmt man einen Bus oder die S-Bahn, und dazu braucht man den Verkehrsdienstleister. Und in der wissenschaftlichen Infrastruktur sind wir so eine S-Bahn. Also, zum Beispiel stellen\u2026 Also, etwas konkreter gedacht, ein Rechenzentrum oder ein Datenarchiv, also Hilfsmittel, die dazu beitragen, dass die Arbeit der Forschenden oder des Forschenden besser erledigt werden kann, schneller erledigt werden kann, umfassender erledigt werden kann. Und gewisser Weise ist ein Infrastrukturdienstleister also so eine Art Lebenserleichterer f\u00fcr Forschende.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:06:57] Doreen Siegfried:<br>Okay, Lebenserleichterer. Das nehmen wir doch mal mit. Sehr sch\u00f6n. Wenn wir nochmal auf die NFDI gucken. Noch ist es ja ein bisschen Zukunftsmusik f\u00fcr Forschende, die empirisch arbeiten und auch Support ben\u00f6tigen beim Forschungsdatenmanagement. Lass uns doch mal das Angebot von KonsortSWD ein bisschen detaillierter betrachten. Also wie unterst\u00fctzt KonsortSWD speziell Forschende in den Wirtschaftswissenschaften? Welche Vorteile ergeben sich f\u00fcr die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, wenn man mit KonsortSWD arbeitet?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:07:30] Bernhard Miller:<br>Ja, das ist, glaube ich, eine sehr wichtige Frage. Vielleicht kann ich vorwegschicken, dass ich denke, dass auch die NFDI, obwohl es sie jetzt erst im vierten Jahr gibt, schon doch ein relativ breites Angebot hat, das sich allerdings noch weiter rumsprechen muss. Also da gibt es was, und unter anderem eben bei KonsortSWD. Wir sind \u00fcbrigens gerade dabei, uns in NFDI4Society oder das zumindest als weiteren Untertitel zu f\u00fchren, um eben auch ein bisschen deutlicher zu machen, f\u00fcr welche Bereiche wir Dateninfrastruktur zur Verf\u00fcgung stellen wollen. Also auch bei uns gibt es schon einiges, was wir bieten, und klar gerade speziell f\u00fcr Wirtschaftswissenschaftler:innen. Also zum Beispiel hattest Du ja in deinem Intro die sicherlich berechtigte Problematik angesprochen, dass es sehr schwierig ist, an Daten zu kommen, dass es Kosten gibt. Und ein Teil dieser Kosten ist h\u00e4ufig ja f\u00fcr diejenigen, gerade in den Wirtschaftswissenschaften auch, die mit sehr sch\u00fctzenswerten Daten arbeiten oder mit Daten von Unternehmen, also Daten aus privater Hand, zu denen die Zugangswege, sagen wir mal, asymmetrisch sind, also wo nicht jeder die gleichen Chancen hat. Und da gibt es jetzt zum Beispiel bei uns im Konsortium, in dem irgendwie ann\u00e4hernd 50 Institutionen vertreten sind, eben auch einige, die da gro\u00dfe Expertise mitbringen. Und wir haben einen Dienst in Erarbeitung, der hei\u00dft Access to Firm Data und da werden Best Practices gesammelt und zur Verf\u00fcgung gestellt. Also Tipps, wie man die Daten von privaten Datenhaltern eben oder wie man die davon \u00fcberzeugt, Daten f\u00fcr Forschungszwecke bereitzustellen. Wie Repositorien sozusagen Verbindungen schaffen k\u00f6nnen, zum Beispiel mit privaten Datenhaltern, um eben auch Versionen von solchen Daten f\u00fcr Forschungszwecke dann der Forschung bereitzustellen. Also das ist, glaube ich, ein relativ konkreter Punkt, wo es uns darum geht, die Menge der verf\u00fcgbaren Informationen gerade auch aus dem Sektor der privaten Wirtschaft zu erh\u00f6hen. Und dann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:58] Doreen Siegfried:<br>Darf ich kurz unterbrechen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:59] Bernhard Miller:<br>Na klar.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:09:59] Doreen Siegfried:<br>Das ist tats\u00e4chlich, wenn Du sagst, das sind Best Practices, also das hei\u00dft, das sind dann so Tipps und Tricks nach dem Motto: \u201eRuf mal da an, und wenn Du das und das sagst, dann kommst Du an die Daten ran, und wenn Du die Legitimation mitbringst, dann ist es nochmal einfacher.\u201c Also es sind so How to-Tutorials, oder wie muss man sich das vorstellen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:10:17] Bernhard Miller:<br>Das auch. Zu einem geringeren Teil allerdings, weil die unterliegen ja einer gewissen Zuf\u00e4lligkeit. Aber es sind auch so Sachen wie Vertragsvorlagen und Hinweise darauf, wo das schon wie funktioniert. Also so Argumente, die durchaus auf einer etwas solideren Basis stehen. Und nat\u00fcrlich versuchen die entsprechenden Partner auch mit ihrer Reputation dann selber sozusagen weitere Daten aufzunehmen bei sich, um dann eben sozusagen\u2026 Also das ist sicherlich nichts, was jeder in gleichem Ma\u00dfe erfolgreich machen kann. Aber genau. Das ist eine Baustelle. Und weil man Menschen, die Daten f\u00fcr Gesch\u00e4ftszwecke erzeugen, nicht irgendwie anders dazu bringen kann, sie f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung zu stellen, ist da eben \u00dcberzeugungsarbeit gefragt. Und da gibt es Erfahrungswerte, die es sich eben lohnt, zu teilen. Also, das ist ein Aspekt. Der andere ist so ein bisschen technischer. Ich sprach das gerade schon an. Die Kosten, einfach an sensible Daten zu kommen. Vielleicht wei\u00df das hier nicht jeder. Aber wenn ich zum Beispiel an die Daten zu Sozialleistungen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit dran m\u00f6chte, dann kann ich die nicht zu Hause oder im B\u00fcro auf dem Rechner \u00f6ffnen, sondern muss in sogenannte Safe Rooms, also spezielle Umgebungen, wo auch sichergestellt ist, dass ich mit diesen Daten kein Schindluder treibe. Und diese R\u00e4ume sind halt zum Beispiel jetzt in N\u00fcrnberg oder an anderen Orten, wo Forschungsdaten zur Verf\u00fcgung stehen. Und das ist nat\u00fcrlich schon ein erheblicher Aufwand. Vor allem, wenn ich da h\u00e4ufiger hin muss, um eine komplexere Analyse, sagen wir jetzt mal, f\u00fcr eine Promotion oder so, durchzuf\u00fchren. Und was wir jetzt aufgebaut haben, das nennt sich RDC Net, das ist das Research Data Center Network. Das ist sozusagen eine Art des Fernzugangs, wo man eben nicht in die Safe Rooms der Forschungsdatenzentren muss, die diese Daten anbieten, sondern auch in die Safe Rooms aller anderen Forschungsdatenzentren kann. Und der mag vielleicht auch in der Stadt sein, oder viele, es gibt viele \u00fcber Deutschland hinweg, in der Stadt sein, in der man gerade selber arbeitet und studiert. Und kann anstatt dessen eben vielleicht mit dem Rad fahren, und muss sich da nicht f\u00fcr mehrere Tage irgendwo anders hin begeben.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:35] Doreen Siegfried:<br>Ja, nochmal ganz kurz. Also es ist kein Remote-Zugang, wo ich sozusagen von Zuhause oder von meiner Uni aus mich in N\u00fcrnberg, M\u00fcnchen, sonst wo in Berlin einloggen kann, sondern ich muss schon noch irgendwo hinfahren?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:12:49] Bernhard Miller:<br>Genau. Also, es gibt\u2026 Insofern wird diese Klage, die Du am Anfang zitiert hast, so schnell nicht verschwinden. Es gibt einfach bei diesen Daten, die sehr wertvoll sind, eben Restriktionen, die man auch technisch nicht so problemlos aus dem Weg r\u00e4umen kann. Und ein Problem ist eben, das teilweise vorgeschrieben ist, dass sich irgendjemand den Output anguckt, den man sozusagen mit nach Hause nimmt, um sicherzustellen, dass man keine vertraulichen Daten irgendwie f\u00fcr nicht Forschungszwecke oder auch f\u00fcr Forschungszwecke dann extrahiert. Und das kann man nat\u00fcrlich nicht sicherstellen, wenn das jemand in seinem eigenen B\u00fcro irgendwo an der Uni macht. Deswegen braucht man sozusagen Safe Rooms. Allerdings werden wir jetzt in der Weiterentwicklung dieses Projektes auch an einigen Universit\u00e4ten dieses Netzwerk aufbauen, um sozusagen die Zugangsh\u00fcrden noch weiter zu senken. Also, das Ziel ist auf jeden Fall, und es gibt da eben auch schon die Erfolge, dass man eben hier den Forschenden den Aufwand stark reduziert, um an diese Daten ranzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:13:57] Doreen Siegfried:<br>Okay, also nochmal, weil das ist jetzt spannend f\u00fcr mich als Laien nochmal nachgefragt. Also das hei\u00dft, also mal angenommen, meine Daten, die ich gerne haben m\u00f6chte, liegen in N\u00fcrnberg. Ich sitze in Kiel, muss ich jetzt nicht nach N\u00fcrnberg fahren, sondern ich wei\u00df, es gibt, ich wei\u00df, es gibt jetzt so einen SharePoint, so ein Netzwerkpunkt in Hamburg, wo mich dann jemand kontrolliert. Dann muss ich nur bis nach Hamburg fahren. Und da kann ich dann arbeiten und irgendein Forschungsdatenbeaufsichtiger guckt dann, ob ich da auch irgendwie keinen Bl\u00f6dsinn mit mache.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:31] Bernhard Miller:<br>Na ja, also\u2026 Genau. Das sind jetzt keine Forschungsdatenbeaufsichtiger. Aber das, was Du nat\u00fcrlich sozusagen dann mit nach Hause nimmst und was Du weiterverarbeitest, da guckt jemand drauf.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:40] Doreen Siegfried:<br>Ja, ja. Ja super.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:41] Bernhard Miller:<br>Genau. Dass da eben nicht drinsteht, dass Klaus M\u00fcller, geboren am 4. M\u00e4rz, so und so viel Geld aus staatlichen Kassen bekommt, sondern dass Du von mir aus irgendwie nur Aussagen \u00fcber die Menschen im Landkreis Kiel oder sonst irgendwas gesammelt mitnimmst.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:14:59] Doreen Siegfried:<br>Okay. Also, das hei\u00dft, diese ganzen Anfahrtswege, was ja durchaus ein Hindernis ist, sind dann auf jeden Fall k\u00fcrzer. Das ist doch schon mal gut. Wenn wir mal auf die Forschungsfragen gucken, die sich so die Wirtschaftswissenschaften stellen, k\u00f6nnen jetzt durch die Infrastruktur von KonsortSWD irgendwie spezifische Forschungsfragen besser adressiert werden, als durch das, was es sowieso schon gibt? Also, gibt es zus\u00e4tzliche Analysem\u00f6glichkeiten oder Verkn\u00fcpfungen oder Zugangsm\u00f6glichkeiten, die nochmal besonders relevant sind f\u00fcr Wirtschaftsforscher:innen und vielleicht neue Fragen erm\u00f6glichen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:15:36] Bernhard Miller:<br>Ich w\u00fcrde sagen, das wird sich zeigen. Also, wir machen zum Beispiel Daten besser findbar, und das hei\u00dft, wenn in irgendeinem klugen Kopf eine tolle Idee existiert, wird dieser kluge Kopf die entsprechenden Daten, die daf\u00fcr ben\u00f6tigt sind, jetzt schneller finden. Ich bin mir nicht sicher, ob es Sinn machen w\u00fcrde, eine Infrastruktur so anzulegen, dass sie auf spezifische Forschungsfragen ausgerichtet ist, weil das gibt es einfach sehr, sehr viele und sehr, sehr vielf\u00e4ltige. Das ist nicht unser Ziel. Wir versuchen sozusagen, eine generelle Enabler-Struktur zu schaffen f\u00fcr alle, die mit bestimmten Arten von Daten arbeiten, und setzen sozusagen auf der allgemeineren Ebene an. Man m\u00f6chte ja zum Beispiel, um dieses Verkehrsdienstleister-Beispiel nochmal aufzugreifen, auch nicht von vornherein sagen, dass Busse generell nur zu bestimmten Haltestellen fahren, auch wenn vielleicht irgendwo ein neuer Ort entsteht, an den man dann die Leute auch noch mal hinbringen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:37] Doreen Siegfried:<br>Ja, ich m\u00fcsste die Frage\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:38] Bernhard Miller:<br>Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:16:38] Doreen Siegfried:<br>Ich m\u00fcsste die Frage vielleicht korrigieren. Also, ich meinte jetzt nicht, dass man pl\u00f6tzlich komplett neue Fragen in den Fokus r\u00fcckt und andere Fragen ausklammert, sondern\u2026 Also die Frage, die mir durch den Kopf ging, ist, dadurch, dass ja sozusagen jetzt die NFDI ja auch Knoten erm\u00f6glicht oder Zugangswege zu anderen Daten, ob dadurch pl\u00f6tzlich ein neues Level erreicht werden kann f\u00fcr die Wirtschaftsforschung. Dass man sagen kann, okay, jetzt k\u00f6nnen wir auch mal nach links und rechts gucken und in anderen Bereichen nach Daten suchen und die verbinden miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:17:11] Bernhard Miller:<br>Also, da sind wir auf jeden Fall dran. Auch da ist es so ein bisschen die Frage tats\u00e4chlich, wo ich ein bisschen skeptisch bleibe, sozusagen: Wie sehen diese Use Cases eigentlich aus? Es gibt schon interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit, die man dann auch unterst\u00fctzen kann. Aber, also zum Beispiel gibt es viele Arbeiten in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, bei denen man sich gut vorstellen kann, dass sie zum Beispiel mit Erdbeobachtungsdaten, Satellitendaten irgendwie zusammenarbeiten. Und da kann man schon einiges machen und das unterst\u00fctzen. Oder es gibt zum Beispiel aus dem Feld der Agrarforschung gro\u00dfes Interesse an der Zusammenarbeit mit uns und an sozialwirtschaftswissenschaftlichen Daten, um irgendwie zum Beispiel Landnutzung und \u00e4hnliches irgendwie sich angucken zu k\u00f6nnen, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Und die Frage\u2026 Also, was wir nicht versuchen in der NFDI, ist sozusagen global alle m\u00f6gliche Verkn\u00fcpfungen gleichzeitig anzugehen. Sondern wir suchen nach dem, was man da multidisciplinary use cases nennt. Also sozusagen konkrete Anwendungsf\u00e4lle, die eben zum Beispiel nicht nur aus den Wirtschaftswissenschaften, sondern auch aus den Erdsystemwissenschaften mit ihren Beobachtungsdaten kommen. Um dann eine konkrete L\u00f6sung zu finden, wie man zum Beispiel f\u00fcr bestimmte Bereiche gut an Messdaten zu Umweltinformationen oder sowas rankommt, um dann auch zu erleichtern, die zum Beispiel gemeinsam in Datens\u00e4tzen abzulegen oder die Datens\u00e4tze miteinander zu verlinken, das dann auch bei der Nachnutzung es einfach wird, auf diese Daten zuzugreifen. Das erfolgt also an Beispielen. Und tats\u00e4chlich gibt es von denen schon welche. Aber wir sind momentan eher noch auf dem Punkt, wo wir uns zun\u00e4chst mal um die Konsolidierung in unseren eigenen Disziplinen bem\u00fchen und noch nicht so viel Schwerpunkte auf die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen F\u00e4chern legen. Das ist jetzt gerade massiv im Ausbau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:12] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Alles klar. Das hei\u00dft, wir reden dann in zwei Jahren vielleicht nochmal. [lacht] Wenn das\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:16] Bernhard Miller:<br>Ja. Das erscheint mir ein realistischer Zeitraum.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:19] Doreen Siegfried:<br>Alles klar. Du hast jetzt gerade schon das Thema international, global und so weiter angesprochen. KonsortSWD ist ja national ausgerichtet, also NFDI steht ja f\u00fcr nationale Forschungsdateninfrastruktur. Forschende in der Wirtschaftswissenschaft sind oft international vernetzt und recherchieren auch bei internationalen Anbieter nach Forschungsdaten, vor allem, wenn sie Schwierigkeiten haben, an deutsche Daten heranzukommen. Also wie st\u00e4rkt KonsortSWD die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaftsforschung, jetzt mal so im internationalen Vergleich? Kannst Du dazu was sagen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:19:51] Bernhard Miller:<br>Also, ich finde das eine gute Frage und will vielleicht auch vorneweg schicken, dass ich irgendwie mit diesem N bei der NFDI irgendwie auch nicht wirklich gl\u00fccklich bin. Im faktischen ist jede Forschungsdateninfrastruktur, genauso wie Forschung insgesamt, international. Das Ding hat das N vorne dranstehen, weil nationales Geld da reinflie\u00dft und man eben sozusagen das hier vor allem mit deutschen Institutionen aufbaut. Aber klar, logisch. Also, ich meine, nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften brauchen wir internationale Daten, um\u2026 Nicht zuletzt, um einfach vielleicht mal zu gucken, ob Deutschland jetzt was ganz Besonderes ist oder ob es vergleichbare Trends auch woanders gibt. Wir sind also insofern, glaube ich, schon einfach auch insofern ein Beitrag zur St\u00e4rkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland, weil wir hier Forschende an Einrichtungen hier zu Lande eben dabei unterst\u00fctzen, besser mit Daten umzugehen. Was wir allerdings tats\u00e4chlich nicht machen, nat\u00fcrlich, ist zum Beispiel jemandem zu erm\u00f6glichen, an franz\u00f6sische Sozialversicherungsdaten ranzukommen. Das geht nicht. Also insofern ist der Fokus gerade hier mit Blick auf die Sozial- und Wirtschaftsdaten schon ein deutscher. Und wir schlie\u00dfen uns zum Beispiel an internationale Metadatenstandards an. So dass also die Findbarkeit von Daten auch f\u00fcr jemanden jetzt aus D\u00e4nemark oder Schweden oder so gew\u00e4hrleistet ist. Aber nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir es den Forscherinnen und Forschern sicherlich nicht abnehmen, irgendwie, wenn sie internationale Projekte machen, auch in anderen L\u00e4ndern entsprechende Daten dann zu suchen. Sofern die nat\u00fcrlich nicht irgendwie in Repositorien liegen, also wie das\u2026 Also die hier zu Lande dann eben sind und die dann, sozusagen, auch ein bisschen von uns mit abgedeckt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:21:52] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Nun bist Du ja sozusagen bei GESIS t\u00e4tig, und es gibt GESIS mit ihren zahlreichen etablierten Dienstleistungen. Es gibt die zahlreichen Forschungsdatenzentren, die ja vom RatSWD akkreditiert sind. Die SOEP, das d\u00fcrften viele kennen, das Sozio-oekonomische Panel, oder ALLBUS kennen nat\u00fcrlich auch viele und andere Konsortien der NFDI. Was w\u00fcrdest du sagen, was ist der USP? Also was ist das Alleinstellungsmerkmal von KonsortSWD, vor allem auch in Abgrenzung zu dem NFDI-Konsortium BERD? Also, wie kommunizierst du das an die Fachcommunity? Also, es gibt\u2026 die Landschaft ist breit und bunt. Was ist das besondere an KonsortSWD?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:22:39] Bernhard Miller:<br>Ja, also, ich wei\u00df nicht. Ich komme jetzt hier sicherlich nicht als der beste Marketing Mensch r\u00fcber, weil ich w\u00fcrde tats\u00e4chlich sagen, das ist vielleicht auch gar nicht so sehr der Punkt, dass wir einen USP haben. Wir versuchen, dem Forschenden die Landschaft besser zu erschlie\u00dfen, und wir machen manche Sachen auch im Hintergrund, die\u2026 Klar, also auf diesem RDCnet, das ich eben ansprach, ist unser Logo drauf und auf anderen Sachen. Aber zun\u00e4chst einmal ist es unser Anliegen, die bestehende Landschaft, die schon sehr vielf\u00e4ltig ist und viele Leistungen hat, besser zu erschlie\u00dfen. Also, es ist, glaube ich, noch nicht mal so sehr unser Ziel, dass jeder jetzt irgendwie sagt \u201eHey, KonsortSWD, habe ich schon mal geh\u00f6rt.\u201c Vielleicht sind wir auch ganz zufrieden, wenn wir einfach sehen, dass die Datennutzung, die Datenzitation oder sowas zunimmt, und man dann feststellt, dass auch bestimmte Dienste von uns eben in Anspruch genommen werden, die das erreichen. Also ich w\u00fcrde gar nicht so sehr sagen\u2026 Also unser USP, wenn man das so m\u00f6chte, ist, eine Verbesserung einer existierenden Landschaft vorzunehmen durch eigene Produkte. Ja, aber eben auch dadurch, dass wir das, was andere Leute schon seit langem erfolgreich machen, einfach nochmal ins Schaufenster stellen und sagen, das ist da. Gleichzeitig hattest du auch die Frage zu BERD gestellt. In der Tat. Also, es gibt zum Beispiel vier Konsortien in den Geisteswissenschaften und zwei in den Sozialwissenschaften. Und sozusagen, das ist schon, k\u00f6nnte man jetzt sagen, eine relativ knappe Abdeckung, und deswegen haben wir tats\u00e4chlich eine klare Aufgabenteilung vereinbart und besch\u00e4ftigen uns auf der Seite von KonsortSWD mit sogenannten strukturierten Daten, also allem, was so in Tabellenform aus Umfragen herkommt, Interviews beinhaltet. Und BERD hat einen Schwerpunkt auf unstrukturierten Daten und Algorithmen sozusagen. Also, da gibt es eine relativ klare Aufgabenteilung, sodass wir auch uns da nicht in die Quere kommen. Und wir verweisen auch die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt mit einem Anliegen kommen, das eher im Bereich des anderen Konsortiums liegt, dann entsprechend weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:08] Doreen Siegfried:<br>Okay. Das hei\u00dft jetzt also \u2500 ich muss noch mal als Laie nachfragen. Das hei\u00dft, es geht gar nicht so sehr darum, dass Ihr jetzt in Konkurrenz tretet zu dem, was es sowieso schon gibt. Sondern, wenn wir mal in dieser Verkehrsmetapher verbleiben, Ihr sorgt daf\u00fcr, dass die Leute m\u00f6glichst schnell von A nach B, nach C kommen. Und ob sie jetzt mit der S-Bahn fahren, mit dem ICE oder mit der Tram, ist erstmal Euch egal. Sie m\u00fcssen nicht wissen, ich steige jetzt in die S-Bahn KonsortSWD. Hauptsache, sie bewegen sich m\u00f6glichst schnell von A nach B, und es ist komfortabel.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:25:43] Bernhard Miller:<br>Genau. Also, das ist tats\u00e4chlich das Ziel der NFDI. Beim Rat f\u00fcr Informationsinfrastrukturen, der ja diese Idee geboren hat, hei\u00dft das irgendwie St\u00e4rkung des Vernetzungsgedankens. Man hat schon ziemlich viel. Gerade in den Sozialwissenschaften gibt es sehr leistungsf\u00e4hige Infrastrukturen, die auch schon seit Jahren gut funktionieren. Aber nicht jeder wei\u00df davon, und manchmal sind die Zug\u00e4nge kompliziert. Da kann man noch verbessern. Da kann man neue Tools bereitstellen. Aber das ist sozusagen\u2026 Genau. Also, wir erleichtern den Umstieg, wenn man das Bild nochmal macht, von S-Bahn zum Bus, von irgendeinem anderen Anbieter. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:24] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Wenn wir beim Thema Konkurrenz sind, dann die n\u00e4chste Frage. Welche Rolle spielen denn eigentlich kommerzielle Anbieter als Supporter beim Forschungsdatenmanagement? Also ist das auch keine Konkurrenz, oder welche Rolle spielt das bei Euch?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:26:40] Bernhard Miller:<br>Es gibt viele Dienste, die wir anbieten, f\u00fcr die es keine Markt\u00e4quivalente gibt. Also insofern tats\u00e4chlich keine direkte Konkurrenz jetzt. Also, wenn wir Fernzugriffstools oder so was machen, da gibt es auch vieles, was im Open Source verf\u00fcgbar ist und wo sozusagen wir jetzt nicht gegen kommerzielle Anbieter irgendwie antreten w\u00fcrden. Aber nat\u00fcrlich gibt es ja auch\u2026 Also wir kennen das Ganze aus der Diskussion im Publikationswesen, wo Verlage im Grunde genommen h\u00e4ufig daf\u00fcr kritisiert werden, dass sie nochmal Geld daf\u00fcr verdienen, dass sie Inhalte, die bereits mit Steuermitteln und mit viel Wissen und Einsatz aus der Wissenschaft produziert worden sind, nochmal als Geldquelle verwenden k\u00f6nnen. Und etwas \u00c4hnliches passiert tats\u00e4chlich auch im Bereich von Daten. Wo Verlage zunehmend sich darum bem\u00fchen, Daten zu bekommen, zu hosten und auch Mehrwertdienste anbieten, was Erschlie\u00dfung angeht, um sozusagen es attraktiver zu machen, bei ihnen diese Sachen abzugeben. Nat\u00fcrlich mit dem Ziel, das zu monetarisieren zu einem gewissen Zeitpunkt. Insofern w\u00fcrde ich die Frage unter dieser Sicht schon beantworten mit einem ja. Also, es handelt sich hier um die gewisse Konkurrenzsituation, aber tats\u00e4chlich sozusagen zwischen allen \u00f6ffentlichen Infrastrukturen und sozusagen denen, die in privater Hand sind. Und es ist ein Kernziel der NFDI \u2500 Stichwort digitale Souver\u00e4nit\u00e4t \u2500 zu verst\u00e4rken, dass man auch sozusagen solche wichtigen Leistungen f\u00fcr das Wissenschaftssystem eben selber organisiert und nicht riskiert, dass man dann irgendwie in ein paar Jahren in der Situation ist, wo man auch wieder zweimal zur Kasse gebeten wird. Also, da w\u00fcrde ich tats\u00e4chlich sagen, es ist nicht so ganz klar, wie dieses Spiel weitergeht und ausgeht. Ich w\u00fcrde sagen, wir sind momentan in einer ziemlich guten Situation, weil die \u00f6ffentliche Infrastruktur beim Thema Daten, also Repos an Unis zum Beispiel, bei der ZBW, bei anderen Anbietern, nat\u00fcrlich schon eine gro\u00dfe Leistungsf\u00e4higkeit haben. Aber nat\u00fcrlich schlafen die Verlage nicht und machen zunehmend attraktive Angebote. Da wird man sich sicherlich umschauen m\u00fcssen, dass man sich da gut aufstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:02] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das f\u00fchrt mich zur n\u00e4chsten Frage. Von wegen attraktive Angebote machen und so weiter. Also, Du hast ja gesagt, KonsortSWD muss eigentlich gar nicht bekannt sein, also braucht eigentlich gar kein Marketing. Also ist es tats\u00e4chlich so, dass Ihr sagt, \u201eMan muss uns gar nicht kennen. Hauptsache, man nutzt die Dienste, und wir sind so ein, so ein Untergrund, Hintergrunddienst.\u201c Oder anders gefragt, wie w\u00fcrdest Du diese Herausforderungen in Sachen KonsortSWD als neue Infrastruktur bekannt zu machen? Wie w\u00fcrdest du die benennen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:29:40] Bernhard Miller:<br>Also, ich w\u00fcrde nicht sagen, dass wir nicht bekannt sein m\u00fcssen. Wir wollen nat\u00fcrlich auch, dass die Leute auf unsere Homepage kommen, weil wir m\u00f6chten ja auch unsere Dienste bekannt machen, und sozusagen, da sind wir gerne eben\u2026 Also m\u00f6chten wir auch eingeladen werden und sozusagen Gelegenheiten haben, das vorzustellen. Also insofern, ich meine aber nicht sozusagen\u2026 Also, das vorher mit dem Blick auf das Alleinstellungsmerkmal war schon eher so zu verstehen gewesen, dass wir jetzt nicht versuchen m\u00fcssen, heller zu leuchten als irgendwelche etablierten Angebote, wie das SOEP oder so was, weil das eben zusammengeh\u00f6rt. Gleichzeitig stellen wir Mehrwerte bekannt, und wir machen auch Marketing f\u00fcr unseren Namen. Das ist ein Grund \u00fcbrigens, warum wir uns auch diesen zus\u00e4tzlichen Titel NFDI4Society gegeben haben, weil wir eben doch so ein bisschen das Feedback bekommen haben, dass sich unter KonsortSWD nicht alle Leute vorstellen k\u00f6nnen, f\u00fcr welchen Wissenschaftsbereich sie denn nun hier Angebote bekommen, weil alle anderen eben von NFDI4Bio Diversity \u00fcber NFDI4Culture schon klarere Bezeichnungen haben, die zu mehr Leuten sprechen, was so im Angebotskatalog dann sozusagen steht.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:30:59] Doreen Siegfried:<br>Jetzt muss ich mal ketzerisch fragen: KonsortSWD ist eine Anh\u00e4ufung von Buchstaben. NFDI auch. Was ist besser, wenn das jetzt hei\u00dft NFDI4Society? Es k\u00f6nnte ja auch\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:31:12] Bernhard Miller:<br>Na ja, bei NFDI4Society ist man sozusagen im Reigen von, ich glaube, 22 weiteren Konsortien, die mit dem K\u00fcrzel NFDI im Titel arbeiten. Und sozusagen bei vielen Leuten kann man dann, ich sag jetzt mal, so, Cross-Marketing-Effekte ernten. Also, wenn die eine NFDI kennen, dann suchen sie vielleicht nach einer anderen und verstehen eher, was das passiert. Und die NFDI als Ganzes ist nat\u00fcrlich auch eine zunehmende Gr\u00f6\u00dfe im deutschen Wissenschaftssystem. Also, es gibt eine Umfrage des DZHW jetzt aus dem Fr\u00fchjahr diesen Jahres, wo immerhin ein knappes Drittel von der NFDI schon mal geh\u00f6rt hatten. So, das ist jetzt nicht super viel, aber es ist auch mehr, als man sozusagen an anderer Stelle nach ein paar Jahren Arbeit irgendwie erwarten w\u00fcrde. Insofern kann man nat\u00fcrlich davon profitieren, wenn man sozusagen das NFDI-Label als Ganzes bekannter macht und sich als Untermarke f\u00fcr die Sozialwissenschaften hier dann positioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:27] Doreen Siegfried:<br>Ja gut, dann w\u00fcrden mich mal Ergebnisse interessieren, ob tats\u00e4chlich NFDI4Society, ob das so, ob das ankommt, ob das Leute verstehen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:36] Bernhard Miller:<br>Auch das k\u00f6nnen wir bei unserem Gespr\u00e4ch in zwei Jahren gerne wieder aufgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:40] Doreen Siegfried:<br>Welche Rolle spielt denn eigentlich \u2500 also, wir bleiben mal beim Thema Vermarktung und so weiter. Welche Rolle spielt denn die klassische Suchmaschinenoptimierung? Also googeln Wirtschaftsforschende nach Forschungsdaten? Und wenn ja, ist KonsortSWD suchmaschinenoptimiert?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:32:59] Bernhard Miller:<br>Ja und ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:00] Doreen Siegfried:<br>[lacht] Ja und ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:33:01] Bernhard Miller:<br>Alle googeln. Wir haben Zahlen, wonach Datensuche wie folgt funktioniert: 75 Prozent der Forschenden suchen \u00fcber Literatur. Knappe 60 Prozent googeln oder also benutzen Websuchmaschinen. Aber das hei\u00dft im Regelfall ja Google. Und nur so ungef\u00e4hr 41 Prozent benutzen fachspezifische Datenrepositorien. Und das sind vermutlich auch andere Gruppen, weil wenn ich wei\u00df, welches Repo ich verwenden muss, dann wei\u00df ich schon viel, viel mehr. Das hei\u00dft, gerade als Einstiegsaktivit\u00e4t sind Websuchmaschinen ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu Forschungsdaten. Wir machen systematisch eine Unterst\u00fctzung von Search Engine Optimization, damit man eben zum Beispiel, gerade wenn man \u2500 wir waren ja gerade bei Akronymen \u2500 irgendwie mit dem SOEP oder mit dem ALLBUS nicht so wahnsinnig viel anfangen kann, dass eben dann auch die Daten so beschrieben sind in einer Suchmaschinen zug\u00e4nglichen Form, dass man mit den Inhalten, die einen mutma\u00dflich interessieren, auch diese wichtigen Datens\u00e4tze finden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:11] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja super. Ich w\u00fcrde gerne nochmal auf das Thema Umgang mit sensiblen Daten zu sprechen kommen. Also, das ist ja gerade im Bereich der Sozialwissenschaften ein ganz wichtiges Thema. Wie unterst\u00fctzt KonsortSWD denn Forschende oder auch Forschungsdatenzentren konkret bei der Verwaltung sensibler Daten? Also, welche technischen oder inhaltlichen Hilfestellungen gibt es, um den Umgang mit diesen Daten zu erleichtern? Also, gibt es sowas wie einen Anonymisierungsservice oder sowas? Was k\u00f6nnt Ihr da anbieten?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:34:43] Bernhard Miller:<br>Also, zun\u00e4chst mal sind Forschungsdatenzentren, davon gibt es derzeit 41, tats\u00e4chlich die Expert:innen im Umgang mit ihren jeweiligen sensiblen Daten. Die m\u00fcssen wir dabei nicht unterst\u00fctzen. Im Gegenteil, deren Expertise geben wir weiter an Menschen, die eben, sagen wir mal, jetzt in dem Forschungsprojektkontext auch eine Anonymisierungs- oder Daten-Pseudonymisierungsaufgabenstellung haben. Und, ja, es gibt auch Unterst\u00fctzungstools. Also einmal beraten wir, vermitteln die Expertise weiter. Und dann gibt es zum Beispiel im Bereich qualitativer Daten, die ja in den Wirtschaftswissenschaften auch eine wichtige Rolle spielen\u2026 \u00dcbrigens haben wir jetzt unl\u00e4ngst Zahlen eingesammelt, die darauf hindeuten, dass das so ungef\u00e4hr ein Drittel ist. Das ist relativ viel. Und da gibt es zum Beispiel eben ein Tool, das es erlaubt\u2026 \u2500 QualiAnon hei\u00dft das \u2500 ist haupts\u00e4chlich im soziologischen Kontext entstanden, aber sozusagen von der technologischen Basis her auch f\u00fcr alle anderen Fragestellungen einsetzbar, das eben es erlaubt, aus Interviewtexten bestimmte Informationen umzuwandeln. Also zum Beispiel Altersangaben irgendwie von einem konkreten Alter in irgendwas in seinen Vierzigern umzuwandeln, anstelle eben irgendwas Konkretes zu machen und auf die Art und Weise eben dann eine Nachnutzbarkeit von solchen Daten, von solchen Interviewdaten, zu erm\u00f6glichen. Obwohl da ja eine gro\u00dfe Menge an hochgradig personalisierbaren Informationen drin sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:33] Doreen Siegfried:<br>Okay.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:34] Bernhard Miller:<br>Also, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:35] Doreen Siegfried:<br>Das hei\u00dft, das Tool hei\u00dft QualiAnon. K\u00f6nnen wir ja in die Shownotes packen, den Link dazu\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:39] Bernhard Miller:<br>Sehr gerne.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:36:40] Doreen Siegfried:<br>\u2026dass man da drauf kommt. Und vielleicht hast du ja sonst auch noch weitere Links und so weiter, die ganz hilfreich sind, wenn es um das konkrete Doing geht bei der Anonymisierung. Die Nachnutzung sensibler Daten erfordert nat\u00fcrlich auch auf besondere Vorkehrungen und Genehmigung. Also wie stellt KonsortSWD sicher, dass solche Daten in \u00dcbereinstimmung mit rechtlichen und ethischen Vorgaben zug\u00e4nglich gemacht werden k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:37:07] Bernhard Miller:<br>Also, wir akzeptieren in den Forschungsdatenzentren f\u00fcr die Freigabe an andere nur faktisch anonymisierte oder pseudonymisierte Daten. Und das wird fallspezifisch kontrolliert. Also, da schaut man sich dann eben auch an, wird auch durchprobiert, ob man gegebenenfalls Deanonymisierungsstrategien irgendwie fahren k\u00f6nnte. Und dann, wenn wir sozusagen in den Forschungsdatenzentren Zugang zu tats\u00e4chlich Daten bieten, die eben sehr direkt personenbezogene Informationen bieten, dann wird dann eben durch die bereits angesprochene Outputkontrolle sichergestellt, dass das, was dann mitgenommen wird, auch diesen Anspr\u00fcchen entspricht. Das ist ein sehr, sehr aufwendiger Prozess, der im Forschungsprozess sicher belastbar ist, belastend ist und gleichzeitig aber nat\u00fcrlich auch notwendig, um die Glaubw\u00fcrdigkeit gegen\u00fcber den Menschen eben zu bewahren, dass Forschung ein Interesse zwar an den Erkenntnissen hat, aber nat\u00fcrlich auch ihre Privatsph\u00e4re, ihre eigenen Daten, respektiert. Das ist, glaube ich, was, was man immer vergisst. Wir haben sehr viele Menschen, die \u00fcber die DSGVO und andere Vorgaben sich beschweren, weil es eben ein Problem ist. Aber gleichzeitig ist eben schon die Frage, ob man das nicht den Menschen auch bis zu einem wichtigen Punkt schuldig ist. Und ich glaube, die Forschenden verstehen das. Das ist der Punkt mit der Ethik. Das sind nat\u00fcrlich sehr viel weichere Regeln, die nirgends klar kodifiziert sind. Aber da spielt das nat\u00fcrlich auch eine gro\u00dfe Rolle, dass man sich einfach im Klaren ist, dass Forschung nur dann funktioniert, wenn die Menschen auch darin vertrauen, dass solche Daten verantwortungsvoll behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:05] Doreen Siegfried:<br>Ja, auf jeden Fall. Gehen wir nochmal kurz auf das Thema Zusammenarbeit, Vernetzung innerhalb der NFDI. Vielleicht auch auf europ\u00e4ischer Ebene. Also, Du hast ja gesagt, es gibt verschiedene Konsortien. KonsortSWD ist eng vernetzt mit den anderen 25 und auch mit dem NFDI-Direktorium. Wie gestaltet sich hier eigentlich die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren in der NFDI? Also was sind so die gemeinsamen strategischen Leitlinien?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:39:35] Bernhard Miller:<br>Also, die NFDI verfolgt ein gemeinsames Ziel, eben Daten sozusagen als Gemeingut m\u00f6glichst gut verf\u00fcgbar zu machen. Das ist sehr stark angelehnt an die Idee von Open Science. Und es gibt in der NFDI \u00fcbergreifend wirklich ein absolut beeindruckendes Engagement. Das habe ich auch in meinen anderen Arbeitsbereichen, in denen ich zuvor t\u00e4tig war, in dieser Form nicht erlebt. Das macht sehr viel Spa\u00df, weil die Leute alle daran glauben, dass man eben mit einem besseren Datenzugang und mit besseren Daten wirklich auch die Wissenschaft stark voranbringen kann. Es ist eben in der Zusammenarbeit also sehr stark gleichzeitig von diesem Bottom-up-Ansatz gepr\u00e4gt, dass man eben versucht, die L\u00f6sungen zu finden f\u00fcr die Probleme, die in den Forschungscommunities am dringendsten sind. Deswegen ist das f\u00fcr uns zum Beispiel auch total wichtig, dass man uns einfach auch anfunkt und sagt, bitte, k\u00fcmmert euch mal um das und das. Viele Sachen haben wir auf dem Schirm und manche ganz sicher auch nicht. Und was die strategischen Ziele angeht in der NFDI: es gibt eine Strategie und drei wesentliche Punkte aus der sind sozusagen ein, also mit durch ein abgestimmtes Trainingsangebot sozusagen den Wissensstand zum Forschungsdatenmanagement an m\u00f6glichst vielen Punkten zu verbessern und ein Qualit\u00e4tslevel zu erreichen. Dann die Zusammenarbeit zwischen den Konsortien zu st\u00e4rken. Das ist mehr so ein interner Punkt. Und dann, ganz, ganz wichtig, eben ein Dienste-Portfolio aufzubauen. Das hei\u00dft, irgendwie dann mal die Website, auf der man sieht, f\u00fcr jenes Problem in jenem Wissenschaftsbereich, gibt es hier einen technischen Dienst, oder gibt es hier ein Beratungsangebot oder irgendwelche best practice Empfehlungen, die ich nutzen kann, um meine eigene Forschung voranzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:41:37] Doreen Siegfried:<br>Okay. Aber es gibt nicht jetzt irgendwie so eine Vorgabe, so fertige Templates, nach dem Motto: jedes Konsortium muss irgendwie auf der Webseite Trainings anbieten und dann auch noch irgendwie einen Zugang und einen Datenservice und einen Beratungsservice und so weiter, sondern das entwickelt jedes Konsortium sozusagen f\u00fcr die Community selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:42:00] Bernhard Miller:<br>Ja. Die Konsortien sind ja von der DFG gef\u00f6rdert. Und zum Beispiel zum Thema Training haben alle Konsortien Angebote, die aber, die sind aber durchaus unterschiedlich aufgestellt. Gleichzeitig konvergiert das Ganze. Also wir haben zum Beispiel die Idee eines Helpdesks, gebe ich ganz offen zu, von anderen abgeguckt, weil das bei denen gut funktioniert hat und weil da viele interessante Sachen passieren. Und \u00e4hnlich gibt es auch andere Bewegungen, zum Beispiel zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Das sind Aspekte, die in anderen Konsortien jetzt wiederum nicht so eine gro\u00dfe Rolle gespielt haben, die aber durchaus auch angekommen sind. Und insofern denke ich schon, dass es in einiger Zeit ein Kernangebot eines NFDI-Konsortiums geben wird, das zwischen verschiedenen Bereichen grob vergleichbar ist. Aber dann haben die Tanzwissenschaften halt schon auch andere Bed\u00fcrfnisse als die Astrophysiker: innen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:43:00] Doreen Siegfried:<br>Ja, klar, das ist klar. Und was ist Deine Einsch\u00e4tzung? Wird es sozusagen, wenn die NFDI fertig ist, also wird es dann am Ende eine NFDI geben, oder werden es mehrere fachlich geclusterte NFDISs, die halt auch vielleicht auch unterschiedliche Geschwindigkeiten haben?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:43:19] Bernhard Miller:<br>Also, ich glaube, es gibt jetzt schon eine NFDI. Das ist so ein bisschen so eine formale Antwort. Es gibt diesen Verein mit Sitz in Karlsruhe, der gewisse Dachfunktionen bereitstellt. Unter diesem Dach koordinieren wir uns alle und entwickeln eine eigene, entwickeln eine gemeinsame Strategie, eine gemeinsame Richtung. Aber ja, ich glaube auch, dass es innerhalb sozusagen dieser einen NFDI unterschiedliche Angebote und auch unterschiedliche Geschwindigkeiten geben wird. Und es gibt ja auch noch eine ganz andere Frage, dass es auch\u2026 Also, ob wirklich jetzt schon mit 26 Konsortien das gesamte deutsche Wissenschaftssystem in der NFDI abgedeckt ist. Da wird man sicherlich auch sagen m\u00fcssen, dass es auch neue Bereiche gibt, die sich gerade erst entwickeln, fachlich auch in verschiedenen F\u00e4chern, und die vielleicht da auch mal einen Platz bekommen m\u00fcssen. Und klar, das sind dann\u2026 Da wird es auf jeden Fall unterschiedliche Geschwindigkeit geben. Das ist auch jetzt schon so. Die NFDI sind drei Runden ausgew\u00e4hlt worden. Einige Konsortien sind jetzt erst seit M\u00e4rz 2023 dabei. Die profitieren zwar von dem, was die anderen vor ihnen schon gemacht haben, aber nat\u00fcrlich ist man in diesen Bereichen dann auch noch nicht da, wo diejenigen sind, die jetzt eben irgendwie schon seit vier Jahren dabei sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:39] Doreen Siegfried:<br>Und wenn wir mal international gucken, wie wird denn KonsortSWD sich dieser EOSC-Drehscheibe, also dem Knotenpunkt der European Open Science Cloud anschlie\u00dfen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:44:54] Bernhard Miller:<br>Also ich muss tats\u00e4chlich sagen, ich war total begeistert, als ich irgendwie\u2026 Ich habe letzte Woche mir auf dem EOSC-Node ein Konto bei deren Nextcloud, also einfach dem simplen Daten Sharing Service, angemacht. Und ein Kollege aus Mainz hat bereits auf dem EOSC-Node ein scripted hosting f\u00fcr eine gemeinsame in der NFDI geteilte Datenbank irgendwie testweise aufgesetzt. Also, es gibt da auf jeden Fall Funktionen, mit denen der Node \u2500 und der ist ja noch verdammt jung\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:45:30] Doreen Siegfried:<br>Ja klar. Der ist glaube ich eine Woche alt oder zwei.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:45:33] Bernhard Miller:<br>Genau. Also seit knapp zwei Wochen wei\u00df man das, wie das unterst\u00fctzen wird. Gleichzeitig, also, ich glaube schon, dass man das Forschenden in den Wirtschaftswissenschaften auch anbieten kann, als L\u00f6sung. Gerade vielleicht auch wenn sie in international kollaborativen Projekten sind, mag das eine gute L\u00f6sung sein. Ob man jetzt als Konsortium sozusagen komplett irgendwie auf den EOSC-Node Dienste sich umstellen wird, das werden wir uns anschauen und das diskutieren. Also daf\u00fcr ist das einfach tats\u00e4chlich noch viel zu fr\u00fch, um das zu beurteilen. Weil gerade so Fragen der IT-Beschaffung, das kann an Universit\u00e4ten und Instituten\u2026 Also so Prozesse auf neue Akteure auszurichten, das ist nichts, was sich innerhalb kurzer Zeit vern\u00fcnftig diskutieren und entscheiden l\u00e4sst. Also da braucht man, glaube ich, auch noch ein bisschen Geduld.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:46:32] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Ja, das kennen wir alle. So was will gr\u00fcndlich vorbereitet werden. Okay. Welche Rolle spielt denn bei KonsortSWD, oder vielleicht auch generell in der NFDI, die wissenschaftspolitische Arbeit? Also, ist es denn beispielsweise angedacht, die Aufsichtsbeh\u00f6rden der statistischen \u00c4mter oder den Gesetzgeber zu \u00fcberzeugen, den Datenservice f\u00fcr die Forschung kostenlos oder vielleicht gegen eine geringe Geb\u00fchr bereitzustellen? Das ist ja was, was viele, das, was ich am Anfang sagte, was ja viele Forschende st\u00f6rt, dass es unglaublich kompliziert ist und dass Daten, die sowieso von den statistischen \u00c4mtern erhoben werden, dann wiederum nicht zug\u00e4nglich sind oder nur gegen viele Kosten. Also geh\u00f6rt das auch zum Teil Deiner Arbeit oder auch zum Teil der NFDI-Arbeit, hier die Rahmenbedingungen zu \u00e4ndern?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:47:23] Bernhard Miller:<br>Also, lass uns das mal als zwei Fragen betrachten. Ich fange jetzt tats\u00e4chlich mal mit der mit den Kosten an. Also es gab ja jetzt in j\u00fcngerer Zeit diese Diskussion \u00fcber Geb\u00fchren gerade bei den Statistischen \u00c4mtern, und wenn man das nachliest, stellt man ja auch fest, dass der wissenschaftliche Beirat just jener \u00c4mter selber die Entscheidung stark kritisiert hat, dass da Geb\u00fchren erhoben werden sollen. Und im Grunde genommen wollen die Akteure, die diese Daten haben, sicher auch, dass sie gut genutzt werden und finden H\u00fcrden, die sozusagen den Nutzenden in den Weg gelegt werden, schlecht. Das sind Vorgaben. Genau deswegen fragst du ja auch nach politischer Lobbyarbeit. Es geh\u00f6rt aber halt auch zu der Wahrheit, dass eine Tabelle, die das Bundesamt oder irgendwie ein anderer Datenanbieter auf seiner Homepage hat, nichts kostet ab einem gewissen Zeitpunkt. Dass aber, wenn man f\u00fcr ein spezielles Forschungsprojekt Daten eben zusammensuchen muss, kombinieren, Leute dabei unterst\u00fctzen und beraten muss, dass das nat\u00fcrlich schon unterschiedlich Aufwand betrachtet. Und ich w\u00fcrde hier gerade tats\u00e4chlich auch mal in die wirtschaftswissenschaftliche Community argumentieren wollen, dass man f\u00fcr diesen Aufwand nat\u00fcrlich\u2026, dass man das anerkennen muss. Und insofern glaube ich schon, dass wir uns darauf einstellen sollten, das in Zeiten, wo die Finanzierung aus \u00f6ffentlicher Hand knapp wird, man gucken muss, dass es faire Preismodelle gibt. Ich glaube, darauf m\u00fcssen wir hin, dass also tats\u00e4chlich jemand, der ganz, ganz viel Aufwand erzeugt, vielleicht daf\u00fcr auch zur Kasse gebeten wird. Und jemand, der normalen Aufwand erzeugt, vielleicht das Ganze weiterhin oder kostenlos bekommen soll. Auch, weil, wenn man viel Aufwand erzeugt, man ja vielfach vielleicht auch ein Forschungsprojekt in der Hinterhand hat, bei dem man, wenn man das klug plant, Gelder f\u00fcr solche Arbeiten bereits eingeworben hat und insofern faktisch nichts zahlen muss. Das ist, glaube ich, schon so, dass man das einfach auch mit in den Prozess mit reindenken soll. Nichts destotrotz, die politische Arbeit ist total wichtig. Ich glaube auch, wir m\u00fcssen Werbung daf\u00fcr machen, dass Forschung m\u00f6glichst viel, m\u00f6glichst breiten und m\u00f6glichst einfachen und kostenlosen Zugang zu Daten erh\u00e4lt. Und gerade KonsortSWD, SWD kommt ja vom Rat f\u00fcr Sozial- und Wirtschaftsdaten, der Teil unseres Konsortiums ist und der ein ganz, ganz wichtiger Player in dieser Landschaft ist und der sich tats\u00e4chlich auch zum Beispiel in diese Debatte um diese Preisstrukturen bei den statistischen \u00c4mtern eingeschaltet hat und eben auch ein entsprechendes Pl\u00e4doyer abgegeben hat, dass das kostenlos l\u00e4uft. Also, ich denke, das sind zwei verschiedene Sachen. Einerseits auf der politischen Ebene Verst\u00e4ndnis und Werbung daf\u00fcr machen, dass man den Nutzen von Wissenschaft in der Analyse von Daten nur dann kriegen kann, wenn das m\u00f6glichst niederschwellig passiert. Gleichzeitig aber vielleicht dann doch auch bei der Planung der eigenen Projekte mit Kosten irgendwie rechnen, sofern sie denn anfallen, und die einfach einwerben. Das ist in den allermeisten F\u00e4llen kein Problem und sollte f\u00fcr viele Projekte, gerade die gr\u00f6\u00dferen, eigentlich eine erledigbare, einfache Aufgabe sein. Die NFDI als Ganzes, vielleicht noch dieser letzte Punkt, hat nicht den Auftrag, gem\u00e4\u00df ihrer Satzung, irgendwie Politikberatung oder sowas zu machen. Gleichwohl stellt sich raus, dass das an vielen Stellen, dass diese Expertise gew\u00fcnscht ist, und auch der NFDI-Verein steht im Lobbyregister drin. Wobei ich pers\u00f6nlich schon halbwegs ungl\u00fccklich damit bin, dass man sozusagen, wenn man wissenschaftliche Expertise oder auch Datenexpertise der Politik zur Verf\u00fcgung stellt, dass man dann irgendwie unter der Fahne eines Lobbyisten oder einer Lobbyistin f\u00e4hrt, weil vielfach ist das ja tats\u00e4chlich inhaltliche Expertise, die die Politik ja auch aktiv anfragt.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:51:36] Doreen Siegfried:<br>Ja. ich frag nat\u00fcrlich vor dem Hintergrund, weil, als die NFDI gestartet ist, gab es ja sozusagen diese ganzen, diese ganzen Feedbackgespr\u00e4che mit der Community noch nicht. Also das hei\u00dft, jetzt, ein paar Jahre sp\u00e4ter, wei\u00df man ja, was die Community braucht. Und selbst, wenn das vielleicht zum Anfang noch nicht in der Satzung stand, k\u00f6nnte es ja sozusagen eine Folge sein der Arbeit, das man feststellt, also, wir brauchen\u2026 Die sch\u00f6nste technische Infrastruktur, nutzt wenig oder ist nur der halbe Spa\u00df, wenn nicht die Rahmenbedingungen entsprechend sind. Und man k\u00f6nnte ja beispielsweise auch sagen bei den statistischen Bundes\u00e4mtern: Warum nehmen die da Geld f\u00fcr? Die k\u00f6nnten doch einfach sagen, das geh\u00f6rt zu unserem Jobprofil, dass wir hier auch die Forschung unterst\u00fctzen, und Aufwand ist halt Aufwand. Aber man kann sagen, \u201eOkay, das geh\u00f6rt zu unserer, zu unserer Arbeit dazu.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>[00:52:32] Bernhard Miller:<br>Genau.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:52:32] Doreen Siegfried:<br>Also, so k\u00f6nnte man das ja auch denken und sagen: Ja, okay. Das kostet jetzt Arbeit. Aber das ist halt, ich mein, alles ist Arbeit. Dann k\u00f6nnen wir auch sagen: Wozu seid ihr da? Die Forschung zu unterst\u00fctzen, ist halt auch notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:52:50] Bernhard Miller:<br>Also absolut. Wie gesagt, ich bin auch\u2026 Also, wir machen das. Der RatSWD macht das. Ich halte das f\u00fcr eine wichtige Richtung. Ich teile auch die Einsch\u00e4tzung, dass gerade \u00f6ffentliche Datenanbieter ihre Daten zur Verf\u00fcgung stellen sollten. Gleichzeitig ist es halt auch bei denen so: Die haben eine begrenzte Anzahl von Ressourcen, und wenn sie alle Anfragen beantworten, finde ich es fairer, wenn die, die einfache Anfragen stellen, kostenlos an die Daten kommen und die, die super komplizierte Anfragen stellen, bevor sie jetzt das ganze System f\u00fcr zwei Monate verstopfen, eben vielleicht, sozusagen, das auch finanzieren. Das ist, glaube ich, mit Blick auf den Gesamtoutput an wissenschaftlichem Nutzen, den wir aus der Datennutzung kriegen, dann der bessere Deal.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:53:35] Doreen Siegfried:<br>Ja, auf jeden Fall braucht man da Fairness. Da stimme ich dir absolut zu. Wie sieht denn KonsortSWD seine Rolle in der wissenschaftspolitischen Diskussion um die Einf\u00fchrung gesetzlicher Datenzugangsanspr\u00fcche, also sogenannter Forschungsklauseln? Und \u2500 Du hast jetzt gesagt, okay, durch den RatSWD ist da eigentlich auch schon ein Fu\u00df in der T\u00fcr, wenn nicht zwei \u2500 wurden Schritte unternommen, um diese Einf\u00fchrung zu unterst\u00fctzen? Also, was denkst Du zu dem geplanten Forschungsdatengesetz?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:54:02] Bernhard Miller:<br>Ja, genau das geh\u00f6rt zusammen. Also die Forschungsklauseln sind ein ganz, ganz wichtiger Schritt. Die Wissenschaft braucht einen anderen Zugang zu Daten, als das andere Gruppen in der Gesellschaft brauchen, und die Gesellschaft profitiert auch davon, dass Wissenschaftler:Innen diesen Zugang zu den Daten haben. Deswegen unterst\u00fctzt die gesamte NFDI und auch der RatSWD und KonsortSWD diese Bem\u00fchungen um Forschungsklauseln, die ja tats\u00e4chlich auch in den so semiinformellen Entw\u00fcrfen des Forschungsdatengesetzes enthalten sind und die derzeit kursieren. Also, ich halte das f\u00fcr eine wirklich zentrale Voraussetzung, dass man hier eine \u2500 andere Leute sprechen von Forschungsprivileg \u2500 also, dass man da sozusagen verbesserte Zugangsbedingungen, gerade zu besonders wichtigen Daten, gesetzlich verankert. Das spricht ja dann auch zu der Frage von vorhin, weil dann nat\u00fcrlich klar wird, dass man entsprechende Zug\u00e4nge auch vielleicht entsprechend f\u00f6rdern muss, dann von Seite der Daten haltenden Institutionen. Das Forschungsdatengesetz insgesamt ist ja im Koalitionsvertrag angek\u00fcndigt gewesen und sicherlich von vielen Leuten sehr stark erwartet worden. Ich glaube, dass eben, weil du mich nach meiner Meinung zum Forschungsdatengesetz gefragt hast, insgesamt das ein sehr, sehr wichtiger Schritt, und jetzt benutze ich den Konjunktiv, w\u00e4re. Weil der eben in der Wissenschaft gut abgesprochen und diskutiert werden muss, und da bin ich mir tats\u00e4chlich derzeit einfach nicht sicher. Die Bundesregierung hat mit sehr vielen Herausforderungen zu k\u00e4mpfen derzeit. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Gesetz, das jetzt zu einem relativ sp\u00e4ten Zeitpunkt erst so langsam das Licht des offiziellen Gesetzgebungsprozesses erblickt, all die Erwartungen, die wir als Forschung in es haben, wird erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Und das w\u00e4re sehr schade, wenn sozusagen, dass jetzt irgendwie auch aufgrund der zeitlichen Dimension und weil viele Sachen da jetzt noch nicht gut diskutiert worden sind, unter die R\u00e4der k\u00e4me.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:29] Doreen Siegfried:<br>Ja, also vielleicht f\u00fcr unsere Zuh\u00f6rer:innen. Wir sprechen heute am 6. November. Es ist fr\u00fcher Morgen, und wer wei\u00df, wie heute Abend die Bundesregierung aufgestellt ist. Insofern m\u00fcssen wir wahrscheinlich etwas pessimistisch auf das Thema Forschungsdatengesetz schauen.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:56:48] Bernhard Miller:<br>Wobei wir das Thema Forschungsdatengesetz, glaube ich, als wissenschaftliche Community auch in dem Fall hochhalten sollten, dass es jetzt nicht mehr unter der gegenw\u00e4rtigen Regierung sozusagen ein Erfolgsfall wird. Es gibt Menschen, die glauben, das Thema sei verbrannt, wenn es jetzt nicht durchkommt. Ich glaube, die Relevanz bleibt erhalten. Und die Argumente, die wir jetzt pr\u00e4sentieren, die sind im Zweifelsfall auch in einem Jahr oder in zwei Jahren noch genauso relevant. Und ich denke, das ist auch gut vermittelbar, dass man f\u00fcr Forschung, wenn man sozusagen auch Policies weiterentwickeln m\u00f6chte, einfach gute Zug\u00e4nge braucht zu relevanten Daten.<\/p>\n\n\n\n<p>[00:57:30] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Das ist nat\u00fcrlich ein guter Punkt. Vielleicht noch eine Frage zu diesem ganzen wissenschaftspolitischen Thema. Also der RfII-Bericht, also RfII \u2500 Rat f\u00fcr Informationsinfrastrukturen \u2500 vom Juni 2023 schl\u00e4gt so Datentreuhandmodelle vor, als zentrale Elemente f\u00fcr besseren Datenzugang. Welche Rolle sieht KonsortSWD hier im speziellen und die NFDI vielleicht generell in der Entwicklung solcher Treuhandstrukturen?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:57:57] Bernhard Miller:<br>Also\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>[00:57:58] Doreen Siegfried:<br>Und wie k\u00f6nnten diese konkret vielleicht auch die Datenverf\u00fcgbarkeit f\u00fcr Forschende verbessern?<\/p>\n\n\n\n<p>[00:58:03] Bernhard Miller:<br>Also, vielleicht jetzt gerade auch f\u00fcr die Zuh\u00f6rer:innen: so ein Datentreuh\u00e4nder:in ist eine Einrichtung, die eben sozusagen zwischen jemandem, der vertrauliche Daten hat oder auch privat, also kommerzielle Daten, und dem Nutzer. Und die Institution ist dann im Zweifelsfall in der Lage, die Daten zu anonymisieren oder bestimmte Informationen rauszunehmen, sodass sie dann besser genutzt werden k\u00f6nnen, und ist da sozusagen so eine Verbindungsstelle. Insofern, weil ich das gerade inhaltlich schon so ein bisschen beschrieben habe, das ist nat\u00fcrlich gerade bei den Daten, von denen wir reden, gerade auch vor dem Hintergrund, dass sich viele in der Wirtschaftswissenschaft auch Zugang zu den privat gehaltenen Daten oder Daten aus der Wirtschaft w\u00fcnschen, ein sehr, sehr wichtiges Element, wenn ich das richtig verstehe. Das ist jetzt nicht mein Spezialgebiet, und der RatSWD hat aktuell eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Am Laufenden gibt es halt sehr viele unterschiedliche Verst\u00e4ndnisse davon, was so eine Datentreuhandstelle sein und tun sollte. Es gibt auch eine Diskussion dar\u00fcber, ob die Forschungsdatenzentren, wie sie bei uns unter dem Schirm sind, vielleicht auch als Datentreuhandstellen verstanden werden k\u00f6nnen. Aber da ist noch einiges im Flux. Insgesamt, glaube ich, brauchen wir sowas und wir sollten gucken, dass wir da vorankommen. Auch das Forschungsdatengesetz \u00fcbrigens in seinem aktuellen Entwurf sieht eine ziemlich massive Datentreuhandstelle vor, die Deutsches Zentrum f\u00fcr Mikrodaten hei\u00dfen w\u00fcrde und also \u00e4hnliche Funktionen praktisch dann \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Also, ich glaube, da gibt es einen stabilen Konsens, dass man sowas braucht. Aber man wird noch ein bisschen dar\u00fcber reden m\u00fcssen, wie das genau ausgestaltet wird und wie auch die Zugangsbedingungen sind. Denn vermutlich wird auch eine Datentreuhandstelle Aufwand verursachen, und diesen Aufwand wird irgendjemand zahlen m\u00fcssen, um das leidige Thema der Kosten hier nochmal anzusprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>[01:00:05] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay, ja. Vielleicht noch eine letzte Frage zum Thema Wissenschaftspolitik. Was sind denn aus Deiner Sicht so die dringendsten Schritte, die von der Wissenschaftspolitik, egal unter welcher Farbe, unternommen werden m\u00fcssten, um den Datenzugang langfristig zu verbessern? Also, es gibt ja zahlreiche Positionspapiere aus der Fachcommunity. Also, was ist auf Platz eins? Was ist das aller, allerwichtigste? Sind das diese Datentreuhandgeschichten, oder was, w\u00fcrdest Du sagen, muss als erstes angepackt werden?<\/p>\n\n\n\n<p>[01:00:37] Bernhard Miller:<br>Also ich w\u00fcrde sagen, und das richtet sich nicht nur an die Wissenschaftspolitik, sondern dass es, um die Verkn\u00fcpfbarkeit von Daten aus unterschiedlichen Quellen f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke zu erm\u00f6glichen, klare Identifier geben muss. Also, dass von mir aus, meine Steuer-ID auch irgendwie an meinen Daten zum Studiumsverlauf, zum Promotionsverlauf mit dranh\u00e4ngt, dass sie an meinen Daten zur Sozialversicherung mit dranh\u00e4ngt und so weiter und so fort. Dass man wirklich sinnvoll Informationen zusammenspielen kann. Dass\u2026 Also, aber das ist tats\u00e4chlich komplement\u00e4r zu den Dingen, \u00fcber die wir bereits gesprochen haben. Aber man reduziert den Aufwand bei der Datenverkn\u00fcpfung schon um ein N-faches, wenn man irgendwie eine eindeutige ID hat und nicht irgendwie zig Zwischenschritte nehmen muss, um Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>[01:01:32] Doreen Siegfried:<br>Sowas wie die schwedische Personennummer, ne?<\/p>\n\n\n\n<p>[01:01:36] Bernhard Miller:<br>Ja, ja, genau. Also andere L\u00e4nder, die \u2026 Also alle L\u00e4nder, die immer als Vorbilder hochgehalten werden, haben so was. Und das ist durchaus logisch, dass das eine mit dem anderen zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>[01:01:47] Doreen Siegfried:<br>Ja, okay. Letzte Frage Bernhard. Welche drei Tipps hast Du f\u00fcr Forschende, also vielleicht sogar f\u00fcr Wirtschaftsforschende, die den Zugang zu Daten, Skripten, Codes, Forschungssoftware und so weiter in ihren Projekten verbessern und effektiver gestalten wollen?<\/p>\n\n\n\n<p>[01:02:03] Bernhard Miller:<br>Ja, cool. Das ist so eine Hands-on-Frage. Also, erstens, beschreibt Eure Daten, wenn Ihr wollt, dass sie irgendjemand nachnutzen will. Beschreibt Euren Code und Eure Skripte einmal in allgemein verst\u00e4ndlicher Sprache im Sinne von einem Abstract, das finden Suchmaschinen und dann eben auch mit den g\u00e4ngigen Metadaten-Schemata. Zweitens bringt das Ganze in reputierten, reputablen Repositorien unter, die eben dann zum Beispiel auch, wir waren da schon, von Google durchsucht werden, damit das findbar ist und verseht das Ganze mit einer Persistent Identifier, also einer DOI, damit sozusagen auch die Zitierbarkeit gew\u00e4hrleistet ist. Und damit kommen wir zu Drittens, und das ist der wichtigste Schritt, auch dar\u00fcber haben wir schon gesprochen. Die meisten Forschenden finden Daten, aber auch Forschungssoftware \u00fcber Literatur. Das hei\u00dft, all das muss in Literatur zitierbar sein. Das ist ein Aspekt. Und der andere Aspekt ist halt, zitiert es selber oder sorgt daf\u00fcr, dass in Euren Gruppen, in euren Peer Groups das Bewusstsein daf\u00fcr da ist, dass sowas zitiert werden muss. Weil nur dann wird sozusagen ein Bekanntheitsgrad erreicht, der tats\u00e4chlich eine Nachnutzung und aber auch eine W\u00fcrdigung der Leistung, die ja sowohl in Skripten, als auch in Software, als auch in Daten steckt. Nur dann ist sozusagen das gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n\n\n\n<p>[01:03:32] Doreen Siegfried:<br>Ja, super, okay. Ich danke Dir ganz herzlich. Vielen Dank auch an Sie an den Kopfh\u00f6rern! Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Lassen Sie uns Lob und Kritik da. Gern via E-Mail, Mastodon, YouTube oder LinkedIn. Sie finden in den Shownotes alle wichtigen Hands-on-Tipps zum Thema Forschungsdatenmanagement. Und wir freuen uns nat\u00fcrlich auch, wenn Sie uns abonnieren. Und ich bin gespannt aufs n\u00e4chste Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>[01:03:58] Outro<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[49,143,118,206,47,12],"class_list":["post-112","podcast","type-podcast","status-publish","hentry","tag-forschungsdaten","tag-forschungsdateninfrastruktur","tag-konsortswd","tag-leibniz-gemeinschaft","tag-nfdi","tag-zbw","post"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Forschungsdaten managen mit KonsortSWD<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Zugang zu Forschungsdaten mit KonsortSWD. 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